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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe September 2015
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Liebe Leser_innen,

im September-Newsletter der DRK Kinderhilfe finden Sie Aktuelles aus von der Bundesebene sowie Hinweise zu aktuellen Materialien und Medien.

Am 20.09. ist Weltkindertag. Unter dem Motto "Kinder Willkommen!" wird in diesem Jahr dazu aufgerufen, Kinderpolitik an erster Stelle der politischen Agenda zu setzen. In Newsletter machen wir auf auch die diesjährige Familien-Aktion des Projektes "Wertebildung in Familien" zum Kindertag  auf dem Potsdamer Platz in Berlin aufmerksam.

Viel Lesevergnügen wünscht Ihnen

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

Weltkindertagsfest - Projektaktion "Wertebildung in Familien" in Berlin

Wer im letzten Jahr nicht dabei sein konnte oder aber sogar schon mitgemacht hat: Das verbände- und trägerübergreifende Projekt "Wertebildung in Familien" beteiligt sich auch in diesem Jahr mit einer Mitmach-Aktion am Weltkindertagsfest am 20.09. auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Familien sind herzlich eingeladen, am Stand des Projekts unter Anleitung einer Künstlerin gemeinsam ein Bild zum Thema Familie zu malen.
Wir freuen uns wieder auf ein gelungenes Fest und hoffen auf entsprechendes Gute-Laune-Wetter!
Impressionen vom Stand, Fotos der gemalten Bilder und natürlich wie immer alles Wissenswerte rund um das Projekt und das Thema Wertebildung in Familien gibt es online unter: www.wertebildunginfamilien.de und www.facebook.com/WertebildunginFamilien

Landesreferent_innen-Treffen Kinderhilfe

Zweimal jährlich treffen sich die Referent_innen Kinderhilfe der Landesverbände gemeinsam mit dem Bundesverband. Vom 16. bis 18. September wird das zweite diesjährige Treffen in Hamm (Westfalen) stattfinden. Neben dem Austausch zu aktuellen landes- und bundespolitischen Entwicklungen werden sich Referent_innen schwerpunktmäßig mit den Themen Personalgewinnung und Personalbindung für Fachkräfte und der Unterstützung von Flüchtlingskindern in der Kindertagesbetreuung auseinandersetzen. Die Ergebnisse des Austausches zum Thema Personal werden dem Steuerkreis des Hauptaufgabenfeldes "Kindertageseinrichtungen" als Grundlage für die Ableitung strategischer Empfehlungen für den Verband dienen.

Projekt AG auf Fröbels Spuren

Ein Jahr nach der Veröffentlichung und Präsentation der Handreichung „Anwaltschaftliche Vertretung“ trafen sich die Projektmitglieder der Arbeitsgruppe noch einmal ein Wochenende in Oberweißbach, um ihre Erfahrungen mit der Implementierung der Handreichung auszutauschen.

Nach einer spannenden und aufschlussreichen Besichtigung der DRK-Kita Louella in Rudolstadt, deren Leiterin an der Handreichung mitgearbeitet hatte, stand eine ganz besondere Führung durch Fröbels Geburtshaus auf dem Programm. Viele Aspekte seiner Pädagogik sind noch heute von großer Bedeutung für die Arbeit der DRK-Kindertageseinrichtungen. Am zweiten Tag wurde der Fröbelturm bestiegen, der eine herrliche Aussicht über den Thüringer Wald bot.

Am Ende des Wochenendes waren sich alle einig, dass die Projekt Arbeitsgruppe auch im nächsten Jahr zum Austausch zusammenkommen möchte.

Handreichung "Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt" wieder verfügbar

Die Handreichung "Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt in DRK-Kindertageseinrichtungen", die zwischenzeitlich vergriffen war, ist inzwischen in 2. Auflage gedruckt worden und ab sofort wieder im Rotkreuzshop verfügbar.

https://www.rotkreuzshop.de/shop/de_DE/Fachpublikationen/Sozialarbeit/Kinder-Jugend-und-Familien.html

Die Handreichung beinhaltet Handlungsempfehlungen, Praxisbeispiele, Literaturhinweise zum Weiterlesen und Informationen zu gesetzlichen Grundlagen mit folgenden Schwerpunkten: Informieren und Motivieren, Raum für Ehrenamt schaffen, Anerkennung füreinander, Management des ehrenamtlichen Engagements und gesellschaftliches Engagement von Kindern.

Dank globalem Lernen weit vorn - Faire Kita

Gleich zwei Projekte aus Gronau haben es in diesem Jahr in die Finalrunde des Wettbewerbes PSD-Bürgerprojekt 2015 geschafft. Insgesamt gingen über 50 Anträge zum Jahresthema „Wissen überwindet Grenzen“ ein, aus denen eine Fachjury und durch Publikumsnominierung die Finalisten ermittelt wurden. Die Westfälischen Nachrichten stellen die beiden Gronauer Projekte im Detail vor. Heute geht es um „Fairtrade – Globales Lernen beginnt bereits im Kindergarten“. Dieses Projekt wurde vom DRK-Familienzentrum „Zum Regenbogenland“ eingereicht und erreichte bei der Publikumsnominierung Platz zwei. „Globales Lernen beginnt früh, denn Kinder können bereits lernen, dass die Waren, von denen sie umgeben sind, eine Herkunft haben. Wir können Verantwortung übernehmen für einen fairen und nachhaltigen Konsum“, umschreibt die DRK-Kita ihr Projekt. Und weiter: „Ein Blick über den Tellerrand zu den Familien in anderen Teilen der Welt, die unseren Kakao und die Baumwolle für unsere T-Shirts anbauen, kann helfen, die Welt zu verstehen.“ Die Einrichtung in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes wurde 2014 zur ersten „fairen Kita NRW“ im gesamten Münsterland zertifiziert. Die DRK-Kita-Leiterin, Birgit Hüsing-Hackfort, ist ehrenamtlich in der Steuerungsgruppe Fairtrade tätig und Koordinatorin für den fairen Kita-Bereich (mittlerweile vier Tagesstätten mit 190 Kindern und Bezugspersonen), in der Hoffnung, noch weitere Kindertagesstätten für die faire Arbeit zu gewinnen. Dazu wurden bereits Informationsveranstaltungen und Fortbildungen für Kindertageseinrichtungen, den Stadtelternrat und interessierte Bürger durchgeführt. Bildungseinheiten zu fair gehandelten Produkten wie Kleidung, Schokolade und Fußball werden bereits regelmäßig für Kindergartenkinder von Multiplikatorinnen der Regiestelle Dortmund in den Kitas durchgeführt. Die Steuerungsgruppe ist weiterhin aktiv, indem regelmäßige Aktivitäten wie faire Frühstücksangebote, Stände auf den Weihnachtsmärkten und Aktivitäten beim Stadtfest Kinder, Jugendliche und Erwachsene über Fairtrade und globales Lernen informieren. Diese Aktivitäten werden mit Ehrenamtlichen durchgeführt. Im Rahmen der fairen Wochen im September sind außerdem zahlreiche verschiedene Aktionen geplant. „Es reicht für Gronau als Fairtrade-Stadt und die Institutionen Kita und Schule nicht aus, allein faire Produkte wie Kaffee und Orangensaft auszuschenken. Genauso wichtig ist es, eine Verbreitung des fairen Gedankens und des fairen Handels in Kitas, Schulen und in die Bürgerschaft zu transportieren“, erklärt die DRK-Kita-Leiterin Birgit Hüsing-Hackfort.

Quelle: Pressemeldung der Westfälischen Nachrichten, 31.08.2015, von Klaus Wiedau

Mehr unter www.faire-kita-nrw.de

Prinzessin Popelkopf - Erlöse des Kinderbuches als Spende für Flüchtlingskinder

Marc-Uwe Kling, seines Zeichens Kleinkünstler, hat ein Kinderbuch geschrieben und Astrid Henn, ihres Zeichens Illustratorin, hat dazu famose Bilder gemalt. Es heißt »Prinzessin Popelkopf« und handelt von selbiger Prinzessin, die von einer kleinen Hexe verflucht wird, so zu sein, wie sie heißt. Fortan muss die Prinzessin tatsächlich einen riesigen Popelkopf auf ihrem Hals tragen. Der Gewinn aus dem Verkauf des Kinderbuches über Marc-Uwes Webshop geht komplett als Spende an den DRK Kreisverband Müggelspree. Das DRK möchte an der Flüchtlingsnotunterkunft Karlshorst für alle Bewohner und vor allem die Kinder einen Spielpark bauen - hierzu muss ein benachbartes Brachgelände komplett umgestaltet und mit entsprechenden Geräten ausgestattet werden.

 Fachpolitisch Aktuelles

Studie in Erstaufnahmeeinrichtung: viele Kinder mit Belastungsstörungen

Mehr als ein Drittel der syrischen Flüchtlingskinder in Deutschland leidet unter einer psychischen Störung, die große Mehrzahl hat eine körperliche Krankheit. Dies zeigt eine Untersuchung von Medizinern der Technischen Universität München (TUM) in einer bayerischen Erstaufnahmeeinrichtung. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass weitere Kinder eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln werden – auch aufgrund ihrer aktuellen Situation. Die Studie wurde am 5. September auf einer öffentlichen Sitzung der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin in München vorgestellt.

Missbrauchsbeauftragter: „Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet Opfer sexueller Übergriffe zu werden. Zu ihrem Schutz brauchen wir Mindeststandards gegen sexuelle Gewalt in allen Flüchtlingsunterkünften!“

Statement des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig:

„Laut aktueller Prognosen erwarten wir bis Jahresende weit über 650.000 Flüchtlinge in Deutschland. Die dramatisch wachsende Zahl der Flüchtlinge stellt Politik und Zivilgesellschaft vor große Aufgaben. Dem großen und einzigartigen Engagement vieler Organisationen und helfender Einzelpersonen gebührt höchster Respekt und Anerkennung. Bei der administrativen und logistischen Herausforderung, Unterkünfte für hunderttausende Flüchtlinge zu schaffen, muss die Sicherheit der Flüchtlingskinder vor sexueller Gewalt in diesen Unterkünften ganz besonders in den Blick genommen werden.

Im Vergleich zu den meist klaren Strukturen in Kitas, Schulen oder Heimen sind die Abläufe in Flüchtlingsunterkünften oft ungeordnet und sehr dynamisch. Schutzkonzepte gegen sexuelle Gewalt und Notfallpläne gibt es dort größtenteils nicht. Erwachsene und Kinder wohnen in Großunterkünften auf engstem Raum, Intimität, Rückzugsorte, Sprachvermittlung und Kultursensibilität sind vielfach nicht gewährleistet. Für Täter bieten sich dadurch viele Gelegenheiten, Nähe zu Flüchtlingskindern herzustellen, die oftmals durch traumatische Erlebnisse und den Verlust ihres vertrauten Umfelds instabil und auf besondere Unterstützung angewiesen sind. Übergriffe können sowohl vom Personal als auch von Bewohnern oder anderen Jugendlichen in den Unterkünften ausgehen  - aber auch von Betreuenden und Paten, die beispielsweise schulische Unterstützung oder Freizeitaktivitäten anbieten.

Auch für Flüchtlingsunterkünfte müssen deshalb Mindeststandards gegen sexuelle Gewalt gelten: Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses muss für alle Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen gelten. Klare Verhaltensregeln zum Umgang miteinander müssen in allen Flüchtlingseinrichtungen verbindlich festgelegt und in allen relevanten Sprachen bekannt gemacht werden, ebenso interne wie externe Ansprechpersonen und Beschwerdemöglichkeiten bei Vermutung und Verdacht. Außerdem muss es räumliche Mindeststandards wie abschließbare Toiletten, geschlechtergetrennte Duschbereiche und persönliche Rückzugsmöglichkeiten geben, sowie durch Fachkräfte betreute Spiel- und Freizeitbereiche für Kinder und Jugendliche, damit Fachkräfte gegebenenfalls Signale erkennen und Hilfen ermöglichen können.“

Quelle: Pressemitteilung  UBSKM, 19.08.2015


HINWEIS: Die DRK-Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen in den Gemeinschaften, Einrichtungen, Angeboten und Diensten des DRK gelten in allen Einrichtungen, in denen mit Kindern und Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen auf haupt- und ehrenamtlicher Basis gearbeitet wird. Das geht auch bereits ganz niedrigschwellig, indem beispielsweise in den meisten DRK-Landesverbänden vorhandene Verhaltenskodizes genutzt werden. Mehr Informationen und begleitende Unterlagen finden Sie zum Beispiel hier.

„Kinder willkommen!“ das Motto zum Weltkindertag 2015

Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland haben das Motto des Weltkindertages 2015 bekannt gegeben. Die Kinderrechtsorganisationen rufen dazu auf, in Deutschland die Rechte und Bedürfnisse aller Kinder in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen. Ausdrücklich schließen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk dabei Kinder und Jugendliche ein, die als Flüchtlinge in Deutschland Schutz suchen.

„Kinderpolitik gehört an die oberste Stelle der politischen Agenda. Wir müssen alle Kinder in Deutschland fördern und schützen, wir müssen sie beteiligen und bei allem stets das Kindeswohl nach vorne stellen. Dabei können die Erwachsenen dazu beitragen, dass Deutschland ein kinderfreundlicheres Land wird, indem sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen für deren Rechte eintreten“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Das Motto des Weltkindertages macht darauf aufmerksam, dass wir in Deutschland für alle Kinder gleichermaßen sorgen müssen. Alle Mädchen und Jungen haben die gleichen international verbrieften Rechte. Und alle brauchen ein Umfeld, das sie willkommen heißt und ihre Entwicklung fördert – egal, ob sie in Deutschland geboren wurden oder in einem anderen Land der Welt“, erklärt Anne Lütkes, Vorstandsmitglied von UNICEF Deutschland.

Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 garantiert allen Kindern das Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie das Recht auf Beteiligung – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Die Kinderrechte gelten in den Entwicklungsländern genauso wie in Industrieländern wie Deutschland. Deutschland hat die Kinderrechtskonvention 1992 ratifiziert und sich verpflichtet, diese umzusetzen.

Zum Weltkindertag am 20. September 2015 machen bundesweit zahlreiche Initiativen unter dem gemeinsamen Motto „Kinder willkommen!“ auf die Kinderrechte aufmerksam.

Am Sonntag, den 20. September, finden in Berlin und in Köln die beiden größten Kinderfeste statt. Dazu erwarten UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk jeweils rund 100.000 Besucher im Kölner Rheingarten und auf dem Potsdamer Platz in Berlin.

Schäuble will Betreuungsgeld nicht für Kitas ausgeben

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung vom 02.09.2015 will Finanzminister Schäuble (CDU) die frei werdenden Haushaltsmittel aus dem gestoppten Betreuungsgeld nicht in Kitas oder zusätzliche Familienleistungen investieren.

"Das Bundesfinanzministerium lehnt es ab, frei werdende Haushaltsmittel aus dem vom Bundesverfassungsgericht gestoppten Betreuungsgeld in Kitas oder zusätzliche Familienleistungen zu investieren. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will das Geld nach Informationen der Süddeutschen Zeitung lediglich dafür nutzen, das ohnehin weiter gültige Elterngeld planmäßig auszahlen zu können.

Sein parlamentarischer Staatssekretär Jens Spahn (CDU) kündigte am Dienstag bei der Haushaltsklausur der Bundestagsfraktionen von SPD und Union in Berlin an, das Geld werde gebraucht, um "ungeplante Mehrausgaben", sprich Haushaltslöcher, beim Elterngeld sowie bei Hartz-IV-Leistungen zu decken."

Quelle: SZ, 02.09.2015

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Bundesregierung aufgefordert, die ursprünglich für das Betreuungsgeld eingeplanten Mittel vollständig für den Kita-Ausbau zu verwenden. Die 900 Millionen Euro würden dringend gebraucht, um weitere Plätze zu schaffen sowie die Qualität der Betreuung zu erhöhen, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg unserer Redaktion. Die Pläne, die 900 Millionen Euro in den allgemeinen Bundeshaushalt fließen zu lassen, kritisierte er als „kurzsichtig“. Die Bemühungen der Kommunen um gute Kitas würden so konterkariert. Demnächst müssten Tausende von oft traumatisierten Flüchtlingskindern betreut werden. Deren Integration sollte frühzeitig beginnen. Nötig seien daher auch zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher mit den notwendigen Qualifikationen. Nach dem Wegfall des Betreuungsgeldes nähmen außerdem viele Eltern nun einen Kita-Platz in Anspruch.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 03.09.2015

Bertelsmann Stiftung: Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2015 veröffentlicht

Jahrelang stand in Deutschlands Kindertageseinrichtungen der quantitative Ausbau der Betreuungsplätze im Vordergrund, jetzt wird auch stärker in Qualität investiert. Dem aktuellen „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ zufolge haben sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre die Betreuungsverhältnisse in fast jedem Bundesland verbessert. Derzeit kommen auf eine vollzeitbeschäftigte Kita-Fachkraft durchschnittlich 4,4 ganztags betreute Krippenkinder oder 9,5 Kindergartenkinder. Zwei Jahre zuvor war eine Erzieherin durchschnittlich noch für 4,8 Krippen- oder 9,8 Kindergartenkinder zuständig.
Während der Anspruch auf einen Kita-Platz per Bundesgesetz geregelt ist, sind die konkreten Rahmenbedingungen Ländersache. Das führt zu erheblichen Unterschieden in der Betreuungsqualität. Die besten Personalschlüssel haben inzwischen die Kitas in Baden-Württemberg. 3,1 Krippenkinder und 7,7 Kindergartenkinder kommen hier auf ein_e Erzieher_in. Das ist der bundesweit günstigste Wert und bedeutet eine deutliche Verbesserung gegenüber 2012, als die Personalschlüssel 1 zu 3,5 und 1 zu 8,6 betrugen.
Baden-Württemberg hat damit fast die Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung für ein kindgerechtes Betreuungsverhältnis erreicht. Demzufolge sollte ein_e Erzieher_in für höchstens drei unter Dreijährige oder 7,5 Kinder ab drei Jahren zuständig sein. Das tatsächliche Betreuungsverhältnis im Kita-Alltag fällt ohnehin ungünstiger aus als der Personalschlüssel, weil Erzieher_innen mindestens ein Viertel ihrer Zeit für Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung aufwenden.

Ungünstige Personalschlüssel wirken sich nicht nur für die Kinder negativ aus, sondern erhöhen auch die Belastung der Kita-Fachkräfte. Das haben kürzlich Wissenschaftlerinnen der Alice Salomon Hochschule Berlin nachgewiesen. Folge sind hohe gesundheitliche Risiken für diese Berufsgruppe. Die Bertelsmann Stiftung hat deshalb in ihrem diesjährigen „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ die strukturellen Arbeitsbedingungen analysiert. Einer der Befunde lautet: In kaum einem Bundesland ist derzeit klar geregelt, wie viel Arbeitszeit für Aufgaben neben der eigentlichen pädagogischen Arbeit mit den Kindern reserviert ist. Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung machen in der Praxis mindestens ein Viertel der Aufgaben einer Erzieher_in aus. Während Vollzeitkräfte hierfür in der Regel ausreichend Zeit einplanen können, geraten die Teilzeitkräfte unter Druck. Immerhin 41 Prozent des Kita-Personals arbeitet weniger als 32 Stunden wöchentlich. Deren Arbeitszeit wird in den Kitas häufig komplett für die eigentliche Kinderbetreuung eingeplant, trotzdem warten die anderen Aufgaben auf Erledigung.


Grundlage des jährlich aktualisierten Ländermonitors sind Auswertungen von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik und weiteren amtlichen Statistiken sowie einer Befragung aller zuständigen Fachministerien der Bundesländer durch die Bertelsmann Stiftung. Stichtag für die Datenerhebung war der 1. März 2014. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund durchgeführt. Daten und Fakten zu den frühkindlichen Bildungssystemen finden sich unter www.laendermonitor.de. Zudem liefert der Ländermonitor für jedes Bundesland ein Profil seines frühkindlichen Bildungssystems.


Quelle: Auszüge aus der Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 24.8.2015

Im neuen Bericht des Projekts "Children’s Worlds" legen Kinder aus 15 Ländern Zeugnis darüber ab, wie sie in ihren Ländern aufwachsen und leben.

Befragt wurden seit Beginn des Projekts im Jahr 2010 53.000 Kinder zwischen acht und zwölf. In der 2. Welle der Umfrage werden die Ergebnisse der Befragung von 30.000 Kindern zwischen zehn und zwölf Jahren aus Algerien, Äthiopien, Deutschland, Estland, Großbritannien (England), Israel, Kolumbien, Nepal, Norwegen, Polen, Rumänien, Südafrika, Südkorea, Spanien, und der Türkei veröffentlicht.

Zu den Ergebnissen:

  • Kinder übernachten immer im selben Zuhause: zwischen 82 % in Äthiopien und 23 % in Norwegen.
  • Kinder sind insgesamt mit ihrem Leben zufrieden: am meisten in Rumänien und Kolumbien, am wenigsten in Südkorea.
  • Bedeutung von Zuhause und Familienleben für Kinder: an oberster Stelle für Kinder in Norwegen und Kolumbien; im Ranking weit unten für Kinder in Äthiopien und Nepal.
  • Beziehungen zu Freunden: über 10% der Kinder in Südafrika und Nepal sind unzufrieden; insgesamt aber Zufriedenheit, was die Anzahl der Freunde betrifft.
  • Äthiopische Kinder sagen zweimal lieber, dass sie gern zur Schule gehen als Kinder in Polen.
  • Ein Drittel aller Kinder berichteten, dass sie von anderen Kindern schikaniert werden. Knapp 10 % geben an, dass dies mehr als 3x im letzten Monat passiert ist.
  • Kinder sind selbstbewusst: am meisten in Rumänien, Kolumbien, der Türkei und Algerien; am wenigsten in England und Südkorea.
  • Kinder kennen ihre Rechte: drei Viertel der Kinder in Norwegen und Kolumbien; weniger als die Hälfte in England, Deutschland und Südkorea.
  • Jeden Tag Hausaufgaben machen:  rund 79 % aller Schüler/-innen.
  • TV sehen: zweithäufigste Beschäftigung aller Kinder; am häufigsten Kinder in Estland.
  • Täglich einer organisierten Freizeitbeschäftigung nachgehen: 12 % der Kinder.

Der Bericht ist zum Nachlesen abrufbar unter: www.isciweb.org/_Uploads/dbsAttachedFiles/ChildrensWorlds2015-FullReport-Final.pdf

Der nationale Bericht für Deutschland ist einzusehen unter: www.isciweb.org/_Uploads/dbsAttachedFiles/Germany_NationalReport_Final.pdf

In der nächsten Runde kommen die Ergebnisse der Befragung von Kindern in Argentinien, Großbritannien (Wales), Italien, Malta und Portugal dazu.

Die Erstellung des Berichts wurde von der Jacobs Foundation gefördert.

Quelle: Children’s Worlds

Inklusion: Kinderärzte fordern ehrliche Zwischenbilanz und politische Konsequenzen

Welche Versorgung Kinder und Familien mit einem besonderen Bedarf wirklich brauchen, wird in der jüngsten großen Kindernetzwerk-Studie eindrücklich aufgezeigt. Etwa die Hälfte der Kinder befragter Familien haben starke bis vollständige Einschränkungen im Bereich des schulischen Lernens, dennoch sind mehr als 60 Prozent ihrer Eltern nicht über die rechtlichen Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von integrativen Leistungen in Kita und Schule informiert oder mit den Verfahren überfordert. Fast in jeder 7. Familie mit einem mehrfach behinderten Kind wird die Lebensqualität als schlecht bis sehr schlecht bezeichnet, bei Familien mit einem gesunden Kind hingegen „nur“ in jeder 17. Familie. Die Eltern beklagen vornehmlich höhere gesundheitliche und allgemeine Belastungen und eine Reduktion von Sozialkontakten.
Diese „Exklusion“ von Eltern behinderter Kinder ist sicher nicht im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Und schon gar nicht im Sinne der Kinder, die doch Inklusion erleben und erfahren sollen und dazu eines ausreichenden und stabilen sozialen Netzwerks in und um die Familie bedürfen, stellt Dr. Ulrike Horacek, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) ernüchternd fest.
Vielen geht der Inklusionsprozess zudem zu langsam. Generell vermissen alle an der Inklusion Beteiligten (Eltern, Lehrer, Erzieher) eine angemessene und nachhaltige Unterstützung, beklagt Ulrike Horacek. Welche Konsequenzen und Forderungen ergeben sich daraus? Zunächst einmal sollte die Inklusions- und Fachberatung im Kita-Bereich ausgebaut werden, fordert die DGSPJ, um bei Eltern und im Umfeld bereits früh eine inkludierende Grundhaltung zu befördern. Die pädagogischen Mitarbeiter benötigen hierfür jedoch besondere Unterstützung. Nicht nur das Alters-, Entwicklungs- und Nationalitätenspektrum erweitert sich, sondern zunehmend auch die Bandbreite von Krankheiten und Behinderungen, mit der sie sich im Alltag auseinandersetzen müssen.
Das Bundesland Hessen hat bereits 2013 eine Vorreiterrolle übernommen und für Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung eine Inklusions- und Fachberatung implementiert. Zu den Modulen gehören präventive Beratung im Vorfeld der Betreuung eines Kindes mit besonderem Bedarf, interdisziplinäre Besprechungen anonymisierter Fälle und Supervision. Weit überwiegend werden diese Angebote von Wohlfahrts- und freien Verbänden unterbreitet, die auch Eltern Hilfestellung bei der Beantragung von Integrationsmaßnahmen geben.
An den Schulen sollten multiprofessionelle Teams eingesetzt werden, für die nicht nur räumliche und sachliche Rahmenbedingungen bereitzustellen sind. Durch sie muss auch die pflegerische und die inklusive schulpsychologische und sozialarbeiterische Kompetenz bereitgestellt werden, um damit auch (Sonder-)Pädagogen entlasten zu können. Denn nicht von ungefähr kommt eine bundesweite Befragung von Pädagogen zum Ergebnis: „Inklusion mit der Brechstange überfordert Lehrer“.
Gerade eine angemessene medizinische Versorgung von kranken Schülern in Regelschulen dürfe nicht zu kurz kommen, warnt die DGSPJ. Sie umfasst häufig auch einen umschriebenen Bedarf an Grund- und Behandlungspflege oder spezieller Krankenbeobachtung (z.B. bei medikamentöser Neueinstellung eines Anfallsleidens oder bei ausgeprägtem ADHS). Auch der Einsatz einer schuleigenen Fachkraft mit Expertise in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege kann sehr nützlich sein. Die DGSPJ unterstützt das Konzept der „Schulgesundheitsschwester“. Und auch das bewährte Angebot niederschwelliger Beratung in Schulsprechstunden durch Kinder- und Jugendärzte des ÖGD sollte ausgebaut werden.
Dennoch darf man bei der Inklusion nicht sich und die Systeme überfordern. Nicht alle Kinder können jederzeit in Regelschulen optimal betreut und gefördert werden. Es gibt durchaus vulnerable Kinder, die (vorübergehend) besonders schutzbedürftig sind oder vor deren Aggressionspotential andere Schüler geschützt werden müssen. Horacek: „Sich das einzugestehen, ist kein Zeichen von mangelndem Engagement oder gar Versagen, sondern von Ehrlichkeit und entideologisiertem Denken.“
„Inklusion ist also nicht immer und nicht um jeden Preis möglich“, argumentiert die DGSPJ. Gerade Eltern sprechen sich häufig – oft nach leidvollen Erfahrungen – für den Erhalt von Förderschulen aus, die dem besonderen Bedarf ihres Kindes besser entsprechen. Letztlich kann die viel beschworene Wahlfreiheit der Eltern auch nur dann zum Tragen kommen, wenn es wirklich verschiedene Optionen gibt.
Zum Beispiel die „Inklusion umgekehrt“ (reverse inklusion), die etwa an der Betty-Hirsch-Schule in Stuttgart seit 2011 umgesetzt wird. Diese Förderschule für seh- und hörbehinderte Schüler hat sich für nicht beeinträchtigte Kinder geöffnet. Das Zahlenverhältnis in den kleinen Klassen hat sich sogar umgedreht (2/3 nicht beeinträchtigte und 1/3 sinnesgestörte Kinder). Eine besonders gute pädagogische Versorgung sowie gute räumliche und technische Rahmenbedingungen zeichnen das Konzept dieser Privatschule aus, die aber auch über Spenden getragen werden muss. Dennoch wollen das Kindernetzwerk und die DGSPJ auch die „reverse inklusion“ als eine Option für die Gestaltung von Inklusion weiter voranbringen und strukturell stärken.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin vom 30.7.2015

Verwaltungsaufwand beim Bildungs- und Teilhabepaket immer noch zu hoch

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. veröffentlicht aktualisierte Empfehlungen zu Bildungs- und Teilhabeleistungen für benachteiligte Kinder als Arbeitshilfe für die Leistungsstellen vor Ort.

Die aktualisierten Empfehlungen zu Bildungs- und Teilhabeleistungen beziehen sich unter anderen auf Ansprüche von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen. Diese Ansprüche gelten seit dem 1. März 2015 und sollen Ausgrenzung - beispielswiese vom gemeinschaftlichen Mittagessen in Kindertagesstätten und Schulen - vermeiden. Auch weitere Neuregelungen, die in der Praxis immer wieder Fragen aufwerfen, sind in die Empfehlungen eingeflossen.

„Die Fachkräfte in den Leistungsstellen können durch ihre Beratung und Unterstützung viel tun, um Eltern und Kinder über das Bildungspaket zu informieren und auf eine Inanspruchnahme der Förderung hinzuwirken“, so Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die aktuellen Empfehlungen des Deutschen Vereins, die den neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung berücksichtigen, bieten hierfür eine wertvolle Arbeitshilfe.

Seit vier Jahren können Familien mit geringen Einkommen eine finanzielle Förderung aus dem Bildungspaket beantragen. Mit den Leistungen für Bildung und Teilhabe wird Kindern und Jugendlichen der Zugang zu verschiedenen Lern- und Freizeitangeboten erleichtert. Die mit der Administration der Leistungen betrauten Fachkräfte sind vor besondere Herausforderungen gestellt: Anstatt die Rechtsansprüche der jungen Menschen durch Geldleistung zu erfüllen, müssen häufig über ein Gutscheinsystem aufwändige Sachleistungen erbracht werden.

Die vollständigen Empfehlungen sind unter https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2014/dv-33-14-but.pdf abrufbar.


Quelle: Pressemitteilung de Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 31.07.2015

 Tipps und Links

Flüchtlingskinder haben Rechte! – Sie haben ein Recht auf Schutz und Hilfe!

Zartbitter-Broschüre informiert über die Rechte von Flüchtlingskindern.

Viele Flüchtlingskinder haben nicht nur Kriegs- und Foltererfahrungen in ihren Heimatländern und auf der Flucht zu bewältigen, auch der Alltag in Erstunterkünften und Wohnheimen für Asylbewerber ist wenig kindgerecht. In
Massenunterkünften leben sie auf engstem Raum mit ihnen fremden Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zusammen.

Ihre persönlichen Grenzen werden häufig verletzt:
Sie haben oftmals kaum die Möglichkeit, ungestört auf Toilette zu gehen oder zu duschen. Aufgrund der großen Zahl der Flüchtlinge wurden in vielen Einrichtungen Spielräume für Kinder zu Schlafräumen umgestaltet. Ohne Rückzugsmöglichkeiten sind Mädchen und Jungen der konfliktreichen Atmosphäre der Massenunterkünfte bis hin zum Miterleben gewalttätiger Auseinandersetzungen schutzlos ausgeliefert. Ihre Eltern sind aufgrund eigener persönlicher Belastungen oftmals keine zuverlässigen Ansprechpersonen. Eine neue Studie am Lehrstuhl für Sozialpädiatrie der TU München weist nach, dass ein Drittel der Flüchtlingskinder psychisch erkrankt sind. Viele leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. In dieser schwierigen Lebenssituation brauchen Flüchtlingskinder vor allem Nischen, in denen sie einfach mal wieder Kind sein können – zum Beispiel mit anderen Mädchen und Jungen spielen und Spaß haben. Sie brauchen ebenso fachlich qualifizierte Ansprechpersonen, die sie schützen, trösten, ihnen Hilfe geben und Hoffnung vermitteln. In Flüchtlingsunterkünften sind folglich zumindest regelmäßige Spiel- und Freizeitangebote durch hauptamtliche pädagogische Fachkräfte anzubieten. Diese Betreuungspersonen können die Funktion
von zuverlässigen Ansprech- und Vertrauenspersonen für Kinder übernehmen.


Zartbitter Köln hat nun eine Broschüre mit dem Titel „Flüchtlingskinder haben Rechte“ erstellt.
Liebevoll gestaltete Illustrationen und wenige klare Worte informieren Flüchtlingskinder über ihre
Rechte und machen ihnen und auch allen anderen Mädchen und Jungen Mut, sich gemeinsam gegen
sexuelle Übergriffe und körperliche Grenzverletzungen zu wehren und sich bei pädagogischen
Fachkräften Hilfe zu holen. Dank der aussagekräftigen Illustrationen sind die klaren Botschaften der
Broschüre auch ohne deutsche Sprachkenntnisse zu verstehen. Ende September wird Zartbitter zudem den knappen Text der Broschüre in sechs Sprachen zum Download ins Netz stellen.
Die Broschüre „Flüchtlingskinder haben Rechte!“ ist vielfältig einsetzbar: Sie bietet sich als Gesprächsgrundlage für Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen an. Erwachsene sensibilisiert sie für die Situation von Flüchtlingskindern und eignet sich somit als Arbeitsmaterial für die Weiterbildung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit. Sie gibt Impulse für die Reflexion der ehren- und hauptamtlichen Arbeit mit Flüchtlingskindern

Die Broschüre und mehr zum Thema finden Sie unter www.zartbitter.de

Quelle: Presseerklärung Zartbitter e.V. 19.08.2015: Flüchtlingskinder haben ein Recht auf Schutz vor sexueller Gewalt - Zum Risiko sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt in Flüchtlingsunterkünften

Test: Selbstbeschränkung bei Kinder-Werbung wirkungslos

Die freiwillige Selbstbeschränkung der Lebensmittelindustrie beim Kindermarketing ist wirkungslos: Die Hersteller bewerben weiterhin fast ausschließlich ungesunde Produkte an Kinder. Das belegt eine Studie, die foodwatch heute gemeinsam mit der Deutschen Adipositas Gesellschaft, der Deutschen Diabetes Gesellschaft und diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe vorgestellt hat.

Für die Studie hat foodwatch alle an Kinder vermarkteten Produkte derjenigen Hersteller in Deutschland unter die Lupe genommen, die den sogenannten „EU Pledge“ unterzeichnet haben. In dieser Selbstverpflichtung haben zahlreiche Lebensmittelunternehmen bereits 2007 im Rahmen einer Initiative der Europäischen Union zugesichert, Regeln für an Kinder gerichtetes Marketing einzuhalten. So sollen beispielsweise nur noch Lebensmittel, die bestimmte Nährwertanforderungen erfüllen, an Kinder unter zwölf Jahren beworben werden.

281 Kinderlebensmittel im Test...

foodwatch wollte überprüfen, ob diese Selbstverpflichtungserklärung dazu geführt hat, dass tatsächlich nur noch ausgewogene Lebensmittel an Kinder vermarktet werden. Dazu wurde das Marketing der EU Pledge-Unterzeichnerfirmen in Deutschland, unter anderem Kellogg’s, Ferrero, Danone, Nestlé und Coca-Cola, untersucht: Die Nährstoffzusammensetzung aller Produkte, die sich in Marketing oder Werbung direkt an Kinder richten, wurde mit den Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation an ernährungsphysiologisch ausgewogene Lebensmittel abgeglichen.

...und 90 Prozent fallen durch

Ergebnis: Von insgesamt 281 Produkten im Test erfüllen nur 29 die WHO-Kriterien. 90 Prozent (252) der Lebensmittel sollten nach Meinung der Gesundheitsexperten hingegen nicht an Kinder vermarktet werden. Das deutliche Ergebnis zeigt, dass die freiwillige Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie auch acht Jahre nach Unterzeichnung nicht zu einem verantwortungsvollen Lebensmittelmarketing für Kinder geführt hat. Mit der wohlklingenden Selbstverpflichtung inszeniert sich die Lebensmittelbranche zwar als Vorreiter im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung –vermarktet aber gleichzeitig tonnenweise Süßigkeiten und Junkfood gezielt an Kinder. foodwatch kritisiert: Ein trauriges PR-Manöver, das nur von der eigenen Verantwortung ablenken soll. Die Lebensmittelwirtschaft ist nicht Teil der Lösung, sondern Kern des Problems.

Rein freiwillige Maßnahmen reichen nicht aus

Die medizinischen Fachgesellschaften und foodwatch forderten Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sowie Bundesernährungsminister Christian Schmidt auf, an Kinder gerichtetes Marketing nur noch für Lebensmittel zu erlauben, die den WHO-Kriterien entsprechen. Rein freiwillige Maßnahmen der Lebensmittelindustrie reichen ganz offenbar nicht aus, wie das Studienergebnis deutlich zeigt.

Der „EU Pledge“ ist aus mehreren Gründen wirkungslos:

  1. Die Nährwertgrenzen, wonach ein Produkt als ungesund gilt, sind zu lasch. Die WHO erlaubt beispielsweise einen Zuckergehalt bei Kinder-Frühstücksflocken von maximal 15 Prozent – im „EU Pledge“ sind bis zu 30 Prozent erlaubt. Auch fettig-salzige Chips sind gemäß der  EU Pledge-Nährwertkriterien für das Kindermarketing zugelassen.
  2. Zwar gibt es für klassische Werbung, beispielsweise im Fernsehen, Einschränkungen. Wichtige Marketingkanäle wie die Gestaltung der Verpackung (etwa mit Comic-Figuren oder Gewinnspielen) oder Aktionen direkt im Supermarkt sind aber ausgenommen – hier ist Kindermarketing für alle Produkte möglich.
  3. Längst nicht alle Unternehmen haben die Selbstverpflichtung unterzeichnet. Zahlreiche Branchengrößen wie Dr. Oetker, Haribo, Bahlsen, Ehrmann oder Hipp fehlen ebenso wie der Lebensmitteleinzelhandel mit seinen Eigenmarken.
  4. Die Altersgrenze ist mit 12 Jahren zu niedrig gewählt. Das Werbeverbot sollte für Kinder bis mindestens 16 Jahre gelten.

Konkrete Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation

Das WHO-Regionalbüro für Europa hatte Anfang 2015 konkrete Vorgaben definiert, wonach nur noch ernährungsphysiologisch ausgewogene Produkte an Kinder vermarktet werden sollten. Dabei spielen unter anderem die Anteile von Fett, Zucker und Salz, aber auch der Kaloriengehalt oder zugefügte Süßstoffe eine Rolle.

In Deutschland sind 15 Prozent der Kinder übergewichtig, sechs Prozent sogar adipös, also fettleibig – ihnen drohen Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen. Im Vergleich zu den 80er- und 90er-Jahren ist der Anteil übergewichtiger Kinder um 50 Prozent gestiegen. Der wichtigste Grund für das Übergewichtsproblem: Kinder ernähren sich falsch. Sie essen zu viele Süßigkeiten, fettige Snacks und trinken zu viele zuckerhaltige Getränke; Obst und Gemüse kommen dagegen zu kurz.

Quelle: http://www.foodwatch.org/de/informieren/kinderernaehrung/aktuelle-nachrichten/test-selbstbeschraenkung-bei-kinder-werbung-wirkungslos/


Tipp: Informationen zu gesunder Kindernahrung für Elterngespräche finden Sie beispielsweise unter Kindergesundheit-info oder IN-FORM.http://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/1-6-jahre/gesunde-kinderernaehrung/

Gerade angefangen in der Kita zu arbeiten?

Ab dem nächsten Jahr gibt es in kindergarten heute eine Rubrik für Berufsanfänger und Berufsanfängerinnen. Als zuständige Redakteurin ist Dr. Katrin Stüber momentan mit der Themenrecherche beschäftigt. Es ist ihr wichtig, dass die Inhalte der Beiträge in der neuen Rubrik nah an Ihren Themen dran sind sowie Ihre authentischen Fragen aufgreifen und beantworten. Daher möchte Sie Sie, Ihre Anliegen und Themen kennenlernen.

Personen, die im ersten Jahr oder zweiten Jahr als Erzieher/in oder Kindheitspädagoge/in in einer Kindertageseinrichtung im Anschluss an die Ausbildung oder ein Studium tätig sind verstehen die Redakteur_innen der Fachzeitschrift kindergarten heute als Berufsanfänger und Berufsanfängerin. Fühlen Sie sich angesprochen? 

Wenn ja, dann freut sich Frau Stüber über Ihre Antwort zu folgenden Fragen sowie auch über weitere Ideen und Anregungen:

1.Mit welchen Fragen und Themen des Berufsalltags sind Sie gerade beschäftigt? (Zum Beispiel: Wie bleibe ich bei Konfliktlösungen neutral? Oder: Vorbereitung von Elterngesprächen)
2. Auf welche Frage aus dem Berufsalltag hätte die Ausbildung oder das Studium unbedingt eine Antwort geben sollen?
3. Auf welche Situationen im Berufsalltag fühlen Sie sich durch Ausbildung oder Studium gut vorbereitet?
4. Auf welche Situationen im Berufsalltag fühlen Sie sich durch Ausbildung oder Studium nicht gut vorbereitet?
5. Welche Informationen, Methoden, Medien und Unterstützungsformen etc. bräuchten Sie, um gut vorbereitet zu sein?
6. Was würden Sie angehenden Erziehern/innen und Kindheitspädagogen/innen aus heutiger Sicht unbedingt mitgeben, bevor sie ihre Tätigkeit in einer Kindertageseinrichtung aufnehmen?
7. Was wollen Sie in einer Rubrik für Berufsanfänger und Berufsanfängerinnen lesen?
8. Gibt es aus Ihrer Sicht sonst noch etwas zum Berufsanfang zu sagen?
9. Haben Sie weitere Themen oder Anregungen für die Redaktion?
10. Dürften wir Sie bei Nachfragen ein zweites Mal kontaktieren?

Hier der Kontakt zur Redaktion:
Dr. Katrin Strüber
Verlag Herder GmbH
Redaktion 'kindergarten heute'
Tel.: +49 (0) 761 / 2717 - 311
Email: strueber@herder.de

Sichere Apps für Eltern und Kinder

Mit fünf Apps unterstützt das Bundesfamilienministerium Eltern und Familien bei der Erziehung, ermöglicht das sichere Surfen für Kinder im Internet und hilft Mädchen und Jungen bei ihrer Berufswahl. Alle Apps sind für Geräte mit Android und iOS-Betriebssystemen verfügbar.

Die App "Erste Schritte" ist ein mobiler Ratgeber für Eltern rund um das erste Lebensjahr des Kindes. Checklisten zu den Kategorien "Gesundheit und Ernährung", "Rechte und Leistungen" sowie "Entwicklung und Alltag" informieren Mütter und Väter über anstehende Behördengänge, staatliche Leistungen wie Elterngeld und Elternzeit, den Zeitpunkt der nächsten U-Untersuchung und geben Tipps für den Alltag.

150 Spielideen sind in der App "SCHAU HIN!" gesammelt. Dabei gibt es Tipps für alle Altersgruppen, für drinnen oder draußen und für die einfachsten Gegenstände wie Luftballons, Kartoffeln, Löffeln oder Papier. Eltern finden so einfach eine Alternative zur Spielekonsole oder dem Computer.

Die App "Meine-Startseite" sichert das Internet mit einem Klick für Kinder ab. Mit der App wird ein Kinderbrowser installiert, bei dem "Meine-Startseite" als Startseite voreingestellt ist. "Meine-Startseite" lässt sich immer neu gestalten und führt Ihr Kind direkt zu guten Kinderseiten mit aktuellen Infos.

Mit der App "Girls' Day & Boys' Day" können Mädchen und Jungen Angebote und Veranstaltungen der bundesweiten Aktionstage "Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag" und "Boys' Day - Jungen-Zukunftstag" abrufen und sich dazu online anmelden. Darüber hinaus können sie sich über Berufe informieren und spielerisch herausfinden, welcher Beruf zu ihnen passt.

Die App "Warte-Spiele" vertreibt Langeweile in typischen Wartesituationen - bei Behördengängen, beim Arzt oder während einer Reise. Sie ist eine digitale Spielesammlung für Kinder im Grundschulalter. Die vorgeschlagenen Spielideen funktionieren ohne technische Hilfsmittel. Ein Filter erlaubt die Vorauswahl bezüglich Spielort, Dauer des Spiels und Anzahl der Mitspieler.

Professionalisierung in der Frühpädagogik - Anspruch und Wirklichkeit der Kindertagesbetreuung

In der WIFF-Reihe "Perspektive Frühe Bildung" ist ein neuer Sammelband erschienen, der vielfältige Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung und die Tätigkeiten der pädagogischen Fachkräfte liefert. Das im Beltz-Verlag erschienene Werk kann im Buchhandel bezogen werden.

 

Die Beiträge geben vielfältige Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung und die Tätigkeiten der pädagogischen Fachkräfte. Die Qualität ihrer Arbeit gilt als Schlüssel zum Ausbau der Kita als Bildungsort. Breit gefächert sind die methodischen Zugänge: Sie reichen von bundesweiten Befragungen, Interviews und Dokumentenanalysen bis hin zu Audio- und Videoaufnahmen typischer Kita-Situationen.

 

Der in der WiFF-Reihe "Perspektive Frühe Bildung" im Beltz Juventa Verlag erschienene Sammelband ist in drei Teile gegliedert:

  • Teil A: Didaktik, Studienformate und Arbeitsmarkt beschäftigt sich mit Konzepten und Inhalten frühpädagogischer Ausbildung. Darüber hinaus wird analysiert, wie Nachwuchskräfte in den Arbeitsmarkt einmünden.
  • Teil B: Reflexion, Qualität und Arbeitsbedingungen thematisiert Rahmenbedingungen in der Kita, die pädagogische Praxis der Fachkräfte sowie deren Fähigkeit, ihr Handeln zu reflektieren.
  • Teil C: Leitung, Weiterbildung, Fachberatung und Träger richtet den Fokus auf Funktionsstellen und deren Bedeutung für das Berufsfeld.

Weitere Informationen: www.weiterbildungsinitiative.de

Quelle: Auszüge aus der Pressemitteilung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte vom 24.07.2015

Die Kindheit prägt das Finanzverhalten bis ins Erwachsenenalter

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.“ Wer solche und ähnliche Weisheiten zum Umgang mit Geld- und Finanzprodukten schon als Kind von seinen Eltern lernt, trifft auch als Erwachsener oft bessere Finanzentscheidungen. Das belegt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Viele Menschen wissen nicht, wie sie ihr Vermögen möglichst gewinnbringend anlegen oder einen günstigen Kredit bekommen können. „Finanzielle Bildung, zum Beispiel in Form von speziellen Finanztrainings, kann zwar helfen, das Finanzverhalten Erwachsener zu verbessern. Es gibt aber noch andere Einflussfaktoren, die bisher weniger untersucht wurden“, meint Lukas Menkhoff, Finanzexperte am DIW Berlin. Gemeinsam mit der DIW-Ökonomin Antonia Grohmann hat er untersucht, welchen Einfluss der familiäre Hintergrund und andere Kindheitserfahrungen auf die Finanzbildung haben. „Die Ergebnisse unserer Fallstudie zei gen, dass die Erziehung der Eltern, aber auch die Schule die Finanzbildung und damit auch das Verhalten entscheidend beeinflussen“, sagen die Studienautoren. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sein Geldvermögen über mehrere Anlageformen streut, um 13 Prozent höher, wenn diese Person Wirtschaft als Schulfach hatte. Menschen mit einer qualitativ besseren Schulbildung haben sogar ein um durchschnittlich 23 Prozent breiter gestreutes Finanzportfolio.
Mithilfe einer sogenannten Mediationsanalyse können die DIW-Wissenschaftler nicht nur bestimmen, welche Faktoren wie stark auf die finanzielle Bildung und das Finanzverhalten wirken, sondern auch, ob sie direkt oder indirekt Einfluss nehmen. Dabei zeigt sich, dass die finanzielle Erziehung der Eltern und Kindheitserfahrungen mit Geld direkt mit finanzieller Bildung zusammenhängen. Die Qualität der Schulbildung und Wirtschaft als Schulfach wirken indes nur mittelbar auf die Finanzbildung, indem sie die Rechenfertigkeiten verbessern. „Ein gutes Verständnis für Zahlen und eine Affinität zum Rechnen fördern natürlich die finanzielle Bildung und damit letztlich auch gutes Finanzverhalten“, erläutert Antonia Grohmann diese Ergebnisse. „Aber die Erziehung ist mindestens genauso wichtig.“ Interessanterweise hat der Bildungshintergrund der Eltern der DIW-Studie zufolge keinen Einfluss auf das spätere Finanzverhalten der Kinder.
Viele OECD-Länder, aber auch einige Schwellen- und Entwicklungsländer haben bereits einzelne Initiativen gestartet, um die Finanzbildung der Bevölkerung zu verbessern. Die Qualität dieser Finanztrainings ist allerdings sehr unterschiedlich und empirische Untersuchungen zur Wirkung solcher Trainings kommen zu uneinheitlichen Ergebnissen. Wichtig wäre es deshalb, auch die allgemeinen Rechenfertigkeiten zu stärken – am besten bereits im Schulunterricht. „Außerdem müssen Eltern viel stärker dafür sensibilisiert werden, wie wichtig eine gute Erziehung in Finanzangelegenheiten ist. Kinder regelmäßig zum Sparen und Budgetieren anzuhalten, kann schon viel bewirken“, sagt Menkhoff. Er gibt jedoch zu bedenken: „Das Finanzverhalten der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern, ist ein schwieriger und langwieriger Prozess. Insbesondere das Erziehungsverhalten der Eltern dürfte durch politische Maßnahmen nur schwer zu beeinflussen sein.“


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) vom 8.7.2015

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