Sollte dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.

Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Oktober 2017
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

das Aufgabenfeld der Kindertagesbetreuung im wächst, bundesweit aber auch im DRK. Mit dem Stichtag 1.3.2017 betreibt das DRK bundesweit 1.522 Kindertageseinrichtungen. 16.805 engagierte Fachkräfte (ohne freigestellte Leitung, Verwaltung, Hauswirtschaft und Technik) begleiten 110.159 Kinder in ihren Entwicklungsprozessen. Wir bieten damit heute bereits ca. 30.000 Plätze mehr, als noch vor 10 Jahren. Ein Aufwuchs den wir Menschen zu verdanken haben, die sich engagieren und investieren. Sie investieren ihre Arbeitskraft und ihr Vertrauen, damit wir Kindern einen Ort für gesundes Aufwachsen bieten können.

In diesem Newsletter finden Sie aktuelle Informationen rund um die Kindertagesbetreuung.

Entspanntes Lesevergnügen wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

Positionen der DRK-Wohlfahrtspflege

Am 24. September 2017 hat Deutschland gewählt. Jetzt werden Gespräche zwischen den Parteien stattfinden, es werden Koalitionsverhandlungen geführt und es wird viel diskutiert werden. Auch wir haben in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten viel diskutiert. Mit den Landesverbänden und untereinander im Bereich Wohlfahrtspflege. Es ging uns im Ergebnis darum, die wichtigsten Positionen der Wohlfahrtspflege zur Orientierung auf unserem Fachportal darzustellen. Das Ergebnis dieses Diskussionsprozesses, wie zum Beispiel unsere Forderungen im Bereich Frühe Bildung, Inklusion im System der Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschule finden Sie hier.

Bundesinitiative "Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" auf 37 nationale und internationale Organisationen angewachsen

Im Rahmen eines großen Netzwerktreffens aller Partner der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ mit Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und UNICEF-Koordinatorin Kirsten Di Martino am 12. September 2017 in Berlin hat das DRK seine Expertise vorgestellt.

Die Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wurde im Frühjahr 2016 ins Leben gerufen. Das Bundesfamilienministerium, UNICEF, das DRK und weitere 15 Partner entwickelten Mindeststandards zum Schutz von besonders schutzbedürftigen Personengruppen, zu denen insbesondere Kinder, Jugendliche, Frauen, LSBTI*-Geflüchtete sowie Menschen mit Behinderungen zählen.

Mittlerweile ist die Bundesinitiative auf 37 national wie international tätige Verbände und Organisationen angewachsen. Alle eint das Ziel, den Gewaltschutz in den Unterkünften kontinuierlich zu verbessern und in einem nächsten Schritt die Teilhabe und Integration von geflüchteten Menschen in der Gesellschaft zu unterstützen.

Bis Ende dieses Jahres werden in rund 100 Unterkünften bundesweit entsprechende Schutzkonzepte eingeführt sein. Das Personal in den Unterkünften wird geschult. Das DRK beteiligt sich mit 17 Einrichtungen und 7 Trainerinnen und Trainern am Modellprojekt. Im Rahmen des Netzwerktreffens wurden die Erfahrungen aus dem Projekt präsentiert.

Am 20. Juni 2017 wurde bereits die zweite Auflage der Mindeststandards veröffentlicht. Die Mindeststandards dienen als Leitlinien für alle Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland. Eine bundesgesetzliche Verankerung wird angestrebt.

Die zweite Auflage der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ steht hier zum Download bereit.

DRK-LV Niedersachsen Stellenausschreibung Referent*in Kindertageseinrichtungen

Mit Bewerbungsfrist zum 10. November 2017 sucht der DRK-Landesverband Niedersachsen e.V. eine Referent*in Kindertageseinrichtungen in Vollzeit. Im Landesverbandsbereich gitb es 367 Kindertageseinrichtungen, die es zu vertreten und mit denen es zu entwickeln gilt. Wer hat Interesse oder kennt Interessent*innen? Die Ausschreibung ist hier zu finden und kann gern weitergeleitet werden. 

Gemeinsam über die Gefahren des Schüttelns aufklären

Zusammen mit dem bundesweiten „Bündnis gegen Schütteltrauma” klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ab November über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Auch das DRK ist dem „Bündnis gegen Schütteltrauma” beigetreten und unterstützt die Maßnahmen zur Prävention von Schütteltrauma.

Dem Bündnis gehören rund zwanzig Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Gesundheitswesen, dem Kinderschutz und der Kinder- und Jugendhilfe an. Durch die gemeinsame Aktion sollen möglichst alle Eltern von Säuglingen und werdende Eltern erreicht werden.

Das NZFH hat Flyer und Innenraumplakate entwickelt, die von Fachkräften kostenlos bei der BZgA, dem Träger des NZFH, bestellt werden können.

Das DRK bittet seine Einrichtungen, sich an den Präventionsmaßnahmen zu beteiligen und zum Beispiel den Aufklärungsflyer zum Schütteltrauma Eltern in der Kita/Beratung/Sprechstunde/beim Hausbesuch zu überreichen. Außerdem können sie Eltern von Säuglingen, die viel schreien, ab November auf die bundesweite Beratungsstellensuche auf www.elternsein.info verweisen. Die Suche enthält die Daten von rund 500 qualifizierten Schreiambulanzen und Beratungsstellen öffentlicher und freier Träger und wird stetig erweitert.

Der Flyer (Bestellnummer 16000535) und das DIN-A2-Plakat (Bestellnummer 16000536) können bei der BZgA per E-Mail: order@bzga.de oder Fax 0221-8992-257 ab sofort angefordert werden.

 Projekt "Demokratie leben - von Anfang an!"

Demokratie- und Diversitätskompetenz von Anfang an fördern

Die Kindertagesbetreuung als erste Erziehungs- und Bildungsinstitution außerhalb der Familie soll als ein Ort des vielfältigen, demokratischen Miteinanders erlebt werden und das Erlernen von gesellschaftlichem Engagement ermöglichen. Dazu will das neue Kooperationsprojekt „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ beitragen.

Die sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben das gemeinsame Projekt im Sommer 2017 mit der feierlichen Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung eingeläutet. Das Vorhaben, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird, hat eine Laufzeit bis Ende 2019.

Sensibilisierung für Erscheinungsformen von Demokratie- und Menschenfeindlichkeit

„Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ richtet sich an pädagogische und nicht‐pädagogische Fachkräfte, Eltern und Elternvertretungen sowie Kinder. Die drei Zielgruppen sollen für Erscheinungsformen von Demokratiefeindlichkeit und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sensibilisiert und in einem kompetenten Umgang mit diesen Phänomenen gestärkt werden. Die sechs Wohlfahrtsverbände setzen dazu innerhalb ihrer Strukturen konkrete Einzelprojekte um, sobald eine erste Phase der Bestandsaufnahme und Bedarfserhebung abgeschlossen ist. Die AGJ übernimmt im Rahmen des Projekts eine vernetzende und koordinierende Funktion und hat dazu eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die am 01. August 2017 ihre Arbeit aufgenommen hat.

Kontakt: Koordinierungsstelle „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“
Telefon: +49 (0) 30 400 40 237
E-Mail: demokratie-vielfalt@agj.de

Ansprechpartnerin für das Projekt im DRK:
Ramona Sikora
Telefon; +49 (0) 30 85404 -284
E-Mail: r.sikora@drk.de

Die AGJ positioniert sich zu Interkulturalität, Vielfalt und Demokratieerziehung in der Kindertagesbetreuung

Vielfalt.Kind.Gerecht.Gestalten Interkulturalität, Vielfalt und Demokratieerziehung in der Kindertagesbetreuung - Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ)

Mit diesem Positionspapier will die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ die wesentlichen Entwicklungsnotwendigkeiten im System der Kindertagesbetreuung im Kontext von Vielfalt und Interkulturalität deutlich machen, Ansätze für ein wertschätzendes Miteinander skizzieren und damit vor allem Fach- und Leitungskräfte in der Kindertagesbetreuung in ihrem Handlungsrepertoire unterstützen. Das Papier steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

 Veranstaltungen

14. Bundesweiter Vorlesetag am 17. November 2017

Vorlesen stärkt Kinder und Familien und fördert zugleich den Respekt und das Miteinander in der Gesellschaft. Am 17. November rufen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung daher alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme am 14. Bundesweiten Vorlesetag auf.

Auch in diesem Jahr gilt es, mit mehr als 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Bedeutung des Vorlesens zu werben. Schon jetzt liegen über 50.000 Anmeldungen vor – mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Der Erfolg des Bundesweiten Vorlesetags beruht auf dem Engagement vieler Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft. 2017 lesen erneut ehrenamtlich Engagierte, pädagogische Fachkräfte, Angestellte aus Unternehmen, Politiker und Prominente vor – darunter Katarina Witt, Cordula Stratmann, Adnan Maral, Melanie Raabe und Steven Gätjen. Zum ersten Mal rufen zudem Literatur- und Buchblogger wie Kapri-Zioes und Novelero zum Mitmachen auf.

Ab Mitte Oktober erklären sie auf ihren Blogs, welche Bücher ihnen vorgelesen wurden und warum es wichtig ist, Kinder schon früh mit Geschichten in Berührung zu bringen. Um das Engagement aller Vorleserinnen und Vorleser sichtbarer zu machen, laden die Initiatoren zu einer Selfie-Aktion ein.

Unter folgendem Link können sie sich eine Vorlage herunterladen und ihr Engagement mit einem Foto teilen: www.vorlesetag.de/selfieaktion

Weitere Informationen unter: www.vorlesetag.de

„Die Kita – ein Ort für alle Kinder“: Abschlusstagung des Bundesmodellprojektes Kita HzE 30.11.2017 in Hannover

Vom 30. November bis 1. Dezember lädt die IGfH-Arbeitsgruppe Kindertagesstätte und Hilfen zur Erziehung (HzE) zur Abschlusstagung ihres Bundesmodellprojektes nach Hannover ein. Im Fokus des Modellprojekts stehen die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kita, Allgemeinem Sozialen Dienst (ASD) und HzE, mit dem Ziel, die Ausgrenzungen der sogenannten schwierigen Kinder zu reduzieren.

Immer mehr Kinder besuchen früher und länger eine Kindertagesstätte (Kita), eine Krippe, Kindergarten oder Hort. Damit übernimmt und begleitet die Kita in verstärktem Maße das Aufwachsen der Kinder. Die gesamte Jugendhilfe, nicht nur Kita, sondern auch Allgemeiner Sozialer Dienst und Hilfen zur Erziehung sind gefordert, gemeinsam mit Eltern am gelingenden Aufwachsen der Kinder zusammenzuarbeiten.

Im Rahmen des Modellprojekts zur Integration von Hilfen zur Erziehung in Kindertageseinrichtungen und mehr Sozialraumbezug hat die beteiligten Einrichtungen vor allem interessiert, was passiert, wenn Kita mit der Betreuung und Förderung von Kindern an ihre Grenzen kommt.

Was braucht eine Kita, damit jedes Kind eine Chance hat, auch wenn es aus belastenden Bedingungen kommt? In den Fokus stellt das Modellprojekt dabei die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kita, Allgemeinem Sozialen Dienst (ASD) und HzE, mit dem Ziel, die Ausgrenzungen der sogenannten schwierigen Kinder zu reduzieren. Austausch zu den Praxisergebnissen.

Die in Hannover stattfindende Abschlusstagung des von der Aktion Mensch geförderten Vorhabens stellt das Modellprojekt vor und zeigt die ersten Erkenntnisse, die zu einer veränderten Praxis führen können. In verschiedenen Workshops werden die Praxisergebnisse aus den sechs Modelleinrichtungen vorgestellt und anschließend in Gruppen diskutiert. Über Ergebnisse und Anregungen der Begleitforschung zu Problemen gelingender Kooperation informieren Prof. Dr. Friedhelm Peters, Prof. Dr. Diana Düring und Valentin Kannicht. Konsequenzen und Forderungen für die Praxis von Kita, ASD und Hilfen zur Erziehung werden abschließend aufgezeigt.Weitere Informationen zum Projekt und zur Tagung finden Sie hier auf den Seiten der IGfH.

Jetzt anmelden: AGJ Transferkonferenz: Praxis trifft Forschung, Forschung trifft Praxis – Was wir voneinander wissen (wollen)

Unter dem Titel „Praxis trifft Forschung, Forschung trifft Praxis: Was wir voneinander wissen (wollen)“ veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ am 01./02. Februar 2018 eine zweitägige Transferkonferenz in Berlin. Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) durchgeführt. Sie soll Gelegenheit dazu geben, aktuelle Fragestellungen der Kinder- und Jugendhilfe sowohl aus Forschungs- als auch aus Praxisperspektive kritisch zu diskutieren. In Workshops werden zudem konkrete Forschungsfragen und aktuelle Forschungsprojekte ausgewählter Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe so in den Blick genommen, dass hierüber der Transfer von Forschung und Praxis bzw. von Praxis und Forschung exemplarisch konkretisiert wird. Die Teilnahme kostet 95 Euro. Die Anmeldung ist hier möglich

 Fachpolitisch Aktuelles

Aktuelle statistische Daten zur Kindertagesbetreuung in Deutschland

Jeden Herbst veröffentlicht das Statistische Bundesamt die aktuellen Zahlen zur Kindertagesbetreuung. Diese enthält detaillierte Angaben zu Kindern und tätigen Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflegemit zum Stichtag 1.3.2017. Die aktuellen Analyse finden Sie hier.

neue WiFF Studie: Finden, Fördern, Binden: Strategien angesichts Personalmangel in Kitas

Bis zum Jahr 2025 werden voraussichtlich 329.000 zusätzliche pädagogische Fachkräfte in Krippen, Kindergärten und in der Grundschulbetreuung gebraucht – legt man Geburtenanstieg, Zuwanderung, nicht erfüllte Elternwünsche und einen verbesserten Personalschlüssel zugrunde. Zu diesem dramatischen Ergebnis kommt eine die Prognose des Forschungsverbunds DJI/TU Dortmund, die auf den Berechnungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung 2017 basiert.

Bereits jetzt stehen Leitungen und Träger vor der Herausforderung, zahlreiche neue Kräfte in die Teams zu integrieren und erfahrene Kräfte in der Einrichtung zu halten. Personalentwicklung gewinnt dadurch in der Frühen Bildung zunehmend an Bedeutung. Unter welchen Rahmenbedingungen findet diese statt? Wie bewerten Leitungen durchgeführte Maßnahmen im Hinblick auf die Weiterentwicklung des pädagogischen Handelns ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Um das zu erfahren, startet WiFF im Herbst eine Befragung von bundesweit ca. 4000 Einrichtungen.

Personalausbau in der Kindertagesbetreuung setzt sich fort

692.643 Beschäftigte arbeiten 2017 in Kindertageseinrichtungen

In Kindertageseinrichtungen arbeiten 2017 bundesweit 692.643 Beschäftigte. Das sind über 26.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als im Vorjahr, was einem erneuten Wachstum von 4% entspricht. Der weitaus größte Anteil der tätigen Personen ent-fällt mit 593.683 Beschäftigten (86%) auf das pädagogische Personal sowie die Leitungen. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).

Westliche Flächenländer sind Jobmotoren.

Damit setzt sich die Personalexpansion der letzten Jahre fort. Zwischen 2006 und 2017 wurden über 277.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eingestellt (+67%). Allein in den westlichen Flächenländern sind in diesem Zeitraum rund 226.000 Beschäftigte hinzugekommen (+71%). Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichnen Bayern und Baden-Württemberg mit einem Plus von 97 und 87%. Spitzenreiter bei den östlichen Flächenländern sind Brandenburg und Sachsen, wo die Anzahl der Kita-Beschäftigten seit 2006 um 56 bzw. 55% gestiegen ist. Auslöser dieser Entwicklung ist der wachsende Bedarf an Betreuungsplätzen, der auch für die kommenden Jahre prognostiziert wird. Nach Berechnungen des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund beträgt bis 2025 die Personallücke in der Kindertages- und Grundschulbetreuung bis zu 329.000 Fachkräfte. Die Zahl berücksichtigt neben demografischen Faktoren nicht erfüllte Elternwünsche sowie ein verbessertes Fachkraft-Kind-Verhältnis.

Weitere Informationen zu den Kita-Beschäftigten auf Bund- und Länderebene: fachkraeftebarometer.de

Quelle: WiFF, Zahl des Monats, 19.10.2017

Kinderarmut ist in Deutschland oft Dauerzustand

Kinder, die einmal von Armut betroffen sind, bleiben es meistens länger: Rund 21 Prozent aller Kinder in Deutschland leben über eine Zeitspanne von mindestens fünf Jahren dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage. Für weitere 10 Prozent ist dies ein kurzzeitiges Phänomen. Neue familienpolitische Instrumente können helfen, allen Kindern die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben.

Kinderarmut ist in Deutschland ein Dauerzustand. Wer einmal arm ist, bleibt lange arm. Zu wenige Familien können sich aus Armut befreien", so Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg haben die Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), beauftragt von der Bertelsmann Stiftung, jährlich die Einkommenssituation von Familien untersucht. In einer Armutslage leben laut Definition in dieser Studie Kinder in Familien, die entweder mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens auskommen müssen oder staatliche Grundsicherungsleistungen beziehen. Im Ergebnis lassen sich drei besonders gefährdete Gruppen differenzieren: Kinder von alleinerziehenden Eltern, solche mit mindestens zwei Geschwistern oder mit geringqualifizierten Eltern sind überproportional häufig betroffen. Zwei Drittel der betroffenen Kinder leben dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage; nur ein Drittel von ihnen erlebt das als temporäre Erfahrung. Weiterlesen...

Kita-Ausgaben: Mitunter starke Anstiege in den vergangenen Jahren – einkommensschwache Familien stark belastet

DIW-Forscherinnen untersuchen erstmals für einen längeren Zeitraum, wie sich die Kita-Ausgaben in Deutschland entwickelt haben. Starke Ausgabenanstiege sind vor allem für Kita-Nutzung unter drei Jahre alter Kinder zu verzeichnen. Fazit der Studie ist, eine Verbesserung der Qualität sollte Priorität vor der Beitragsbefreiung für alle haben. Weiterlesen...

Das kostet der Ganztagsausbau für alle - Bertelsmann Studie

Die nun vorliegende Studie der Bertelsmann Stiftung von Klaus Klemm und Dirk Zorn hat berechnet, wie gute Ganztagsschulen in der Fläche zu realisieren sind. Um bis zum Jahr 2025 80 Prozent aller Schüler zu erreichen, müssen weitere 3,3 Mio. Ganztagsplätze geschaffen werden, bei Berücksichtigung steigender Schülerzahlen. Mit adäquaten Qualitätsstandards werden für diesen Ausbau rund 31.400 zusätzliche Lehrkräfte sowie 16.200 weitere pädagogische Fachkräfte (Erzieher, Sozialpädagogen, etc.) benötigt. Jährlich fielen dafür etwa 2,8 Mrd. Euro an zusätzlichen Personalkosten an. Um die notwendige räumliche Infrastruktur aufzubauen, müssten die kommunalen Schulträger insgesamt rund 15 Mrd. Euro investieren. "Der Ganztagsausbau ist von den Eltern gewollt, pädagogisch geboten und finanziell machbar. Wir brauchen jetzt einen nationalen Kraftakt für gute Ganztagsschulen. Bund, Länder und Kommunen können die nötigen Investitionen nur gemeinsam bewältigen", so Dräger. Er fordert zudem einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz. Die Einführung eines Rechtsanspruchs habe auch den Kita- und Krippenausbau erst richtig ins Rollen gebracht. Den gesamten Artikel lesen...

 Tipps und Links

Fortbildung per Youtube: Neuer Kanal von Christel van Dieken

Auf dem Youtube Kanal von Christel van Dieken finden Sie kurze Filme zu pädagogischen Alltagsthemen. Wie zum Beispiel:

Spielmaterialien für die Krippe

Empfehlungen für eine Grundausstattung mit Spielmaterialien in der Krippe: Krippenkinder spielen mit allen Dingen und Materialien, die für sie erreichbar sind. Sie nehmen sie in die Hand, sehen sie sich von allen Seiten an, stecken sie mit Vorliebe in den Mund und probieren aus, was man mit ihnen machen kann...

Dokumentation des 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages in Düsseldorf erschienen

Einige Monate sind vergangen seit der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf zu Ende gegangen ist. Hinter uns liegt eine erfolgreiche Veranstaltung, die sowohl in der Fachöffentlichkeit als auch in den Medien ein sehr positives Echo gefunden hat. Die nun vorliegende Dokumentation der AGJ gibt einen bunten Einblick in die drei Veranstaltungstage und liefert einen Rückblick auf die vielfältigen Highlights der Fachmesse und des Fachkongresses.

Die AGJ dankt allen Ausstellerinnen und Ausstellern, Fachveranstalterinnen und Fachveranstaltern, allen Kooperationspartnern und Unterstützern für die wunderbare Zusammenarbeit und das damit verbundene Engagement.Ebenso bedanken wir uns als DRK beim Landesverband Nordrhein e.V. und den zahlreichen engagierten haupt- und ehrenamtlichen Fachkräften, die das DRK an unserem Messestand und in Fachforen erlebbar gemacht haben.

Erstmals gibt es die Dokumentation auch als barrierefreie PDF für sehbehinderte und blinde Nutzerinnen und Nutzer zum Download. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf ein Wiedersehen auf dem 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag 2021!

Neues auf kita-fachtexte.de

Die neuen Kita-Fachtexte behandeln diese Themen:

Wie Kita-Fachkräfte die Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen unterstützen können, beleuchtet der Beitrag von Ute Schaich.

Möglichkeiten, migrationsbedingte Mehrsprachigkeit im pädagogischen Alltag zu berücksichtigen, schildern Henrike Terhart und Christina Winter.

Wie Kinder Vielfalt wahrnehmen: Vorurteile in der frühen Kindheit und die pädagogischen Konsequenzen erklärt Caroline Ali-Tani.

Hochbegabte Kinder in der Kita. Christine Koop beschreibt Grundlagen für die Elternberatung

Die Texte richten sich an Kita-Fachkräfte in Studium, Aus- und Weiterbildung sowie an Lehrende an Fach- und Hochschulen und Weiterbildnerinnen und Weiterbildner.

Film zum Thema "Bindung und Beziehung"

Der neue Film von Steffi Thon über „Bindung und Beziehung“ ist fertig! Es ist ein weiteres bedeutendes Standardwerk der Elementarpädagogik von AV1 - Pädagogik-Filme. Bindung und Beziehung sind zwei Begriffe, die in der Elementarpädagogik große Bedeutung für eine gelingende Arbeit mit Kindern haben. Doch nicht nur dort, auch im Zusammenleben von Eltern mit ihren Kindern sind Bindung und Beziehung maßgebend. Darüber hinaus sagen viele, Bindung und Beziehung sind d i e Voraussetzungen für eine gute Bildung. Doch was bedeutet Bindung genau? Und was ist mit Beziehung gemeint? Gibt es Unterschiede zwischen Bindung und Beziehung? Warum sind beide so wichtig? Wie sieht das in anderen Kulturen aus? Viele Fragen! Wir haben sie hochkarätigen ExpertInnen gestellt und sehr präzise Antworten bekommen. In diesem Film zeigen wir auf, wie Bindung und Beziehung entstehen und welche Bedeutung sie für den Beziehungsaufbau und die Beziehungspflege sowohl zwischen Kind und päd. Fachkraft, als auch zwischen Kind und Eltern oder anderen Bindungspersonen haben. Ein besonderer Fokus wird dabei auch auf den Übergang vom Elternhaus in die Kita und die Eingewöhnung gerichtet. Zudem wird auf den Zusammenhang zwischen Bindung / Beziehung und Resilienz eingegangen. Auch Aspekte der kultursensitiven Pädagogik werden behandelt. Auf dieser DVD wird das komplexe Thema Bindung und Beziehung leicht verständlich aufbereitet und anschaulich visualisiert.

Frühe Hilfen - Materialien zur Elternansprache

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) bietet Ländern und Kommunen ein umfassendes Maßnahmenpaket mit Materialien zur Elternansprache und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort.

Praxiserprobte Materialien informieren Eltern über das Elterntelefon der "Nummer gegen Kummer" und die Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. als Zugänge zu den regionalen Angeboten der Frühen Hilfen. Ergänzend unterstützt das NZFH die Netzwerke, kommunale Angebote stärker bekannt zu machen und die Netzwerkarbeit weiter auszubauen.

Das ÖA-Paket richtet sich an Netzwerkkoordinierende Frühe Hilfen und Verantwortliche in Kommunen und Landkreisen. Es soll sie dabei unterstützen, Eltern direkt anzusprechen, die Angebote Früher Hilfen bekannter zu machen und die Netzwerkarbeit zu vertiefen oder weiter auszubauen.

Mehr zum Angebot hier.

Neue Broschüre „Gutes Aufwachsen mit Medien“

Kinder sind gerne online. Was Eltern wissen müssen, damit sie dort sicher und altersgerecht agieren, erklärt die Broschüre "Gutes Aufwachsen mit Medien".

Schwerpunkt der Neuauflage: „Digitales Kinderzimmer“. Herausgeber ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Die Broschüre enthält zwei Materialien für Kinder. Eltern können sie ihrem Kind direkt weitergeben. Beim Kreativ-Handy mit sieben Karten erfahren Kinder die wichtigsten Datenschutzregeln. Der bunte Info-Laptop „Fit fürs Netz!“ zum Aufklappen erklärt in kindgerechter Sprache richtiges Verhalten online. Kleine Rätsel und unterhaltsame Aufgaben fördern die Beschäftigung mit sicherem Verhalten. Dabei lernen Kinder auch spannende Onlineangebote kennen.

Die Broschüre gibt es hier kostenlos.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


Alle angegebenen Informationen über externe Veranstaltungen, Wettbewerbe, Kampagnen, Links etc. haben wir gründlich recherchiert. Für dennoch enthaltene Fehler übernehmen wir keine Gewähr.

Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte einfach hier.

Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
Gesetzliche Vertreter: Christian Reuter (Vorsitzender des Vorstands) 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer: 95VR590Nz
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 122123471
Steuernummer für Körperschaften: 27/630/50727