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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Oktober 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

das Statistische Bundesamt hat Ende September die aktuellen Zahlen zur Kindertagesbetreuung veröffentlicht. Stand der Erhebung ist om 1.3.2016. Das DRK wächst weiter im Bereich der Kindertagesbetreuung:

Das DRK betreibt 1.481 Kindertageseinrichtungen,

davon 25 Krippen (0-3 Jahre), 335 Kindergärten (3-6 Jahre), 93 Horte (6-12 oder 14 Jahre) sowie 1028 Kindertageseinrichtungen für alle Altersgruppen. Wir begleiten  insgesamt 106.610 Kinder, das mit 15.902 pädagogischen Fachkräften (ohne freigestellte Einrichtungsleitung, Verwaltung, Hauswirtschaft und Technik).

Im Vergleich zum Vorjahr sind das 35 Kindertageseinrichtungen bundesweit mehr, in denen wir 2830 mehr Kinder als im Vorjahresvergleich mit 691 neu gewonnenen Fachkräften begleiten.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle engagierten Fachkräfte, Träger, Fachberatungen und Landesreferent*innen, die das ermöglicht haben.

Entspanntes Lesevergnügen wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

Infoblatt für Haupt- und Ehrenamtliche sowie Freiwillige in der DRK-Flüchtlingshilfe

Ehrenamtliche und Hauptamtliche, die sich zur Verfügung stellen, um in der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen Hilfe zu leisten , erleben manchmal anstelle von Anerkennung und Dank genau das Gegenteil, nämlich Unverständnis und Anfeindungen. Da fragt man sich dann: Wie sollen und wollen wir als DRKler damit umgehen? Was ist unser Verständnis von Engagement?
Aus dieser Diskussion in der Steuerungsgruppe des Präsidiums "Interkulturelle Öffnung im DRK" entstand der Plan, ein Infopapier zu erstellen.

Dieses Infoblatt zum Umgang mit Unverständnis oder Anfeindungen (Teil A), und zum Engagement für geflüchtete Menschen (Teil B) wurde in Abstimmung mit vielen ehren- und hauptamtlichen Kolleg*innen aus dem Generalsekretariat sowie aus Landesverbänden  erstellt und vom Generalsekretär für die bundesweite Verbreitung freigegeben. Wir stellen es Ihnen hiermit zur Verfügung.

Es richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die mit Ehrenamt und Flüchtlingsarbeit befasst sind und an Führungs- und Leitungskräfte. Es will diese dabei unterstützen, Ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit  Unverständnis und Anfeindungen zu stärken. Das Papier gibt Hinweise und Tipps, benennt Quellen und zeigt Wege auf, wo man sich ggf. Unterstützung holen und an passenden Fortbildungen teilnehmen kann. Ziel ist es, im Rahmen unseres Auftrages einen klaren, respektvollen Umgang mit Andersdenkenden zu erreichen, die Würde anderer und von sich selbst zu schützen, und deeskalierende, nachhaltige Problemlösungen zu finden.

Das Papier ist für die praktische Anwendung in Teamsitzungen, Besprechungen und für Gemeinschaftsabende gedacht. Wenn es nützlich ist, für die jeweilige Situation vor Punkte wegzulassen oder hinzuzufügen, empfehlen wir, dies zu tun.

Sie können das Infopapier hier herunterladen. Die Landesreferent*innen bekommen es zudem mit dem Protokoll zum LRT Kinderhilfe zur Verfügung gestellt, bzw. haben es ggf. bereits über die Abteilungsleitungen zugesandt bekommen.

Treffen der DRK Landesreferent*innen Kinderhilfe im September

Das Herbsttreffen der Landesreferent*innen in Karlsruhe brachte viele Ergebnisse und gute Diskussionen. Hier ein Ausschnitt der besprochenen Themen:

- Profilbildung DRK-Kindertagesbetreuung: Die Referent*innen konnten einen Blick auf das Design und den aktuellen Stand der Handreichung "Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmondgrundsätze in DRK-Kindertageseinrichtungen" werfen. Die Handreichung wird, unter Vorbehalt des weiteren Abstimmungsweges, voraussichtlich zum Ende des Jahres erscheinen und bietet wieder viele Praxisanregungen. Weiterhin fand ein Austausch zu den Themen Implementierung des Profilelementes Inklusion statt.

- Fach- und Praxisberatung: Der Entwurf des DRK-Positionspapiers wurde beraten und wesentliche Punkte miteinander abgestimmt. Das Positionspapier wird nun überarbeitet und in den Abstimmungsprozess übergeben. Ziel ist eine Präsentation im Rahmen der Fachtagung der Fach- und Praxisberater*innen im März 2017.

- Finanzierung der Kindertagesbetreuung: Frau Dr. Barner-Brockmann stellte das Entgeltbasierte Finanzierungssystem aus Mecklenburg- Vorpommern vor und setzte es in den Kontext der Aussagen des Rechtsgutachtens, welches Prof. Dr. Wiesner im Auftrag der Fröbel-Gruppe erarbeitet hatte. Als DRK setzen wir uns aktuell in aufeinanderfolgendenen Treffen mit der Frage auseinander, wie eine sinnvolle Finanzierung von Kindertageseinrichtungen aussehen kann.

- Betreuungsvertäge: In einer Synopse haben wir uns bekannte Regelungsinhalte von Betreuungsverträgen in DRK- Kindertageseinrichtungen in eine Übersicht gebracht. Unter Beteiligung der Rechtsanwältin Judith Barth haben wir zudem viele aktuelle Fragestellungen zu Betreuungsverträgen und Datenschutzregelungen diskutiert. Im kommenden Treffen wird darauf aufbauend überlegt, ob die Erarbeitung eines Baukastensystems für DRK-Träger zur Gestaltung von Betreuungsverträgen als sinvoll erachtet wird.

- Thema Fachkräftemangel: Für viele Träger leider Alltag. Im LRT haben wir deshalb ein Meinungsbild erarbeitet und uns mit den Auswirkungen für Kinder, Eltern, Fachkräfte und Träger beschäftigt. Auch die Rolle der Jugendämter und Betriebserlaubnisbehörden wurde beleuchtet.

Zudem fand ein intesiver Austausch zu aktuellen bundes- und landespolitischen Diskussionen rund um die Kindertagesbetreuung statt. Die Zeit ist immer knapp, weshalb zur aktuellen Diskussion rund um das SGB VIII die Information nur schriftlich erfolgen konnte. Ein intensiverer Austausch/Information wurde aber für das kommende Treffen auf die Tagesordnung gesetzt.

 Veranstaltungen

DJI-Jahrestagung „Ganz ähnlich – ganz anders: Teilhabechancen und -barrieren im Einwanderungsland Deutschland“ 29./30.11.2016, Berlin

29.11.2016 - 30.11.2016 , Berlin

Die diesjährige Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts stellt das Thema Migration und Flucht von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in den Mittelpunkt.

Weltweit sind rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder und Jugendliche – so der jüngste Bericht der Vereinten Nationen vom Juni 2016. Dabei gelangen nur rund 4,4 Millionen Menschen nach Europa, wo die Angst vor dem Anschwellen von Flüchtlingsströmen von verschiedenen rechtspopulistischen Parteien inszeniert wird, um die Furcht vor dem „Fremden“ anzuheizen. Den Bedenken der einen steht eine große Hilfsbereitschaft der anderen gegenüber. Das Deutsche Jugendinstitut möchte mit der Tagung dazu beitragen, die mitunter emotional geführte Diskussion zu versachlichen: Fokussiert auf Kinder, Jugendliche und Familien werden auf der Tagung neue Studien und Ergebnisse vorgestellt, die sich mit den Phänomenen der Migration und Flucht beschäftigen. Thematisiert werden die unterschiedlichen Voraussetzungen in Familie, Kita, Schule und beim Übergang in den Arbeitsmarkt. Die DJI-Tagung verknüpft die momentan gesellschafts- und sozialpolitisch geführte Debatte um Flucht und Asyl bewusst mit den allgemeinen Fragen der Migration. Daher gilt es auch zu klären, wo und wie sich die deutsche Gesellschaft durch Flucht, Asyl und Migration dauerhaft verändert.

Die Tagung behandelt in insgesamt acht Foren unterschiedliche Aspekte wie das Potenzial der Familie als Integrationsort, Chancen(un)gleichheit für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund, den Beitrag der Migrantenorganisationen zur Zivilgesellschaft, die Bedeutung der Sprache für die Integration, die Kita als Integrationsort, den Umgang mit Migration in Schule und Ausbildung sowie die Inanspruchnahme von sozialstaatlichen Diensten.
Die Podiumsdiskussion des traditionellen Berliner Abends steht unter dem Motto „Nach der Willkommenskultur – vom Krisenmodus zur Normalität“.

Bis zum 18.11.2016 können Sie sich hier anmelden.

Die Podiumsdiskussion des traditionellen Berliner Abends steht unter dem Motto „Nach der Willkommenskultur – vom Krisenmodus zur Normalität“.

 Fachpolitisch Aktuelles

Statistisches Bundesamt: 719.600 unter 3-Jährige am 1. März 2016 in Kindertagesbetreuung

Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 26.200 auf insgesamt knapp 719.600 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit weniger stark aus als in den Vorjahren (2015: + 32.600). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand der Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote am Stichtag bundesweit bei 32,7 Prozent (2015: 32,9 Prozent). Die im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigere Betreuungsquote ergibt sich trotz einer gestiegenen Zahl betreuter Kinder unter 3 Jahren aus der Zuwanderung und einer höheren Geburtenzahl.
Bei der Betreuungsquote handelt es sich um den Anteil der in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege tatsächlich betreuten unter 3-Jährigen an allen Kindern dieser Altersgruppe.
In den einzelnen Altersjahren der unter 3-Jährigen fallen die Betreuungsquoten und deren Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich aus. Mit bundesweit 2,5 Prozent (2015: 2,6 Prozent) hatte die Kindertagesbetreuung bei Kindern unter 1 Jahr eine vergleichsweise geringe Bedeutung. Dagegen haben die Eltern von 36,1 Prozent der 1-Jährigen (2015: 35,8 Prozent) ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen; bei den 2-Jährigen waren es 60,6 Prozent (2015: 61,3 Prozent). Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.
In den westdeutschen Bundesländern betrug die Betreuungsquote unter 3-Jähriger im März 2016 durchschnittlich 28,1 Prozent. In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) lag sie bei 51,8 Prozent. Von den westdeutschen Flächenländern hatten Schleswig-Holstein mit 30,9 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 29,9 Prozent die höchsten Betreuungsquoten, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (25,7 Prozent). In Brandenburg gab es bundesweit die höchste Betreuungsquote (57,2 Prozent).
Die Zahl der Kindertageseinrichtungen betrug Anfang März 2016 bundesweit 54.871. Das waren 335 Einrichtungen mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (+ 0,6 Prozent). Die Zahl der dort als pädagogisches Personal oder als Leitungs- und Verwaltungspersonal beschäftigten Personen stieg um 3,8 Prozent auf 576.200. Gleichzeitig nahm die Zahl der Tagesmütter und -väter um 637 auf 43.470 ab (- 1,4 Prozent).
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/presseaktuell zu finden.
Quelle: OTS: Statistisches Bundesamt vom 28.9.2016

Novellierung SGB VIII: AGJ sieht Widersprüche im Reformprozess

In einer neuen Stellungnahme warnt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ nachdrücklich vor den Folgen einer Umsetzung des vorgelegten Arbeitsentwurfes eines "Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen". Zwar werden langjährige Forderungen der AGJ aufgegriffen, doch die Novellierung des SGB VIII sei hochkomplex. Der Arbeitsentwurf des BMFSFJ werde den fachlichen Standards der Kinder- und Jugendhilfe an vielen Stellen noch nicht gerecht.

Der Arbeitsentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom 23. August 2016 eines "Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen" (ArbeitsE) greift viele langjährige Forderungen der AGJ auf, wie zum Beispiel die nach einer Zusammenführung aller Kinder und Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe im SGB VIII. Aber nicht nur die inklusive Lösung soll umgesetzt werden, auch eine Stärkung von Kinderrechten wie von Elternrechten, eine Stärkung der Steuerungsverantwortung der Jugendämter und sozialräumlicher Angebotsstrukturen, eine Stärkung der Rechte von Kindern und Eltern im Verfahren der Leistungsgewährung sowie eine Effizienzsteigerung und signifikante Kostenreduzierung, Leistungserweiterungen und Qualitätsentwicklung und viele andere Ziele mehr sollen erreicht werden.

Nicht alle Veränderungsvorschläge entsprechen den Standards der Kinder- und Jugendhilfe

Am 25. Februar 2016 verabschiedete die AGJ unter dem Titel "Vielfalt gestalten, Rechte für alle Kinder und Jugendlichen stärken!" konkrete Empfehlungen zum Reformprozess SGB VIII. Diese Empfehlungen sind weiterhin aktuell, die nun vorliegende Stellungnahme gleicht die dort dargelegten Positionen mit dem ArbeitsE des BMFSFJ vom 23. August 2016 ab. Es führt die Positionen, wo erforderlich, fort oder schärft diese und greift anlässlich der nunmehr vorgeschlagenen Regelungen weitere Aspekte auf. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit allen Reformvorschlägen erfolgt dabei nicht. Die AGJ-Stellungnahme zu diesem Zeitpunkt zielt vielmehr darauf ab, aus Sicht der AGJ notwendige Änderungen des Reformvorhabens anzumerken.

Die AGJ warnt nachdrücklich vor den Folgen einer Umsetzung des vorgelegten Arbeitsentwurfes. Die Reform ist hochkomplex. Dass ein so großes Vorhaben wie das der "inklusiven Lösung" Auswirkungen auf eine Vielzahl unterschiedlicher weiterer Fragestellungen hat, ist unstrittig. Allerdings enthält der Arbeitsentwurf weitgehende Veränderungsvorschläge, die weder den einschlägigen Fachdiskursen über die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe noch wissenschaftlich fundierten fachlichen Standards der Kinder- und Jugendhilfe gerecht werden.

Notwendige Änderungen des Reformvorhabens

Die AGJ hat in ihrer Stellungnahme folgende neun Punkte aufgeworfen, die im Reformprozess zu berücksichtigen sind, um den fachlichen Standards der Kinder- und Jugendhilfe gerecht zu werden und Widersprüche auszuschließen:

  1. Erziehung und Hilfe als Selbstverständnis der Kinder- und Jugendhilfe nicht aufgeben!
  2. Kinderrechte und Elternrechte statt Kinderrechte versus Elternrechte!
  3. Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung statt Verbürokratisierung fachlicher Verfahren!
  4. Stärkung der Rechte der Leistungsberechtigten statt Normierung eines gelenkten Auswahlermessens!
  5. Förderung sozialräumlicher Angebote ohne Aushöhlung individueller Rechtsansprüche!
  6. Keine Finanzierungsregelungen ohne partnerschaftliches Zusammenwirken der Träger der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe!
  7. Fortschritte der professionsübergreifenden Zusammenarbeit im Kinderschutz nicht gefährden!
  8. Ansprüche junger Volljähriger ja, aber inklusiv!
  9. Keine Länderöffnungsklauseln und keine Leistungsabsenkung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete!

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

Nach Ansicht der AGJ verdienen die Anliegen der Reform gemeinsam weiter mit ganzer Kraft verfolgt zu werden. Wenn das Gesetz gegen die ausdrücklichen Bedenken der Fachwelt durchgesetzt würde, ist eine dauerhafte Spaltung von Politik und Fachwelt zu befürchten. Die AGJ appelliert deshalb an eine Besinnung auf die gemeinsam getragenen Ziele, sieht die gemeinsame Basis und setzt daher auf eine Fortsetzung des Ringens um eine fachlich gebotene Umsetzung im Interesse der jungen Menschen und ihrer Familien.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ

Einwandererkinder – erfolgreiche Integration schon durch den Kindergarten?

Wie können schon im Kindergarten Grundlagen für eine erfolgreiche Integration von Einwandererkindern geschaffen werden? Dieser Frage wird am Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung (WIB) an der Bergischen Universität im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts nachgegangen.

Die Bildungsökonomen Prof. Dr. Hendrik Jürges und Prof. Dr. Kerstin Schneider vom Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung (WIB) untersuchen zusammen mit Dr. Anna Makles die Auswirkung unterschiedlicher ethnischer und sozialer Zusammensetzung in Wohnumfeld und Kindergarten auf die Kompetenzentwicklung von Kindern bis zum Eintritt in die Schule.

„Wir versuchen unter anderem mit neuesten methodischen Ansätzen herauszufinden, ob es sinnvoll ist, die ethnische und soziale Zusammensetzung der Kindergartengruppen zu steuern, so dass sich bildungsstärkere und bildungsschwächere Kinder in ihrer Kompetenzentwicklung ergänzen“ erklärt Jürges.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Studie „Segregation, Peer-Effekte und frühkindliche Kompetenzentwicklung“ wird auf Kindern mit Migrationshintergrund liegen, da der frühe Bildungserwerb die Weichen für Integration, den weiteren Bildungsverlauf und damit auch für die spätere Partizipation am Arbeitsmarkt und der Gesellschaft stellt.

„Als wir unser Projekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft beantragt haben, war noch nicht klar, welche politische Relevanz es angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation bekommen würde“, so Bildungsforscherin Schneider. „Umso mehr glauben wir, nun durch unsere Forschung einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zu einer zentralen bildungs- und sozialpolitischen Frage unserer Zeit leisten zu können.“

Das Projekt wird von der DFG für drei Jahre mit rund 210.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen unter http://www.wib.uni-wuppertal.de/forschung/projekte/segregation-und-peer-effekte.html

Quelle: Bergische Universität Wuppertal vom 30.08.2016.

Ausbau ganztägiger Kindertagesbetreuung kann zur Zufriedenheit von Müttern beitragen

Eltern mit Kindern, die noch nicht zur Schule gehen, stehen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor besonderen Herausforderungen. Um diese Eltern besser zu unterstützen, hat die Politik sowohl den Ausbau von Plätzen in der öffentlichen Kindertagesbetreuung (Kita) forciert als auch ein bedarfsorientiertes Angebot an Ganztagsplätzen gesetzlich verankert. Der vorliegende Beitrag untersucht auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Stichprobe „Familien in Deutschland“ (FiD) für den Zeitraum der Ausbauphase zwischen 2007 und 2012, ob Mütter in Regionen mit besserem Zugang zu ganztägiger Kindertagesbetreuung zufriedener mit dem Familienleben waren. Den Ergebnissen zufolge waren vollzeiterwerbstätige Mütter in Paarhaushalten mit ihrem Familienleben zufriedener, wenn sie in westdeutschen Kreisen mit größerem Ganztagsangebot lebten. In Ostdeutschland ging die steigende regionale Verfügb arkeit von Ganztagsplätzen unabhängig vom Erwerbsstatus mit einer höheren Zufriedenheit einher. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Jahren 2007 bis 2012 zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beigetragen haben könnte.


Der gesamte Wochenbericht von Juliane F. Stahl und Pia S. Schober in: DIW Wochenbericht 37/2016: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.542239.de/16-37-3.pdf


Quelle: Nachricht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. vom 14.09.2016

Bertelsmann-Studie: Eltern geben Ganztagsschulen gute Noten

Die Länder bauen Ganztagsschulen aus, die Anzahl steigt – doch wie gut sind die Angebote? Eine Studie der Bertelsmann Stiftung untersucht repräsentativ die Sicht der Eltern: Wie bewerten sie die Qualität der Schulen ihrer Kinder, was ist ihnen wichtig und was fehlt?

Das Ergebnis: Eltern sind mit Ganztagsschulen zufriedener als mit Halbtagsangeboten, am besten schneidet bei der individuellen Förderung der gebundene Ganztags ab.

Wenn Kinder an einer Ganztagsschule lernen, bewerten ihre Eltern die Schule insgesamt häufiger positiv als Eltern von Halbtagsschülern. Das zeigt eine neue repräsentative Studie der Bertelsmann Stiftung. 30 Prozent der Eltern von Halbtagsschülern sagen sogar, dass sie ihr Kind auf eine Ganztagsschule schicken würden, wenn sie jetzt nochmal entscheiden könnten.

"Ganztagsschulen sind der beste Rahmen für die individuelle Förderung der Schüler. Vorausgesetzt, die Qualität stimmt", sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.
Insgesamt sind Eltern sehr zufrieden mit den Lehrkräften ihrer Kinder: 84 Prozent aller Eltern loben die fachliche Kompetenz der Lehrer an Ganztags- und Halbtagsschulen. Einzelne Aspekte des Schulalltags bewerten Eltern von Ganztagsschülern jedoch häufiger positiv als Eltern, deren Kinder halbtags lernen:

  • 66 % der Eltern von Schülern an Ganztagsschulen bewerten die Angebote zur individuellen Förderung positiv, bei Eltern von Halbtagsschülern sind es 54 %.
  • 63 % der Eltern von Kindern an Ganztagsschulen sind der Ansicht, dass die Lehrer mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen der Schüler umgehen können. Über Halbtagsschulen sagen das nur rund die Hälfte (49 %) der betroffenen Eltern.
  • Die Möglichkeiten ihres Kindes, in seinem eigenen Tempo zu lernen, bewerten 66 % der Ganztagseltern positiv, bei den Eltern von Halbtagsschülern sind es 55 %.
  • Die technisch-räumliche Ausstattung bewerten 80 % der Eltern von Ganztagsschülern positiv im Vergleich zu 72 % der Eltern von Kindern an Halbtagsschulen.
  • Sehr gut oder gut bewerten rund drei Viertel (77 %) der Eltern von Ganztagsschülern den sozialen Zusammenhalt in der Klasse ihrer Kinder, bei den Eltern von Halbtagsschülern sind es 71 %.

Ganztag mit Teilnahmepflicht schneidet bei der individuellen Förderung am besten ab

Es gibt zwei Formen von Ganztagsschulen in Deutschland: Beim offenen Ganztag nehmen einzelne Kinder freiwillig am Nachmittagsprogramm teil. In der gebundenen Form lernen alle Kinder eines Klassenverbands gemeinsam über den ganzen Tag. Diese gebundene Form bewerten Eltern insbesondere in folgenden Punkten besser:

  • Die individuellen Förderangebote beurteilen 70 % der Eltern von Kindern im gebundenen Ganztag positiv. Im offenen Ganztag sind es 63 %.
  • Entsprechend sind im gebundenen Ganztag mehr Eltern (58 %) mit der gezielten Förderung ihrer Kinder zufrieden als bei offenen Angeboten (51 %).

Hingegen schneiden offene Ganztagsschulen bei diesen Aspekten besser als die gebundene Form ab:

  • Im offenen Ganztag finden die Eltern das Essensangebot gesünder und ausgewogener (60 % im Vergleich zu 53 % der Eltern mit Kindern im gebundenen Ganztag).
  • Die Betreuungsangebote in den Schulferien schätzen 54 % der Eltern von Schülern im offenen Ganztag, im gebundenen Ganztag sind es nur 32 %.

Die Eltern sind aber nicht mit allen Aspekten der Ganztagsschulen zufrieden. Die drei am häufigsten genannten Wünsche sind noch mehr Angebote zur individuellen Förderung (49 %), eine Verbesserung der Personalausstattung (47 %) und ein besserer Informationsfluss zwischen Schule und Eltern (46 %).

Das Angebot wächst, reicht aber nicht: Mehr Eltern wollen Ganztagsschulen

Das Ganztagsangebot wächst in Deutschland – deckt allerdings nicht den Bedarf. 35,8 Prozent aller Schüler hatten im Schuljahr 2013/2014 einen Ganztagsplatz. Im Schuljahr 2014/2015 waren es schon 37,7 Prozent. Zugleich sagen 30 Prozent der Eltern von Halbtagsschülern, sie würden sich heute für das ganztägige Lernen entscheiden. Das Angebot reicht jedoch nicht aus: 32 Prozent der Eltern von Kindern an Halbtagsschulen geben an, dass es in ihrer Nähe keine Ganztagsschule gibt.

"Wir brauchen mehr Ganztagsplätze. Den Ausbau können wir mit einem Rechtsanspruch auf Ganztag vorantreiben", sagt Jörg Dräger. In der Ganztagsqualität sieht Dräger eine zentrale Herausforderung für die weitere Entwicklung. Insbesondere der Ausbau von gebundenen Ganztagsschulen müsse vorangetrieben werden. Im Schuljahr 2014/2015 konnten nur 17,6 Prozent der Schüler diese Form der Ganztagsschule besuchen, die am meisten individuelle Förderung ermöglicht.

Zusatzinformationen

Infratest dimap hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung deutschlandweit 4.321 Eltern schulpflichtiger Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren befragt. Die repräsentative Befragung (Methode: CAWI - computergestützte Online-Interviews) wurde im Schuljahr 2014/15, vom 30. Januar bis 23. Februar 2015, durchgeführt. Die in der Studie berichteten Zahlen zum Ausbaustand der Ganztagsschulen in Deutschland und den Bundesländern beziehen sich ebenfalls auf das Schuljahr 2014/15. Sie entstammen der offiziellen Statistik der Kultusministerkonferenz und sind die zurzeit aktuellsten Daten zum Ausbaustand des Ganztagsschulwesens in Deutschland.

Quelle: Bertelsmann Stiftung vom 19.09.2016

National Coalition: Die Zeit ist reif… Kinderrechte gehören ins Grundgesetz. Jetzt.

Die National Coalition Deutschland. Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (NC), das Aktionsbündnis Kinderrechte und die Patriotische Gesellschaft von 1765 rufen anlässlich einer Podiumsdiskussion vom 13. September dazu auf, eine wichtige Grundlage für eine kindgerechte Zukunft zu legen und die Kinderrechte endlich im Grundgesetz zu verankern. In ihrem Hamburger Appell fordert die National Coalition mit Blick auf die im nächsten Jahr anstehende Bundestagswahl die im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen auf, sich für die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung stark zu machen. Auch sollten sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen klar zu den Kinderrechten positionieren.
Kinder werden im Grundgesetz immer noch nicht ausdrücklich als Rechtssubjekte genannt. Sie tauchen dort lediglich als Gegenstand elterlicher Verantwortung auf. „Als wichtigste Rechtsquelle enthält das Grundgesetz die zentralen Werte in Gesellschaft und Staat. Damit steht es über allen anderen Gesetzen. Es ist an der Zeit, dass die Kinderrechte darin nicht weiterhin ein Schattendasein führen. Mit dem Hamburger Appell appellieren wir an die Abgeordneten sowie an die Kandidatinnen und Kandidaten für die nächste Bundestagswahl, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Bei Entscheidungen in Politik, Justiz und Verwaltung müssen die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker als bisher berücksichtigt und ihre Stimmen gehört werden“, so Luise Pfütze, Sprecherin, und Jörg Maywald, Sprecher der National Coalition.
„Die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz ist nicht nur Symbolpolitik. Sie hat große Auswirkungen auf die konkrete Lebenssituation von Kindern. Schwarz auf weiß wäre endlich klargestellt, dass das Kindeswohl, wie in Artikel 3 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt, bei allen Kinder betreffenden Entscheidungen ‚ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt‘ ist. Damit erhalten die Interessen von Kindern ein größeres Gewicht bei zahlreichen Entscheidungen, etwa bei der Planung von kindgerechten Wohnvierteln, beim Bau einer Kita oder im Ausländerrecht. Richterinnen und Richter sowie Behörden wären verpflichtet, sich stärker auf das Kindeswohl zu beziehen“, so Pfütze und Maywald weiter.
Fast drei Viertel der Zehn- bis 17-Jährigen halten das Festschreiben von Kinderrechten im Grundgesetz für wichtig. Das geht aus dem im letzten Jahr veröffentlichten ‚Kinderreport 2015‘ des Deutschen Kinderhilfswerks hervor.


Die National Coalition fordert daher die Parteien und Fraktionen sowie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen zum nächsten Deutschen Bundestag auf: Setzen Sie sich für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ein!
Damit Staat und Gesellschaft das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen
Damit Kinder als eigenständige Persönlichkeiten anerkannt werden
Damit die Förderung und der Schutz für Kinder verbessert werden
Damit Kinder gehört werden und sich beteiligen können, wenn es um ihre Belange geht
Die Zeit dafür ist nicht nur reif – es drängt.


Die National Coalition Deutschland. Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (NC) – ein Zusammenschluss auf Bundesebene von mehr als hundertzehn Organisationen zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) – setzt sich seit Jahren nachdrücklich für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ein.


Den Hamburger Appell und das Hintergrundpapier finden Sie hier:
http://www.netzwerk-kinderrechte.de/uploads/tx_news/HamburgerAppell.pdf
http://www.netzwerk-kinderrechte.de/uploads/tx_news/Hintergrundpapier_Kinderrechte_ins_GG_01.pdf

Quelle: Pressemitteilung der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN - Kinderrechtskonvention vom 13.9.2016

Vorsorge lohnt sich: Kariesfreiheit von Kindern in Deutschland Weltspitze

Deutschland ist in Sachen Kariesfreiheit von Kindern Weltspitze. Anlässlich des diesjährigen Tages der Zahngesundheit am 25. September betonten Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK), dass sich ein kontinuierliches Engagement lohne: insbesondere die Mundgesundheit von 12-Jährigen hat sich in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich verbessert. Das ist ein zentrales Ergebnis der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V), die im August veröffentlicht wurde.
So sind – im Vergleich zur DMS IV aus dem Jahr 2005 – acht von zehn der 12-Jährigen Kinder (81,3 Prozent) heute vollkommen kariesfrei. Damit hat sich die Zahl der kariesfreien Gebisse in den Jahren 1997 bis 2014 praktisch verdoppelt. International liegt Deutschland beim Vergleich der Karies bei Kindern in den G7-Staten vorn: Mit einem DMFT-Wert von 0,5 haben Kinder im Alter von 12 Jahren hierzulande eine deutlich geringere Karieserfahrung als Kinder in anderen Ländern. Bereits das drittplatzierte Kanada weist mit 1,0 einen doppelt so hohen DMFT-Wert aus wie Deutschland. Der DMFT-Wert von Großbritannien (Platz 2) liegt bei 0,7. (vergl. die Grafiken DMFT-Wert und Int. Vergleiche unter www.kzbv.de/pm160923)
Die Zahnkaries (von lateinisch caries 'Morschheit', 'Fäulnis'; auch Zahnfäule oder Zahnfäulnis; Fachausdruck Caries dentium) ist eine multifaktorielle Erkrankung der Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin, unter Beteiligung von Mikroorganismen. Karies ist eine der häufigsten chronisch degenerativen Erkrankungen. Nach einem Ranking der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den Behandlungskosten für chronische Erkrankungen steht die Karies weltweit an vierter Stelle.


Das zahnärztliche Versorgungskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“ steht auf den Internetseiten von KZBV und BZÄK zum Download bereit: www.kzbv.de, www.bzaek.de.
Quelle: OTS: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung vom 23.9.2016

 Tipps und Links

Spezial: Kindergesundheit - Wo finde ich was?

Sie suchen etwas für Ihren Elternabend zum Thema Impfungen oder wollen sich im Team mit dem Thema kindgerechte Ernährung beschäftigen? Für alle Fragen rund um die Gesundheit von Kindern gibt es zahlreiche gute Internetportale. Ein paar davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.

www.kindergesundheit-info.de - Die website der BZgA bietet Informationen rund um die Themen Ernährung, Schlafen, Spielen, Medien, Krankheiten, Sicherheit, Vorbeugen und Entwicklung. Sie richtet sich an Eltern und Fachkräfte und bereitet in ihrem Fachkräfteportal kurz und knapp die wichtigsten Fakten auf. Zudem gibt es eine Menge Infomaterial, was zum Download bereitsteht oder bestellt werden kann.

Der Eltern-Ordner der BZgA will die Kompetenz von Eltern stärken. Fachlich gesicherte Empfehlungen zur Prävention sollen Eltern die Möglichkeit geben, ihr Kind in seiner gesunden Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Der Eltern-Ordner versteht sich als Beitrag zur qualitativen Optimierung des Früherkennungsprogramms nach § 26 SGB V. Fachkräfte und Institutionen können ihn bestellen und im persönlichen Kontakt an Eltern weitergeben. Der Eltern-Ordner „Gesund groß werden" zum gesunden Aufwachsen und zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder U1-U9 und J1 nach § 26 SGB V ist eingebettet in die gesundheitspolitische Zielsetzung des Bundes, die Prävention und Gesundheitsförderung im Kindesalter zu stärken und die präventiven Potenziale der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder besser auszuschöpfen. Er kann kostenfrei bestellt werden.

www.bmg-bund.de - Die Website des Bundesministeriums für Gesundheit. Unter dem Stichwort Kindergesundheit finden Sie unter anderem die Strategie des Bundes zur Förderung der Kindergesundheit. Weiterhin stehen die Themen ADHS, Übergewichtsprävention, Impfschutz und die Prävention von Kinderunfällen im Fokus.

www.gesund-ins-leben.de - Das Netzwerk für Junge Familien, ist eine Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Netzwerk Gesund ins Leben vereint die führenden Institutionen, Fachgesellschaften und Verbände zur praxisnahen Unterstützung junger Familien. Im Mittelpunkt stehen einheitliche, verständliche und leicht umsetzbare Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Allergievorbeugung – von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Geeignet für Familien und fachkräfte.

www.kinderaerzte-im-netz.de - Die Website des Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte ist sowohl für Eltern und Fachkräfte informativ. Insbesondere das Glossar der Krankheiten bietet gut aufbereitet schnelle Informationen zu Ursachen, Symptomen des Krankheitsbildes, Auswirkungen, Diagnose und Therapie. Auf der Website sind auch dem Budnesverband angehörige Kinder- und Jugedärzte vor Ort über eine Suchfunktion findbar.

www.kita-gesundheit.de - ähnlich der eben beschriebenen, bietet die Website der Deutschen Akademie für Kinder und Jugendmedizin eine Informationen. Sie finden hier zum Beispiel Notfallpläne zum Thema Asthma und allergischer Schock, die gut allen Fachkräften zur Kenntnis geben können.

www.familienratgeber.de - ist die Ratgeberwebsite der Aktion Mensch. Hier finden Sie fachgerecht Informationen zur Gesundheit von Menschen mit Behinderungen. Fachkräfte und Eltern können sich hier über aktuelle Gesetze und wie sie zu ihrem recht kommen informieren.

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de - Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit in Deutsch­land verbessern und die Ge­sund­heits­för­de­rung bei sozial Benachteiligten unterstützen ist das Ziel der Bundesregierung. Auf der Website finden Sie neben Fachinformationen und Handlungsempfehlungen auch viele Materialien für Ihre Arbeit.

www.kinderstarkmachen.de - ist eine Website zum Thema Suchprävention in Kooperation mit dem Deutschen Sportbund.

www.infodienst.bzga.de  Der InfoDienst informiert Fachmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in der Gesundheitsförderung über aktuelle Medien und Veranstaltungen. Der InfoDienst soll Ihnen helfen, gezielt Informationen und Erfahrungen von anderen zu erhalten und soll dazu beitragen, daß Sie mit anderen in der Gesundheitsförderung Tätigen in Kontakt treten. Ebenso interessant: www.leitbegriffe.bzga.de - ein Glossar der Gesundhetisbegriffe. Sowie der Wegweiser Gesundheitsförderung, www.wegweiser.bzga.de, der allen in der Gesundheitsförderung Tätigen den Zugang zu Einrichtungen, die Fachinformationen, Medien, Fortbildung und Beratung erleichtert.

www.aid.de - Der aid infodienst ist ein Informationsanbieter rund um Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung. Als politisch unabhängiger Verein liefert er aktuelle und grundlegende Informationen vom Acker bis zum Teller. Hier finden Sie immer aktuelle Informationen rund um das Thema Ernährung.

www.bzga-essstoerungen.de - Dieses Internet­angebot zum Thema Essstörungen richtet sich an Betroffene, Eltern beziehungsweise Angehörige sowie an Fachkräfte. Hier finden Sie Informationen über Magersucht, Bulimie, Binge-Eating-Störung und sonstigen Essstörungen. Verschiedene Formen der Beratung und Behandlung werden beschrieben. Deutschland­weit können Adressen von Beratungs­stellen abgerufen werden. Die BZgA-Materialien zum Thema Essstörungen werden vorgestellt.

www.bzga-kinderuebergewicht.de - Übergewicht betrifft viele Kinder und Jugendliche. Es gibt viele verschiedene Ursachen hierfür. Die Seite richtet sich vorwiegend an Eltern, ist aber auch für Fachkräfte interessant. Es ist wichtig, zu wissen wie Übergewicht entstehen kann. Diese Seite gibt Infos darüber, welche Gewohnheiten Sie gemeinsam mit Kindern Schritt für Schritt einüben können.

www.gutdrauf.net - GUT DRAUF ist ein Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Verbesserung der Gesundheit von Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 18 Jahren. Die Gesundheit soll durch Angebote zur gesunden Ernährung, ausreichenden Bewegung und Stressregulation beeinflusst werden. Die Aktion setzt dabei an den Interessen und Bedürfnissen von Mädchen und Jungen an. GUT DRAUF bietet Kindern und Jugendlichen Spannung, Spaß und Abwechslung – für ein gesünderes Aufwachsen.

www.gbe-bund.de - Die website zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Hier finden Sie all die aktuellen und auch älteren Studien zur Kindergesundheit, so z.B. die KIGGS-Studien. Die Website ist leider etwas unübersichtlich, dennoch informativ. Noch mehr Forschung finden Aie auf dem Portal Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung www.knp-forschung.de

Praxisbeispiele Integration Kinder mit Fluchterfahrungen

Wie kann die Integration von Kindern mit Migrations- oder Fluchthintergrund in den Kita-Alltag gelingen? Kurze Einblicke in die pädagogische Praxis zeigen auf dem Portal Frühe Chancen, welche Angebote auch die Eltern aktiv einbinden und wie Kitas sich im Sozialraum vernetzen können.

Neue nifbe-Plakate und Infokarten zum Thema KiTa und Flucht

Die Aufnahme und Integration der aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt nach Deutschland geflüchteten Menschen stellt unsere gesamte Gesellschaft vor vielfältige Herausforderungen. Die KiTas können bei der Integration von Anfang an eine Schlüsselrolle einnehmen. Dafür ist es zunächst einmal wichtig, Vertrauen aufzubauen und insbesondere den Kindern ein sicheres Ankommen im Hier und Jetzt zu ermöglichen. Auch Kinder mit Fluchterfahrung sind in erster Linie Kinder: verschieden und besonders, aber mit gleichen Grundbedürfnissen.
Als praxisnahe Hilfestellung für den Umgang mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrung in der KiTa und darüber hinaus hat das nifbe zwölf Schlüsselthemen identifiziert und zusammen mit einem einleitenden Text in Form von zwei Plakaten im Quer- und Hochformat sowie 12 Infokarten grafisch umgesetzt. Die Materialien sind für den flexiblen Einsatz in der KiTa selber, aber auch für die Aus- und Weiterbildung entwickelt worden. Grundsätzlich kann das beidseitig bedruckte Plakat so in der KiTa für die Kommunikation mit Eltern, aber auch für die Sensibilisierung und Vergewisserung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber eingesetzt werden. Zusammen mit den Infokarten kann es aber auch in unterschiedlichen didaktischen Settings zum thematischen Einstieg auf Teambesprechungen sowie in Weiterbildungen oder in der Ausbildung eingesetzt werden.
Die zwei Plakate mit den 12 Infokarten sind gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro plus Portokosten formlos unter info@nifbe.de zu bestellen und werden kompakt in einem DIN A4-Umschlag verpackt versendet. Darüber hinaus können Sie aber auch unter www.nifbe.de kostenlos heruntergeladen werden.
Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V. vom 20.9.2016

Frühe Bildung: Gleiche Chancen – Große Schritte für kleine Füße – Unsere Initiativen zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung

Immer mehr Kinder werden in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege gefördert. Damit jedes Kind die gleichen Startchancen ins Leben erhält, müssen qualitativ hochwertige Betreuungsangebote zur Verfügung stehen. Diese Broschüre beschreibt die Initiativen des Bundesfamilienministeriums zum quantitativen und qualitativen Ausbau in der Kindertagesbetreuung.

Inhalte sind:

  • Frühe Bildung lohnt sich
  • Mehr Betreuungsplätze für frühe Bildung, Betreuung und Erziehung
  • Gemeinsamer Qualitätsprozess
  • Neue Impulse für die Qualitätsentwicklung durch Bundesprogramme:
  • Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“
  • Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“
  • Bundesprogramm „Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“
  • Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“
  • ESF-Bundesmodellprogramm „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“

Die Publikation kann im Online-Angebot des BMFSFJ kostenlos heruntergeladen werden.

Achtsam sein in der Ernährung

Permanentes Multitasking, Stress und Zeitmangel führen dazu, dass wir heute oft „nebenbei“ essen. Wie aber soll man den Spagat zwischen stressigem Arbeitsalltag und einer bewussten Ernährung schaffen? Dieser Frage sind Experten mit verschiedenen Blickwinkeln auf dem diesjährigen aid-Forum in Bonn nachgegangen. Ihre Antwort: Mehr Achtsamkeit – auch und gerade beim Essen.
Man braucht sich nur die Statistiken anzuschauen: Die Burnout-Diagnosen haben sich in den letzten zehn Jahren nahezu verzwanzigfacht. Der Dauerstress führt auch dazu, dass wir eines verloren haben: Das Bewusstsein für Genuss. „Achtsamkeit, kann Menschen dabei helfen dieses Grundgefühl für sich wieder zu entwickeln und auch für sich zu entdecken“, so Dr. Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführerin des aid infodienst. „Heutzutage ist es so, dass wir eigentlich mehr wie bestimmte Wiederkäuer grasen und immer wieder nur das essen, was gerade da ist.“
Wie da Abhilfe geschaffen werden kann, erfahren Sie im neuen aid-Hörfunkbeitrag „Achtsamkeit in der Ernährung – Essen mit Körper, Herz und Verstand“. Er steht hier direkt als mp3-Datei zum Anhören oder Herunterladen bereit. Ebenso finden Sie hier das Text-Manuskript als PDF-Dokument.
Quelle: www.aid.de

Kindertagespflege: die familiennahe Alternative – Ein Leitfaden für Tagespflegepersonen

Die Broschüre richtet sich sowohl an Personen, die Interesse an einer Tätigkeit in der Kindertagespflege haben, als auch an bereits tätige Tagesmütter und Tagesväter. Sie finden alle Informationen rund um die Kindertagespflege: vom Einstieg über die Qualifizierung bis hin zu Weiterbildungen und Möglichkeiten der Vernetzung.

Inhalte sind:

  • Kindertagespflege – eine Tätigkeit mit Perspektive
  • Was ist Kindertagespflege?
  • Wie werde ich Tagesmutter oder Tagesvater?
  • Was sind die (rechtlichen) Rahmenbedingungen? 
  • Wie kann ich mich qualifizieren?
  • Welche Möglichkeiten der Festanstellung gibt es?
  • Wie funktioniert Vernetzung in der Kindertagespflege?
  • Wo finde ich Informationen und Beratung zur Kindertagespflege?
  • www.fruehe-chancen.de

Die Publikation kann im Online-Angebot des BMFSFJ kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden.

Neues Angebot der Kindersuchmaschine fragFINN.de

Barrierefreie Nutzung, zahlreiche neue Features und frisches Design prägen den komplett überarbeiteten Internetauftritt der Kindersuchmaschine fragFINN.de. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat als Schirmherrin am 12. September die neue Website offiziell freigeschaltet. Eine wichtige Neuerung bei fragFINN.de ist die barrierefreie Gestaltung des Angebots. Neben einer Vorlesefunktion für sehbehinderte oder leseschwache Kinder werden Videos mit Untertiteln und Audiodeskription versehen. fragFINN setzt damit ein Zeichen für Inklusion im Internet und ist Vorbild für andere Kinderseitenbetreiber.
Für Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist das Thema Medienkompetenz eine Herzensangelegenheit. »Mit fragFINN werden Mediennutzung und Medienumgang pädagogisch begleitet. Kinder erwerben so spielerisch die für ihr Leben so wichtige Medienkompetenz. Dazu ist die neue Seite ein sehr wichtiger Baustein.«
Darüber hinaus verfügt fragFINN.de als erste Kindersuchmaschine über eine Bildersuche und orientiert sich damit verstärkt an den aktuellen Nutzungsgewohnheiten der jungen Zielgruppe. »Der Umgang mit verschiedenen Darstellungsformen im Netz ist für eine kompetente und reflektierte Internetnutzung unumgänglich«, erklärt Claude Schmit, Vorsitzender des Vereins. fragFINN.de nimmt mit seiner eingebetteten Bildersuche eine Vorreiterrolle unter den Kindersuchmaschinen ein.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


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