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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe November 2017
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie.

Entspanntes Lesevergnügen im November wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 

 

 Neues aus dem DRK

Bundesweite Fortbildungsreihe FSJdigital

Junge Menschen wachsen heute in einer digitalisierten Welt auf und sind mit Smartphone, Tablet und Internet vertraut. Im Projekt FSJdigital können Freiwillige diese Kompetenzen in soziale Einrichtungen (Kita, Schule, Seniorenheim etc.) einbringen und dort digitale Projekte umsetzen. Davon profitieren alle Beteiligten: die FSJler*innen machen soziale Erfahrungen und orientieren sich beruflich, die Einrichtungen erweitern ihr Angebot und steigern ihre Attraktivität auch für zukünftige Fachkräfte und den Erwachsenen und Kindern, wird eine Tür zur Digitalisierung geöffnet.

FSJdigital wird seit 2015 vom DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem DRK-Generalsekretariat erfolgreich umgesetzt und soll nun ein bundesweites Angebot werden.

Die Fortbildungsreihe FSJdigital hat das Ziel, die gesammelten Erfahrungen zu vermitteln, damit das FSJdigital im Rahmen des „Regel-FSJ“ angeboten werden kann. Das Angebot ist nicht auf das DRK beschränkt, sondern richtet sich an Leitungskräfte, Mitarbeiter*innen und Anleiter*innen aller FSJ-Träger und -Einsatzstellen bundesweit. Zielgruppe sind alle, die FSJ anbieten und ihr Engagement in sozialen Einrichtungen mit Unterstützung digitaler Projekte erweitern wollen.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Fortbildungsreihe FSJdigital finden Sie hier: www.FSJdigital-Fortbildung.de

Mehr zum Modellprojekt und den Möglichkeiten das FSJ digital zu gestalten finden Sie hier.

 Fachpolitisch Aktuelles

Urteil des BVerwG: Aufwendungen für selbstbeschafften Betreuungsplatz müssen nicht übernommen werden

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) stärkt mit dem Urteil vom 26. Oktober die Position der Kommunen beim Ersatz von Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz in einer Kindertageseinrichtung. Die Jugendämter müssen einem Kind einen seinem individuellen Bedarf entsprechenden Betreuungsplatz nach § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII nachweisen. Wird dies versäumt, müssen die Aufwendungen für einen selbstbeschafften Betreuungsplatz nicht übernommen werden, wenn diese Kosten von dem Kind bzw. seinen Eltern auch bei rechtzeitigem Nachweis zu tragen gewesen wären. Weiterlesen...

DJI - Kinderbetreuungsreport 2017

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat die zentralen Ergebnisse der DJI-Kinderbetreuungsstudie U15, einer jährlichen, bundesländerrepräsentativen Elternbefragung, veröffentlicht. Im Fokus der Befragung steht neben dem Betreuungsbedarf auch die Zufriedenheit der Eltern mit den existierenden Betreuungsangeboten. Die Studie finden Sie hier.

Positive Zwischenbilanz von "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas"

Seit 2015 fördert das Bundesfamilienministerium mit "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" Modellprojekte, die Erwachsene zu Erzieherinnen und Erziehern ausbilden. Am 16. und 17. November haben sich die Projektträger in Magdeburg getroffen, um die Erfahrungen aus dem Bundesmodellprogramm zu diskutieren.

Zum vierten Mal haben sich die Projektträger des Bundesmodellprogramms "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" zu einer Trägerkonferenz getroffen. Am 16. und 17. November haben Kita-Träger, Fachschulen und Fachakademien in Magdeburg über Erfahrungen gesprochen, Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert und Handlungsempfehlungen für Bund und Länder ausgearbeitet. "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" fördert Modellprojekte dabei, die Ausbildung von Erwachsenen zu Erzieherinnen und Erziehern zu erproben. Zielgruppe sind Männer und Frauen, die bereits im Berufsleben stehen. 2017 hat der letzte Ausbildungsjahrgang begonnen. Das Bundesfamilienministerium fördert das Bundesmodellprogramm aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit fast 34 Millionen Euro bis zum Ende des Schuljahres 2020.

Hohe Motivation der Auszubildenden

Die Erfahrungen der letzten beiden Ausbildungsjahrgänge zeigen, dass eine vergütete Ausbildung im schulischen System zur Erzieherin oder zum Erzieher auf breites Interesse stößt. Viele Menschen mittleren Alters und vermehrt auch Männer interessieren sich dafür. Die Projektträger zogen eine positive Bilanz der letzten Jahre: Die Motivation der Auszubildenden habe sich erhöht und die bereits vorhandene Lebens- und Berufserfahrung wirke sich positiv auf die Erziehertätigkeit aus.

Männer als Erzieher gewinnen

Das Modellprogramm wurde im Juni 2015 vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen. Berufswechslerinnen und Berufswechslern wird dadurch lebenslanges berufliches Lernen ermöglicht, ohne dass sie währenddessen auf ein Einkommen verzichten müssen. Das Besondere an der Ausbildung für Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen ist, dass sie vergütet wird und speziell auf Erwachsene ausgerichtet ist. Das zweite Ziel des Programms ist es, das Berufsfeld der frühkindlichen Erziehung verstärkt für Männer zu öffnen. Zu diesem Zweck ist die Ausbildung geschlechtersensibel konzipiert.

Mehr unter www.chance-quereinstieg.de

Quelle: Pressemitteilung BMFSFJ, 17.11.2017

NRW beschließt Kitaträger-Rettungsprogramm

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat am 16. November das Gesetz zur Rettung der Trägervielfalt von Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Mit dem Kitaträger-Rettungsprogramm mildert das Land die Not der strukturell unterfinanzierten Kindertageseinrichtungen schnell und unbürokratisch ab. Bei vielen Einrichtungen haben sich über die vergangenen Jahre große Defizite aufgebaut, die zu Personalkürzungen und Qualitätseinbußen geführt haben.

„Die Unterfinanzierung der Einrichtungen hat sich in den zurückliegenden Jahren immer weiter verfestigt. Kitas ohne finanzielle Sorgen gibt es in Nordrhein-Westfalen derzeit kaum noch. Mit unserer Soforthilfe sorgen wir dafür, dass keine Kita schließen muss“, betonte Familienminister Joachim Stamp.

„Wir setzen der finanziellen Not der Einrichtungen eine wirksame Unterstützung entgegen.“ Das Land stellt allen Einrichtungen sowohl in freier wie in kommunaler Trägerschaft insgesamt Mittel in Höhe einer halben Milliarde Euro zur Verfügung. Alle Träger werden mit einem Einmalbetrag entlastet, der flexibel und einrichtungsübergreifend eingesetzt werden kann. „Wir bringen landesweit Stabilität in das System, damit die Vielfalt in der Kindertagesbetreuung erhalten bleibt.“

Das Kitaträger-Rettungsprogramm ist die erste Maßnahme der Landesregierung, um die finanzielle Not der Träger zu beseitigen und die Unterfinanzierung der frühkindlichen Bildung in Nordrhein-Westfalen insgesamt zu beenden. In einem zweiten Schritt wird die Landesregierung für eine dauerhaft auskömmliche Finanzierung sorgen und das Kinderbildungsgesetz in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren im Land reformieren. In einem dritten Schritt wird die Qualität verbessert, danach werden die Öffnungszeiten flexibilisiert. Ziel der Landesregierung ist es, die frühkindliche Bildung zu stärken und weiterzuentwickeln, dazu werden die Rahmenbedingungen für die Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege strukturell verbessert.

Quelle: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW vom 16.11.0217

Kita-Finanzierung in Rheinland-Pfalz: Konsequenzen aus dem Kommunalbericht 2017

Im Kommunalbericht 2017 des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz werden unter anderem die Aufwendungen für den Betrieb der Kindertagestagestätten in Rheinland-Pfalz beschrieben und vor dem Hintergrund der gesetzlichen Grundlagen bewertet. Anlässlich eines Forums des IBEB diskutierten Experten über den Bericht und die entstehenden Konsequenzen. Weiterlesen...

Bundesverfassungsgericht: Gemeinden in Sachsen-Anhalt mit Kifög-Klage nicht erfolgreich

Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag entschieden: Das Kinderförderungsgesetz in Sachsen-Anhalt ist rechtens. Gommern, Möckern, Leuna, Sangerhausen, Arendsee, Wittenberg und Zerbst sowie die Gemeinde Elbe-Heide hatten Beschwerde eingelegt und scheiterten. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) zeigte sich über das Urteil erleichtert. Weiterlesen...

Kinderrechte ins Grundgesetz im Bundesrat

Brandenburg, Berlin und Thüringen setzen sich dafür ein, dass Kinderrechte im Grundgesetz aufgenommen werden. Sie haben deshalb am 24. November 2017 einen entsprechenden Entschließungsantrag im Bundesrat vorgestellt. Kinder seien Träger eigener Rechte. Mit ihrer Verankerung im Grundgesetz würde das Schutzbedürfnis der Kinder gestärkt, heißt es in dem Antrag, der als nächstes in den Fachausschüssen beraten wird. Sobald diese Beratungen abgeschlossen sind, wird sich erneut das Bundesratsplenum mit dem Vorschlag befassen.

Kindeswohl stärken

Die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz entspreche nicht nur der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, sondern auch der Kinderrechtskonvention, führen die Antragsteller weiter aus. Durch eine grundgesetzliche Regelung müsse das Kindeswohl bei allen Maßnahmen öffentlicher und privater Einrichtungen vorrangig berücksichtigt werden. Zugleich werde die Stellung der Kinder in der Gesellschaft gestärkt und das Bewusstsein für ihre Belange geschärft. Die meisten Landesverfassungen enthielten bereits entsprechende Regelungen.

Die Stärkung von Kinderrechten war schon mehrfach Thema im Bundesrat. Im November 2011 forderten die Länder mit einer Entschließung die Bundesregierung auf, das Grundgesetz zu ändern. Im März 2017 brachte Nordrhein-Westfalen einen entsprechenden Gesetzentwurf ein. Der Antrag in dieser Sitzung wurde nun zunächst federführend an den Rechtsausschuss und mitberatend an den Ausschuss für Frauen und Jugend überwiesen.

 Tipps und Links

Wie die Kita-Ausbildung modernisieren? Chancen des verstärkten Arbeitsfeldbezugs - Dokumentation WiFF Fachforum 2017

Welches Potenzial birgt der Lernort Praxis für das Arbeitsfeld und die frühpädagogische Aus- und Weiterbildung? Welchen Beitrag können informelles Lernen und ein verstärkter Arbeitsfeldbezug zur Modernisierung der Ausbildung an Fach- und Hochschulen leisten? Diesen Fragen widmete WiFF am 24. Oktober 2017 ein Fachforum am Deutschen Jugendinstitut in München. Etwa 60 Teilnehmende folgten der Einladung, angeregt durch Vorträge und Praxisbeispiele, die Gestaltung des Lernorts Praxis zu diskutieren.

Auf der Website von WiFF finden Sie die Dokumentation der Veranstaltung mit interessanten Fachvorträgen.

Ländermonitor Frühe Bildung - neues im Internetportal

Ende August hat die Bertelsmann-Stiftung  neue Daten des Ländermonitorings Frühkindliche Bildungssysteme in einem neu konzipierten Internetportal veröffentlicht. Zum ersten Mal werden hierbei regionale Daten zu Kreisen und kreisfreien Städten agebotenn. 

Seit Kurzem liefert der Ländermonitor weitere Daten und Funktionen. Besonders hingewiesen sei auf die aktuellen Status-quo-Vergleiche zwischen den Bundesländern. Darüber hinaus bietet das neue Portal diverse Servicefunktionen sowie einen Blog.  Insgesamt sind nun vielfältige Informationen über die Frühkindlichen Bildungssysteme in den folgenden vier Rubriken zu finden:

-       Unter „VERGLEICH | Bundesländer-Daten“ können Sie geordnet nach den drei Handlungsfeldern „Teilhabe sichern", „Bildung fördern - Qualität sichern" und „Investitionen wirkungsvoll einsetzen" Daten und Fakten auf Bundesländerebene abrufen. Dabei steht der Bundesländervergleich im Vordergrund.

-       Unter „FOKUS | Regionale Daten“ finden Sie seit 2017 erstmalig ausgewählte Daten für Kreise, kreisfreie Städten sowie für Jugendamtsbezirke in Deutschland.

-       Unter „REPORT | Profile der Bundesländer“ können Sie sich über die FBBE-Situation in jedem der sechszehn Bundesländer informieren. Hier steht das einzelne Bundesland im Fokus, für das jeweils Basisdaten sowie die wesentlichen Key Facts in Form eines Plakates verfügbar sind. Zudem werden die landesspezifische Situation und Entwicklungen im FBBE-System in Form des Länderprofils dargestellt und erläutert. Dieser Länderbericht stellt einen Auszug aus der aktuellen Printpublikation "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" dar.

-     Im BLOG „Frühkindliche Bildung“ wird fortlaufend über aktuelle FBBE-Themen berichtet.

Der neue Ländermonitor will so steuerungsrelevante Informationen für die Weiterentwicklung der Systeme liefern. Für einen weiteren Einblick in unseren Ländermonitorgibt es zudem im folgenden Video eine Einführung:  https://youtu.be/5W30G5xuQ7g

Gutes Aufwachsen mit Medien – Digitales Kinderzimmer

Digitales Spielzeug bereichert das Kinderzimmer. Kinder brauchen Unterstützung beim Spiel mit Smart-Toys, Smartphones und Apps. Experten geben Tipps.

Extra für Kinder: Ein Papierhandy mit Kreativ-Karten, der Info-Laptop „Fit fürs Netz!“ und ein Sticker zum Erstellen sicherer Passwörter. Die Broschüre für Eltern und Fachkräfte erhalten Sie hier.

Beliebte Apps unter der Lupe

Kinder nutzen heutzutage wie selbstverständlich mobile Endgeräte. Laut KIM-Studie 2016 besitzt die Hälfte der 6-13-jährigen bereits ein eigenes Handy oder Smartphone. Dabei nutzen sie Apps vor allem zum Spielen, Kommunizieren, Fotos machen oder Videos schauen. Insbesondere Spiele-Apps üben auch schon auf jüngere Kinder einen großen Reiz aus. Steuerung und Spielprinzip sind meist schnell erfasst. Animationen, Geräusche, kindlich bunte Spielwelten und -Charaktere erregen ihre Aufmerksamkeit. Doch so intuitiv die Bedienung mobiler Geräte für Kinder auch sein mag, den sicheren Umgang müssen sie erst erlernen. Zumal nicht jede App, die auf den ersten Blick kindgerecht erscheint, für Kinder empfehlenswert ist. Einige bergen auch Risiken.

Im Rahmen des durch BMFSFJ und BMJV geförderten Projekts "Monitoring und Bewertung von kindaffinen Apps hinsichtlich Jugend-, Daten- und Verbraucherschutzrisiken sowie Information der Verbraucher" untersucht jugendschutz.net regelmäßig bei Kindern beliebte Apps und informiert über Jugend-, Daten- und Verbraucherschutzrisiken in Form von App-Bewertungen. Die Bewertungen finden Sie hier.

Quelle: Artikel auf Klichsafe.de

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


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