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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Mai 2017
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

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Liebe Leser*innen,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie.

Entspanntes Lesevergnügen im Mai wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

DRK fordert mehr Kitaplätze für unter Dreijährige und Qualitätsverbesserungen

Das Deutsche Rote Kreuz fordert einen schnelleren Ausbau des Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren, um die bestehenden Engpässe an Kitaplätzen zu beheben. „Die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder dieses Alters ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die noch konsequenter in Angriff genommen werden muss“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. „Auf diese wachsende Nachfrage schnell zu reagieren und den Ausbau von Kitas und Kindertagespflege gezielt voranzutreiben, ist nicht nur für die Kinder und ihre Familien wichtig, sondern für die gesamte Gesellschaft.“

Erhebungen zufolge fehlen bundesweit in Deutschland rund 300.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. „Eine gute frühkindliche Bildung und Erziehung ermöglicht allen Kindern trotz unterschiedlichster Startbedingungen bessere Zukunftschancen. Besonders für Kinder aus bildungsfernen oder armen Familien können Nachteile abgebaut werden und Lebensverläufe positiv beeinflusst werden“, sagt Frau von Schenck und fügt hinzu: „Schon allein die Sprachförderung in Kitas verbessert den späteren Schulstart. Doch es geht auch um andere Themen wie Ernährung, Gesundheit und soziale Kompetenz für alle Kinder. Davon profitieren nicht nur die Kinder. Auch Mütter und Väter können durch ausreichende Kitaplätze früher in den Beruf zurückkehren. Angesichts der Fachkräftemangels ist nicht einzusehen, warum gut qualifizierte junge Eltern, die gern wieder arbeiten möchten, zu Hause bleiben müssen, obwohl sie doch seit 2013 einen Rechtsanspruch auf Betreuung ab den ersten Lebensjahr des Kindes haben.“ Ebenso wichtig sei aber auch die Weiterentwicklung der Qualität der Kita-Angebote. „Deshalb müssen schnellstens Eckpunkte für ein bundeseinheitliches Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen werden“, sagt Frau von Schenck mit Blick auf die heute eröffnete Konferenz der Jugend- und Familienminister der Länder in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt).

Dabei gehe es darum, bundesweit vergleichbare Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen in Einrichtungen Kindertagesbetreuung zu schaffen. Dazu gehört zum Beispiel ein besseres Verhältnis der Zahl von Fachkräften zur Zahl der Kinder oder um bedarfsgerechte Öffnungszeiten. Um ausreichend Fachkräfte einsetzen zu können, sind zudem gemeinsame Anstrengungen zur Ausbildung und Gewinnung durch Bund, Länder, Kommunen und Träger notwendig. Für die Finanzierung sei eine verbindliche Regelung wichtig, mit der Bundesmittel dauerhaft für die Weiterentwicklung der Qualität der Kitas eingesetzt werden können.

Das DRK betreibt bundesweit rund 1.480 Kindertageseinrichtungen, in denen mehr als 106.000 Kinder im Alter von zwei Monaten bis 14 Jahren von 16.000 pädagogischen Fachkräften betreut werden.

Quelle: PM DRK GS, 19.05.2017

Rückblick – Veranstaltung des DRK beim Fachkongress des 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages (DJHT)

Das DRK war beim diesjährigen Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) am 28.-30.03.2017 in Düsseldorf mit einer Veranstaltung im Fachkongress vertreten. Der Workshop zum Thema „Inklusion in Kindertageseinrichtungen“ wurde von Djamila Younis, verantwortlich für das Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung im DRK-Generalsekretariat und Trudi Baum, Leiterin der DRK-Schwerpunktkindertagesstätte in Schönau gestaltet.

Im Mittelpunkt stand der aktuelle Diskurs um Inklusion in den Angeboten der Kindertagesbetreuung. Eng damit verbunden sind Begriffe wie Vielfalt, Teilhabe und vorurteilsbewusste Bildung. Auch im Kontext von Flucht und Migration wird die Diskussion um Inklusion und Interkulturelle Öffnung neu entfacht. Die Veranstaltung gab einen Überblick über Hintergründe, Begriffe und Implikationen. Sie beleuchtete Inklusion als Prozess, der die Vielfalt der Kinder und Familien in den Kindertageseinrichtungen anerkennt, berücksichtigt und wertschätzt. Dabei wurden Erfahrungen aus der Praxis vorgestellt. Eine zentrale Fragestellung der Diskussion war, über welche Kompetenzen Fachkräfte verfügen sollten, damit die Individualität eines jeden Kindes zum Ausgangspunkt pädagogischen Handelns werden kann. Die Dokumentation der Veranstaltung steht nun zur Verfügung.

aktuell vergriffen: Handreichung "Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze in DRK-Kindertageseinrichtungen"

Liebe Kolleg*innen,

wir haben erfahren, dass die o.g. Handreichung aktuell vergriffen ist. Seit Januar sind in nur 5 Monaten 5.000 Exemplare der Handreichung abgerufen worden. Damit ist dies die am stärksten nachgefragte Handreichung aus der Reihe des Profils der DRK-Kindertageseinrichtungen. Wir werden sobald als möglich einen Nachdruck veranlassen und Sie über die Verfügbarkeit informieren. Bis dahin bitten wir Sie auf die online verfügbare pdf-Variante zurückzugreifen. Diese finden Sie hier.

 Veranstaltungen

pfv-Dialogveranstaltung „Kinderrechte in der Kita – eine ethische Frage und eine Herausforderung für die Fachkräfte“

Dialogveranstaltung des Pestalozzi-Fröbel-Verbandes am Freitag, 30.06.2017, von 09:30 – 12:30 Uhr im Tagungszentrum des Rochow-Museums Schloß Reckahn, Reckahner Dorfstraße 27, 14797 Kloster Lehnin, Ortsteil Reckahn 25

25 Jahre, nachdem die Bundesregierung die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben hat, will der pfv an historischem Ort gemeinsam mit Ihnen darüber diskutieren, welche Rolle die Einhaltung der Kinderrechte und wertschätzende pädagogische Beziehungen bei der gesunden Entwicklung von Kindern spielen. Wir alle kennen den „Wert“ von guten und fördernden Beziehungen oder auch die Folgen hemmender Beziehungen im pädagogischen Alltag. „Bei dieser/diesem Erzieher/in fühle ich mich sicher und traue mir was zu….“ Solche Erfahrungen gibt es zuhauf und sie geben Hinweise darauf, wie persönlichkeits- und lernförderlich gute Beziehungen sind. Jedoch erst die beständige Auseinandersetzung mit den in der Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Rechten für Kinder und die Frage, wie diese in der täglichen pädagogischen Praxis umgesetzt und gestaltet werden können, sind Garanten für eine gesunde Entwicklung! Aber wir wissen auch, dass schwierige Rahmenbedingungen, Fachkräftemangel und Überlastung es den Fachkräften häufig schwer machen, ihren eigenen Ansprüchen und Überzeugungen im pädagogischen Alltag gerecht zu werden. 

Wie können wir es schaffen, trotz hoher Belastungen zu jedem der uns anvertrauten Kinder eine gute Beziehung aufzubauen und auf seine individuellen Bedürfnisse einzugehen? Wie können wir uns dabei gegenseitig unterstützen und entlasten? Auf welche Erfahrungen, auf welches Fachwissen können wir zurückgreifen? Welche Rahmenbedingungen brauchen wir, um gesundes Aufwachsen zu gewährleisten?

Mehr Informationen zur Anmeldung bis zum 23.06.2017 finden Sie hier.

Save the Date: Der Fachberatung auf der Spur - Fachtagung 22.09.2017 in Leipzig

Einladung für Fachberaterinnen und Fachberater - Der Fachberatung auf der Spur: Eine Safari durch den Aufgaben-Dschungel

Im September veranstaltet die DKJS im Rahmen des Programms Qualität vor Ort in Kooperation mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge einen bundesweiten Fachtag zum Thema Fachberatung in der frühen Bildung. Dazu laden wir Fachberaterinnen und Fachberater nach Leipzig ein, um einen weiteren Schritt in Richtung eines gemeinsamen Professionsverständnisses zu gehen sowie über wirksame und nachhaltige Beratungsprozesse zu diskutieren. Zudem bieten wir Raum für Austausch und Vernetzung.

Mehr im Flyer.

Wann und wo: 22.September 2017 im Zoo Leipzig

Anmeldung bis zum 22. August 2017 hier.

Save the Date - Cross Media Day: Social Media + Digtiale Innovation (21.10.2017 in Berlin)

Im Herbst dieses Jahres wird der erste Cross Media Day des DRK als verbandsinternes BarCamp -- ein offenes Austausch- und Vernetzungsformat ähnlich dem Open Space -- in Berlin stattfinden. Social Media und digitale Innovationen sind die Themen auf dem Cross Media Day 2017, einem verbandsinternen BarCamp. das das DRK-Generalsekretariat am 21. Oktober in Berlin veranstaltet. Im Vordergrund steht der fachbereichs- und gemeinschaftsübergreifende Austausch zur praktischen Nutzung digitaler Werkzeuge in der täglichen Arbeit -- zum Beispiel in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der (Jugend-) Sozialarbeit, der Altenhilfe und Ehrenamtskoordination. Interessierte Haupt- und Ehrenamtliche aller Gemeinschaften und Fachbereiche sind herzlich eingeladen, sich den Termin vorzumerken und auch schon Themen für die kurzen Workshoprunden (Sessions) vorzuschlagen. Weitere Infos zur Anmeldung und den Sessionvorschlägen zum Cross Media Day 2017 finden Sie hier.

 Fördermöglichkeiten - Ausschreibungen

Erster Deutscher Kita-Preis

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung würdigen mit einer neuen Auszeichnung besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung

Der Tag der Kinderbetreuung am 15. Mai ist ein guter Zeitpunkt, um die Arbeit all jener Menschen zu würdigen, die jeden Tag mit dafür sorgen, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft optimal aufwachsen können. Dieses Engagement zeichnen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sowie die Heinz und Heide Dürr Stiftung, die Karg-Stiftung und der Didacta-Verband künftig mit dem Deutschen Kita-Preis aus.

Im Frühjahr 2018 werden erstmals fünf Kindertageseinrichtungen und fünf lokale Bündnisse für frühe Bildung mit der neuen Auszeichnung geehrt. Bewerben kann man sich um den Preis schon jetzt: Alle notwendigen Unterlagen gibt es ab dem 15. Mai unter www.deutscher-kita-preis.de. Die Einreichungsfrist endet am 15. Juli 2017.

„Alle Kinder haben das Recht auf gleiche Chancen - auf Bildung, Teilhabe und Integration. Frühe Bildung ist das A und O für Chancengleichheit und dafür setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kitas und in der Kindertagespflege täglich mit all ihrer Kraft ein. Mit dem Deutschen Kita-Preis würdigen wir jetzt dieses Engagement“, sagt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt des Bewerbungsverfahrens. Die Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Dr. Heike Kahl, ergänzt „Qualität hat viele Gesichter – das ist nicht ohne Grund das Motto des Deutschen Kita-Preises. Denn jeder, der sich in unserem Land für gute frühe Bildung, Betreuung und Erziehung engagiert, tut dies unter anderen Rahmenbedingungen. Mit unserer Auszeichnung wollen wir auch diesen unterschiedlichen Kontexten Rechnung tragen.“ Die Besonderheit der neuen Auszeichnung ist nämlich, dass der Deutsche Kita-Preis die Rahmenbedingungen vor Ort mit in den Blick nimmt. Er fokussiert nicht ausschließlich gute Ergebnisse, sondern würdigt auch gute Prozesse.

Gesucht werden Kitas und lokale Initiativen, die kontinuierlich an der Qualität in der frühen Bildung in ihrer direkten Umgebung arbeiten und dabei das Kind in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Zudem spielen Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern und die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort bei der Auswahl der Gewinner eine wichtige Rolle. Der Preis ist mit insgesamt 130.000 Euro dotiert. In den beiden Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ wartet ein Preisgeld von jeweils 25.000 Euro auf die Erstplatzierten. Zudem werden pro Kategorie vier Zweitplatzierte mit jeweils 10.000 Euro ausgezeichnet. Alle Informationen zum Deutschen Kita-Preis, zu den Bewerbungsmodalitäten, der Auswahl der Preisträger und der Preisverleihung finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.

Flyer

 Fachpolitisch Aktuelles

Ministerinnen und Minister einigen sich auf gemeinsamen Weg für bessere Qualität in der Kindertagesbetreuung

JFMK beschließt mit großer Mehrheit Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz. Bund und Länder möchten gemeinsam die Qualität in der Kindertagesbetreuung verbessern. Entsprechende Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz hat die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) heute (Freitag) beschlossen. Mehr Fachkräfte, die Gebührenfreiheit, starke Kitaleitungen oder eine weiter entwickelte Kindertagespflege gehören zu den Qualitätszielen, die die Ministerinnen und Minister auf der Grundlage eines Qualitätsentwicklungsgesetzes umsetzen wollen. Dieses soll die unterschiedlichen Stärken und Entwicklungs-bedarfe der Länder berücksichtigen. Denn jedes Land könnte dann aus einer ganzen Palette von Qualitätsmaßnahmen die für sich geeigneten auswählen, die mit Bundesmittel finanziert werden sollen. Darüber soll der Bund mit jedem Land individuelle Zielvereinbarungen schließen. Die Bundesmittel müssen zusätzlich eingesetzt werden, dürfen Landesmittel nicht ersetzen. Um die Vereinbarungen und das Gesetz wirkungsvoll zu machen, sind außerdem Berichtspflichten der Länder und ein qualifiziertes Monitoring vorgesehen. Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig: „Wir brauchen gut ausgestattete Kitas und Kindertagespflege, damit Kinder bessere Chancen und die Fachkräfte bessere Arbeitsbedingungen bekommen. Damit wir bei der Qualitätsverbesserung große Schritte machen können, ziehen Bund und Länder erfolgreich an einem Strang. Nur so konnten wir den heutigen Beschluss erreichen. Das ist ein großer Erfolg, für den wir aus allen gesellschaftlichen Bereichen Unterstützung erhalten.“ Für eine Qualitätsoffensive müssen deutlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Daher halten die Jugend- und Familienministerinnen eine deutliche und dauerhafte Ausweitung des Bundesanteils für notwendig. Hierzu Bundesministerin Schwesig: „Wir haben in dieser Wahlperiode das finanzielle Engagement des Bundes für den Ausbau der Kindertagesbetreuung bereits gesteigert. Aber die Zahlen zu noch fehlenden Kita-Plätzen zeigen, dass wir mehr investieren müssen. Das gilt auch für die Qualität. Hier muss sich der Bund stärker beteiligen als bisher. Bund und Länder müssen jetzt gemeinsam dafür kämpfen, dass mehr Geld in die Kinderbetreuung investiert wird.“ Dem heutigen Beschluss der JFMK „Frühe Bildung weiter entwickeln und finanziell sichern. Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz“ vorausgegangen ist ein zweieinhalb Jahre langer Qualitätsprozess, den Bundesministerin Schwesig 2014 mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen ins Leben gerufen hat. Im Rahmen dieses Prozesses haben Bund und Länder mit den Kommunalen Spitzen-verbänden gemeinsame Qualitätsziele für die frühkindliche Bildung und eine solide Finanzierungsgrundlage für deren Umsetzung erarbeitet. Einbezogen waren in einem partizipativen Prozess Akteurinnen und Akteure von Verbänden und Organisationen, aus Praxis und Wissenschaft. Flankierend hat die JFMK die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Fachkräfte-gewinnung beschlossen. Denn mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung kann nur erreicht werden, wenn genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Quelle: OM BMFSFJ, 19.05.2017

 

 

Deutscher Bundestag: Mehr Geld für Kita-Ausbau

Der Bund wird sich von 2017 bis 2020 mit weiteren 1,126 Milliarden Euro am Sondervermögen "Kinderbetreuungsausbau" beteiligen, um gemeinsam mit den Bundesländern zusätzliche 100.000 Plätze in der Kindertagesbetreuung zu schaffen. Den entsprechenden Gesetzesentwurf der Bundesregierung  verabschiedete der Familienausschuss am 26. April 2017 mit den Stimmen aller Fraktionen. Mit einem ebenfalls einstimmig angenommenen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD verlängerte der Ausschuss die im Gesetz vorgesehene Bewilligungsfrist für die Bundesmittel um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2019. Damit soll den Ländern mehr Zeit eingeräumt werden, um die entsprechenden Bauvorhaben zu planen und zu beantragen. Die Bundesgelder können für Neu-, Aus- und Umbauten sowie für Sanierungen und Investitionen in die Ausstattung von Kitas eingesetzt werden. Die konkrete Verwendung liegt in der Hand der Länder. Die Unions- und die SPD-Fraktion verwiesen darauf, dass der Bund zwischen 2008 und 2018 bereits mit 3,28 Milliarden Euro am Ausbau der Kindertagesbetreuung beteiligt und weitere 6,26 Milliarden Euro an Betriebskostenzuschüssen zur Verfügung gestellt hat. Trotzdem sei die weitere Finanzhilfe des Bundes für die Länder richtig und wichtig. Es bleibe abzuwarten, ob nicht weitere Mittel notwendig seien, hieß es aus den Reihen von CDU/CSU.

Bedarf höher als 100.000 Plätze

Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen mahnten trotz ihrer Zustimmung, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in den kommenden Jahren deutlich höher ausfalle als die anvisierten 100.000 Plätze. Mehr als 300.000 zusätzliche Plätze würden benötigt. Die Oppositionsfraktionen forderten zudem, ein bundesweit geltendes Qualitätsgesetz für die Kindertagesbetreuung auf den Weg zu bringen. Auch die SPD-Fraktion unterstützte die Forderung nach einem Qualitätsgesetz. Allerdings könne dies nur im Dialog und mit Einverständnis der Länder auf den Weg gebracht werden. Die Bundesregierung stehe bereits in einem entsprechenden Dialog mit den Ländern.

Quelle: Deutscher Bundestag, hib – heute im bundestag Nr. 270 vom 26.04.2017

Bundestag berät Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Um Kinder und Jugendliche besser zu schützen und ihr Wohlergehen zu sichern, hat der Bundestag einen Gesetzesentwurf beraten, mit dem unter anderem wichtige Vorschläge aus der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes umgesetzt werden sollen.

Der Deutsche Bundestag hat sich am 19. Mai in Erster Lesung mit dem Entwurf des Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen befasst. Das Gesetz sieht mehr Beteiligung, besseren Schutz und ein effektiveres Zusammenwirken der für das Wohlergehen von Kindern zuständigen Systeme und Akteure vor. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erklärte anlässlich der Lesung: "Mit diesem Gesetzentwurf wollen wir den Kinderschutz sowie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen verbessern und Pflegekinder und ihre Familien stärken. Damit setzen wir wichtige Vorschläge aus der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes um. Es ist gut, dass dieser Gesetzentwurf die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Kinder müssen besser geschützt werden. Insbesondere vor Gewalt." Das Bundeskabinett hatte den Gesetzentwurf am 12. April 2017 beschlossen. Der Gesetzentwurf setzt wichtige Ziele des Koalitionsvertrages, der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes und des Gesamtkonzepts des Bundesfamilienministeriums für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt um. Die neuen Regelungen Konkret werden Kinder und Jugendliche in Einrichtungen durch eine wirkungsvollere Heimaufsicht besser geschützt; Schutzlücken in Jugendclubs und Jugendfreizeitheimen werden geschlossen. Der Umgang mit Führungszeugnissen im Ehrenamt wird praxistauglicher und die Kooperation der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Gesundheitswesen, den Strafverfolgungsbehörden, den Familiengerichten und der Jugendstrafjustiz verbessert. Ärztinnen und Ärzte, die das Jugendamt bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung eingeschaltet haben, werden zukünftig besser über die weitere Entwicklung informiert und auch, wenn nötig, in den weiteren Prozess einbezogen. Mehr Stabilität für Pflegekinder Das Gesetz verbessert darüber hinaus die Lebenssituation von Pflegekindern durch mehr Sicherheit, Stabilität und Kontinuität. Insbesondere erhält das Familiengericht die Möglichkeit, den dauerhaften Verbleib eines Pflegekindes in seiner Pflegefamilie anzuordnen, wenn eine Verbesserung der Erziehungsverhältnisse in der Herkunftsfamilie weder erreicht wurde noch zu erwarten ist. Gleichzeitig wird die am kindlichen Zeitempfinden ausgerichtete Klärung der Lebensperspektive für Pflegekinder verbessert. "Kinder brauchen Verlässlichkeit. Sie müssen wissen, wo sie herkommen und wo sie hingehören. Das ist für Pflegekinder ohnehin schon schwerer, als für andere Kinder. Wir müssen sie vor traumatisierenden Bindungsverlusten und weiteren Brüchen schützen. Mit der Reform regeln wir, dass über die Perspektive eines Pflegeverhältnisses schneller und transparenter entschieden wird. Hierfür brauchen auch die Pflegeeltern und die leiblichen Eltern mehr Sicherheit und klare Perspektiven. Wir stärken deshalb die Unterstützung der leiblichen- und der Pflegeeltern gleichermaßen", so Manuela Schwesig weiter. Im Gesetzentwurf werden Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe als Leitprinzipien in der Kinder- und Jugendhilfe verankert. Unter anderem wird die inklusive Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderungen in Kitas weiterentwickelt. Eine neue Regelung zur Zusammenarbeit der Sozialleistungsträger beim Zuständigkeitswechsel wird eingeführt. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird durch die Erweiterung des eigenen Beratungsanspruchs sowie die Verankerung von Ombudsstellen als externe und unabhängige Anlaufstellen verbessert. Schutz in Flüchtlingsunerkünften Neu geschaffen wird eine Regelung zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften. In Aufnahmeeinrichtungen müssen künftig Schutzkonzepte zur Anwendung kommen. Manuela Schwesig: "Es darf nicht sein, dass Frauen und Kinder, die viel Leid vor und auf ihrer Flucht erlebt haben und deshalb Schutz und Zuflucht bei uns suchen, in Aufnahmeeinrichtungen in Deutschland wieder Gewalt erfahren. Wir haben eine besondere Verantwortung für diejenigen Flüchtlinge, die besonders schutz-bedürftig sind. Dieser Verantwortung werden wir nun mit unserem Gesetz gerecht."

Quelle: Pressmitteliung des BMFSFJ, 19.05.2017

Kinderkommission des Bundestages

Die Kinderkommission des Bundestages veröffentlichte im April eine Stellungnahme zum Thema „Kinderrechte für Flüchtlingskinder in der Unterkunft, dem Asyl-verfahren und der Kinder- und Jugendhilfe"

Junge Flüchtlinge kommen mit sehr unterschiedlichen Geschich-ten und Biografien in Deutschland an. Viele eint aber, dass sie eine gefährliche Flucht aus einer lebensbedrohlichen Situation hinter sich haben. Sie haben fast alles Vertraute verloren und häufig Dinge erlebt, die sie den Rest ihres Lebens verfolgen wer-den. Doch Flüchtlingskinder werden oft nicht wie Kinder, son-dern wie Erwachsene behandelt: Alle Regelungen des Asyl- und Aufenthaltsrechts gelten auch für sie, alle Verschärfungen treffen sie ungleich härter. Flüchtlingskinder sind besonders schutzbe-dürftig. Doch die Lebensbedingungen junger Geflüchteter erfül-len in vielen Bereichen nicht die Vorgaben der UN-Kinderrechts-konvention und Regelungen des Kinder- und Jugendhilferechts.

In ihrer Stellungnahme spricht die Kinderkommission wichtige Forderungen für die Bereiche der Flüchtlingsunterkünfte, Asylverfahren und der Kinder- und Jugendhilfe aus. So z.B. die Forderung die Flüchtlingsunterkünfte müssten als Einrichtungen in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten Beteiligungs- und BEschwerdemöglichkeiten eröffnen und diese konzeptionel verankern. Die Forderung geht soweit den Unterkünften entsprechend des § 45 SGB VIII eine Betriebserlaubnis zu erteilen. Diese Forderung hat auch das DRK in seinem Diskussionspapier zur Weiterentwicklung des SGB VIII bekräftigt.

Die Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder (Kinderkommission, KiKo) gibt es seit 1988. Sie ist ein Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das bedeutet, sie ist kleiner als der Ausschuss selbst und hat eine ganz spezielle Aufgabe: die Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche. Alle ordentlichen Mitglieder der Kinderkommission gehören auch dem Ausschuss an. Damit können sie die Interessen der Kinder auch dort vertreten und haben einen Zugang zum parlamentarischen Aktionsfeld, den nur ein Ausschuss bieten kann. Mehr unter: https://www.bundestag.de/kiko

Starterkonferenz zur zweiten Welle des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat in Rostock die Starterkonferenz zur zweiten Welle des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein eröffnet. In der jetzt angelaufenen zweiten Förderphase werden die Mittel für die „Sprach-Kitas“ auf jährlich insgesamt 200 Millionen Euro verdoppelt. „Sprachliche Bildung ist der Schlüssel für gerechte Bildungschancen und gesellschaftliche Integration“, betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in ihrer Eröffnungsrede. „Wenn Kinder diesen Schlüssel nicht bekommen, dann bleiben sie vor einer verschlossenen Tür stehen – ihr Leben lang. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder, die in benachteiligen Lebenslagen aufwachsen, nicht weniger Kompetenzen und Begabungen haben. Wenn wir sie entsprechend fördern, können wir die Potenziale dieser Kinder wecken und ihnen die Tür zur Welt öffnen“, so Manuela Schwesig. Der Bund stellt für das Programm „Sprach-Kitas“ im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu 800 Millionen Euro zur Verfügung. Die Sprach-Kitas werden zum einen durch zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung unterstützt, die direkt in der Kita tätig sind. Zum anderen werden sie kontinuierlich durch eine Fachberatung begleitet. Insgesamt können mit den Mitteln aus dem Bundesprogramm bis zu 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung finanziert werden. In Schleswig-Holstein gab es in der ersten Förderwelle 113 Sprach-Kitas mit 116 zusätzlichen Fachkräften sowie 9 zusätzliche Fachberatungen. Mit der zweiten Förderwelle kommen noch einmal mindestens 55 Sprach-Kitas und 4 zusätzliche Fachberatungen hinzu. In Mecklenburg-Vorpommern konnten mit der ersten Förderwelle 63 Sprach-Kitas mit 78 zusätzlichen Fachkräften sowie 6 zusätzliche Fachberatungen geschaffen werden. In der zweiten Welle kommen noch einmal mindestens 63 Sprach-Kitas, 66 zusätzliche Fachkräfte sowie 5 zusätzliche Fachberatungen hinzu. Stefanie Drese, Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sagte: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir die Zahl der Sprach-Kitas in Mecklenburg-Vorpommern mindestens verdoppeln und wir damit diese Chance für eine bessere frühkindliche Bildung konsequent nutzen. So können insbesondere Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien sowie aus Familien, deren Familiensprache nicht Deutsch ist von Anfang an von guten Bildungsangeboten profitieren. Durch Sprache erschließen wir die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Der Erwerb früher sprachlicher Kompetenzen hat einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben.“ Ergänzend erklärte Kristin Alheit, Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein: „Hochwertige Bildungsangebote schon für die Kleinsten und eine inklusive Pädagogik sind von elementarer Bedeutung. Im Programm Sprach-Kitas steckt eine Riesenchance – für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, für Migrantenkinder und letztlich für die gesamte Gesellschaft. Deshalb müssen wir den Weg konsequent weitergehen. Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat bereits ein eigenes Förderpaket zur Sprachförderung geschnürt.“ Frühe Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit für alle Kinder und hat eine immer größere gesamtgesellschaftliche Relevanz. So wird der Bund allein in diesem Jahr die Rekordsumme von fast 2,5 Milliarden Euro in Kindertagesbetreuung – für die Betriebskosten, für Investitionen und für Qualität – investieren. Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 11.5.2017

KidsRights: Gewalt und Diskriminierung gegen Kinder bieten weltweit Anlass zur Sorge

Die internationale Kinderrechtsorganisation KidsRights hat heute in Kooperation mit der Erasmus Universität Rotterdam den KidsRights Index 2017 veröffentlicht. Der Index ist ein jährlich aktualisiertes globales Ranking, das die weltweite Einhaltung der Kinderrechte, auf einzelne Staaten heruntergebrochen, untersucht. Sein Umfang ist einzigartig, da der Index Daten aus unterschiedlichen, anerkannten Quellen zusammenfasst und gleichzeitig globale Themen und Trends im Bereich der Kinderrechte identifiziert. Deutschland belegt in diesem Jahr Platz 18 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich um sechs Plätze verschlechtert. Portugal führt das Ranking dank starker Leistungen in den Bereichen Jugendschutzgesetze, Gesundheit und Bildung an. Das Vereinigte Königreich und Neuseeland bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. So fiel das Vereinigte Königreich von Platz 11 auf Platz 156 und Neuseeland von Platz 45 auf Platz 158 ab. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland mit Platz 18 auch in diesem Jahr relativ gut ab. Einzig im Bereich Bildung verzeichnet das Land einen leichten Punkteverlust. „Die deutschlandspezifischen Daten haben sich nicht wesentlich verändert”, sagt Ellen Vroonhof, Project Manager bei KidsRights. „Sie zeigen lediglich einen leichten Rückgang bei der Teilnahme von Kindern am Grundschulunterricht. Der Fall von Platz 12 auf 18 ist größtenteils Änderungen in der Rangfolge anderer Länder geschuldet, da die Leistung eines Landes immer an dem der anderen Länder gemessen wird.” Diskriminierung von Minderheiten ist ein alarmierender Trend, der sich im Jahr 2017 überall auf der Welt fortsetzt. Besonders besorgniserregend ist er im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika. Viele gefährdete und marginalisierte Gruppen, einschließlich Geflüchtete und Straßenkinder, werden immer noch weitestgehend diskriminiert. Marc Dullaert, Gründer und Vorsitzender der KidsRights Foundation, fordert alle 165 im Index analysierten Länder dazu auf, Diskriminierung im Jahr 2017 als politische Priorität zu behandeln: „Die Diskriminierung gefährdeter Gruppen von Kindern und Jugendlichen sollte von den Regierungen aller 165 im Index repräsentierten Länder direkt angegangen werden. Sie hindert zukünftige Generationen erheblich daran, ihr Potenzial voll auszuschöpfen.” Der KidsRights Index 2017 zeigt auch deutlich, dass wirtschaftlich starke Länder schwächere Nationen nicht zwingend in ihrer Leistung übertreffen. Der Index beurteilt das Engagement der Länder in Bezug auf Kinderrechte nicht nur absolut, sondern auch gemessen an den Ressourcen, die den jeweiligen Ländern zur Verfügung stehen – dies zeigt u.a. die Platzierung der ärmeren Länder Thailand und Tunesien unter den besten zehn. Beiden Ländern gelingt es, ein befähigendes Umfeld für die Rechte von Kindern zu schaffen. Im Allgemeinen verdeutlicht der Index, dass Industriestaaten es zunehmend verfehlen, entsprechende finanzielle Mittel in die Schaffung eines stabilen Umfelds für Kinderrechte zu investieren. Viele ärmere Staaten verdienen, gemessen an ihrem Budget und ihren Möglichkeiten, sicher Lob für ihre Mühen. Umso mehr ist es dennoch alarmierend, dass einige Industriestaaten ihre Führungsverantwortu ng vernachlässigen und es versäumen, bestmöglich in die Rechte von Kindern zu investieren. So landen das Vereinigte Königreich und Neuseeland z.B. aufgrund schwacher Leistungen im Themenbereich 5, „Child Rights Environment“, auf den hinteren zehn Plätzen. Die Methodik zur Erreichung der Endnote im Index ist so gestaltet, dass besonders schwache Leistungen in einem Themenbereich nicht durch eine höhere Punktzahl in anderen ausgeglichen werden können. Der Index behandelt alle Kinderrechte gleichrangig. Im Durschnitt schneiden Länder auf der ganzen Welt gut bei der Etablierung von Rechtsvorschriften ab. Dazu zählt z.B. der Indikator, der bestehende rechtliche Rahmenbedingungen misst, um Kinderrechte zu schützen und zu fördern. Viele Länder haben in den letzten Jahren neue Kinderschutzrechte verabschiedet. Nichtsdestotrotz entsprechen viele dieser Gesetze nicht den Prinzipien und Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention (CRC), die der entscheidende internationale Maßstab ist. Portugal belegt im diesjährigen Index Platz eins, gefolgt von Norwegen, der Schweiz, Island, Spanien, Frankreich, Schweden, Thailand, Tunesien und Finnland. Brunei, Peru und Südafrika verdienen eine besondere Erwähnung, da sie es aufgrund von Verbesserungen in der Schaffung eines befähigenderen Umfelds für Kinderrechte geschafft haben, sich im Vergleich zu letztem Jahr signifikant zu verbessern. Die am schlechtesten abschneidenden Länder des diesj&au ml;hrigen Index sind die Zentralafrikanische Republik, Afghanistan, Sierra Leone, Vanatu, Tschad, Äquatorialguinea, Guinea-Bissau, Neuseeland, Papua-Neuguinea und das Vereinigte Königreich. Die Gesamtwertung des KidsRights Index sowie die Wertungen der einzelnen Bereiche finden Sie auf: http://www.kidsrightsindex.org/

Quelle: Pressemitteilung von KidsRights vom 15.5.2017

Rückblick auf den Girl's Day und den Boy's Day

Gegen Rollenbilder und Geschlechterklischees: Am  Girls’Day und Boys’Day 2017 bekamen wieder zehntausende Jungen und Mädchen die Chance, in vermeintlich typische Berufe des jeweils anderen Geschlechts hinein zu schnuppern. In diesem Jahr war das Angebot so groß wie noch nie: Beim Girls’Day wurde mit mehr als 10.000 Veranstaltungen zum ersten Mal seit dem Start im Jahr 2001 eine fünfstellige Zahl erreicht. Insgesamt 6.500 Veranstaltungen beim Boys’Day sind ebenfalls Rekord. Insgesamt haben an den Aktionstagen rund 100.000 Mädchen und über 30.000 Jungen teilgenommen.

Der Girl's day und Boy's Day eröffnet auch den Trägern von Kindertageseinrichtungen gute Möglichkeiten für das Arbeitsfeld Frühe Bildung zu werben. Nach wie vor ist der Anteil der Männer, die beruflich in der Kindertagesbetreuung tätig sind, relativ gering. Allerdings zog es in den letzten Jahren mehr Männer in diesen Beruf. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im März 2016 in Deutschland 5,2% der Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung männlich. Dabei ist der Anteil regional und trägerspezifisch sehr unterschiedlich. Um zukünftige Fachkräfte anzusprechen ist der Girls's Day und der Boy's Day eine gute Möglichkeit, die auch Träger im DRK nicht verpassen sollten.

Weitere Informationen und Anregungen für Ihre Planung 2018: www.girls-day.de  | www.boys-day.de  | www.neue-wege-fuer-jungs.de
http://mika.koordination-maennerinkitas.de/uploads/media/Boys_Day_%E2%80%93_Jungen-Zukunftstag.pdf

Kinderlärm lässt sich nicht differenzieren

Der Bundesrat möchte Kindern mehr Möglichkeiten geben, Sport auf innerstädtischen Anlagen zu treiben. Sportplätze, die von Kindern genutzt werden, sollen künftig lärmschutzrechtlich mit Kinderspielplätzen oder Kitas gleichgestellt werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, den der Bundesrat am 12. Mai 2017 beschlossen hat. Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ist Kinderlärm, der von Kindertagesstätten, Spielplätzen und ähnlichen Einrichtungen ausgeht, im Regelfall keine so genannte schädliche Umwelteinwirkung. Bei der Beurteilung der Geräuscheinwirkungen dürfen daher Immissionsgrenz- und -richtwerte nicht herangezogen werden. Klagen von Anwohnern gegen Kinderlärm haben geringere Chancen auf Erfolg. Die Privilegierung gilt allerdings bislang nicht für Sportanlagen. Sportliche Aktivitäten von Kindern fördern Diese Ungleichbehandlung zwischen Kinderspielplätzen einerseits und Sportanlagen andererseits ist aus Sicht des Bundesrates sachlich nicht gerechtfertigt. Die strengeren Lärmschutzvorschriften für den Erwachsenensport dürften daher künftig nicht gelten, wenn die Anlagen von Kindern genutzt werden. Bewegung und Sport, die für Kinder so wichtig sind, sollen damit gefördert werden.

Wie geht es weiter? Der Gesetzentwurf wird zunächst der Bundesregierung zugeleitet. Diese verfasst eine Stellungnahme und bringt dann beide Dokumente beim Deutschen Bundestag ein. Feste Fristen für dessen Beratungen gibt es jedoch nicht. Sofern der Bundestag das Gesetz verabschiedet, befasst sich im Anschluss der Bundesrat noch einmal abschließend damit.

 Tipps und Links

richtiger Link zum Video zu Eltern-Kind Gruppen

Im letzten Newsletter wurde an dieser Stelle versehentlich ein verkehrter Link eingefügt.

Hier nun der exakte Link: https://www.youtube.com/watch?v=6d6LyGZaGsg 

Wie Alexa das Familienleben beeinflusst

Die Werbung läuft auf Hochtouren: Die digitale Sprachsteuerung "Alexa" (Amazon Echo) bietet Erleichterung für den Alltag – einfach Fragen stellen und sofort wissen, wie das Wetter wird, wann der nächste Zug fährt. Praktisch, ja, und auch faszinierend. Aber welche Folgen kann Alexa für die Familie haben? Das erklärt kurz und einfach ein Artikel im Elternbereich des Internet-ABC.

Kindermarketing im Internet nimmt zu

Die Diskussion um Kinderlebensmittel beschränkt sich überwiegend auf den Bereich der offline-Welt. Dr. Thomas Effertz von der Universität Hamburg hat für die AOK speziell die Online-Welt untersucht und findet „ein kritisch hohes Ausmaß von Kindermarketing im Internet vor“. Die Freiwilligenverpflichtung der Ernährungsindustrie (EU-Pledge) bleibt nach seiner Analyse „wirkungslos“. Kinder kommen täglich zwischen acht und 22 Mal mit Online-Werbeaktivitäten von Lebensmittelproduzenten in Kontakt. Die digitale Welt bietet spezielle Elemente für Minderjährige an, Chips, Energydrinks und Schokolade zu konsumieren, fasst der Bundesverband der AOK zusammen. Firmen, die im Rahmen des EU-Pledges freiwillig auf Kindermarketing verzichten, weichen offenbar gezielt in die digitale Welt aus. Die Firmen haben sich laut AOK professionell mit dem sozialen Netzwerk verbunden und erreichen über Empfehlungen an Freunde eine hohe Reichweite der Produktplatzierung. Dr. Kai Kolpatzik ist Abteilungsleiter Prävention bei der AOK. Er warnt: „Junge Menschen sind heute überall und jederzeit erreichbar und damit ein Stück weit der Industrie und ihren Tricks ausgeliefert.“ Der direkte Kaufappell gegenüber Kindern ist übrigens unzulässig. Beim Verband der deutschen Lebensmittelhersteller BLL heißt es dazu: „Über das gesetzliche Verbot der direkten Kaufaufforderung hinaus darf an Kinder gerichtete Werbung, gemäß der Regeln des Deutschen Werberates, auch keine direkten Aufforderungen zum Konsum enthalten wie z. B. „Probier doch mal“. Die Regelungen des Werberates besagen außerdem, dass Werbung auch keine direkte Aufforderung an Kinder enthalten darf, ihre Eltern, sonstige Erwachsene oder andere Kinder zum Kauf des beworbenen Produkts zu bewegen.“ Wo die Einen also eine Chance zur (rechtlich legitimen) Verkaufsförderung sehen, scheiden sich auf der anderen Seite die Geister, was das „gesunde Maß“ zwischen rechtlich legitimer Werbung und Kinderschutz ist. Man darf gespannt sein, wie diese Diskussion weitergeht.

Weitere Informationen: Die Studie und Präsentationsfolien der Universität auf der Presseveranstaltung finden Sie hier. Statement zum Thema Werbung des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL): https://www.bll.de/de/lebensmittel/werbung

Quelle: Newsletter Nr. 19 der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

 

Informationen zu Kita und Schule für Eltern mit Fluchterfahrung: Wie funktioniert Bildung in Deutschland?

Eltern geflüchteter Kinder stehen vor vielen Fragen, wenn es darum geht, ihr Kind in eine deutsche Kita oder Grundschule zu schicken. Die Stiftung Haus der kleinen Forscher hat eine Übersicht erstellt mit Seiten, die übersetztes Informationsmaterial zu Kita, Hort, Grundschule und zum deutschen Bildungssystem bereitstellen.

Einem Großteil der Menschen, die aus ihren Heimatländern in den vergangenen Monaten und Jahren flüchten mussten, ist das deutsche Bildungssystem fremd. Viele von ihnen haben selbst nie eine Kita besucht. Die Schulen in Syrien, Afghanistan oder dem Irak haben oftmals einen anderen pädagogischen Fokus als in Deutschland. Umso wichtiger ist es für diese Eltern zu verstehen, was in der Kita und der Schule passiert und was von ihnen erwartet wird. So können sie ihre Töchter und Söhne besser unterstützen – und damit auch die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte. Videos in fünf Sprachen Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und der Didacta Verband e.V. haben einen Film erstellt, der Vorbehalte und Ängste bezüglich des Kindergartenbesuches bei Eltern mit Fluchthintergrund abbauen soll. Der Film steht auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi zur Verfügung. Zu den Videos

Broschüren zur Elternarbeit und Informationen zu Herkunftsländern Auf der Website Kita.NRW des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW finden Sie zahlreiche Informationen: eine Elternbroschüre in zwölf Sprachen, umfangreiche Linklisten mit Materialien zur Zusammenarbeit von pädagogischen Fach- und Lehrkräften mit Eltern geflüchteter Kinder sowie Broschüren mit Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichen Herkunftsländern. Zur Übersichtsseite von Kita.NRW

Elternbriefe in einfacher Sprache Zwei Elternbriefe des Arbeitskreises Neue Erziehung e.V. sind in leichter Sprache verfasst: Diese geben Informationen über das erste Lebensjahr, sowie für die Anfangszeit in der Kita. Berliner können die Elternbriefe kostenfrei bestellen, alle anderen können sie als PDF lesen und selbst ausdrucken. Zu den Elternbriefen

"Schule in Deutschland verstehen. Grundwissen für Eltern in der arabischen Sprache" Die KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. aus Hamburg berät Eltern – vor allem mit Migrationshintergrund – zu Fragen und Themen im Bereich Schule. Die Broschüren auf der Seite BQM – Beratung Qualifizierung Migration können Familien aus Hamburg kostenlos bestellen. Allen anderen stehen die Publikationen als E-Paper zur Verfügung. Die Broschüren sind hilfreich, wenn es darum geht, Eltern in die Arbeit der Schule einzubeziehen. Spannend: In einer der Broschüren berichten Familien aus den unterschiedlichsten Nationen über ihre Erfahrungen und Herangehensweisen. Zu den Publikationen

Weitere Informationen für Fachkräfte Pädagogische Fach- und Lehrkräfte in Kitas, Horten und Grundschulen stehen vor vielen Fragen, wenn es gilt, geflüchtete Kinder in die Einrichtung zu integrieren: Wie gehe ich mit traumatischen Fluchterfahrungen, Trauer oder Furcht um? Wie kann die Einbindung in die Gruppe trotz kultureller und sprachlicher Unterschiede gelingen? Was ist bei der Kommunikation mit den Eltern zu beachten? Zu ihrer Unterstützung hat das "Haus der kleinen Forscher" das "Service-Portal Integration" als zentrale Anlaufstelle geschaffen.

Quelle: Stiftung Haus der kleinen Forscher

Online-Befragung im Vorfeld der 6. Fachtagung des Bundesverbandes der Familienzentren e.V.

Im vorfeld des 6. Fachtages des Bundesverbandes der Familienzentren e.V, der in diesem Jahr am 23.11.2017 in Stendal zum Thema

Familienzentren schaffen Lebensqualität an den Schnittstellen von Bildung, Gesundheit und sozialräumlichem Wohlbefinden stattfindet, führt der Bundesverband eine Online.Befragung durch. Im Vorfeld würden sie gerne herausfinden, inwiefern Familienzentren bereits an den genannten Schnittstellen Bildung, Gesundheit und sozialräumlichem Wohlbefinden arbeiten. Der Fachverband wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie eine Viertelstunde erübrigen und an der Online-Befragung teilnehmen, die die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie in Kooperation mit dem Bundesverband der Familienzentren e.V. durchführt. Gerne können Sie den LINK auch an andere Personen bzw. Einrichtungen weiterleiten! HIER finden Sie die Befragung! Die Befragung hilft dem Bundesverband und der Stiftung den Fachtag am 23.11. besser vorzubereiten und gibt den IST-Stand zum Thema Schnittstellen Bildung, Gesundheit und sozialräumliches Wohlbefinden wider. 

Quelle: Mail Karl-Kübel-Stiftung, 22.05.2017

Wenn Kinder unter Elternkonflikten leiden – Teilnehmer für Familienstudie gesucht

Eine Forschergruppe der Universität Mannheim untersucht die Auswirkungen von Familienkonflikten auf die Entwicklung von Jugendlichen und sucht Familien mit 10- bis 12-jährigen Kindern als Studienteilnehmer. Wie wirken sich Paarkonflikte auf das Stresslevel von Kindern aus? Wie reagieren Kinder, die immer wieder miterleben, wie ihre Eltern miteinander streiten? Die Familienpsychologin Prof. Dr. Martina Zemp von der Universität Mannheim sucht Eltern (Vater oder Mutter), die bereit sind, zusammen mit ihrem 10- bis12-jährigen Kind an die Universität Mannheim zu kommen und Fragebögen auszufüllen. Das Kind hört zudem drei Paargespräche, währenddessen seine körperliche Anspannung über Elektroden gemessen wird, die auf der Haut kleben. Diese Messungen sind für das Kind nicht spürbar und verursachen keine Nebenwirkungen oder Folgeschäden. Insgesamt dauert die Sitzung etwa 60 bis 90 Minuten. Die Studie findet in L13, 17 statt, nahe dem Mannheimer Hauptbahnhof. Alle Daten werden ausschließlich verschlüsselt und nur über ganze Gruppen (nicht individuell) ausgewertet. Als Dankeschön für die Teilnahme bekommt das Kind einen Kinogutschein im Wert von 10 Euro und die Eltern eine finanzielle Aufwandsentschädigung von 15 Euro. Ausführlichere Informationen zur Studie finden sich unter www.soscisurvey.de/familien-studie Interessierte wenden sich bitte per Email an familienstudie@uni-mannheim.de oder telefonisch unter der Nummer 0621-181-2092. Kontakt Prof. Dr. Martina Zemp Juniorprofessur für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Universität Mannheim E-Mail: m.zemp@psychologie.uni-mannheim.de

Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft vom 03.05.2017

Beobachtungsschnipsel Vol.3

Beobachtungsschnipsel sind reale Szenen aus der pädagogischen Praxis, zum Auswählen, Anschauen, Auswerten und zwar mit geklärten Urheberrechten. Nach den beiden ersten Schnipsel-DVDs, ist dies nun die vorerst letzte DVD der Reihe. Diesmal unter anderem auch mit einer TAGESBEOBACHTUNG von Lenny. Wir haben ihn einen ganzen Tag lang mit der Kamera begleitet. Mehrfach wurden ja bereits längere und ausführlichere Szenen gewünscht. Auf dieser DVD werden Sie diesbezüglich fündig werden. Außerdem finden Sie auf dieser DVD drei Interviews von pädagogischen Fachkräften, die darin berichten, wie sie mit den Beobachtungsschnipseln arbeiten und diese einsetzen.

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  Ansprechpartner*innen

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Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


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