Sollte dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.

Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Mai 2015 (Kopie 1)
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Liebe Leser_innen,

im Newsletter Kinderhilfe Mai 2015 finden Sie aktuelle bundespolitische Informationen sowie Hinweise auf interessante Fachveröffentlichungen. Für das Themengebiet Kinderschutz gibt es ab Juni 2015 einen separaten Newsletter für den Sie sich hier anmelden können.

Spannende Lektüre und einen duftenden Mai wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 DRK intern

DRK Pressemitteilung: Kinderrechtsbeauftragter braucht Kompetenzen

Das Deutsche Rote Kreuz fordert für die neu zu schaffende Position eines Kinderrechtsbeauftragten strikte Unabhängigkeit und ausreichende Kompetenzen. Angesichts der aktuell laufenden Diskussion zu diesem Thema sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg: „Es gibt viele Probleme im deutschen Kinderalltag, die endlich angepackt werden müssten: Zum Beispiel die Verbesserung der Betreuungsschlüssel in Kindertageseinrichtungen oder die Tatsache, dass Bildungs- und Berufserfolg für Kinder und Jugendliche in Deutschland noch immer entscheidend von der sozialen Herkunft abhängt. Ein Kinderbeauftragter darf deshalb keine Alibi-Position sein.“
Das DRK begrüßt die Petition der Deutschen Akademie für Kinder-und Jugendmedizin an den Bundestag die damit eine wichtige Diskussion zur Stärkung der Kinderrechte angestoßen hat. „Wichtig für die Position des Kinderrechtsbeauftragen sind jedoch Standards, wie Unabhängigkeit, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Auswahl und laufender Arbeit sowie angemessene Ausstattung, die durch ein Bundesgesetz gesetzlich verankert sein müssen“, so Frau von Schenck.
Bereits Anfang des vergangenen Jahres hatte der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes die Bundesregierung aufgefordert, Verfahren und Kriterien zu entwickeln, die gewährleisten, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland besser berücksichtigt werden. Dazu gehören unabhängige Beschwerdestellen für Kinder, Jugendliche und ihre Vertreter auf kommunaler-, Landes- und Bundesebene sowie die Einrichtung einer Stelle, die aussagekräftige Daten hinsichtlich der Lebensverhältnisse erhebt und die Schaffung einer zentralen Koordinationsstelle für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.
„Ein Kinder- und Jugendbeauftragter wäre ein wichtiger Schritt. Dazu sollte er durch den Bundestag legimitiert sein und die erforderliche Autorität haben sowie auch international anerkannt sein“, fordert die DRK-Vizepräsidentin.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Roten Kreuzes vom 23.4.2015

Ergebnisse des Landesreferent_innentreffens im April 2015

Auf dem dreitägigen Treffen der DRK Landesreferent_innen Kinderhilfe Ende April 2015 standen neben dem Austausch zu landes- und bundespolitischen Entwicklungen folgende Schwerpunktthemen auf der Agenda:

Bei einem Austausch mit den Kolleg_innen des Arbeitskreises Behindertenhilfe haben wir uns über die weite Definition von Inklusion ausgetauscht. In der anschließenden Vorstellung der Ist-Stände der Umsetzung von Inklusion für Kinder in den jeweiligen Bundesländern konnten wir uns einen guten Überblick verschaffen. Nach unserem Inklusionsverständnis soll jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben in seinem gewählten gesellschaftlichen Umfeld führen können. Deutlich wurde vor allem die Herausforderung sowohl der Politik, als auch innerhalb des DRK dieses weite Verständnis von Inklusion zu vermitteln. Der Austausch war ein erster Aufschlag für eine zukünftig noch stärkere Vernetzung der Arbeitsfelder.

Weiterhin wurde im LRT die Handreichung "Inklusion in DRK-Kindertageseinrichtungen" beraten und dem Steuerkreis des Hauptaufgabenfeldes zur abschließenden Beratung empfohlen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Thema Begleitete minderjährige Flüchtlinge. Hierzu hatten wir ein fachliches Input von Paulina Endres de Oliviera (UNHCR), die uns aus ihrer juristischen Perspektive, die Rechtslage und Lebenssituation von Kindern und ihren Familien mit Fluchterfahrungen vermittelte.

Schwerpunkt bildete dabei vor allem die Situation von begleiteten Kindern, die laut UNICEF 90-95 % der in Deutschland ankommenden minderjährigen Flüchtlinge ausmachen. Diese Kinder werden von Politik, Verwaltung, Medien und weiten Teilen der Öffentlichkeit kaum beachtet. Trotz der besonderen Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen fehlen besondere staatliche Unterstützungsmaßnahmen für sie. Flüchtlingskinder werden in erster Linie als Anhang ihrer Eltern wahrgenommen und behandelt, nicht als eigenständige Persönlichkeiten und Träger eigener Rechte, mit ganz besonderen, kinderspezifischen Bedürfnissen und kinderspezifischen Fluchtgründen. Für diese Kinder möchten wir uns mit unserer Arbeit stärker einsetzen. Zum Thema Junge Flüchtlinge finden Sie auch aktuelle Informationen auf unserer Website, die wir nun kontinuierlich füllen werden.

Zum Abschluss des Treffens haben wir mit Barbara Wever (Projektleiterin Profilbildung HAF im GS) und Andrea Behling (Landesreferentin Brandenburg) zwei Kolleginnen aus unserem Kreis verabschiedet, die ihren Alltag ab nun auf dem ein oder anderen Wege deutlich entschleunigen möchten. Ich danke beiden an dieser Stelle nochmals herzlich für die konstruktive und immer wertschätzende Zusammenarbeit und wünsche eine gute Zeit.

„Die Rechte der Kinder - wir fragen nach“

 Ich habe einen Namen..." unter diesem Motto stellen Kinder aus der DRK-Kita "Waldhaus" in Rangsdorf in einem Videobeitrag den Artikel 7 der UN-Kinderrechtskonvention vor. Dieser besagt, dass jedes Kind ein Recht auf einen Namen, eine Staatsangehörigkeit hat. Kinder haben auch das Recht darauf ihre Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden, soweit dies möglich ist. Vielen Dank an die Kinder und die engagierte Elternvertreterin aus dem Kita-Ausschuss.

Auf unserer Website finden Sie viele weitere Kommentierungen und Meinungen zu einzelnen Artikeln. Auf der Hompepage haben Sie nun auch die Möglichkeit die Kommentare zu abonnieren und jede Woche über den neuen Artikel informiert zu werden.

Sieben Zertifikate "Ort des gesunden Aufwachsens" bereits in 2015 vergeben

Gesundes Aufwachsen ist die Basis für alle anderen entwicklungs- und Bildungsprozesse der Kinder. Kinder brauchen sichere Orte und verlässliche Bezugspersonen, die ihnen emotionale Sicherheit bieten. In den als "Ort des gesunden Aufwachsens" zertifizierten Kindertageseinrichtungen können Kinder genau das erfahren. Wie die Einrichtungen das umsetzen, haben sie in ihrem einrichtungsspezifischen Gesundheitsprofil mit dem Starterpaket zum "Ort des gesunden Aufwachsens" herausgearbeitet. 

Im Kreisverband Altkreis Lübbecke e.V. (Westfalen-Lippe) haben sich im letzten Jahr sieben Einrichtung unter Begleitung der Multiplikatorin Christiane Gutwein mit dem Starterpaket in einen Teamprozess begeben. Als Prozessbegleiterin stellt Frau Gutwein erfreut fest: "Es ist so erfrischend, dass der salutogenetische Gedanke bei den DRK-Kitas nicht nur angekommen ist, sondern dieser weiterhin aufrecht erhalten und  fortlaufend in dem pädagogischen Alltag eingebunden werden soll."

Das Material zum "Ort des gesunden Aufwachsens" verknüpft zwei gewichtige Themen für eine DRK-Kita: die Identifikation mit dem DRK und seinen Leitbildern sowie das Thema Gesundheit als einem zentralen Anliegen, das sich als Querschnittsaufgabe durch beinahe alle Bereiche zieht. Die intensive inhaltliche Verknüpfung beider Elemente stärkt das Zugehörigkeitsgefühl im Team, die Identifikation mit den Rotkreuz-Grundsätzen  und prägt darüber hinaus die Besonderheit jeder einzelnen Einrichtung. Die sieben Teams im Altkreis-Lübbecke werden dabei von ihrem Träger unterstützt, der neben der Kindergesundheit auch die Gesundheit seiner Fachkräfte noch stärker in den Fokus genommen hat.

Hier finden Sie zum Beispiel zwei Pressemitteilungen von der Zertifikatsübergabe in Espelkamp und Wehe. Infos zum Starterpaket "Ort des gesunden Aufwachsens" finden Sie auf unser Website. Ein Teamprozess kann mit dem Starterpaket auch ohne den Abschluss mit einem Zertifikat stattfinden.

Veranstaltungshinweis: Einladung zur DRK - Fachtagung „Interkulturelle Öffnung – für Macher!"

Mit dieser Fachtagung am 11. - 13. September in Berlin wendet sich das DRK-Generalsekretariat ausdrücklich an Sie, die hauptamtlichen (ebenfalls die ehrenamtlichen) Führungskräfte in unserem Verband, und an all die Engagierten, Beauftragten und Koordinator_innen, die sich die Interkulturelle Öffnung im DRK zur Aufgabe gemacht haben.

Die Tagung verbindet die Arbeit an den Inhalten mit unterschiedlichen Formaten.

Neben Vorträgen wird es am ersten Tag Info-Tische geben, an denen Sie neue  Ansätze zur Umsetzung von interkultureller Arbeit kennenlernen. Am zweiten Tag haben Sie die Möglichkeit, in einem Tagungsteam gemäß Ihrer DRK-Funktion an den Aufgaben zu arbeiten, die in Ihren Verantwortungsbereich fallen. Für den Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe und Kitas gibt es spezielle Info-Tische und Tagungsteams. Über Ihre Arbeitsergebnisse werden Sie sich im World Café mit anderen Führungs-und Leitungskräften und Multiplikatoren austauschen und zu guter Letzt ein Resümee ziehen.

Programm und Anmeldeformular finden Sie hier. Der im Programflyer benannte Frühbucherrabatt ist bis zum 10.06.2015 verlängert worden.

 

 

 DRK extern

Bundeskongress Mehr Qualität in Kitas. Impulse aus dem Programm Sprache & Integration

Mit dem Bundeskongress "Mehr Qualität in Kitas. Impulse aus dem Bundesprogramm Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" am 23. Juni 2015 im Estrel Berlin will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Bundesprogramm reflektieren und die Unterstützungsstrukturen des Systems Kita in den Blick nehmen. Dieser Bundeskongress bietet politisch Verantwortlichen auf Bundes-, Landes-, und kommunaler Ebene, Vertreterinnen und Vertretern von Trägern und Fachberatungen, aus der Wissenschaft und Fachpraxis ein Forum, sich gemeinsam über Voraussetzungen und erfolgreiche Strategien der Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zu verständigen.

Die Anmeldung ist hier noch bis zum 17.05.2015 möglich.

5. Baustelle Inklusion von Kinderwelten

"Und woran glaubst du?" Aktiv werden bei religionsbezogenen Ausgrenzungen in Kita und Schule.

Die derzeitige Berichterstattung in den Medien thematisiert vehement Religions-Fragen auf eine einseitige Weise: Der Islam wird als Gefahr dargestellt, die das Abendland bedrohe, das „Muslimisch-Sein" wird mit negativen Zuschreibungen verbunden wie gewalttätig, patriarchalisch, homophob etc. Kinder, Jugendliche sowie deren Familien, die zuvor als „arabisch" oder „türkisch" etikettiert wurden, werden nun als „muslimisch" wahrgenommen und zum Teil darauf reduziert, manchmal ungeachtet ihrer tatsächlichen Religiosität.

Kitas und Schulen bleiben von politischen Ereignissen und dem jeweiligen medialen Diskurs nicht unberührt. Pädagogische Fachkräfte und Lehrer_innen stehen vor der Herausforderung, mit negativ-pauschalisierenden Zuschreibungen in ihrer Praxis umzugehen. Was tun, wenn ein Kind ausgeschlossen wird, weil es vermeintlich „muslimisch" ist? 0der wenn ein Kind zu einem anderen sagt: „Iii du isst, Schweinefleisch, du kommst in die Hölle!"?

Die Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung hat Einiges zum Thema religiöse Diversität in Bildungsinstitutionen beizutragen. Folgende Fragen werden im Fokus der Tagung stehen:

Wie kann Religion als ein Aspekt von Familienkultur thematisiert werden, ohne Familien zu stigmatisieren? Und ohne Religiosität absolut zu setzen? Wie können pädagogische Fachkräfte mit Ein- und Ausschlussprozessen entlang des Merkmals Religion umgehen? Was brauchen sie dafür?

Die Tagung bietet Einblicke in Theorie und Praxis und Möglichkeiten des fachlichen Austauschs.


Die Anmeldung ist noch bis zum 11. Mai 2015 hier möglich.

Fachveröffentlichung: Qualität für alle - Wissenschaftlich begründete Standards der Kindertagesbetreuung

Wenn Qualität spürbar werden soll, muss klar sein, messbar sein, was sie ausmacht. Die Wissenschaftler_innen Prof. Susanne Viernickel, Kirsten Fuchs-Rechlin, Prof. Petra Strehmel, Christa Preissing, Dr. Gabriele Haug-Schnabel und Dr. Joachim Bensel haben sich im Auftrag des BMFSFJ auf den Weg gemacht, wichtige Aspekte der Strukturqualität in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege umfassend zu recherchieren und auszuwerten. Damit wollen sie präziser  als bisher fassen, was gute Qualität genau bedeutet und wie sie in Deutschland beschaffen ist, bzw. zukünftig beschaffen sein sollte.

Das 496 Seiten starke Buch ist gerade im Herder Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

Fachveröffentlichung: "Kinder gesund betreut - Curriculum zur Gesundheitsförderung für Kinder U3"

Das Curriculum ist das Ergebnis eines Kooperationsprojektes der Stiftung Kindergesundheit und wurde durch das BMFSFJ gefördert. Es vermittelt Basiswissen zum Thema Gesundheit auf Grundlage der ganzheitlichen Betrachtungsweise des Gesundheitsbegriffes. Im Fokus stehen dabei Themen, die insbesondere Kinder unter 3 Jahren betreffen. In der Publikation finden sich zahlreiche praktische Informationen, die auf aktuellen wissenschaftlichen Kenntnissen basieren (z.B. Gesundheitsmanagement, Umgang mit Erkrankungen, usw.), Beispiele aus der Praxis sowie Download-Materialien. Die Publikation kann hier bestellt werden.

Weiterführende Informationen finden Sie zu dem unter http://www.kindergesundheit.de/ , http://www.kinder-gesund-betreut.de/

DRK- Veröffentlichungen zum Thema finden Sie hier.

"Kinder und Gesundheit" - Stellungnahme der Kinderkommission des Bundestages

Auf Basis von verschiedenen Expert_innenanhörungen zum Thema Kindergesundheit hat die Kinderkommission die vorliegende Stellungnahme herausgegeben. Sie kommt zu dem Schluss, das Prävention und Gesundheitsförderung schon bei den Kleinsten ansetzen muss. Die Empfehlungen der Kommission beziehen sich also auf folgende Schwerpunktbereiche:

- Primärprävention

- Früherkennung

- Vernetzung und Kooperation der Gesundheitsakteure

- Kinderschutz

- Pädiatrische Versorgung

- Elternkompetenz

- Gesundheitsförderung in Schulen und Kindertageseinrichtungen

Fachveröffentlichung: Spielt das Geschlecht eine Rolle? - Erziehungsverhalten männlicher und weiblicher Fachkräfte in Kitas

Die Untersuchung ist weltweit die erste, die sich mit pädagogischem Personal und ihrem Handeln im Kita-Alltag geschlechterdifferenzierend und -vergleichend auseinandersetzt. Bislang gibt es  kaum wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, inwieweit sich  männliche und weibliche Fachkräfte im Umgang mit Kindern unterscheiden. Die Studie belegt, dass es kaum geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich pädagogischer Verhaltensstandards gibt. Allerdings spielt das Geschlecht der Kinder eine Rolle, z.B. bei der Auswahl von Themen und Spielmaterialien.

Die Veröffentlichung kann hier bestellt oder heruntergeladen werden.

KomDat Jugendhilfe 2015, Heft 1

Die 50. Ausgabe von KomDat Jugendhilfe widmet sich – wie bereits die letzte Ausgabe – den in den letzten Monaten von den Statistischen Ämtern veröffentlichten Ergebnissen der KJH-Statistik. Im Fokus stehen dieses Mal die aktuellen Daten zu den Ausgaben der öffentlichen Haushalte für die Kinder- und Jugendhilfe sowie den Hilfen zur Erziehung. Mit den familiengerichtlichen Maßnahmen und den monatspezifischen Aufnahmen von unter 3-Jährigen in der Kindertagesbetreuung werden darüber hinaus zwei Merkmale genauer unter die Lupe genommen, die erst seit Neuestem in der Statistik erhoben werden. Mit dem Beitrag „Flüchtlinge in Obhut der Jugendhilfe“ werden schließlich vor dem Hintergrund der aktuell kontrovers geführten Diskussion um die Situation der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF) die Datengrundlage und -qualität zu den umF kritisch betrachtet. Hierzu werden die Zahlen der amtlichen KJH-Statistik den Zahlen des „Bundesfachverband Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V.“ gegenübergestellt.

Das Heft kann hier heruntergeladen werden.

BMFSFJ setzt erfolgreiches Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung fort

Eltern wünschen sich Entlastung durch flexible Arbeitszeiten und durch eine betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Zwei Drittel der Mütter sagen, ihr Betrieb sollte eigene Betreuungsplätze anbieten. Mit der Fortsetzung des Förderprogramms "Betriebliche Kinderbetreuung" leistet das Bundesfamilienministerium einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer familienfreundlichen Arbeitswelt.

"Wenn Unternehmen sich als attraktive Arbeitgeber positionieren wollen, müssen sie ihren Angestellten etwas bieten. Dabei kommt es nicht nur auf das Gehalt an. Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen eine ebenso wichtige Rolle", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig.

Betriebliche Kinderbetreuung stärkt die Unternehmen nachhaltig: Die familienbedingten Fehlzeiten sind kürzer. Mütter und Väter, die ihre Kinder gut aufgehoben wissen, arbeiten stressfreier. Sie sind zufriedener und motivierter und fühlen sich stärker mit dem Unternehmen verbunden.

"Mit dem Förderprogramm "Betriebliche Kinderbetreuung" bieten wir Unternehmen konkrete finanzielle Unterstützung. Damit gelingt es erfahrungsgemäß besonders gut, die eigene Arbeit mit dem Familienleben zu vereinbaren. Denn die Betreuungszeiten der Kinder und die Arbeitszeiten der Eltern können passgenau aufeinander abgestimmt werden. Davon profitieren nicht nur die Eltern, sondern auch die Arbeitgeber", betont Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Die Förderung ist als maximal zweijährige Anschubfinanzierung für neue betriebliche Kita-Gruppen konzipiert, um die Startphase zu erleichtern. Gefördert werden die Betriebskosten für neu eingerichtete betrieblich unterstützte Kinderbetreuungsplätze für unter dreijährige Kinder in neuen Kinderbetreuungsgruppen. Die Förderung erhalten die Träger der Kinderbetreuungseinrichtungen. Das können die Unternehmen selbst sein oder die Kinderbetreuungseinrichtungen, mit denen die Arbeitgeber zur Schaffung neuer Betreuungsplätze kooperieren.

Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber aller Unternehmensgrößen mit Sitz in Deutschland, insbesondere an Kooperationen von kleinen und mittleren Unternehmen. Neben Unternehmen können sich auch Körperschaften und Stiftungen des privaten Rechts an dem Programm beteiligen. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen, gemeinnützigen oder privat-gewerblichen Trägern von Kinderbetreuungsangeboten ist möglich und entlastet Unternehmen bei der Organisation ihrer Kinderbetreuungsplätze.

Ganztags-, Teilzeit- und Halbtagsplätze sind förderfähig. Auch betriebliche Kinderbetreuungsplätze in 24-Stunden-Kitas werden gefördert. Für einen neu geschaffenen Ganztagsbetreuungsplatz werden 400 Euro pro Monat als Zuschuss zu den laufenden Betriebskosten gezahlt. Insgesamt können die Unternehmen während des Förderzeitraums eine Unterstützung von bis zu 9.600 Euro pro Betreuungsplatz erhalten.

Über die kostenlose Hotline 0800 / 0 00 09 45 der Servicestelle "Betriebliche Kinderbetreuung" können sich Unternehmen, Träger von Betreuungseinrichtungen und andere Interessierte über unterschiedliche Möglichkeiten betrieblicher Kinderbetreuung und das Förderprogramm "Betriebliche Kinderbetreuung" informieren.

Mehr Informationen zum Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung finden Sie unter www.erfolgsfaktor-familie.de.

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ Nr. 031/2015 vom 24.04.2015

Zahl der Ganztagsschüler steigt

Die Zahl der Schüler, die an einer Ganztagsschule lernen, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort (18/4608) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/4491) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Wurden im Jahr 2010 insgesamt 2.141.846 Schüler gezählt, waren es im Jahr 2013 insgesamt 2.601.861. Dazu heißt es weiter, dass nach einer bundesweiten Befragung im Jahr 2013 eine Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) zu dem Ergebnis gekommen sei, dass 63,1 Prozent der Schulleitungen in den Grundschulen, 82,5 Prozent im Sekundarschulbereich I und 71,2 Prozent in den Gymnasien die Ausstattung ihrer Schulmensa oder des Essensraumes in Anzahl und Größe als ausreichend bezeichneten.

Quelle: HiB Nr. 223

Spielzeug - Lauschangriff im Kinderzimmer

Im Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 18.04.2015 wird die digitale Spielzeug"Revolution" beschrieben. Wie Spielzeuge mit zusätzlichen, teilweise internetgestützten Funktionen Kinder und Eltern ausspionieren und die Daten marketingtechnisch verwenden. In dem pointierten Artikel steckt neben Übertreibung mindestens ebenso viel Wahrheit.  Der Artikel ist insbesondere zum Thema Medienbildung in Kindertageseinrichtungen interessantes Hintergrundmaterial.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


Alle angegebenen Informationen über externe Veranstaltungen, Wettbewerbe, Kampagnen, Links etc. haben wir gründlich recherchiert. Für dennoch enthaltene Fehler übernehmen wir keine Gewähr.

Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte einfach hier.

Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
Gesetzliche Vertreter: Christian Reuter (Vorsitzender des Vorstands) 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer: 95VR590Nz
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 122123471
Steuernummer für Körperschaften: 27/630/50727