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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Juni 2018
DRK-Generalsekretariat
Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie. Entspanntes Lesevergnügen wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

NEU: Postkarten und Plakat-Sets zur Bedeutung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze für die pädagogische Arbeit des DRK

Die öffentlichkeitswirksamen Postkarten und Kleinplakate (DIN A3) informieren zu den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und ihrer Bedeutung für die pädagogische Arbeit in DRK-Kindertageseinrichtungen und darüber hinaus. Mit ihrem farbenfrohen Design, handlichen Format und ihren prägnanten Texten laden sie zum Anschauen und darüber Austauschen ein und lassen sich vielseitig verwenden. Die Grafiken sind bereits aus der Handreichung "Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze in DRK-Kindertageseinrichtungen" und der Plakatserie zum Profil der DRK-Kindertagesbetreuung bekannt. Lassen Sie sich inspirieren!

Die Postkarten- und Plakat-Sets können ab sofort kostenlos gegen eine Versandkostenpauschale im Rotkreuzshop www.rotkreuzshop.de bestellt werden. Die A3-Plakate sind jeweils im 7er-Set zu den Rotkreuz-Grundsätzen zusammengestellt (Art.-Nr: 02375). Die Postkarten-Sets Art.-Nr: 02374) enthalten 20 Postkarten pro Grundsatz:

  • Menschlichkeit
  • Unparteilichkeit
  • Neutralität
  • Unabhängigkeit
  • Freiwilligkeit
  • Einheit
  • Universalität

Kontakt für Rückfragen: Djamila Younis Projektleitung Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Tel.: 030/85404-822 Email: younisd@drk.de

Leider war die Auflage von 70000 Postkarten bereits in kürzester Zeit vergriffen und derzeit im Rotkreuzshop daher nicht verfügbar. Wir bemühen uns schnellstmöglich um einen Nachdruck und informieren, sobalb die Karten wieder verfügbar sind. Die Plakate können Sie aber weiterhin bestellen.

Neuauflage der Arbeitshilfe „Kinder und Familien im Mittelpunkt – Eine Arbeitshilfe zur interkulturellen Öffnung in DRK-Kindertageseinrichtungen, -Familienzentren und -Brückenprojekten“

Die neu aufgelegte Arbeitshilfe des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe e.V. setzt sich mit der interkulturellen Öffnung der Kindertagesbetreuung auseinander. Sie ist um das Themenfeld der pädagogischen Arbeit mit geflüchteten Kindern und ihren Familien erweitert worden und berücksichtigt somit die in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Aufnahme zahlreicher geflüchteter Menschen entstandene veränderte Ausgangslage. Die Arbeitshilfe will die DRK-Einrichtungen der Kindertagesbetreuung dabei unterstützen, den Herausforderungen einer vielfältigen Gesellschaft gerecht zu werden, den wandelnden Bedingungen engagiert und kompetent begegnen zu können und die Ideale und Grundsätze des Roten Kreuzes in konkrete Ergebnisse umzusetzen.

Die Publikation kann hier heruntergeladen werden.
Gedruckte Exemplare können von Ihnen kostenfrei bei uns unter der Mail-Adresse migration@drk-westfalen.de angefordert werden.

Wandel. Weitsicht. Wohlfahrt! - DRK Wohlfahrtskongress vom 31.01. - 01.02.2019 in Berlin: Save the Date und Call for papers

Für den dritten DRK-Wohlfahrtskongress suchen wir nun (interne und externe) Expertinnen und Experten, die ihr Thema in einem 90-minütigen Beitrag gestalten möchten. Die Themen sollten einem der drei Kongressstränge zugeordnet werden können:


Profil der Freien Wohlfahrtspflege
Wofür steht die Wohlfahrtspflege?
Welche Rolle spielt sie für die Teilhabe an dem sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft? Wie kann sie auch zukünftig wirkungsvoll die Interessen der Menschen vertreten?

Organisationsentwicklung in der Freien Wohlfahrtspflege
Welche Konzepte der Organisationsentwicklung haben sich in der Freien Wohlfahrtspflege bewährt? An welchen Stellen wird Handlungsbedarf gesehen – kurz-, mittel- oder langfristig? Wie wirken sich Digitalisierung und soziale Innovationen auf die Freie Wohlfahrtspflege aus?

Diversifizierung der Lebenslagen
Welche Wirkung geht von der Diversifizierung der Lebenslagen für den Sozialstaat und für die Gesellschaft aus? Welche Visionen gibt es für die gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe? Wie werden diese von der Freien Wohlfahrtspflege umgesetzt?

Mehr dazu finden Sie im beigefügten Rundschreiben und der Ausschreibung, die Sie gern an Ihre Ansprechpartner in den Mitgliedsverbänden weiterleiten können. Wir freuen uns über Ideen oder Vorschläge zu Themen und externen Expertinnen und Experten.
Die Einreichungsfrist endet am 15.07.18

 Projekt "Demokratie leben - von Anfang an!"

Bundesprogramm „Demokratie leben“ entfristet

In seiner Pressemitteilung vom 25. Mai 2018 teilte das Bundesfamilienministerium mit, dass das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ entfristet werde. Somit könne mit der Weiterführung der Einzelprojekte auch über das Jahr 2019 hinaus gerechnet werden.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betonte die Bedeutung des Engagements für eine vielfältige Demokratie. „(…) Gerade in Zeiten, in denen Populismus und Hetze um sich greifen, müssen wir diesen Menschen vor Ort den Rücken stärken. Wir kümmern uns um die Kümmerer! Das Programm „Demokratie leben!“ hat sich bewährt und die Arbeit ist eine Daueraufgabe. Es macht keinen Sinn, alle fünf Jahre völlig neu zu starten. Das Engagement braucht Planungssicherheit. Darum habe ich entschieden, das Programm zu entfristen.“

Das Deutsche Rote Kreuz e.V. engagiert sich mit seinem Projekt „Demokratie leben – von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen“ seit 2017 für Demokratieförderung in der frühkindlichen Bildung und bildet mittels DRK-Curriculum „Was MACHT was?!“ Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fort. Die Entfristung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ bestärkt daher auch im DRK-Generalsekretariat die weitere Arbeit und Aktivität zur Förderung von Demokratie und Vielfalt.

Weitere Informationen zum Projektvorhaben finden Sie unter: www.duvk.de

 Veranstaltungen

KTK Fachtagung „Haltung prägt Handeln“ am 12./13. September in Fulda

Der KTK-Bundesverband lädt Sie herzlich ein zur ersten Fachtagung im Rahmen des Projekts „Demokratie in Kinderschuhen. Mitbestimmung und Vielfalt in katholischen Kitas“.

Durch den Besuch der Kita lernen Kinder, wie Zusammenleben über das familiäre Umfeld hin-aus funktioniert und gestaltet werden kann. In der Praxis zeigt sich, dass es eine spezifische Haltung braucht, damit:

  • Kinder eine Kultur des Miteinanders erfahren, in der trotz unterschiedlicher Voraussetzungen alle gleichgewollt und gleichberechtigt sind,
  • Kinder erleben, dass in einer Kultur des Mitgestaltens ihre Meinung genauso gefragt ist, wie ihre Fähigkeit zur gemeinsamen, friedlichen Suche von Lösungen,
  • Kita auch ein Ort des Engagements der Familien sein kann und deren Eigeninitiative stützt. Diese Haltung umfasst einen bestimmten Blick auf das Kind und die Familien ebenso wie auf die Erwachsenen in der Einrichtung, auf die Aufgaben der pädagogischen Teams oder die der Träger.

Wir möchten der Frage nachgehen, welche Haltungen zu den Themen Mitbestimmung und Vielfalt in den katholischen Einrichtungen in Deutschland vorliegen, wo gute Erfahrungen gemacht wurden, wo Entwicklungspotenzial besteht und was getan werden kann, damit überall in Deutschland in der katholischen Kindertagesbetreuung eine Kultur des Miteinanders, des Mitgestaltens und des demokratischen Engagements erlebt wird. Die Tagung richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Leitungskräfte und pädagogische Mitarbeitende in Kindertageseinrichtungen.

Bis zum 13. August 2018 können Sie sich hier anmelden.

Dokumentation: Entwickeln, Steuern, Zukunft gestalten – Personalentwicklung in Kindertageseinrichtungen - WiFF Tagung 12.6.2018

In Zeiten knapper Personalressourcen stehen Träger vor der Aufgabe, Personal zu binden und Kompetenzen im Team weiterzuentwickeln. Wie sehen passgenaue Konzepte hierfür aus? Darüber wurde in den Vorträgen und Sessions einer WiFF-Tagung am 12. Juni 2018 in der Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung in Berlin diskutiert. Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Personalentwicklung ist eine Notwendigkeit

Personalentwicklung ist notwendig, gerade in der Frühen Bildung, stellte WiFF-Leitung Professorin Dr. Anke König fest. Nur so könne dem Personalbedarf begegnet, Qualität entwickelt sowie Innovations- und Anpassungsfähigkeit gefördert werden. Mit Blick auf die Personalbindung sei es für Kita-Träger eine zentrale Herausforderung, den Beruf der Kita-Fachkraft noch attraktiver zu machen. Zum Beispiel so: Berufseinsteigenden unbefristete Arbeitsverträge anbieten, Fachkräften in der mittleren Lebensphase Aufstieg und Veränderung ermöglichen sowie angesichts des hohen Anteils von Teilzeitstellen auf Wunsch der Fachkräfte vermehrt auch Vollzeitstellen einzurichten. Wichtig seien auch gute Arbeitsbedingungen, etwa in Form mäßiger Arbeitsbelastung und hoher Arbeitszufriedenheit. „Berufsanfängerinnen kommen mit hohen Idealen ins Arbeitsfeld, doch viele wenden sich bald ab“, sagte König. „Wie kann man sie halten?“ Nicht nur Bezahlung und Befristung seien hierfür entscheidend, sondern auch die Möglichkeit, in der Ausbildung kennengelernte Innovationen tatsächlich anzuwenden. Zudem sollten alternative Karrieremodelle angeboten werden: neben Führungskarrieren auch Fach- und Projektkarrieren.

Betriebliches Gesundheitsmanagement – Baustein für Personalentwicklung und Personalbindung

Wie kann betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zur Personalentwicklung und -bindung beitragen? Das zeigten am Beispiel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Lieselotte Sievert vom DRK-Kreisverband Weserbergland und Sabine Urban vom DRK-Generalsekretariat. Die Ausgangslage in vielen Kitas ist laut Sievert der Fachkräftemangel – und damit verbunden unter anderem der hohe Krankenstand, wie das Publikum bestätigte. Hier setzt das BGM an. Es soll zum Beispiel helfen, Belastungen zu reduzieren, Abläufe zu optimieren, wettbewerbsfähiger zu werden und Beschäftigte zu qualifizieren. Zudem soll es das Betriebsklima verbessern. Um dies zu erreichen, hat der Kreisverband Weserbergland das BGM als systematischen, jährlich wiederkehrenden Prozess eingerichtet. Dieser reicht von der Vorbereitung, etwa dem Aufbau von Kooperationen, über Beschäftigtenbefragungen hin zur Umsetzung von ganz konkreten Maßnahmen wie der Etablierung einer Pausenkultur und Stressmanagement-Angeboten. Voraussetzung für BGM ist ein Perspektivwechsel. Statt „Was macht mich krank?“ solle gefragt werden: „Was hält mich gesund?“ Zudem hob Sievert hervor, dass betriebliches Gesundheitsmanagement zwar Prozesscharakter, aber keinen Projektcharakter haben solle. Das BGM wird bereits seit fünf Jahren praktiziert und soll nun im gesamten Kreisverband eingeführt werden.

 Fachpolitisch Aktuelles

Deutschland erreicht bei U3-Kinderbetreuung das EU-Ziel von 33 Prozent

Deutschland hat das Betreuungsangebot von unter Dreijähren von 24 Prozent im Jahr 2011 auf 32,6 Prozent im Jahr 2016 erhöht. Damit wird erstmals das EU-Ziel erreicht, das 2002 festgelegt wurde. Bisher erfüllen dies nur 11 andere EU-Mitgliedsstaaten. Auch bei der Betreuung der über Dreijährigen hat Deutschland das EU-Ziel von 90 Prozent bereits überschritten. Bei 16 Mitgliedsstaaten ist dies noch nicht der Fall.

Deutschland gehört zu den 12 Mitgliedstaaten, die 2016 das Kinderbetreuungsziel für 33 Prozent der Kinder im Alter von bis zu drei Jahren erfüllt haben. Neben Deutschland erreichten Dänemark, die Niederlande, Schweden, Luxemburg, Portugal, Frankreich, Belgien, Slowenien, Spanien, Italien und Finnland die bereits im Jahr 2002 vom Europäischen Rat in Barcelona gesetzten Zielvorgaben. Dem von der Kommission vorgelegten Bericht zum Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder in Europa zufolge hat sich in Deutschland die Betreuung der unter Dreijähren von 24 Prozent im Jahr 2011 auf 32,6 Prozent im Jahr 2016 erhöht.

Weitere Anstrengungen notwendig
Erstmals seit die EU damit begonnen hat, die Erfüllung der Kinderbetreuungsziele zu beobachten, wurde das Ziel in Bezug auf Kleinkinder im Alter von bis zu drei Jahren im Durchschnitt der EU-28 erreicht. Die erzielte Gesamtquote lag 2016 bei 32,9 Prozent. EU-Kommissarin Vĕra Jourová, zuständig für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, wies aber darauf hin, dass die Erreichung der Kinderbetreuungsziele zu lange gedauert habe. „Obwohl einige Verbesserungen bei der Anpassung der Kinderbetreuung an die Bedürfnisse moderner Familien erzielt wurden, liegt immer noch viel Arbeit vor uns. Wir hoffen, von jetzt an schneller dabei voranzukommen, berufstätige Eltern zu unterstützen“, sagte Jourová. Betreuungsziel bei über Dreijährigen Bei den Kindern zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter wurde das Barcelona-Ziel von 90 Prozent noch nicht erreicht. Seit 2016 besuchen 86,3 Prozent der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter eine formelle Betreuungseinrichtung oder eine Vorschule. Das Barcelona-Ziel wurde in 12 Mitgliedstaaten, darunter in Deutschland mit 91,8 Prozent, erfüllt; in den übrigen 16 Mitgliedstaaten ist dies noch nicht der Fall.

Die Barcelona-Ziele
Bereits auf seiner Tagung in Barcelona im Jahr 2002 hat der Europäische Rat diese Situation erkannt und zur Verfügbarkeit hochwertiger und erschwinglicher Betreuungseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter zwei Zielvorgaben festgelegt: „Die Mitgliedstaaten sollten Hemmnisse beseitigen, die Frauen von einer Beteiligung am Erwerbsleben abhalten, und bestrebt sein, nach Maßgabe der Nachfrage nach Kinderbetreuungseinrichtungen und im Einklang mit den einzelstaatlichen Vorgaben für das Versorgungsangebot bis 2010 für 90 Prozent der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter und für 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen.“

Hintergrund
Die Unterrepräsentation von Frauen gehört zu den nachhaltigsten Problemen der Arbeitsmärkte in allen Mitgliedstaaten. Das geschlechtsspezifische Beschäftigungsgefälle, d.h. die Differenz zwischen den Beschäftigungsquoten von Frauen und Männern, liegt in der Europäischen Union insgesamt bei 11,6 Prozentpunkten bzw. – in Vollzeitäquivalenten gemessen – sogar bei 18,2 Prozentpunkten. Der dadurch entstehende wirtschaftliche Verlust beläuft sich auf 370 Mrd. Euro pro Jahr. Hauptgrund für die geringe Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben sind Betreuungsaufgaben, die von ihnen im Vergleich zu Männern in unverhältnismäßig größerem Umfang wahrgenommen werden. Frauen übernehmen in verschiedenen Abschnitten ihres Lebens Betreuungspflichten, insbesondere aber in der Zeit, in der sie Kleinkinder haben. In einigen Mitgliedstaaten gehen 25 Prozent der nicht erwerbstätigen Frauen aufgrund von Betreuungspflichten keiner Beschäftigung nach. Zehn Prozent der Frauen in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, dem Vereinigten Königreich, Belgien, Luxemburg und Irland gehen aufgrund ihrer Betreuungspflichten einer Teilzeitbeschäftigung nach.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 08.05.2018

Bundesfamilienministerium: Kita und Hort: Zahl der betreuten Kinder wächst

Der Ausbau der Kindestagesbetreuung kommt gut voran, dennoch ist der Bedarf an Plätzen weiterhin hoch. Das zeigen die aktuellsten Zahlen, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für die dritte Ausgabe der Publikation „Kindertagesbetreuung Kompakt“ zusammengestellt hat. Demnach wurden am Stichtag 1. März 2017 bundesweit 762.300 Kinder unter drei Jahren und damit 42.800 mehr als im Vorjahr in einer Kita oder in der Kindertagespflege betreut. Die Betreuungsquote stieg auf 33,1 Prozent. 2016 lag sie bei 32,7 Prozent. Bei den Kindern im Alter von drei Jahren bis sechs Jahren ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 41.500 auf knapp 2,4 Millionen gestiegen. Das entspricht einer Betreuungsquote von 93,6 Prozent.

Dass die Betreuungsquoten trotz des massiven Ausbaus von Plätzen nicht höher sind, ist auf die höhere Geburtenrate und auf die Zuwanderung zurückzuführen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey erklärt dazu: „In der Kita und in der Kindertagespflege werden die Weichen gestellt für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Damit es jedes Kind packt, müssen wir weiter in die frühkindliche Bildung investieren. Jedes Kind muss deutsch sprechen, sich anziehen und einen Stift halten können, bevor es in die erste Klasse kommt. Damit es später einen Schulabschluss schafft, eine Ausbildung oder ein Studium. Mit dem Gute-KiTa-Gesetz verbessern wir die Qualität der Kitas und wir entlasten die Eltern bei den Gebühren. Davon profitieren vor allem Familien mit geringem Einkommen.

Im Rahmen des Gute-KiTa-Gesetzes wird der Bund in den nächsten drei Jahren 3.500 Millionen Euro an die Länder geben – parallel dazu starten wir eine Fachkräfteoffensive.

Denn für mehr Plätze und bessere Qualität brauchen wir natürlich auch mehr Menschen, die sich für den Erzieherberuf entscheiden. All das sind lohnende Investitionen in unsere Zukunft.“

Auch die Bedeutung der Hortbetreuung wächst: Die Zahl der Grundschulkinder bis elf Jahren in der Hortbetreuung ist von 2016 zu 2017 um 13.800 auf 477.400 gestiegen. Die Betreuungsquote lag 2017 bundesweit bei 16,5 Prozent. Allerdings bestehen große Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während einige Länder die außerschulische Betreuung vor allem durch Hortangebote umsetzen, bauen andere Länder die Ganztagsschulen aus. Insgesamt lag die Zahl der Kinder unter elf Jahren, die in Kitas, Kindertagespflegestellen oder Horten betreut wurden, um 98.200 höher als noch 2016.

Trotzdem besteht in allen Altersgruppen eine Lücke zwischen der Betreuungsquote und dem eigentlichen Betreuungsbedarf der Eltern. Bei Kindern unter Drei liegt diese bei gut 12 Prozentpunkten: 45,2 Prozent der Eltern wünschen sich einen Betreuungsplatz für ihr Kind, es werden jedoch nur 33,1 Prozent der Kinder betreut. Bei den Kindern im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt liegt die Differenz bei 3 Prozentpunkten und bei den Grundschulkindern bis unter elf Jahren bei 7 Prozentpunkten. Der Bund wird daher nicht nur mit dem Gute-KiTa-Gesetz für bessere Qualität sorgen, sondern auch auf den weiter steigenden Bedarf an Plätzen reagieren. Mit dem vierten Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ stellt der Bund den Ländern und Kommunen für den Ausbau von Betreuungsplätzen von 2017 bis 2020 insgesamt 1,126 Milliarden Euro zur Verfügung. Hierdurch können bis zu 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen werden.

Hintergrund zu den Zahlen: Für die dritte Ausgabe von „Kindertagesbetreuung Kompakt“ bilden die amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik und die DJI-Kinderbetreuungsstudie U15 des Deutschen Jugendinstituts (DJI) die Datengrundlage. Unter www.fruehe-chancen.de/Betreuungszahlen sind die Betreuungszahlen in Deutschland und den Bundesländern in interaktiven Grafiken abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 20.6.32018

Jugend- und Familienministerkonferenz: Gemeinsam Familien stärken und Betreuungsangebote ausbauen

Ein zentrales Thema der zweitägigen Konferenz der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Familien, Kinder und Jugend der Länder (JFMK) vom 3. bis 4. Mai 2018 war die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildungs- und Kinderbetreuungsangebote. U.a. sprachen sich die Länder positiv für das Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz aus und begrüßen mehrheitlich die Kinderbetreuung im Grundschulalter auszubauen. Den gesamten Text und die relevanten Beschlüsse finden Sie hier...

Landesjugendämter blicken auf eine ergebnisreiche Arbeitstagung zurück

Die BAG Landesjugendämter positioniert sich zu den Aufgabenbereichen Jugendhilfeplanung, Jugendarbeit und Fortbildung und verabschiedet Empfehlungen zur Kostenbeteiligung nach dem SGB VIII. Die Papiere wurden nun veröffentlicht. Bei der Mitgliederversammlung in Hamburg wurde außerdem ein neuer Vorstand gewählt. Die Geschäftsstelle wechselt zum 1. Juli von Rheinland-Pfalz ins Rheinland.

Die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter verabschiedete auf ihrer Arbeitstagung vom 02. bis 04. Mai 2018 in Hamburg insgesamt fünf Empfehlungen, unter anderem zur Jugendhilfeplanung als zentrales Steuerelement. Die Ergebnisse der 124. Arbeitstagung finden Sie unter www.bagljae.de

Mehr Kita-Qualität und Beitragsfreiheit kosten jährlich 15 Milliarden Euro

Kita-Beiträge belasten laut einer neuen Elternbefragung vor allem arme Haushalte überproportional. Dennoch wäre eine Mehrheit aller Eltern bereit, noch höhere Kosten für Kitas in Kauf zu nehmen, sofern die Qualität besser wird. Eine politisch gewünschte Beitragsfreiheit würde nach neusten Schätzungen pro Jahr 7,3 Mrd. Euro benötigen und den Qualitätsausbau ausbremsen. Dies zeigt der ElternZOOM, eine repräsentative Befragung von Kita-Eltern, die von infratest dimap im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde.

ElternZOOM:Befragung von Kita-Eltern

Die finanzielle Belastung durch Kita-Beiträge ist ungerecht verteilt: Haushalte unterhalb der Armutsrisikogrenze müssen einen fast doppelt so hohen Anteil ihres Einkommens für den Kita-Beitrag ihrer Kinder aufbringen wie wohlhabendere Eltern – trotz einer vielerorts gültigen Sozialstaffel. Denn Eltern, die über weniger als 60 Prozent eines durchschnittlichen Einkommens verfügen, zahlen monatlich durchschnittlich 118 Euro und damit zehn Prozent ihres Einkommens für den Kita-Besuch ihres Kindes; bei denjenigen Eltern oberhalb der Armutsrisikogrenze sind es hingegen nur rund fünf Prozent des Einkommens, im Durchschnitt 178 Euro. Zudem gibt es erhebliche regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern. Zu diesen Ergebnissen kommt der ElternZOOM, eine repräsentativ angelegte Befragung von Kita-Eltern, die von infratest dimap im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde.

Die komplette Pressemitteilung sowie den Link zur Publikation ElternZOOM finden Sie hier.

Kindertagespflege stärken und weiterentwickeln – Gleichrangigkeit herstellen

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. vermisst eine Gleichrangigkeit zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen. Beide Angebotsformen müssten als Bestandteile eines Gesamtsystems anerkannt werden. In seinen Empfehlungen unterbreitet der Deutsche Verein Vorschläge für eine Stärkung und Profilierung der Kindertagespflege als gleichrangigem Angebot. Damit könne auch eine Ungleichbehandlung von Kindern vermieden werden.

Nach Ansicht des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist die tatsächliche Gleichrangigkeit zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen noch nicht gegeben. Sie könne nur dann hergestellt werden, wenn Länder und Kommunen beide Angebotsformen als Bestandteile eines Gesamtsystems anerkennen. Notwendig sei es beispielsweise, dass die Kindertagespflege in Bundes- und Landesprogrammen für die Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Systems der Kindertagesbetreuung gleichermaßen berücksichtigt werde. Zugleich sollte sie in den relevanten Strukturen des Gesamtsystems der Kindertagesbetreuung sichtbar vertreten sein, ggf. gilt es, ihr Zugänge zu eröffnen. Die derzeitige Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen müsse in Form eines qualitativ hochwertigen, mehrstufigen nach oben durchlässigen Qualifizierungssystems, bis hin zur heutigen Stufe der ausgebildeten Erzieher/in weiterentwickelt werden. Zudem müsse die Entlohnung der Kindertagespflegepersonen existenzsichernd ausgestaltet werden.

Die vollständigen Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Sicherung und Weiterentwicklung der Kindertagespflege (PDF, 195 KB) stehen zum Download zur Verfügung.

Ein Viertel der Nachwuchskräfte verlässt das Arbeitsfeld Kita

Studie hat Berufseinsteigende fünf Jahre lang begleitet

Nachwuchskräfte für die Kindertagesbetreuung sind gefragt wie nie. Laut einer Prognose des Deutschen Jugendinstituts benötigen Krippen, Kindergärten und Grundschulbetreuung bis zum Jahr 2025 bis zu 329.000 zusätzliche pädagogische Fachkräfte. Das Ausbildungssystem der Frühen Bildung ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. 2014/15 begannen deutschlandweit 43% mehr Personen eine Ausbildung in dem Bereich als noch 2007/08. Bei den Erzieherinnen und Erziehern waren es sogar 71%. Doch was kommt nach dem Berufsabschluss? Das hat das Forschungsprojekt „Übergang von fachschul- und hochschulausgebildeten Fachkräften in den Arbeitsmarkt“ (ÜFA) untersucht. Befragt wurden dafür Erzieherinnen und Erzieher sowie Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen der Kindheitspädagogik in den ersten fünf Jahren des Berufseinstiegs. Die Ergebnisse zeigen: Die Tätigkeit in Kitas muss attraktiver werden, insbesondere wenn hochqualifizierte Kräfte dort langfristig gehalten werden sollen. Dieser und weitere Befunde liegen nun als Publikation der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte vor.

KomPädenZ Potenzial - durchlässige akademische Weiterqualifizierungsmöglichkeit

Kompädent Potenzial ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Leuphana Universität Lüneburg, welches eine stärkere soziale Öffnung der Hochschulen zum Ziel hat. Für verschiedene Themen und Zielgruppen werden Zertifikatskurse entwickelt und forschungsbasiert erprobt. Die Kurse richten sich insbesondere an Frauen in noch eher typischen Frauenwerbsfeldern, wie zum Beispiel Kindertageseinrichtungen. Durch die zur Zeit noch kostenfreien Kurse werden zum einen Kentnisse der Praxis Sozialer Arbeit vermittelt die gleichzeitig für ein enventuell späteres Studium anrechenbar sind. Zielstundiengänge sind z.B. der berufsbegleitende BA Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher sowie der weiterbildende MA Sozialmanagement an der Universität Lündeburg. Begleitend gibt es Angebote zur Information, Beratung und Coaching. Näheres zu den angebotenen Zertifikatskursen finden Sie hier auf der Webseite des Forschungsprojektes.

Verleihung des 1. Deutschen Kita Preis

Maintaler Kita „Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße“ gewinnt den Deutschen Kita-Preis

Die Preisträger in den beiden Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung“ werden am Abend des 2. Mai in Berlin ausgezeichnet / Sie erhalten Preisgelder von insgesamt 130.000 Euro / Es gab über 1.400 Bewerbungen Berlin, 2. Mai 2018.

Die Preisträger beim Deutschen Kita-Preis stehen fest. Der erste Platz in der Kategorie „Kita des Jahres“ geht an das Maintaler Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße. Die Einrichtung aus Hessen konnte die Jury unter anderem durch ihre vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Eltern überzeugen. Sie kann sich jetzt über ein Preisgeld von 25.000 Euro freuen. Besonders beeindruckt waren die Juroren vom Projekt „Die Sache mit der Angst“, in dem geflüchtete Kinder ihre Erfahrungen gemeinsam mit Psychologen und dem Kita-Team bewältigen.

Jeweils 10.000 Euro gehen an die vier Zweitplatzierten in dieser Kategorie: Die Johanniter-Kita Ackerstraße aus Bergneustadt, die Kita Menschenskinder aus Berlin, die AWO Kindertagesstätte Hanna Lucas aus Wedel und die Evangelische Kindertageseinrichtung Uphof aus Hamm.

Die Preisträger in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung“ Auch das Quartiersbildungszentrum Blockdiek aus Bremen kann sich über 25.0000 Euro freuen – die Institution belegt den ersten Platz in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung“. Der Zusammenschluss aus drei Kitas, ambulanten Erziehungshilfen und weiteren Partnern steht Eltern und Kindern im Stadtteil Blockdiek mit Rat und Tat zur Seite. Besonders beeindruckt war die Jury vom langjährigen Engagement der Beteiligten mit dem sie sowohl kurzfristige als auch langfristige Projekte voranbringen. Als weitere Preisträger wurden in dieser Kategorie die Gemeinde Kyffhäuserland, das Netzwerk der Herner Familienzentren, das Christliche Kinderhaus Ankerplatz aus Zethau und das Bildungshaus Rehburg-Loccum mit je 10.000 Euro ausgezeichnet.

Die insgesamt zehn Preisträger konnten sich in einem mehrmonatigen Auswahlverfahren gegen mehr als 1.400 weitere Bewerber durchsetzen. Das letzte Wort hatte eine 16-köpfige Experten-Jury.

Dr. Franziska Giffey und Elke Büdenbender übergeben Trophäen Überreicht wurden die Preise am Abend des 2. Mai durch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und die Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Elke Büdenbender. „Gute Förderung ist wichtig. Und wir müssen früh anfangen, damit jedes Kind es packt. Dafür, dass alle Kinder in Deutschland gut aufwachsen und ihre Talente entfalten können, setzen sich Erzieherinnen und Erzieher in Kita und Tagespflege jeden Tag mit viel Engagement ein. Ihren Enthusiasmus wollen wir mit dem Deutschen Kita-Preis würdigen“, sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Und Elke Büdenbender erklärt: „Das Engagement für fundierte frühe Bildung, Betreuung und Erziehung in der Bundesrepublik ist groß und breit gefächert: So unterschiedlich wie die Regionen, die Städte, die Dörfer und die Menschen unseres Landes sind, so verschieden sind auch die Kontexte, in denen ausgezeichnete Kindertagesbetreuung entsteht.“

Moderiert wurde die Preisverleihung von Schauspielerin Bettina Zimmermann und ihrem Lebensgefährten Kai Wiesinger. Der Deutsche Kita-Preis wurde am Abend des 2. Mai erstmals vergeben. Die Auszeichnung ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, die Karg-Stiftung, Porsche und der Didacta Verband sind als weitere Partner an Bord.

Mehr über die Preisträger, das Auswahlverfahren und zum Preis selbst erfahren Sie unter www.deutscher-kita-preis.de

Über den Deutschen Kita-Preis Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Karg-Stiftung, Porsche und dem Didacta Verband. Ziel ist es, gemeinsames Engagement für gute Qualität in Kitas und für Kitas sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen.

Quelle: Pressemitteilung DKJS, 02.05.2018

 Tipps und Links

Aus der Praxis lernen: Hilfestellung zur Organisationsentwicklung von Kitas

Mit welchen Anforderungen werden Kitas heute konfrontiert? Wie verändert sich die Kita als Organisation und welche Erfahrungen haben Kitas mit der Organisationsentwicklung gemacht?

Mit diesen Fragen ist das Projektteam der Universität Hildesheim in Fallstudien an verschiedene Einrichtungen der Elementarpädagogik herangetreten. Die Antworten aus der Praxis sind im Handbuch „Organisationsentwicklung in Kitas – Beispiele gelungener Praxis“ präsentiert und so aufbereitet, dass sie für die Reflexion der Arbeit in Kitas genutzt werden können, Anregungen und Beispiele für die Weiterentwicklung der eigenen Einrichtung geben. Thematisiert werden aktuelle Arbeitsfelder und Herausforderungen des Elementarbereichs.

Konkret sind dies die Partizipation der Kinder und Beteiligung der Eltern, verschiedene Perspektiven des Leitungshandelns, Fragen der Personalentwicklung sowie Herausforderungen, die sich durch das stetige Wachstum dieses Bildungsbereichs ergeben. Diese Themen werden praxisnah mit vielen Beispielen und Zitaten präsentiert und durch Reflexionsfragen ergänzt.

Auf dem online-Portal werden darüber hinaus Materialien, wie Ablaufpläne und Checklisten, zur Verfügung gestellt. Das Buch kann sowohl zur Lektüre genutzt werden. Gleichzeitig können in Fortbildungen, Teamsitzungen oder anderen Entwicklungskontexten auch nur einzelne Themen, Fallbeispiele, Reflexionsfragen oder Materialien herangezogen werden. Entsprechend richtet sich die Publikation an alle, die die Themen und Fallbeispiele in ihre Arbeit einfließen lassen können, sowie an alle in der Praxis Tätigen, die Organisationsprozesse in Kitas anstoßen und begleiten.

Projektteam des Handbuchs „Organisationsentwicklung in Kitas – Beispiele gelungener Praxis“: Universität Hildesheim, Institut für Erziehungswissenschaft - Prof. Dr. Carola Iller und Dipl. Päd. Cindy Mieth; Universität Heidelberg, Institut für Bildungswissenschaft: Prof. Dr. Monika Buhl, Tanya Freytag, M.A. und Jill Baier, B.A.

Das Handbuch steht auf der Webseite der Universität Hildesheim zur Verfügung.

WiFF: Leitfaden für inklusive Kindertageseinrichtungen

Der Leitfaden (WiFF-Expertise 51) für inklusive Kindertageseinrichtungen ist aus einer Zusammenarbeit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Hochschule für angewandte Wissenschaften München entstanden. Er richtet sich an alle Kindertageseinrichtungen (Kitas) – also sowohl Krippen und Kindergärten als auch Horte – und soll dazu beitragen, dass Entwicklungsprozesse in Einrichtungsteams angestoßen werden, die eine gemeinsame Arbeit am Leitbild Inklusion ermöglichen. Im Mittelpunkt des Leitfadens stehen die Qualitätsstandards und Leitfragen für inklusive Kitas. Sie dienen als Arbeitsgrundlage und Anregung für die konkrete Entwicklung in der jeweiligen Einrichtung.

Den Leitfaden finden Sie hier.

Neue DJI-Studie: Mit Weiterqualifizierung dem Fachkräftemangel begegnen

In der Kindertagesbetreuung und in der Altenpflege fehlen in Deutschland Fachkräfte. Deshalb kommt der Weiterqualifizierung von Assistenzkräften hohe Bedeutung zu. Von welchen Faktoren es abhängt, ob sich Kinderpflegerinnen bzw. -pfleger oder Altenpflegehelferinnen bzw. -helfer als Fachkraft weiterqualifizieren, hat ein Forschungsprojekt des Deutschen Jugendinstituts (DJI) untersucht und dazu zwischen den Jahren 2015 und 2017 mehrere hundert junge Menschen in Bayern und Nordrhein-Westfalen mehrmals befragt.

Alles zur Studie und der Ergebnisse finden Sie hier.

Welche Bedingungen beeinflussen das emotionale Wohlbefinden von ein- und zweijährigen Kindern in der Kindertagesbetreuung?

Das Forschungsprojekt „StimtS – Stimulation oder Stress? Der Einfluss von Gruppenkonzepten auf Verhalten und Wohlbefinden junger Kinder in Kindertageseinrichtungen“ untersucht in einem berlinweit ersten Beobachtungslabor das emotionale Wohlbefinden von jungen Kindern und erforscht, was Kinder zu ihren Handlungen bewegt. Erste Ergebnisse wurden am 25. April 2018 zur Eröffnung des Labors präsentiert, deren Ergebnisse sie hier finden. Zusammengefasste Aussagen finden Siie im Artikel des Jugendhilfeportals.

Das Forschungsprojekt am Institut für angewandte Forschung der Alice Salomon Hochschule verfolgt das Ziel, empirisch zu untersuchen, welche Bedingungen das Spiel-, Interaktions- und Bindungsverhalten sowie das emotionale Wohlbefinden von ein- und zweijährigen Kindern in Kindertagesbetreuung beeinflussen. Verhalten und Wohlbefinden sind Indikatoren dafür, ob sich ein Kind in der Kindertageseinrichtung emotional sicher fühlt und sich auf die vielfältigen Bildungsimpulse einlassen und von ihnen profitieren kann. Bei der Analyse der Bedingungsfaktoren wird ein besonderer Fokus auf die Auswirkungen unterschiedlicher Gruppenorganisationskonzepte bzw. -konstellationen gelegt, die aktuell in Kindertageseinrichtungen zu finden sind (altershomogene vs. altersgemischte Gruppen, kleine Gruppen vs. offene Arbeit in größeren Gruppenstrukturen), da bisher noch nicht hinreichend wissenschaftlich unterlegt ist, welche Vor- und Nachteile diese unterschiedlichen Gruppenorganisationsformen für das kindliche Wohlbefinden und die kindliche Entwicklung insbesondere bei ein-und zweijährigen Kindern haben können.

Themenschwerpunkt Datenschutz auf klicksafe.de

Dieser Themenschwerpunkt soll Antworten auf Fragen zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bieten. So werden Regelungen der DSGVO vorgestellt und auch gezeigt, warum Datenschutz überhaupt wichtig ist. Es gibt Informationen und Erklärvideos für Kinder und Erziehende, die sich auch gut in Teambesprechungen einsetzen lassen. Mehr unter https://www.klicksafe.de/themen/datenschutz/datenschutz-grundverordnung/ 

Tipps für Eltern: FLIMMO-Online-Special zur Fußball-WM

Am 14. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Auch das Kinderprogramm hat in den nächsten Wochen einiges für kleine Fußballfans zu bieten. Was sind die Programm-Highlights für Kinder? Was müssen Eltern zu Themen wie Public Viewing und Vermarktung der Weltmeisterschaft wissen? Das aktuelle Online-Special von FLIMMO dreht sich rund um die Fußball-WM und bietet Tipps zur Medienerziehung.

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Team 42 Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Team 41 Gesellschaftliche Trends und Innovation aus Sicht des DRK

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Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
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Ramona von Karczewski
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
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