Sollte dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.

Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Juni 2017
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Überschrift – Bitte ausfüllen

Liebe Leser*innen,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie.

Entspanntes Lesevergnügen im Juni wünscht

Sabine Urban Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

VG Bund beschließt "Empfehlungen zur Fachkräftegewinnung und - bindung in der DRK-Kindertagesbetreuung"

Die Kindertagesbetreuung ist ein Hauptaufgabenfeld des Deutschen Roten Kreuzes. Qualitätsentwicklung, fachliche Profilbildung und der Ausbau der Angebote der DRK-Kindertagesbetreuung werden als strategische Ziele des Verbandes verfolgt. Besonders wichtig ist dem DRK die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, wurden die aus fachlicher Sicht relevanten Faktoren für die Personalgewinnung und -bindung in der DRK-Kindertagesbetreuung zusammengestellt. Die „Empfehlungen zur Fachkräftegewinnung und – bindung in der DRK-Kindertagesbetreuung“ wurden von der Verbandsgeschäftsführung Bund (VG-Bund) auf ihrer Klausurtagung vom 10. Mai 2017 bis zum 12. Mail 2017 verabschiedet.

Das Arbeitspapier dient als Anregung für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Fachkräftegewinnung und –bindung. Es zeigt bewusst ein breites Spektrum von Möglichkeiten auf und macht deutlich, dass je nach individuellen Bedingungen und Möglichkeiten, im Wettbewerb um Fachkräfte an ganz unterschiedlichen Stellschrauben gedreht werden kann und muss.

Die Empfehlungen richten sich an die verschiedenen Handlungsebenen im System der Kindertagesbetreuung (Einrichtung, Träger, Landesebene, Bundesebene etc.) und können auch als Beitrag zur politischen und verbandspolitischen Arbeit und Qualitätsentwicklung in der DRK-Kindertagesbetreuung dienen. Die VG Bund empfiehlt, sich in der weitere Auseinandersetzung in den Verbandsgliederungen an den Empfehlungen zu orientieren.

DRK Kita "Heidemaus" in Haldem (NRW) zum Ort des Gesunden Aufwachsens ausgezeichnet

Die DRK-Kindertagesstätte »Heidemaus« in Haldem ist jetzt ein »Ort des gesunden Aufwachsens«. Das DRK-Generalsekretariat in Berlin hat die Einrichtung für dessen ganzheitliches Konzept zertifiziert. In einer kleinen Feierstunde mit dem Kindergarten-Team, Elternrat sowie Hans-Dieter Harland, Kurt Bergatt, Andreas Vogt vom DRK-Kreisverband sowie Christiane Gutwein vom DRKLandesverband Westfalen-Lippe konnte Kindergartenleiterin Christina Frobieter die Zertifizierungsurkunde entgegen nehmen. Nach dem Motto »Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt« begann die Kita im Februar 2016 mit einer Einführung im Mitarbeiterteam. Der Weg führte über verschiedene gesundheitsfördernde Workshops zum Ziel. Deutlich wurde dabei, dass die Entwicklung des Gesundheitsprofils an bereits Vorhandenem anknüpft, dies sichtbar macht und mit dem DRK-Leitbild in Zusammenhang bringt. Eine Bilderpräsentation dokumentierte das gesunde Leben in der Kita und kam bei den Ehrengästen besonders gut an. »Mit dem Wissen und einer grundlegenden Übereinstimmung über ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis im Team stellen wir einen speziellen Ansatz zur Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt unseres Handelns«, machte Christina Frobieter deutlich. 

Den gesamten Presseartikel finden Sie hier.

 Veranstaltungen

DRK-Kursreihe zur Inklusionsmanager*in ab September 2017 - Noch freie Plätze

Am 12.09.2017 startet im Intercity Hotel am HBF Berlin der neue Qualifizierungsdurchgang zur/ zum Inklusionsmanager*in (P-ink). Wir laden alle hauptamtlichen Fach- und Führungskräfte im DRK, BRK und den korporativen Mitgliedern zur Teilnahme ein. Mit der Strategie 2020 „Menschen helfen, Gesellschaft gestalten“ ist das DRK schon einen wichtigen Schritt gegangen. Sie enthält viele Aussagen zu den Themen Inklusion und Teilhabe. Alle Gliederungen des DRK haben als Resultat der Strategie den Auftrag, sich inklusiv auszurichten. Um dieses große Ziel zu erreichen, haben die Mitgliedsverbände, gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis sowie Selbstvertreter*innen, die Qualifizierungsmaßnahme entwickelt. Die  Ausschreibung wendet sich gezielt an Kreisgeschäftsführer*innen sowie an Fach- und Führungskräfte von Diensten und Einrichtungen, wie z.B. Kindertageseinrichtungen.

Was Inklusionsmanager für DRK-Kindertageseinrichtungen bringen finden Sie z.B. in diesem Artikel der Zeitschrift Kita-aktuell Recht 02/2017

Anmeldungen bitte online unter: http://drk-wohlfahrt.de/veranstaltungen

Anmeldeschluss ist der 1. August 2017.

„Ich will ein echtes Haus“ - Abschlusspräsentation am 22.09.2017 in Berlin

„Ich will ein echtes Haus“ – Abschlusspräsentation des Forschungsprojekts zum Alltagserleben von jungen Kindern in Unterkünften für geflüchtete Menschen

Was bedeutet es für junge Kinder in einer Erstaufnahmeeinrichtung, Not- oder Gemeinschaftsunterkunft in Berlin zu leben? Wie das Titelzitat eines 6-jährigen Jungen: „Ich will ein echtes Haus“ verdeutlicht, werden diese Unterkünfte als anders, nicht normal, nicht „echt“ erlebt. Sie werden als Provisorien eingerichtet und doch verbringen neu ankommende Familien hier mehrere Monate bis Jahre. Wie gestalten Kinder bis 6 Jahre ihr Leben in diesen Einrichtungen? Wie nutzen sie Spiel- und Handlungsräume? Welche Beziehungsnetzwerke haben sie? Mit welchen Zuschreibungen, Diskriminierungen und Kinderrechtsverletzungen werden sie konfrontiert und wie gehen die Kinder, ihre Familien und die Mitarbeitenden der Unterkünfte damit um? Diesen und vielen Fragen mehr ist das am INIB e. V. der Evangelischen Hochschule Berlin und dem ISTA/Fachstelle Kinderwelten angesiedelte Forschungsprojekt mittels partizipativer Methoden der qualitativen Sozialforschung über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren nachgegangen. Die Abschlusstagung stellt die Forschungsergebnisse der ethnographisch-explorativen Studie vor und gibt Raum zur Diskussion, zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

Tagungsort: 22.09.2017 in der Werkstatt der Kulturen , Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

Anmelden können Sie sich bis zum 11.Julie 2017 hier.

„Kreative Wege gehen – (Lebens-)Kunst im pädagogischen Alltag“ vom 22.-23. September 2017 in der Kunsthalle Bremen

Bundesfachtagung des Pestalozzi-Fröbels-Verbands (pfv) gemeinsam mit der Kunsthalle Bremen und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (bkj).

Die nächste pfv-Bundesfachtagung zum Thema „Kreative Wege gehen – (Lebens-)Kunst im pädagogischen Alltag“ findet Ende September in Bremen in der Kunsthalle statt. Es wird ein Fest der Sinne werden aber auch ein Fest der Reflexion. Anmeldungen sind ab sofort über die Website www.pfv.info möglich: http://pfv.info/veranstaltungen/bundesfachtagungen/anmeldung-zur-bundesfachtagung-in-bremen-vom-22-23-09-2017/

WiFF-Bundeskongress „Kinder als Akteure – Bildungsteilhabe und Partizipation in der Kita“, 16. November 2017 in Berlin

Bildungsteilhabe und Partizipation sind wichtige Schlüsselbegriffe der derzeitigen Inklusionsdebatte in der Bildungspolitik. Doch was bedeuten sie für das Arbeitsfeld der Frühpädagogik? Unter welchen Bedingungen ist der Zugang zu Bildungsangeboten und die Einflussnahme aller Kinder in Kindertageseinrichtungen realisierbar? Welchen Herausforderungen und Anforderungen begegnen pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Weiterbildnerinnen und Weiterbildner, Träger sowie politische Akteure bei der Umsetzung von Teilhabe und Partizipation? Für diese und andere Fragen bietet der Bundeskongress „Kinder als Akteure – Bildungsteilhabe und Partizipation in der Kita“ der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) eine Plattform. Es werden aktuelle Diskurslinien, pädagogische Ansätze, wissenschaftliche Beiträge sowie Ergebnisse der WiFF präsentiert und Veränderungspotenziale aufgezeigt.

Anfang September 2017 erhalten Sie in diesem Newsletter das Programm und den Link zur Anmeldemöglichkeit.

 Förderprogramme

Förderung durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke beantragen

Die Stiftung Deutsche Jugendmarke unterstützt Vorhaben anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit überregionaler oder bundesweiter bzw. modellhafter und innovativer Bedeutung mit bis zu 200.000 Euro. Die nächste Antragsfrist endet am 18. September 2017. Die Sonder-Briefmarken "Für die Jugend" werden jährlich vom Bundesfinanzministerium herausgegeben. Der Zuschlagserlös aus dem Briefmarkenverkauf geht direkt an die Stiftung Deutsche Jugendmarke, die damit bisher mehr als 2.000 Projekte mit insgesamt über 200 Millionen Euro finanziert hat. Tausende Kinder und Jugendliche konnte auf diese Weise in ihren Entwicklungs- und Lebenschancen gestärkt werden. Innovative Projekte gesucht Der gemeinnützige Verein fördert Vorhaben, die einen innovativen und zukunftsweisenden Charakter haben und neue Wege in der Kinder- und Jugendhilfe aufzeigen. Die Auswahl der Projekte und Maßnahmen erfolgt durch die Mitgliederversammlung, die sich aus erfahrenen Praktiker/-innen und Expertinnen und Experten der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe zusammensetzt.

Die Stiftung hat drei Förderschwerpunkte:

1.Innovation: Neue Wege in der Kinder- und Jugendhilfe Mit der Förderung innovativer, zukunftsweisender Projekte werden Modellvorhaben erprobt und neue kinder- und jugendgerechte Angebote umgesetzt.

2.Bauen: Erwerb, Neu-, Aus- und Umbau von Begegnungs- und Lernorten für Kinder und Jugendliche Vom barrierefreien Bildungszentrum bis zur internationalen Begegnungsstätte: Mit zinslosen Darlehen unterstützt die Stiftung den Erwerb, den Neu-, Um- und Ausbau von pädagogisch betreuten Orten und Räumen, die Kindern und Jugendlichen Freiraum sowie Platz für Entwicklung bieten.

3.Forschen: Studien und Projekte für eine erfolgreiche Kinder- und Jugendhilfe Nur wer aktuelle Aufgabenstellungen und Herausforderungen kennt, kann sich früh und passgenau für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einsetzen.

Die Stiftung bezuschusst Praxisforschungsprojekte als Basis für eine erfolgreiche Kinder- und Jugendhilfe. Antragstellung In der Regel tagt die Mitgliederversammlung jährlich im Frühjahr und Herbst. Die nächste Mitgliederversammlung findet voraussichtlich am 6. November 2017 statt. Damit in dieser Sitzung über den Antrag entschieden werden kann, muss der vollständige Antrag mit ausführlicher Vorhabensbeschreibung und weiteren Anlagen bis zum 18. September 2017 bei der Stiftung Deutsche Jugendmarke per Post eingehen.

Weitere Informationen unter: www.jugendmarke.de

 Fachpolitisch Aktuelles

Milliarden für den Kita-Ausbau

Die 100.000 zusätzlichen Kita-Plätze sind beschlossene Sache. Der Bundesrat hat dem Gesetz zum Kita-Ausbau am 2. Juni 2017 zugestimmt. Danach kann der Bund weitere 1,126 Milliarden Euro zur Finanzierung der Kinderbetreuung zur Verfügung stellen. Er entspricht damit einer Finanzierungsvereinbarung mit den Ländern. Mehr Plätze und bessere Qualität Mit dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" soll sich auch die Qualität der Kinderbetreuung verbessern, insbesondere bei der räumlichen Gestaltung. Die Bundesgelder können deshalb für Neu-, Aus- und Umbauten sowie für Sanierungen und als Investitionen in die Ausstattung von Kitas eingesetzt werden. Die konkrete Verwendung liegt in den Händen der Länder. Verkündung und Inkrafttreten Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterschrift vorgelegt. Es soll rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft treten. Die Länder haben dann bis Ende 2019 Zeit, um die Bundesmittel für den Kita-Ausbau abzurufen.

Quelle: Plenarsitzung des Bundesrates am 02.06.2017

Qualitätsentwicklungsgesetz – JFMK beschließt Eckpunkte für bessere Kita-Qualität

Bund und Länder möchten gemeinsam die Qualität in der Kindertagesbetreuung verbessern. Entsprechende Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz hat die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) am 19. Mai beschlossen.

Flankierend wurde die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Fachkräftegewinnung beschlossen. Mehr Fachkräfte, die Gebührenfreiheit, starke Kitaleitungen oder eine weiter entwickelte Kindertagespflege gehören zu den Qualitätszielen, die die Ministerinnen und Minister auf der Grundlage eines Qualitätsentwicklungsgesetzes umsetzen wollen. Dieses soll die unterschiedlichen Stärken und Entwicklungsbedarfe der Länder berücksichtigen. Denn jedes Land könnte dann aus einer ganzen Palette von Qualitätsmaßnahmen die für sich geeigneten auswählen, die mit Bundesmittel finanziert werden sollen. Darüber soll der Bund mit jedem Land individuelle Zielvereinbarungen schließen. Die Bundesmittel müssen zusätzlich eingesetzt werden, dürfen Landesmittel nicht ersetzen. Um die Vereinbarungen und das Gesetz wirkungsvoll zu machen, sind außerdem Berichtspflichten der Länder und ein qualifiziertes Monitoring vorgesehen.

Den Eckpunkten für ein Qualitätsentwicklungsgesetz" vorausgegangen ist ein zweieinhalb Jahre langer Qualitätsprozess, den Bundesministerin Schwesig 2014 mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen ins Leben gerufen hat. Im Rahmen dieses Prozesses haben Bund und Länder mit den Kommunalen Spitzenverbänden gemeinsame Qualitätsziele für die frühkindliche Bildung und eine solide Finanzierungsgrundlage für deren Umsetzung erarbeitet. Einbezogen waren in einem partizipativen Prozess Akteurinnen und Akteure von Verbänden und Organisationen, aus Praxis und Wissenschaft. Flankierend hat die JFMK die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Fachkräftegewinnung beschlossen. Denn mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung kann nur erreicht werden, wenn genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Anhörung im Bundestagsausschuss FSFJ zum Kinder-und Jugendstärkungsgesetz

Bei Experten stößt das geplante Kinder- und Jugendstärkungsgesetz überwiegend auf Kritik. Dies wurde in einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses über den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf (18/12330) und einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel "Stark ins eigene Leben - Wirksame Hilfen für junge Menschen" (18/12374) am 19.06.2017 im Bundestagsausschuss Familie, Senioren, Frauen und Jugend deutlich.

Nach Ansicht des Soziologen Wolfgang Hammer entspricht der Gesetzentwurf nicht dem Forschungsstand und dem Erfahrungswissen über Stärken und Fehlentwicklungen. So finde beispielsweise der 15. Kinder- und Jugendbericht nahezu keine Berücksichtigung. Hammer forderte, das Gesetzgebungsverfahren zu stoppen und in der kommenden Legislaturperiode eine Enquete-Kommission für eine breit angelegte Reform der Kinder- und Jugendhilfe.  Kritisiert wurden insbesondere die regelungen zur Pflegekinderhilfe, eine Öffnungsklausel für die Länder zur gesonderten Finanzierung von Angeboten für minderjährige junge Geflüchtete und die Bürokratisierung der oftmals von Ehrenamt getragenen Kinder- und Jugendarbeit.

Prof. Dr. Dr. h.c. Wiesner bemängelte u.a. die fehlende Auseinandersetzung mit den Fragen der Qualität der Kindertagesbetreuung im Verfahren und im aktuell vorliegenden Gesetzesentwurf. Entsprechende Forderungen und Willensbekundungen von den Ländern, Kommunen und Fachverbänden lägen schließlich vor. Es wäre zu erwarte ngewesen, dass ein als "Reform" angekündigtes Gesetzgebungsverfahren diese grundlegenden Fragestellungen mit aufgreift.

Positiv bewertet wurde von den Sachverständigen die Einrichtung von Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe. Der Rechtswissenschaftler Ludwig Salgo von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main plädierte allerdings dafür, aus der Kann-Bestimmung im Gesetzentwurf eine Soll-Bestimmung zu machen. Alles andere wäre "kleinlich". Unabhängige Ombudsstellen hätten sich bewährt und seien anerkannt.

Die Einschätzungen aller geladenen Expert*innen sind hier aud der Website des Bundestages zu finden. Alle aktuellen Informationen rund um das Gesetzgebungsverfahren finden Sie auch weiterhin auf der Website des DIJUF: www.kijup-sgbviii-reform.de

Am 28.6.2017 ist nun die Befassung des Bundetagsausschusses mit den Ergebnissen der Anhörung und Beschlussfassung. Am 30.06.2017 ist die 2./3. Lesung im Bundetag und am 1.7.2017 die Beschlussfassung im Bundesrat. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

Bundestagsbeschlüsse mit Relevanz für die Kinderhilfe

In seiner Sitzung am 1./2.6.2017 hat der Bundestag folgende Gesetze beschlossen, die auch Relevanz für das Arbeitsfeld der Kinderhilfe haben. Beide Gesetze werden nun in der Sitzung des Bundesrates am 07.07.2017 beraten.

  • Gesetz zur Bekämpung von Kinderehen

Dieses dient dem Schutz der betroffenen Minderjährigen und soll Rechtsklarheit schaffen. Dazu sieht das Gesetz Änderungen im Eheschließungs- und Eheaufhebungsrecht, des Asyl- und Aufenthaltsrechts sowie des Kinder- und Jugendhilferechts vor. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, Ehen von Kindern in Deutschland zu verhindern, sieht im Zusammenhang mit dem geplanten Verbot jedoch noch große Lücken vor allem bei der Betreuung der Betroffenen. Das DRK hatte sich bereits im Zuge des Referentenentwurfes zum Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen positioniert, auf wichtige Punkte hingewiesen, die in der gegenwärtigen Diskussion mitgedacht werden müssen und sich für den bedingungslosen Schutz von Kindern und Jugendlichen, die nach Deutschland kommen, ausgesprochen.

Die DRK Position finden Sie hier.

  • Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten

Das Gesetz sieht u.a. vor, dass die Leitung einer Kindertageseinrichtung das Gesundheitsamt in ihrem Bezirk benachrichtigt, wenn der Nachweis über eine Impfberatung (§ 34 Abs. 10a S.1) durch die Eltern eines in die Einrichtung aufzunehmenden Kindes nicht erbracht wurde. Des Weiteren wird die Leitung verpflichtet, personenbezogene Daten, wie etwa die Adressen der betreffenden Personensorgeberechtigten zu übermitteln. Das DRK hat sich gemeinsam mit dem Verbänden der BAGFW zum Gesetzesentwurf geäußert. Die Benachrichtigung des Gesundheitsamtes und die Übermittlung der personenbezogenen Daten durch die Kindertagesstätte lehnt die BAGFW aus Gründen des Datenschutzes ab. Die Meldepflicht greift in das Grundrecht der Eltern auf informationelle Selbstbestimmung ein. Laut Gesetzesbegründung bestand die Benachrichtigungspflicht bisher schon, es mangelte aber an einer ausdrücklichen gesetzlichen Grundlage. Das Gesundheitsamt soll durch die Übermittlung der personenbezogenen Daten Kenntnis darüber erlangen, wer seiner Pflicht zum Nachweis einer Impfberatung nicht nachgekommen ist. Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

Über die Beschlussfassung des Bundesrates werden Sie im kommenden Newsletter informiert.

Thüringen LIGA-Kampagne: „Qualität hat Vorfahrt- Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen“

Am 16. Mai 2017 hat das Kabinett die Neufassung des Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetzes verabschiedet.  Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V. hat beschlossen, das Gesetzgebungverfahren durch die öffentlichkeitswirksame Kampagne „Qualität hat Vorfahrt – Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen“ zu begleiten. Die inhaltlichen Forderungen basieren auf der Stellungnahme der LIGA Thüringen zum Referentenentwurf zur Neufassung des ThürKitaG und zeigen auf, welche konkreten Rahmenbedingungen aus Sicht der Praxis dringend verbessert werden müssen.

Für die Kampagne wurden folgende Materialien erarbeitet:

  • Flyer mit einer ausführlichen Beschreibung der Forderungen
  • Postkarte zur Unterstützung der LIGA-Forderungen durch die Eltern

Mehr Informationen zur Kampagne und zum Hintergrund finden Sie hier auf der Website der LIGA Thüringen.

Modellprojekt in Sachsen-Anhalt: Dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kindertageseinrichtungen

Im Rahmen eines Landesmodellprojektes wird in Sachsen-Anhalt an den berufsbildenden Schulen in Stendal und Halle eine dreijährige Ausbildung zur Staatlich geprüften Fachkraft für Kindertageseinrichtungen angeboten. Sie qualifiziert zur eigenverantwortlichen Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflegestellen des Landes Sachsen-Anhalt. Die Ausbildung erfolgt praxisintegriert, die Lernorte Berufsfachschule und Kindertageseinrichtung wechseln sich ab. Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit einem Realschulabschluss können mit Trägern von Kindertageseinrichtungen einen Ausbildungsvertrag abschließen und erhalten während der dreijährigen Ausbildung eine Ausbildungsvergütung. Anfang August startet der dritte Ausbildungsdurchgang dieser Ausbildung. Mehr unter http://www.ms.sachsen-anhalt.de/themen/familie/dialog-kita/landesmodellprojekt/

Niedersachsen: 300 Millionen Euro für mehr Kita-Personal – Förderrichtlinie "QuiK" geht an den Start

Die niedersächsischen Kommunen erhalten in den kommenden Jahren rund 300 Millionen Euro, um die Kindertagesstätten im Land besser mit Personal auszustatten. Insbesondere Einrichtungen mit einer hohen Zahl an Kindern, die aufgrund ihrer Herkunft kein oder nur wenig Deutsch können, sollen personelle Verstärkung erhalten und so bei der Integration und Sprachförderung unterstützt werden. So die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am 8. Juni 2017 in Hannover. Entlastung der Regelkräfte "Durch die zusätzlichen Fach- und Betreuungskräfte wollen wir in den Kindertagesstätten für Entlastung der Regelkräfte und damit für eine intensivere Förderung und Integration der neu zugewanderten Kinder sorgen. Von mehr Personal in den Einrichtungen profitieren natürlich alle Kinder. In den Jahren 2017 und 2018 setzen wir rund 120 Millionen Euro aus Mitteln der Bund-Länder-Vereinbarung über die Beteiligung an den Kosten für die Integration geflüchteter Menschen ein. Integration, Sprachförderung und Investitionen in die Qualität sind aber eine Daueraufgabe. Die Landesregierung hat daher beschlossen, das Geld auch in den folgenden Jahren bis einschließlich 2021 zur Verfügung zu stellen - rund 60 Millionen Euro jährlich für mehr Personal in Kindertagesstätten. Das ist in der Mittelfristigen Finanzplanung bis einschließlich 2021 entsprechend abgesichert." Möglichkeit Quereinsteiger nachzuqualifizieren Mit der QuiK-Richtlinie wird die Einstellung von zusätzlichen sozialpädagogischen und pädagogischen Fachkräften wie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Erzieherinnen und Erziehern oder auch sozialpädagogischen Assistentinnen und sozialpädagogischen Assistenten gefördert. Dort wo Fachkräfte nicht kurzfristig eingestellt werden können, erhalten die Träger die Möglichkeit, nicht einschlägig qualifizierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger als Zusatzkräfte einzustellen und entsprechend pädagogisch nachzuqualifizieren.

Die vollständige Pressemitteilung und mehr Informationen zur Förderrichtlinie finden Sie hier auf der Website des Niedersächsischen Kultusministeriums.

 

Hamburg sichert Fachkräftenachwuchs für Kitas

Ein von der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) vereinbarter Maßnahmenkatalog öffnet die sozialpädagogische Berufsausbildung für mehr Interessierte und hat zum Ziel, den hohen Qualitätsstandard in der Ausbildung dieser Fachkräfte zu wahren. Zudem hat sich die BASFI mit den Kita-Verbänden darauf verständigt, den Fachkraftschlüssel in vier gleichen Schritten auf 1:4 zu verbessern. Die Umsetzung der ursprünglich mit den Kita-Verbänden vereinbarten Verbesserung des Fachkraftschlüssels im Krippenbereich auf 1:4 zum 1. August 2019 würde zu diesem Stichtag mehr als 2.000 zusätzliche Fachkräfte erfordern. Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg (AGFW) ist deshalb an die BASFI mit dem Wunsch herangetreten, die Qualitätsverbesserung schrittweise zu realisieren. Darauf haben sich die BASFI und die Kita-Verbände nun verständigt. Jeweils zum 1. Januar der Jahre 2018 bis 2021 werden zusätzlich jeweils gut 500 Fachkräfte neu eingestellt. Für die Eltern bedeutet diese stufenweise Umsetzung, dass ihre Kinder früher von der Qualitätsverbesserung profitieren. Der Bedarf an pädagogischen Fachkräften wird dadurch entzerrt und an die künftigen Ausbildungsabsolventenzahlen angepasst.

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.

Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht

Der Nationale Aktionsplan nennt 130 Ziele und 349 Handlungsempfehlungen. Sie sollen dazu beitragen, Maßnahmen der nachhaltigen Entwicklung in den Strukturen der Bildung zu verankern, damit der Wandel zu nachhaltigem Denken und Handeln gelingt. Es geht darum, dass Nachhaltigkeit stärker Eingang findet in Lehrpläne, Curricula und Ausbildungsordnungen. Mehr zu den Inhalten für Kindertageseinrichtungen aus dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung erfahren Sie im Juli-Newsletter.

Hier gehts zur Website

 Tipps und Links

Fachkräftebarometer 2017 jetzt online

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung (FKB) ist ein Projekt der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) am Deutschen Jugendinstitut (DJI). Der Bericht liefert auf Basis amtlicher Daten umfassende Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Ausbildung und Qualifizierung in der Frühpädagogik. Das Fachkräftebarometer wurde 2014 erstmals veröffentlicht, seit Mitte Juni 2017 liegt die zweite Ausgabe des regelmäßig erscheinenden Beobachtungsinstruments vor. Sie steht hier zum Download zur Verfügung: www.fachkraeftebarometer.de

Mindeststandards für Flüchtlingsunterkünfte: Mehr Sicherheit und Unterstützung für besonders Schutzbedürftige

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2017 haben das BMFSFJ und UNICEF gemeinsam mit dem DRK und anderen Partnern überarbeitete sowie erweiterte „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ herausgegeben. Die unter der fachlichen Beteiligung des DRK und anderen Partnern erarbeitete Neuauflage erweitert den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen, wie Kinder, Jugendliche und Frauen, und enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von geflüchteten Menschen mit Behinderungen und LSBTI* Geflüchteten. Bereits 2016 wurden in der Bundesinitiative Mindeststandards entwickelt, um den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften zu gewährleisten sowie den Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung zu verbessern. Diese Standards wurden 2016 in 25 Unterkünften, darunter sechs Einrichtungen des DRK, modellhaft umgesetzt. Die Standards erstrecken sich insbesondere auf die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, Prävention von und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen sowie dem Monitoring der erzielten Fortschritte. Derzeit wird die Initiative auf bundesweit 100 Einrichtungen erweitert, darunter voraussichtlich 17 Einrichtungen des DRK.

Ratgeber für Fachkräfte: Digitale Medien in der Kita

Eine moderne Kita, die den Spannungsbogen von bildschirmfreien Elternhäusern bis hin zu Medienübersättigung von Kindern konzeptionell aufgreifen will, muss sich mehrere Fragen beantworten:

  • Warum ist unserer Meinung nach Medienerziehung in der Kita sinnvoll?
  • Wozu soll sie führen? Wie können wir sie gelingend gestalten?
  • Was benötigen wir dazu?

Dieser kostenfreie Leitfaden der Website www.kiggi.de soll Wegweiser sein zu den individuellen Antworten, die jede Institution für sich selbst finden muss.

Kiggi setzt sich für die Kindergärten ein und vermittelt zudem passende Sponsoren, die pädagogisch wertvolles Spielzeug anschaffen und Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren – schnell, unkompliziert und transparent. Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen können sich engagieren und mit wenig Aufwand gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Dadurch werden die Erzieher entlastet und können sich noch intensiver um die Betreuung der Kinder kümmern.

Kinder im Mittelpunkt: Medienpädagogik positioniert sich zur frühkindlichen Medienbildung

Angesichts der sich rasant entwickelnden digitalen Gesellschaft, die in die Lebenswelten von Kindern und Familien hineinwirkt, spricht sich die GMK, der bundesweite Fachverband für Medienpädagogik, in einem Positionspapier dafür aus, endlich entlang der gesamten Bildungskette, eine Medienbildung zu verankern, die an den Kindern (und nicht an einzelnen Medien) orientiert ist. Digitalisierung oder Medien-Schonraum Kita? Die Fachgruppe Kita der GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur spricht sich in ihrem Positionspapier für einen dritten Weg aus: kindgerechte Medienbildung von Anfang an! Frühe Bildung und Medien gehören zusammen. Zweifellos spielen digitale Medien in Familien und auch beim Aufwachsen der Kinder eine wesentliche Rolle. Sie können die Entwicklung unterstützen, verlangsamen, anregen. Wie kann, wie muss Pädagogik Kinder und Familien beim Aufwachsen begleiten, um ihre Medienkompetenz zu entwickeln, wie jüngst auch in der BLIKK-Studie gefordert? Angesichts der sich rasant entwickelnden digitalen Gesellschaft, die in die Lebenswelten von Kindern und Familien hineinwirkt, spricht sich die GMK-Fachgruppe Kita in ihrem Positionspapier dafür aus, endlich auf breiter Linie, entlang der gesamten Bildungskette, eine Medienbildung zu verankern, die an den Kindern (und nicht an einzelnen Medien) orientiert ist. Welche Rahmenbedingungen sind notwendig? Welche Bedingungen dafür geschaffen werden müssen, auf welchen Grundlagen sie basiert, welche vielfältigen Bildungsbereiche mit Medienbildung und Medienerziehung verknüpft sind, darüber informiert der Beitrag der GMK-Fachgruppe. Vor dem Hintergrund divergierender Trends: Einerseits der Befürwortung sehr frühen digitalen Lernens und andererseits der kategorischen Ablehnung digitaler Medien im "medienfreien Schonraum" der Kita, spricht sich die GMK für einen alternativen, medienpädagogischen Weg aus. Die GMK-Fachgruppe Kita fordert dazu auf, gemeinsam mit Trägern, Bildungspolitik und mit pädagogischen Fachkräften die Forderung "Medienbildung entlang der gesamten Bildungskette" schnellstmöglich flächendeckend umzusetzen.

Neue Themenseiten zu Kinderrechten

Vor 25 Jahren ist die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland in Kraft getreten. Zahlreiche Initiativen aus Bund und Ländern, von Verbänden und Organisationen nahmen dies zum Anlass, die Forderung nach einer Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz zu erneuern. Die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen sollen in das Zentrum von Politik und Gesellschaft gestellt werden. Durch eine ausdrückliche Verankerung ihrer Rechte im Grundgesetz soll gewährleistetet werden, dass Kinderinteressen berücksichtigt werden, immer wenn ihre Belange berührt werden. Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hat die politische und fachliche Diskussion hierzu intensiv begleitet. Diese Informationen stehen ab sofort in übersichtlicher und gesammelter Form in einer eigenen Rubrik zur Verfügung: www.jugendhilfeportal.de/recht/kinderrechte Weitere umfangreiche Informationen zum Thema stellt das Bundesfamilienministerium in einem eigenen Themenschwerpunkt zur Verfügung: www.bmfsfj.de/kinderrechte

Die Welt verändert sich - Über das Aufwachsen und Kinderrechte in der digitalen Welt informiert die Website www.kinderrechte.digital.

Die UN-Kinderrechtskonvention behält auch angesichts der Digitalisierung ihre hohe Relevanz und die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls hat oberste Priorität. Für die digitalisierte Lebenswelt von Kindern bedarf es nicht der Erweiterung der UN-KRK durch neue Artikel, vielmehr müssen die getroffenen Vereinbarungen neu verstanden, falls erforderlich durch eine ‚Allgemeine Bemerkung’ konkretisiert und auf die digitale Lebenswelt von Kindern angewendet werden. Aktuelle technische Entwicklungen der Digitalisierung, die sich in vernetzten Gegenständen wie Spielzeug oder Bekleidung unter dem Begriff „Internet der Dinge“ bereits abzeichnen, unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Begleitung und Beobachtung der Voraussetzungen für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Partner auf Augenhöhe? Forschungsbefunde zur Zusammenarbeit von Familien, Kitas und Schulen mit Blick auf Bildungschancen

Bildungschancen sind in Deutschland ungleich verteilt. Vor diesem Hintergrund wird seit einigen Jahren in Politik und Fachkreisen eingefordert, dass sich Eltern einerseits sowie Fach- und Lehrkräfte in Kindertageseinrichtungen und Schulen andererseits partnerschaftlich und auf Augenhöhe begegnen sollen. Diese »Bildungs- und Erziehungspartnerschaft« soll dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Viele Kindertageseinrichtungen und Schulen arbeiten heute schon intensiv daran. Das empirische Wissen um Partnerschaft, Elternbeteiligung und Zusammenarbeit sowie die damit zusammenhängenden Effekte ist jedoch gering. Hier setzen die fünf Autorinnen an. Sie beschäftigen sich mit der rechtlichen, bildungspolitischen und fachlichen Definition der Bildungs- und Erziehungspartnerschaften. Zudem analysieren sie internationale empirische Studien zu Elternbeteiligung und Ungleichheiten in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Erstmalig liegt hiermit ein umfassender Überblick über den Stand der Forschung im In- und Ausland zu diesem Themenkomplex vor, der insbesondere die Mikroebene des konkreten Handelns von Fach- und Lehrkräften, Eltern und Kindern in den Fokus rückt. Auf dieser Grundlage zeigen die Autorinnen die Problem- und Handlungsfelder an der Schnittstelle zwischen Bildungsinstitution und Familie auf und liefern zahlreiche Impulse, um deren Zusammenarbeit anders zu denken und zu gestalten – und damit die Bildungschancen zu verbessern. Die im Verlag der Bertelsmann-Stiftung erschienene Publikation können Sie hier bestellen.

Lesen, Staunen, Forschen – das MINT-Geschichtenset für Kitas

Ende Juni 2017 startet das neue Projekt „Lesen, Staunen, Forschen – das MINT-Geschichtenset für Kitas“, das die Klaus Tschira Stiftung und die Stiftung Lesen in Zusammenarbeit mit der Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für naturwissenschaftliche Bildung, umsetzt. Im Rahmen des Projekts werden in den kommenden drei Jahren sukzessive rund 50.000 Kitas in Deutschland mit hochwertigem Material zu MINT und Literacy-Themen ausgestattet.

Im MINT-Geschichtenset für Kitas befinden sich vier Buchtitel der Lesemaus-Reihe des Carlsen Verlags (Autorin: Maria Breuer/Illustratorin: Daniela Kunkel). Verständliche Texte und hochwertige Illustrationen vermitteln erstes Sachwissen zu naturwissenschaftlichen und sprachfördernden Themen: •"Paul und Marie feiern Geburtstag" (Mathematik) •"Paul und Marie reisen zu den Sternen" (Licht) •"Paul, Marie und die Farben" (Farben) •"Paul und Marie spielen Indianer" (Akustik) Die Begleitbroschüre richtet sich an Kita-Fachkräfte. In der Broschüre finden sich zu den vier Lesemaus-Geschichten Anregungen rund um die MINT-Themen Farben, Mathematik, Licht und Akustik. Abgerundet werden diese durch thematisch passende Komponenten zur Förderung der Sprach- und Lesekompetenz. Mit einem Aktionsposter sowie einem Aufkleber-Set können Kitas auf ihre Teilnahme am Projekt hinweisen, um auch die Eltern für die Themen MINT und Literacy zu sensibilisieren.

Der Auftakt des Projekts findet am 26. Juli 2017 in Baden-Württemberg statt, gefolgt von drei weiteren Übergaben in Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen bis Ende des Jahres. Weitere Pressetermine in den restlichen Bundesländern sowie deren Ausstattung mit den MINT-Geschichtensets folgen bis 2019.

Mehr zum Projekt finden Sie hier.

BfR-Forschung: Aluminium aus Menüschalen kann in Lebensmittel übergehen

Speisen aus unbeschichteten Aluminium-Menüschalen können hohe Aluminiumgehalte enthalten. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Die Untersuchung bezieht sich auf das sog. Cook&Chill-Verfahren, dass auch in Kitas und Schulkantinen angewandt wird. Speisen aus unbeschichteten Aluminiummenüschalen können hohe Gehalte an Aluminium enthalten. Dies ist das Ergebnis eines BfR-Forschungsprojekts, in dem einige Lebensmittel orientierend untersucht wurden, die nach den Regeln des Cook&Chill-Verfahrens zubereitet und anschließend warmgehalten wurden. Die Messergebnisse zeigen trotz der begrenzten Zahl der untersuchten Proben, dass insbesondere beim Warmhalten im Anschluss an das Cook&Chill-Verfahren Aluminiumionen auf saure Lebensmittel übergehen. Das Cook&Chill-Verfahren ist ein gängiges Verfahren für die Essensversorgung in Gemeinschaftsverpflegungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Kantinen oder Außer-Haus-Verpflegung.

Mehr zum Thema in der Pressemitteilung des Bundesinstitutes für Risikobewertung.

einfach POLITIK: Bundestagswahl 2017

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 veröffentlicht die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb die Publikation »einfach POLITIK: Bundestagswahl 2017« in einfacher Sprache. Das Heft gibt auf 40 Seiten Antworten zu Fragen wie »Warum gibt es bei der Bundestagswahl zwei Stimmen?«, »Wie können Wählerinnen und Wähler im Wahllokal und wie mit dem Brief wählen?« oder »Was geschieht nach der Wahl?« Das Heft soll Menschen erklären, warum Bundestagswahlen wichtig sind für die Demokratie. Die Sätze sind kurz, das Layout übersichtlich. Fachbegriffe werden vermieden oder – wenn für das Verständnis wichtig – erklärt. Das Heft ist geeignet für jeden, der sich informieren möchte sowie für den Einsatz in Erwachsenenbildung und Schule. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen rund um die Wahl liefert auch das Plakat »einfach POLITIK: Bundestagswahl 2017« (A 1, doppelseitig).

Die Publikationen können online bestellt werden unter: www.bpb.de/shop oder in den Medienzentren der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Bonn oder Berlin erworben werden.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


Alle angegebenen Informationen über externe Veranstaltungen, Wettbewerbe, Kampagnen, Links etc. haben wir gründlich recherchiert. Für dennoch enthaltene Fehler übernehmen wir keine Gewähr.

Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte einfach hier.

Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
Gesetzliche Vertreter: Christian Reuter (Vorsitzender des Vorstands) 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer: 95VR590Nz
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 122123471
Steuernummer für Körperschaften: 27/630/50727