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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Juni 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

im Juni-Newsletter der DRK Kinderhilfe finden Sie Aktuelles aus dem DRK auf Bundesebene, fachpolitische Informationen sowie Tipps und Links zu Projekten und Literatur. Passend zum Sommer finden Sie einen Tipp zum Sonnenschutz in der Kita und Ideen für die kindgerechte Erläuterung von Wissen rund um den Schutz der Haut.

Entspanntes Lesevergnügen wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

DRK fordert besseren Schutz vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) appelliert an die Bundesregierung, eine bundeseinheitliche Regelung zum besseren Schutz in Flüchtlingsunterkünften vor Gewalt und sexuellen Übergriffen einzuführen. „Die Berichte über Vorfälle sexualisierter Gewalt in Flüchtlingsunterkünften sind leider keine Einzelfälle. Nur durch eine bundesgesetzliche Regelung kann besser als bisher und zwar für alle Unterkünfte gewährleistet werden, dass die zu uns geflüchteten Menschen und hier insbesondere Kinder, Jugendliche und Frauen dort ausreichend Schutz vor Gewalt erhalten“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

Die Pressmitteilung finden Sie hier.

DRK bezieht zum geplanten Jugend-Check Stellung

Die Bundesregierung hat vor, den geplanten Jugend-Check im Zuge des anstehenden Gesetzgebungsprozesses zum SGB VIII gesetzlich einzuführen.
Das DRK begrüßt die geplante Einführung des Jugend-Checks. Die Prüfung der Bundesgesetzgebung und anderer wichtiger politischer Maßnahmen zur Frage, ob diese zur Verbesserung von Lebenslagen von jungen Menschen beitragen oder als – unerwünschter – Nebeneffekt, ihre Lage verschlechtern und ihre Rechte beschneiden, entspricht dem Ziel der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, menschliches Leiden zu verhüten und der Menschenwürde Achtung zu verschaffen. Die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention hält das DRK hierbei für unabdingbar.
Dem DRK ist besonders wichtig, beim Jugend-Check das Ziel der Eigenständigen Jugendpolitik, nämlich die besondere Aufmerksamkeit für die Interessen der Jugendphase, zu verbinden mit dem inklusiven Ansatz der sich auf alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren beziehenden UN-Kinderrechtskonvention und des sich auf alle jungen Menschen zwischen 0 und 27 Jahren beziehenden SGB VIII. Hier geht es zur Stellungnahme.

Rückblick auf Fachtagung des DRK LV Niedersachen am 31.05.2016

Kinderschutz in der Kita - Prävention und Partizipation in der Migrationsgesellschaft

Aus der Perspektive des Kinderrechts sind Kinder aus geflüchteten Familien in erster Linie einfach Kinder. Wie alle Kinder haben sie Rechte, zum Beispiel das Recht auf Verwirklichung des Kindeswohls, auf Bildung und Beteiligung. Trotzdem stellt der Anstieg der Flüchtlingszahlen Kitas vor professionelle Herausforderungen. Der Umgang mit Vielfalt und Heterogenität ist dabei ein zentraler Aspekt. Kitas sind zunehmend mit Fragen konfrontiert, die sich daraus ergeben: Wie lässt sich der Kontakt mit Eltern gestalten, die andere Auffassungen von Erziehung haben als Erzieherinnen? Wie können Kitas mit traumatischen Belastungen von Kindern umgehen? Und wie muss der Kita-Alltag insgesamt gestaltet sein, damit Kinderschutz und Kinderrechte für alle gewährleistet sind? Diesen Fragen ging die Veranstaltung  des DRK LV Niedersachsen e.V. in kooperation mit der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Niedersachsen in Fachvorträgen und Arbeitsgruppen nach.

Themenschwerpunkte der Fachtagung waren:
- die Situation von Familien nach der Flucht (Vortrag Leila Bradaric Pro Dialog Köln)
- der Umgang mit traumatisierten Kindern (Vortrag Danae Papageorgiou, Leiterin eines Kinder- und Familienzentrums in Bremen)
- Impulse für eine interkulturelle Öffnung und einer Willkommenskultur in der Kita (Workshop Petra Schlegel, Fachberaterin DRK KV Bielefeld e.V.)
- Verwirklichung von Kinderrechten in Kindertageseinrichtungen (Vortrag Sabine Urban DRK GS, Workshop Barbara Wever, freie Fachberaterin)

Im Vortrag "Alle Kinder haben Rechte. Handlungsorientierungen für die Arbeit in der Kita" habe ich die Möglichkeit genutzt, anknüpfend an die inhaltlichen Schwerpunkte der Kinderrechte, praktische Handlungsfelder in der Kita der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zu beschreiben. 

Eine kindgerechte Kindertageseinrichtung
beteiligt Kinder an den sie betreffenden Entscheidungen (Artikel 12),
fördert ihre gesunde Entwicklung (Artikel 24),
schafft Räume zum Ausprobieren, Spielen und Erholen (Artikel 31) und
bietet Kindern Schutz vor Gewalt und Missbrauch (Artikel 19).

Denn: Wenn wir die Kinderrechte in der Kindertagesbetreuung umsetzen, unterstützt das alle Kinder, insbesondere aber alle lebensgeschichtlich belasteten oder von Diskriminierung betroffenen Kinder!

Initiative zum Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften

Im Rahmen der Kooperation des BMFSFJ mit UNICEF und der BAGFW wird das Personal in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge in Fragen des Kinderschutzes und des Gewaltschutzes für Frauen geschult. Zudem leistet UNICEF Hilfe bei der Einrichtung kinderfreundlicher Räume (child friendly spaces) und dem Aufbau psychosozialer Betreuungsstrukturen. Das DRK ist mit zwei Pilotunterkünften  in Berlin und vier weiteren Unterkünften an der Initiative beteiligt. Diese sollen dann als Konsultationsunterkünfte andere Einrichtungen zum Gewaltschutz beraten können.
Ansprechpartnerin im Generalsekretariat ist Frau Djamila Younis (E-Mail: younisd@drk.de).

Projekt "Willkommen: Menschen.Stärken!"

Das Projekt „Willkommen: Menschen.Stärken!“ hat die Unterstützung von Frauen und anderen besonders schutzbedürftigen Personengruppen mit Fluchterfahrungen zum Ziel und wird von der Bundesbeauftragten für Integration, Flüchtlinge und Migration gefördert. Am Projekt beteiligen sich zehn DRK-Kreis- und Ortsverbände, die vor allem Frauen in Form von Schutz- und Rückzugsräumen, sowie  Orientierungs-, Beratungs- und Vernetzungsangeboten ein breites Unterstützungsangebot zukommen lassen. Das Projekt soll eine Erfahrungsgrundlage schaffen, die für den Verband auch über die beteiligten Standorte hinaus von Nutzen sein soll.
Ansprechpartnerinnen im Generalsekretariat sind Frau Kathleen Wabrowetz (E-Mail: K.Wabrowetz@drk.de) und Dr. Charlotte Giese (E-Mai:giesec@drk.de). 

 Veranstaltungen

Absage für geplante Fachtagung Kinderschutz

Die für November geplante Fachtagung Kinderschutz (siehe Newsletter März) kann leider aus organisatorischen und personellen Ressourcen nicht stattfinden und muss abgesagt werden.

Agendakongress Bildung für nachhaltige Entwicklung 11./12.7.2016 in Berlin

Vom 11.-12. Juli findet der bundesweit erste Agendakongress Bildung für nachhaltige Entwicklung in Berlin statt. Es handelt sich um die zentrale nationale Konferenz zum Thema BNE.
Das Potential von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Frühkindlichen Bildung ist besonders groß: Das Kind lernt Grundwerte und Fähigkeiten und es erlebt, dass es gestalten kann und sein Handeln Auswirkungen auf andere Menschen und seine Umgebung hat. Dieses Bewusstsein ist die Basis von Bildung für nachhaltige Entwicklung, die darauf abzielt, Menschen zu verantwortlichem Denken und Handeln zu befähigen. Dazu sind Schlüsselfähigkeiten wie Kooperation, Partizipation und Selbstorganisation nötig, die als wesentliche Elemente einer modernen Kinderpädagogik angesehen werden.
Mehr zur Bildungsphase Frühe Kindheit und Möglichkeiten der Förderung nachhaltiger Entwicklung erfahren Sie auf dem Agendakongress.

 Fachpolitisch Aktuelles

Fristverlängerung für Kita-Ausbau

Die Bundesländer sollen ein Jahr länger Zeit haben, um Mittel aus dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" des Bundes für den Kita-Ausbau zu bewilligen. Den entsprechenden Gesetzentwurf (18/8616) der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD zur Änderung des Gesetzes über Finanzhilfen des Bundes zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder und des Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetzes billigte der Familienausschuss am Mittwoch ohne Gegenstimmen. Lediglich die Linksfraktion enthielt sich der Stimme.

Der Bund hat für sein Investitionsprogramm insgesamt 550 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nach Angaben der Koalitionsfraktionen sind bis zum April dieses Jahres 56,6 Prozent dieser Mittel von den Ländern bewilligt worden. Nach der gültigen Gesetzeslage hätten sämtliche Mittel bis zum 30. Juni dieses Jahres bewilligt werden sollen. Die übrigen Mittel wären auf jene Länder umverteilt worden, die den ihnen zustehenden Anteil der Bundesmittel vollständig bewilligt haben.

Die Koalitionsfraktionen folgen mit ihrer Gesetzesinitiative einem Wunsch der Länder. Diese haben in einem entsprechenden Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz darauf hingewiesen, dass es wegen der Belastungen bei der Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen beim Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren zu Verzögerung bei der Bewilligung von Investitionsvorhaben gekommen sei.

Quelle: Deutscher Bundestag; hib Nr. 344 vom 08.06.2016

Studie der Bertelsmann Stiftung: Zu wenig Zeit für Leitungsaufgaben in Kitas

Mehr Plätze, längere Öffnungszeiten und höhere pädagogische Qualität – die Erwartungen an Kindertageseinrichtungen (Kitas) wachsen bundesweit. Das fordert die Leitungskräfte in allen Kitas. Doch wie viel Arbeitszeit für Leitungsaufgaben überhaupt vorhanden ist, unterscheidet sich im Bundesländervergleich erheblich. In Bremen haben 32 Prozent der Kitas überhaupt keine Zeit für Leitungsaufgaben. In Sachsen-Anhalt mangelt es daran nur bei 2 Prozent der Kitas. Das zeigt eine Sonderauswertung des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung.
Wenig Zeit für Leitungsaufgaben ist nicht nur ein Problem kleiner Kitas: Über 10 Prozent der mittelgroßen Kitas (8 bis 12 pädagogische Fachkräfte) müssen ohne finanzierte Personalressourcen für die Einrichtungsleitung auskommen. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Hessen arbeiten über 21 Prozent der mittelgroßen Kitas ohne vertraglich festgelegte Leitungsressourcen, in Thüringen ist es nur 1 Prozent. Einerseits sind die Rahmenbedingungen für das Leiten deutscher Kitas von Land zu Land sehr unterschiedlich, andererseits steigen bundesweit die Anforderungen seit Jahren. „Leitungskräfte in Kitas sind verantwortlich für die pädagogische Qualität, aber auch für Personal, Budget und Öffentlichkeitsarbeit. Führung ist nötig und braucht Zeit. Kita-Leitungskräfte haben für Führungsaufgaben zu wenig Zeit“, sagt Jörg Drä ger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Wenn Leitungsaufgaben in der Zeit erledigt werden, die für die pädagogische Arbeit mit den Kindern vorgesehen ist, fehlt Zeit für die Betreuung.
Kitas, die über Personalressourcen für Leitungsaufgaben verfügen, sind von Land zu Land sehr unterschiedlich ausgestattet: In etwas mehr als der Hälfte dieser Kitas (54 Prozent) sind die Leitungskräfte auch als pädagogische Fachkraft tätig. In 37 Prozent der Kitas mit Personalressourcen für die Leitung arbeiten die Leitungskräfte ausschließlich in dieser Funktion. In 9 Prozent der Einrichtungen gibt es ein Leitungsteam, mindestens 2 Personen haben also einen Leitungsanteil oder führen ausschließlich.
Im bundesweiten Durchschnitt verfügen Kita-Leitungen über 2 Wochenstunden pro Kita-Beschäftigten für die Aufgaben als Leitungskraft. Diese zeitlichen Ressourcen variieren zwischen den Bundesländern sehr stark: Während den Leitungskräften in Bayern nur 1,3 Wochenstunden pro tätiger Person in der Kita für die Führungsarbeit zur Verfügung stehen, gibt es dafür in Hamburg deutlich mehr Kapazitäten (3,3 Wochenstunden).
Die aktuelle Studie zu Arbeitssituation und Erfahrungen von Kita-Leitungskräften belegt deren hohe Belastungen in allen Bundesländern. Die Aufgaben- und Anforderungsprofile der Leitungen sind oftmals unbestimmt und damit Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in der einzelnen Kita nicht geklärt. Die bundesweite Befragung führten Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann von der Alice Salomon Hochschule Berlin zusammen mit Katharina Nicolai und Luisa Köhler im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durch. Eine weitere Erkenntnis ist, dass Leitungskräfte sich permanent als Verwalterinnen des Mangels erleben. Sie arbeiten im Spannungsfeld zwischen ungenügenden strukturellen Rahmenbedingungen und steigendem Aufgabenspektrum. Aussagen der Kita-Leiterinnen belegen, dass diese Zerrissenheit stärker wirkt, wenn unterstützende Strukturen insbesondere von Kita-Trägern, wie beispielsweise Coaching und klare Stellenprofile, fehlen.
Die Studie zeigt, dass die Kernaufgaben der Kita-Leitungen klarer definiert werden müssen. Auf dieser Basis können die nötigen Zeitkontingente für Führungsaufgaben bestimmt werden, um daraus bundeseinheitliche Standards ableiten zu können. Daraus ergäben sich auch klare Anforderungen für die Aus- und Weiterbildung von Kita-Leitungen.


Zusatzinformationen: Grundlage der durchgeführten Sonderauswertung ist die Kinder- und Jugendhilfestatistik der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Stichtag für die Datenerhebung war der 1. März 2015. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund durchgeführt. Weitere Daten und Fakten zum Thema Kita-Leitung finden Sie als Pressegrafiken im Internet unter www.bertelsmann-stiftung.de. Dort finden Sie auch die Studie „Kita-Leitung als Schlüsselposition. Erfahrungen und Orientierungen von Leitungskräften in Kindertageseinrichtungen“ von Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann, Katharina Nicolai und Luisa Köhler von der Alice Salomon Hochschule Berlin.
Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 5.6.2016

Bildungsbericht 2016 - Mit Herausforderungen Zukunft gestalten

Der Bericht "Bildung in Deutschland 2016" ist der 6. nationale Bildungsbericht, der eine umfassende Darstellung der Lage des deutschen Bildungswesens bietet. Er bildet Bildungsprozesse in der Perspektive des Lebenslaufs ab und zeichnet indikatorengestützt die Leistungen der verschiedenen Bereiche des deutschen Bildungswesens nach: angefangen vom Elementarbereich über den Schulbereich, die berufliche Ausbildung, die Hochschule bis hin zur Weiterbildung.Hier die wichtigsten Ergebnisse mit Blick auf die Kitas zusammengefasst:

  • Leichter Anstieg der Geburtenzahlen in den letzten Jahren, trotz insgesamt langfristig rückläufiger Entwicklung. Waren in Deutschland zuletzt im Jahr 2004 mehr als 700.000 Kinder zur Welt gekommen, wurden 2014 715.000 Geburten verzeichnet; für die nächsten 5 Jahre wird diese Anzahl relativ stabil bleiben. Dies führt kurzfristig zu einem höheren Bedarf an frühkindlichen sowie mittelfristig an schulischen Bildungsangeboten, eine Entwicklung, die durch die aktuelle Zuwanderung schutz- und asylsuchender Familien mit Kindern zudem noch verstärkt wird.
  • Trotz Verringerung des Anteils der Kinder, die in Risikolagen aufwachsen, noch immer mehr
    als jede bzw. jeder vierte Minderjährige in Risikolagen.
  • Es sind weitere Anstrengungen nötig, um das Ziel zu erreichen, die Gesamtausgaben für Bildung,
    Forschung und Wissenschaft bis zum Jahr 2015 auf 10 % zu steigern.
  • Mit 515.000 pädagogisch Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen
    wurde ein neuer Personalhöchststand erreicht. Dennoch gibt es einen weiterhin anhaltenden Personalbedarf in Kindertageseinrichtungen.
  • Der Bedarf für Angebote der Kindertagesbetreuung für Kidner unter drei Jahren ist auch durch die Geburtenentwicklung weiterhin steigend.
  • Der zunehmende Umfang der Kinderbetreuung geht nicht zulasten der in der Familie verbrachten Zeit.
  • Weiterhin haben etwa ein Viertel der 5jährigen Kinder einen Sprachförderbedarf (mit Blick auf die dt. Sprache).
  • Die Migrationsspezifischen Segragationstendenzen in Kita und Schule bestehen weiterhin. Vor allem in Ballungsräumen kommt es gehäuft vor, dass ein Drittel der Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache Einrichtungen besuchen, in denen die Mehrheit der Kidner zu Hause ebenfalls nicht Deutsch spricht
  • Der Anteil der Kinder mitt Migrationshintergrund unter drei Jahren, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, hat sich seit 2009 verdoppelt, liegt mit 22 % allerdings immer noch unter den Anteilen von Kindern ohne Migrationshintergrund (38 %).
  • Einige Länder stellen zusätzliche Mittel für Kindertageseinrichtungen zur Verfügung, wenn sie Kinder mit Migrationshintergrund betreuen oder die Einrichtung von einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund besucht wird.
  • Sprachförderung im frühkindlichen Bereich und in der Schule wichtiger Teil der Bildungsarbeit. Seit 2008 haben sich die Länder verpflichtet, die sprachliche Bildung im Rahmen der pädagogischen Konzepte in Tageseinrichtungen zu implementieren.

Darüber hinaus benennt der Bildungsbericht zentrale Herausforderungen zur Entwicklung der Bildungslandschaft in Deutschland. Den Bericht und die Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier.

Menschenrechtsinstitut: In Deutschland geborene Kinder sollten Geburtsurkunde haben

Viele geflüchtete Frauen oder Eltern ohne Papiere besitzen kein offizielles Dokument, das die Geburt ihres Kindes in Deutschland belegt und seine Identität nachweist. Doch ohne eine Geburtsurkunde oder wenigstens einen Auszug aus dem Geburtenregister wird den Eltern und den betroffenen Kindern der Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen, Asylantragsstellung und vielem mehr erheblich erschwert oder gar verwehrt.
Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte veröffentlicht daher anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni 2016 gemeinsam mit dem Berliner Hebammenverband und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. die Informationen für Geflüchtete „So registrieren Sie Ihr neugeborenes Kind“. Die Informationen erscheinen auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi. Zielgruppen sind geflüchtete Frauen oder Eltern, die eine Berliner Geburtsklinik aufsuchen, aber auch an Geburt, Vorsorge und Registrierung beteiligte Fachkräfte, besonders in den Standesämtern.
„Die Politik muss dafür sorgen, dass auch Kinder von Geflüchteten ohne Papiere eine Geburtsurkunden erhalten“, erklärt Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention. Deutschland habe sich dazu mit Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet und erst 2014 gegenüber den Vereinten Nationen klar formuliert, dass jedes in Deutschland geborene Kind eine Geburtsurkunde erhalten soll. „Doch diese klare Regelung kommt in der Praxis offenkundig nicht an“, so die Menschenrechtsexpertin. Kinderärztinnen und -ärzte sowie Hebammen aus Berlin berichteten, dass sie immer wieder auf Familien träfen, die weder eine Geburtsurkunde noch einen Auszug aus dem Geburtenregister für ihr Neugeborenes hätten. Auf Landesebene müssten dazu dringend Verfahren entwickelt werden.
Kittel schlägt als Zwischenlösung vor, dass das Standesamt den Auszug aus dem Geburtenregister, der von vielen Behörden als amtliches Dokument anerkannt wird, automatisch an die Eltern von Neugeborenen ohne Papiere übergibt. „Mit dem Registerauszug könnten die Mütter für ihre Neugeborenen auch ohne Geburtsurkunde Untersuchungsscheine für Vorsorgeuntersuchungen erhalten und auch später bei anderen Stellen die Existenz ihres Kindes wenigstens belegen“, so die Leiterin der Monitoring-Stelle.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Menschenrechte vom 1.6.2016

Stellungnahme der BAGFW zum Referentenentwurf des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Mit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2009 als verbindliches Recht in Deutschland ist die Aufgabe verbunden, deren Vorgaben in Deutschland in nationales Recht umzusetzen. Dies stellt eine ge-samtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe dar, aus der sich umfängliche Herausfor-derungen für zivilgesellschaftliches Handeln auf den unterschiedlichsten sozial- und gesellschaftspolitischen Ebenen ergeben. In Ihrem Bericht nimmt die BAGFW zu ausgewählten Aspekten des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (NAP 2.0) Stellung. Einer dieser Aspekte ist das Thema Bildung, unter welchen die BAGFW vor allem im Schulsystem große Diskrepanz zwischen den geforderten und durchgeführten Maßnahmen feststellt und daraufhin Verbesserungen fordert.

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.

Integration durch Spiel: Einsatz von Spielmobilen an Flüchtlingsunterkünften gestartet

Im Rahmen des Projekts „Willkommenskultur durch Spiel – Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften“ haben am 2. Juni 2016 erstmals zwei der bundesweit über 350 rollenden Spielplätze an einer Notunterkunft in der Smetanastraße 31 in Berlin-Weißensee Halt gemacht. Die Kinder freuten sich über die bunte Ablenkung und hatten sichtlich Spaß am Spielen.
„Spielen ist für Kinder der Schlüssel zur Welt“, sagte Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek, der den Startschuss für die bundesweite Aktion gab. „Spielen bildet und hilft Kindern, sich zu entfalten und Grenzen zu überwinden. Alle Kinder haben das Recht, zu spielen. Sie brauchen geschützte Freiräume, in denen sie dieses Recht wahrnehmen können – auch und ganz besonders die Kinder in Flüchtlingsunterkünften.“
Ziel des Projektes ist es, Flüchtlingskinder an ihrem Wohnort aufzusuchen und sie durch kindgerechte Angebote für eine aktive Teilnahme an den spielerischen Bildungs- und Integrationsmaßnahmen zu gewinnen. Das Projekt soll sie mit den Lebensverhältnissen in Deutschland vertraut machen und sie mit Kindern aus der Nachbarschaft zusammenbringen. Das gemeine Spiel soll zugleich den Spracherwerb fördern.
„Mein Dank gilt den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Spielmobile“, betonte Dr. Kleindiek. „Mit dem Einsatz von Spielmobilen in Flüchtlingsunterkünften leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskultur und zur gesellschaftlichen Teilhabe der Flüchtlingskinder, die in Deutschland gut aufwachsen und sich hier wohl fühlen sollen.“ Der Staatssekretär appellierte an jene Spielmobile-Anbieter, die sich bisher noch nicht an dem Projekt beteiligen, das laufende Interessenbekundungsverfahren für eine Bewerbung zu nutzen.
An dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte (BAG Spielmobile) können sich alle der bundesweit rund 350 Spielmobile beteiligen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2016 - 2018). Insgesamt stehen 3 Millionen Euro zur Verfügung. An der Eröffnungsveranstaltung an der Notunterkunft in der Smetanastraße 31 in Berlin-Weißensee, der Turnhalle der Pablo-Picasso-Grundschule, haben sich die Spielmobile „Spielwagen Berlin 1035 e.V.“ aus Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg und „Der Spielwagen“ aus Berlin-Buch beteiligt.
Ergänzende Informationen über das Projekt und das Konzept der Spielmobile sind auf der Internetseite der BAG Spielmobile unter www.spielmobile.de zu finden.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 2.6.2016

Gleiche Lernchancen für alle im Ganztag? Fehlanzeige. Studie der Bertelsmann-Stiftung

Ganztagsschulen sollen Schüler individuell fördern. Doch es fehlen deutschlandweite Standards. Die Studie zeigt: Die Ausweitung der Lernzeit auf den Nachmittag passt oft nicht zur personellen Ausstattung in den Schulen.

Immer mehr Schulen in Deutschland stellen auf Ganztagsbetrieb um: Während vor 15 Jahren noch nicht einmal jede fünfte Schule auf ganztägige Bildung ausgerichtet war, sind es heute rund 60 Prozent. Der Ausbau war aber nicht an einheitliche Qualitätsstandards gekoppelt. Die Rahmenbedingungen für Ganztagsschulen unterscheiden sich daher stark zwischen den Bundesländern und den Schulstufen. Die Ressourcenausstattung an weiterführenden Schulen ist durchschnittlich schlechter als an Grundschulen. Das ist ein Ergebnis unserer aktuellen Studie, für die der Bildungsforscher Klaus Klemm und Dirk Zorn die Regelungen der 16 Bundesländer für Ganztagsschulen in gebundener Form verglichen haben. Die Studie ermöglicht erstmals eine differenzierte Abschätzung der Lernbedingungen an gebundenen Ganztagsschulen.

Die ausführliche Pressemitteilung und den Link zur Studie finden Sie hier.

Quelle: Bertelsmann Stiftung vom 28.04.2016, korrigiert am 02.05.2016

 

 

 Ausschreibungen und Fördermöglichkeiten

Wettbewerb für die inklusive Kinder- und Jugendarbeit

Mit dem Wettbewerb „Läuft bei uns. Ideen für die inklusive Kinder- und Jugendarbeit“ werden inklusive Aktionen für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre ausgezeichnet. Bewerben können sich außerschulische und sozialräumliche Freizeitangebote. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 19. September 2016. Die Auswahl trifft eine Jury. Zu gewinnen gibt es Preise in Höhe von 3.000 €, 2.000 € und 1.000 €.

Im Oktober wird eine Vorauswahl getroffen. Die Bewerber*innen aus dieser Vorauswahl sind herzlich zu einem Praxis-Seminar am 11. und 12. November 2016 eingeladen.  Spätestens im Dezember fällt die Entscheidung, wer die Preise bekommt.

Den Wettbewerb schreibt der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V. (bvkm) in Kooperation mit der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus. Er wird gefördert von der DAK Gesundheit. Die Preisgelder werden mit freundlicher Unterstützung vom Union Versicherungsdienst und von der Bank für Sozialwirtschaft zur Verfügung gestellt.

Die Jury besteht aus sechs Mitgliedern. Sie kommen aus den Bereichen Behindertenhilfe, Jugendhilfe, Praxis und Wissenschaft oder sind selbst Jugendliche mit und ohne Behinderung.

Qualität vor Ort - Bewerbungsverfahren für Netzwerke und Modellkommunen nun gestartet

Das Programm Qualität vor Ort unterstützt bundesweit 150 Netzwerke für frühe Bildung und 20 Modellkommunen dabei, die Qualität der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung lokal voranzubringen. Die Netzwerke und Modellkommunen profitieren bis zu 24 Monate lang von einer kostenfreien Unterstützung durch eine externe Prozessbegleitung und der Möglichkeit, auf zahlreichen Fortbildungen, Fachtagungen und durch Hospitationsreisen fachliche Impulse für ihre Arbeit zu bekommen.
Unter  www.qualitaet-vor-ort.org/bewerbung finden Sie Informationen zum Bewerbungsverfahren und die nötigen Unterlagen. Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiche Bewerbungen und daher auch besonders darüber, wenn Sie diese Information in Ihren Netzwerken streuen. Vielleicht haben Sie ja ein spezifisches Netzwerk im Blick, dem ein externer Blick und Begleitung gut tun würde? Oder eine Kommune, die sich gerade auf den Weg gemacht macht, ein Gesamtkonzept für frühe Kindheit zu konzipieren oder im Begriff ist zu implementieren? Dann sprechen Sie diese gerne konkret auf die Möglichkeit der Bewerbung an.

 Tipps und Links

Sonnenschutz kindgerecht vermitteln

Sonnenschutz ist wichtig, für Erwachsene und umso mehr für die sehr viel dünnere Kinderhaut. Kinder sollten schon möglichst früh mit dem Thema Sonnenschutz vertraut gemacht werden und Sonnenschutzmaßnahmen erlernen. Doch wie erklärt man kindgerecht, was es mit Muttermalen und Sonnenbrand auf sich hat und worauf beim Sonnenschutz zu achten ist? Auf der Website www.melanom-wissen.de steht ein „Sonnenschutz-Kit“ für Kita-Fachkräfte zum Herunterladen bereit, das bei der Aufklärung unterstützen kann. Ziel ist es, Kinder für die Bedeutung von Sonnenschutz zu sensibilisieren und ihnen das Thema spielerisch näher zu bringen. Hier finden Sie weiterhin eine Wissensbox mit Informationen für Ihre Fachkräfte und Eltern.

KomDat - neue Ausgabe im Schwerpunkt Ausgabenanstieg in der Kindertagesbetreuung

Die aktuelle Ausgabe befasst sich mit unterschiedlichen Themen. Es wird u.a. der Blick auf den Ausgabenanstieg in der Kindertagesbetreuung geworfen sowie die zunehmende Bedeutung der Eingliederungshilfen im Kontext der Schule herausgearbeitet. Im Beitrag zur "8a-Statistik" wird gezeigt, dass sich die Datenlage zu den Gefährdungseinschätzungen verbessert hat, die Wissenspotenziale aber noch nicht ausgeschöpft sind. Um zusätzliche Einsichten geht es auch in 2 weiteren Artikeln zur Kindertagesbetreuung: Am Beispiel NRW werden die Kita-Ergebnisse der amtlichen Statistik landesweiten Verwaltungsdaten gegenübergestellt. Abschließend wird der Blick nach Österreich und die hiesige Statistik zur Kindertagesbetreuung im Vergleich zu Deutschland gerichtet.

Das Heft steht hier zum Downlaod zur Verfügung.

Effektiver Schutz von Flüchtlingskindern

Viele der gewaltsam vertriebenen Menschen weltweit sind minderjährig und besonders schutzbedürftig. Gerade der Schutz unbegleiteter und von ihren Eltern getrennter Kinder mit konkreten Maßnahmen hat für UNHCR innerhalb seines Mandats eine hohe Priorität. Diese Gruppe effektiv zu schützen und ihre Rechte zu wahren stellt die europäischen Staaten vor eine große Herausforderung. UNHCR und UNICEF haben deshalb den Leitfaden „Safe & Sound“ entwickelt, der konkrete Maßnahmen vorschlägt, damit Behörden, öffentliche und private Einrichtungen im Umgang mit unbegleiteten Kindern von der Ankunft des Kindes bis zu einer dauerhaften Lösung stets im Sinne des Kindeswohls handeln.

Zum Leitfaden "Safe&Sound" in deutscher Sprache geht es hier.

Ratgeber für Eltern und Helfer*innen von traumatisierten Kindern mit Fluchterfahrung

Neu erschienen sind zwei Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) auf Arabisch, Englisch und Deutsch:

Der Ratgeber „Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen“ richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Helfer, die wissen möchten, wie sich traumatische Erkrankungen bemerkbar machen und wie sie mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umgehen können, die Schreckliches erlebt haben

Der Ratgeber „Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind?“ wendet sich an Eltern von Flüchtlingskindern, die wissen möchten, wie sie ihrem Kind helfen können, wenn es Schreckliches erlebt hat. Der Ratgeber enthält Informationen darüber, wie sich traumatisierte Kinder je nach Alter verhalten und zeigt an vielen konkreten Situationen, wie Eltern richtig reagieren können.

Die Ratgeber können auf der Homepage der BPtK heruntergeladen sowie bei der BPtK in gedruckter Form bestellt werden.

 

 

KiKA-Themenschwerpunkt: „Respekt für meine Rechte! – Umwelt schützen jetzt!“

Die Umwelt ist ein direktes Erbe, das eine Gesellschaft an ihre Kinder weitergibt. Daraus ergibt sich die Verpflichtung, für den Erhalt der Natur einzutreten, denn die Erwachsenen von morgen haben das Recht auf eine intakte natürliche Umgebung. Unter dem Titel „Respekt für meine Rechte! – Umwelt schützen jetzt!“ startet der Kinderkanal von ARD und ZDF daher ab 12. September 2016 ein umfassendes Informationsangebot.
Kindgerecht und unterhaltsam zeigt KiKA, wie wir die Natur besser schützen und unser eigenes ökologisches Handeln überdenken können. Die Themen Umwelt und Natur sind Kindern und Jugendlichen besonders wichtig, darin stimmen verschiedene aktuelle Studien überein (vgl. Bundesumweltamt „Umweltbewusstsein und Umweltverhalten junger Menschen“ Januar 2016, Shell-Studie „Jugend 2015“, Greenpeace „Nachhaltigkeitsbarometer 2015“).
„Umwelt- und Klimaschutz gehören zu den drängendsten Themen unserer Zeit, denn die Auswirkungen des Klimawandels verändern schon heute unser Leben spürbar. Als Ursache für Hunger, Elend und Flucht sind sie eng mit aktuellen politischen Krisen und Konflikten verbunden. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, mit unserem Planeten – und damit auch den Bedürfnissen unserer Mitmenschen in anderen Teilen der Welt – achtsam umzugehen. Der KiKA-Themenschwerpunkt 2016 soll das Bewusstsein schärfen, dass wir durch unser Handeln die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Zukunft sichern können“, so KiKA-Programmgeschäftsführer Michael Stumpf. „Als öffentlich-rechtlicher Sender fühlen wir uns in der Pflicht, einen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Debatte über Umweltschutz in Deutschland zu leisten und dabei ebenso die globalen Aspekte mit in den Fokus zu nehmen.“

Neben den TV-Programmen laden die KiKA-Onlineseiten die Zuschauer ein, selbst aktiv zu werden: Ab Mitte August sind Kinder aufgerufen, bei einer Mitmach-Aktion Beispiele für Naturschutz und Nachhaltigkeit einzusenden und Fotos ihrer ungewöhnlichen Ideen zusammen mit einer kurzen Beschreibung auf kika.de hochzuladen.
Neue Onlineseiten für Erwachsene mit medienpädagogischem Begleitmaterial: Als Partner von Schulen bietet KiKA wieder umfassende medienpädagogische Begleit- und Unterrichtsmaterialien an. Sendungen und Inhalte werden durch Hintergrundinformationen zum Thema „Respekt für meine Rechte! – Umwelt schützen jetzt!“ verlängert. Die Materialien stehen auf dem ab Mitte Juni inhaltlich, strukturell und optisch neu ausgerichteten Onlineangebot „KiKA für Erwachsene“ als Download zur Verfügung. Mit programmbegleitenden Informationen sowie themenbezogenen und medienpädagogischen Handlungsangeboten finden Eltern, Erzieher und Lehrer hier über den Themenschwerpunkt hinaus Anregungen, um unterrichtsrelevante Fragestellungen zu vertiefen.
Der Themenschwerpunkt „Respekt für meine Rechte! – Umwelt schützen jetzt!“ bietet vom 12. September bis 2. Oktober ein umfangreiches Informationsangebot bei KiKA und auf kika.de. Einen detaillierten Programmüberblick sowie zusätzliche Informationen, Ansichtsmaterial, Bilder und Texte, die in den nächsten Wochen nach und nach ergänzt werden, finden Sie in der KiKA-Presselounge auf kika-presse.de.

Quelle: Presseinformation des Kinderkanals von ARD und ZDF vom 3.6.2016

Wie lässt sich die Qualität Früher Hilfen in den Kommunen beschreiben und fortentwickeln?

Orientierung bietet der vorliegende Qualitätsrahmen Frühe Hilfen. Er wurde vom Beirat des NZFH als Beitrag zu einem dialogisch gestalteten Qualitätsentwicklungsprozess in den Kommunen entwickelt. Akteure in den Frühen Hilfen können ihn als Handwerkszeug nutzen und sich vor Ort am Diskurs über Merkmale und Gestaltungsmöglichkeiten einer guten Infrastrukturqualität Früher Hilfen beteiligen. Die 60-seitige DIN A5-Publikation steht zum Lesen und Herunterladen unter www.fruehehilfen.de zur Verfügung. Außerdem kann sie per E-Mail an order@bzga.de mit Angabe der Bestellnummer 16000177 kostenfrei angefordert werden.

Ideen für Bildungsaktivitäten mit Kindern aus Flüchtlingsunterkünften

Die Situation von Kindern in Unterkünften für Flüchtlinge stellt Fachkräfte und Freiwillige vor große Herausforderungen. Wie sollen sie den oftmals traumatisierten Kindern begegnen? Wie lassen sich die Sprachbarrieren überwinden? Wie lassen sich die Kinder integrieren? Darauf und auf viele andere Fragen gibt Regina Grabbet praktische Antworten. Aus ihrer reichen Erfahrung als Erzieherin, Lehrerin und in der Flüchtlingshilfe weiß sie: In ungewöhnlichen Zeiten sind kreative Ideen dringend nötig. Eine Fülle davon findet sich in dem im Burckhardtshaus Verlag erschienen Buch"Hallo, hallo, schön das ihr da seid", das vollgepackt ist mit Spielideen, Experimenten und vielen anderen konkreten Fördermaßnahmen etwa zu Sprache, Musik oder den Sinnen. So ist ein bedürfnisorientiertes Angebot entstanden, das Flüchtlingskindern Spaß bringt, sie in ihrer Entwicklung unterstützt und ihnen hilft, ihren schweren Alltag zu bewältigen.

Buchtipp: Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen und was die Kinder dazu sagen

Was passiert eigentlich, wenn gehörlose, blinde oder körperlich behinderte Menschen Eltern werden? Können diese Mütter und Väter ihre Kinder „normal“ aufziehen? Können sie es genauso „gut“ wie ihre Elternkollegen ohne Behinderung?

Cornelia Klößinger wendet sich direkt an die betroffenen Töchter und Söhne: Wie lernt man bei einem Vater im Rollstuhl das Inlinerfahren? Gibt es bei blinden Elternteilen Gute-Nacht-Geschichten? Wie betrachten die erwachsenen Kinder ihr Aufwachsen im Nachhinein? Ein spannender Abriss aus ganz unmittelbarer Perspektive!

Das Buch mit den kompletten Interviews finden Sie hier.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
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Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
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