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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Juli 2015
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Juli-Newsletter der DRK Kinderhilfe finden Sie Aktuelles aus von der Bundesebene sowie den Hinweis auf die aktuellen Plakate für die DRK-Kindertageseinrichtungen.

Nachdem der Sommer und die Ferien für einige Bundesländer nun da sind, kann die Urlaubssaison doch starten, oder? Nicht alle Familien können einen gemeinsamen Urlaub in naher oder weiter Ferne zusammen gestalten. Aktuelle Studien zeigen, dass rund jedes sechste Kind unter drei Jahren in Deutschland in Armut aufwächst. Für die Hälfte dieser Kinder ist Armut keine Episode in ihrem Leben, sondern ein anhaltender Dauerzustand. Kita-Teams unterstützen Kinder beispielsweise, indem sie das Thema pädagogisch aufgreifen und reflektieren. Armutssensible Fachkräfte lassen Kindern Zeit über all ihre Ferienerlebnisse zu sprechen anstatt zu fragen "Wie war es im Urlaub?", damit Kinder die nicht verreisen konnten, nicht zusätzlich benachteiligt werden. Viele DRK- Kindertageseinrichtungen, Horte und offene Ganztagsschulen bieten zudem alternative Aktionen oder Ausflüge für Kinder an, an denen auch von Armut betroffene Kinder dank Spendengeldern teilhaben können. Einen großen Dank für die präventive Arbeit der Fachkräfte und an die Spender_innen.

Im letzten Newsletter fehlte versehentlich der Link zur Bestellmöglichkeit der GEW Publikation "Index für Inklusion in Kindertageseinrichtungen". Diesen finden Sie nun hier.

Großes Lesevergnügen wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

Plakate zum Profil der DRK-Kindertageseinrichtungen

„Wir können etwas bewegen“ – mit diesem Motto startet die neue Plakatreihe für DRK-Kindertageseinrichtungen. Die öffentlichkeitswirksamen Plakate informieren zum Profil der DRK-Kindertageseinrichtungen. Mit ihrem interaktiven Design laden Sie Kinder und Erwachsene zum Anschauen und darüber austauschen ein. In der unteren Bildleiste finden sich dafür auf vier Plakaten Zeichnungen, die jeweils eine Aussage aus dem jeweiligen Profilelement verdeutlichen. Das Plakat zur Bedeutung der Rotkreuz- und Rothalbmondgrundsätze für die pädagogische Arbeit illustriert die sieben Grundsätze zusätzlich mit kindgerechten Kreidezeichnungen auf einer Schiefertafel. Alle Plakate eigenen sich so für den Austausch im Team, mit Kindern und Eltern über Ihre DRK-Kindertageseinrichtung(en).

Die Plakate sind jeweils im 5er Set zu den fünf Profilelementen zusammengestellt: Anwaltschaftliche Vertretung, Inklusion, Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt, Interne Vernetzung sowie Pädagogische Bedeutung der Rotkreuz-Grundsätze.

Unter www.rotkreuzshop.de können Sie die DIN A2 Plakate unter der Artikelnummer 882175 jeweils im Set mit 15 Plakaten (3x5)= 1 VE für Ihre Kindertageseinrichtungen bestellen.

Alle fünf Plakate im A4 Format können Sie natürlich auf unserer Website ansehen.

 

 

 

Bundestagsfrühstück am 18.06.2015

Im Juni fand das 25. Rotkreuz-Frühstück für Bundestagsabgeordnete im Berliner Reichstag statt. In angenehmer Frühstücks-Atmosphäre hatten die Abgeordneten hier die Möglichkeit vor ihrem Parlamentstag mit Vertreter_innen aus dem DRK ins Gespräch zu kommen. Ein Thema der Versantaltung war mit Schwerpunkt "Bildung fördern - Kinderrechte stärken" auch die DRK-Kindertagesbetreuung.

Hier aus der Rede des Präsidenten Dr. Rudolf Seiters zum o.g. Schwerpunkt:

"Für das DRK verbindet sich mit dem Grundsatz der Menschlichkeit und mit der darin festgelegten Achtung der Würde des Menschen unabdingbar, den Menschen als Inhaber eigener Rechte und damit auch eigener Ansprüche zu sehen. Aus unserer Sicht ist der Mensch damit viel mehr als nur ein Empfänger von Unterstützung, der auf das Wohlwollen der Helfenden angewiesen ist. Das gilt für jeden Menschen - von Anfang an. Gesundes Aufwachsen ist die Basis für alle Entwicklungs- und Bildungsprozesse der Kinder. Kinder brauchen sichere Orte und verlässliche Bezugspersonen, die ihnen emotionale Sicherheit bieten. Diese finden die meisten Kinder in ihren Familien. Wir wissen inzwischen aber auch sehr viel über die entscheidende Rolle, die die Kindertagesbetreuung für eine gelingende Entwicklung von Kindern und zum Ausgleich sozialer Benachteiligung in der Bildung spielt. Kinder, insbesondere kleine Kinder, können diesen ersten wichtigen Übergang von der Familie in eine Institution – die Kita – gut bewältigen und verarbeiten, wenn er von Seiten der Fachkräfte professionell gestaltet ist."

Dr. Seiters verwies in der Rede auf die begleitenden Unterlagen für die Abgeordneten, insbesondere auf das DRK Positionspapier "Qualität in Kindertageseinrichtungen". Im Nachgang zur Rede ergaben sich interesessante Tischgespräche mit den Abgeordneten rund um das DRK und seine Angebote. Wir haben diese Gelegenheit genutzt, das DRK als bundesweiten Trägerverband der Kindertagesbetreuung vorzustellen und den Abgeordneten unsere Positionen zum qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung näher zu bringen.

 

 

DRK Publikation "Ein Verband - viele Chancen" verbandliche Positionen zur Inklusion und Teilhabe

Spätestens seitdem die UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 in Deutschland geltendes Recht geworden ist, sind Inklusion und Teilhabe in aller Munde. Aber was meinen diese beiden Begriffe? Was bedeuten sie konkret für die Wohlfahrtspflege unseres Verbandes?´

Dieses Positionspapier richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte der DRK-Wohlfahrtspflege. Es erläutert, was wir unter Inklusion und teilhabe verstehen, um alle dabei zu unterstützen, sich in der Debatte zurecht zu finden und eigene Ideen entwickeln zu können. Der Verband soll im Umgang mit dem Thema gestärkt werden. Nach einer übergreifenden Verständigung wird in Kapitel 4 der Fokus auf einzelne Tätigkeitsfelder, wie auch der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gelegt und Wege zu einer inklusiveren DRK-Wohlfahrtspflege vorgeschlagen. Die Erarbeitung des Papiers geht unter anderem auf eine Initivative aus der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zurück. Den Wunsch nach einer verbandlichen gemeinsamen Verständigung zur Inklusion und Teilhabe sind wir mit diesem Papier einen Schritt näher. Das Positionspapier ist sehr gut für die innerverbandliche Auseinandersetzung gedacht, zeigt aber auch nach außen das Verständig, welches das DRK von Inklusion und Teilhabe hat.

Für das Tätigkeitsfeld der Kindertagesbetreuung wird im Herbst die Handreichung "Inklusion in DRK-Kindertageseinrichtungen" als eines der fünf Profilelemente der DRK-Kinder-, Jugend- und Familienhilfe erscheinen.

Praxisbeispiel - Freundenachmittag in der Kita für Familien mit Fluchterfahrungen

Die DRK Kita "Kinderland im Kreisverband Parchim e.V. in Mecklenburg-Vorpommern ist ein interkultureller Lern- und Lebensraum. Hier spiegelt sich die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Die Fachkräfte wertschätzen jede Kultur. In dem Beitrag des NDR vom 29.05.2015 kann man am Beispiel des Freundenachmittags sehen, wie das in der Kita "Kinderland" gelingt.

Werden Sie Fan von Wertebildung in Familien

Wertebildung in Familien - ein Projekt der Familienbildung in Trägerschaft des DRK-GS, gefördert vom BMFSFJ - startete 2008 mit 15 bundesweit verteilten Standorten als Praxisprojekt. 2014 schlug Wertebildung in Familien einen neuen Weg ein: den virtuellen Dialog mit Eltern und Fachkräften auf Facebook. Machen Sie sich ihr eigenes Bild davon und schauen Sie vorbei unter www.facebook/com/wertebildunginfamilien. Umfangreiche Informationen und Materialien finden Sie auf der vollständig überarbeiteten Homepage www.wertebildunginfamilien.de. Wir freuen uns!

 Fördermittel und Ausschreibungen

Bundesprogramm "Sprach-Kitas" - Interessenbekundungsverfahren gestartet


Alltagsintegrierte sprachliche Bildung in Kitas ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengerechtigkeit. Im Januar 2016 startet das neue Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Das Interessenbekundungsverfahren zum neuen Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" ist gestartet und läuft bis zum 31. Juli 2015. Interessierte Kindertageseinrichtungen  können sich unter folgendem Link an der Interessensbekundung beteiligen:

http://www.fruehe-chancen.de/sprach-kitas/

Der Themenschwerpunkt der sprachlichen Bildung aus dem Voläuferprogramm "Sprache & Integration" wird um zwei Vertiefungsthemen erweitert:

Inklusive Bildung:

In vielen Kindertageseinrichtungen werden Ansätze inklusiver Pädagogik, der Umgang mit Vielfalt und eine Orientierung an den persönlichen Stärken der Kinder bereits erfolgreich eingesetzt. Darin liegen große Potenziale für die sprachliche Bildung. Indem Kinder die eigene Identität entdecken, sich über Gedanken und Gefühle austauschen und Regeln aushandeln, werden auch die kommunikativen Kompetenzen gefördert.

Zusammenarbeit mit Familien:

Die Art und Weise, wie pädagogische Fachkräfte auf Familien zugehen und wie beide Gruppen kooperieren, ist für die sprachliche Bildung ebenfalls von großer Bedeutung. Im Gespräch mit den Eltern können die pädagogischen Fachkräfte Tipps für die sprachliche Anregung von Kindern zu Hause geben. Durch die gezielte Einbindung von Elternbegleitern aus dem Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ ergeben sich beispielweise neue Möglichkeiten der Vernetzung. Der Umgang mit vielfältigen Familienkulturen gehört ebenso zum Handlungsfeld wie die „Willkommenskultur“ in der Einrichtung. Vor dem Hintergrund steigender Flüchtlingszahlen stellt sich für viele Einrichtungen auch die Frage, wie sie mit spezifischen Bedarfen von Flüchtlingskindern und ihren Familien umgehen.

Als wesentliche strukturelle Weiterentwicklung sieht das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ die Einbeziehung der Fachberatung vor.
Die Wirkung der zusätzlichen Fachkraft in den Kindertageseinrichtungen soll durch eine kontinuierliche prozessbegleitende, zusätzliche Fachberatung gestärkt werden. Deshalb werden neben den Sprachexpertinnen und Sprachexperten zusätzliche Fachkräfte auf Ebene der Fachberatung der beteiligten Kitas gefördert. Diese sind dann für die Themensprachliche Bildung, Zusammenarbeit mit Familien und inklusive Bildungverantwortlich. Die zusätzliche Fachberatung soll für einen regionalen Verbund von grundsätzlich 10-15 „Sprach-Kitas“ zuständig sein.

Können bereits angestellte Fachberatungen aus den Mitteln des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ refinanziert werden oder muss eine neue Fachberatung eingestellt werden?
Bereits angestellte Fachberatungen können nicht aus den Mitteln des Bundesprogrammes „Sprach-Kitas“ refinanziert werden, sondern müssen zusätzlich sein. Neben der Neueinstellung ist auch eine Erhöhung des Stellenumfangs einer geeigneten Teilzeitkraft möglich. Wird eine bereits beschäftigte, geeignete Fachberatung im neuen Aufgabenfeld tätig, übernimmt eine neu eingestellte oder "aufgestockte" weitere Fachberatung ihre bisherigen Aufgaben.

Fortsetzung des Programms „Betriebliche Kinderbetreuung“

Die starke Nachfrage im Bundesprogramm "Betriebliche Kinderbetreuung" hat gezeigt, wie hoch die Bereitschaft der Unternehmen ist, aktiv für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu werden. Mit der Fortsetzung unterstützt das BMFSFJ mit konkreten Anreizen weiterhin Unternehmen, die sich für die Betreuung der Kinder ihrer Mitarbeiter_innen engagieren.

Die Förderung ist als maximal zweijährige Anschubfinanzierung für neue betriebliche Kita-Gruppen konzipiert, um die Startphase zu erleichtern. Gefördert werden die Betriebskosten für neu eingerichtete betrieblich unterstützte Kinderbetreuungsplätze für unter dreijährige Kinder in neuen Kinderbetreuungsgruppen. Die Förderung erhalten die Träger der Kinderbetreuungseinrichtungen. Das können die Unternehmen selbst sein oder die Kinderbetreuungseinrichtungen, mit denen die Arbeitgeber zur Schaffung neuer Betreuungsplätze kooperieren. Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber aller Unternehmensgrößen mit Sitz in Deutschland, insbesondere an Kooperationen von kleinen und mittleren Unternehmen. Neben Unternehmen können sich auch Körperschaften und Stiftungen des privaten Rechts an dem Programm beteiligen. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen, gemeinnützigen oder privat-gewerblichen Trägern von Kinderbetreuungsangeboten ist möglich und entlastet Unternehmen bei der Organisation ihrer Kinderbetreuungsplätze. Ganztags-, Teilzeit- und Halbtagsplätze sind förderfähig. Auch betriebliche Kinderbetreuungsplätze in 24-Stunden-Kitas werden gefördert. Für einen neu geschaffenen Ganztagsbetreuungsplatz werden 400 Euro pro Monat als Zuschuss zu den laufenden Betriebskosten gezahlt. Insgesamt können die Unternehmen während des Förderzeitraums eine Unterstützung von bis zu 9.600 Euro pro Betreuungsplatz erhalten.

Über die kostenlose Hotline 0800 / 0 00 09 45 der Servicestelle „Betriebliche Kinderbetreuung“ können sich Unternehmen, Träger von Betreuungseinrichtungen und andere Interessierte über unterschiedliche Möglichkeiten betrieblicher Kinderbetreuung und das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ informieren. Mehr Informationen zum Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung“ findet ihr zudem http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp?id=632

Ministerium plant Förderprogramm "KitaPlus"

Bundesfamilienministerin Schwesig will den Aufbau von Kitas mit verlängerter Öffnung unterstützten. Kindertagesstätten sollen künftig häufiger eine Betreuung auch am Abend oder in der Nacht anbieten. Für ein entsprechendes Förderprogramm will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) in den Jahren 2016 bis 2018 bis zu 100 Millionen Euro bereitstellen. «Für Menschen, die im Schichtdienst arbeiten – im Krankenhaus oder in der Pflege, als Polizisten oder im Einzelhandel – ist es wichtig, dass es auch in sogenannten Randzeiten eine Möglichkeit gibt, die Kinder gut betreut zu wissen», sagte sie der Chemnitzer «Freien Presse» (04.07.2015).
Nach telefonischer Rücksprache mit dem Ministerium geht es nicht um eine längere Betreuung der Kinder, sondern um Angebote zu anderen Zeiten. Für das im Herbst startende Interessenbekundungsverfahren muss von den interessierten Trägern eine konkrete Bedarfsanalyse und ein pädagogisches Konzept vorgelegt werden, welches auch feste Bezugspersonen für Kinder garantiert. Es gehe vor allem darum, Alleinerziehenden mehr Sicherheit zu bieten oder aber Arbeitssuchenden Menschen den Wiedereinstieg in den Job zu ermöglichen, auch wenn dieser nur in Schichtarbeit möglich ist. Eine Ausdehnung der Betreuungszeiten für die einzelnen Kinder ist damit nicht intendiert.

Weiterführende Informationen erhalten Sie voraussichtlich im August oder September Newsletter. In Anbetracht der gemeinsamen DRK-Fachpositionierung "Qualität in der Kindertagesbetreuung"   (S.23) für kindeswohlorientierte Betreuungszeiten, werden etwaige Konzepte darauf zu prüfen sein, ob sie sich flexibel, situations- und altersgerecht dem individuellen Bedarf des Kindes und der Familie anpassen.

Bundesprogramm Kindertagespflege geht 2016 weiter

Die Kindertagespflege ist als familiennahe und flexible Betreuungsform nicht mehr wegzudenken. Seit Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren im August 2013 ist sie neben den Kitas eine wichtige Säule der Kindertagesbetreuung in Deutschland – und für viele Familien eine attraktive und bedarfsgerechte Betreuungslösung.

Auch zukünftig soll die Kindertagespflege weiter gestärkt und qualitativ weiterentwickelt werden. Da-her legt das BMFSFJ das Bundesprogramm Kindertagespflege auf, das im Januar 2016 starten wird. Angesprochen sind zunächst die Kommunen, die diese Aufgabe aber auch in Kooperation mit Freien Trägern übernehmen können.

Das Deutsche Jugendinstitut hat aufbauend auf dem bisherigen Qualifizierungshandbuch ein kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch (QHB) mit 300 Unterrichtseinheiten erarbeitet, das Tagespflegepersonen besser auf ihre Tätigkeit vorbereitet und ihnen neue berufliche Perspektiven eröffnet. Kommunen, die neue Tagespflegepersonen nach dem QHB qualifizieren oder bereits tätigen Tagespflegepersonen eine Weiterqualifizierung ermöglichen möchten, können Fördermittel über das Bundesprogramm Kindertagespflege beantragen.

In einem regionalen Entwicklungsplan sollen die teilnehmenden Kommunen Maßnahmen und Ziele zur Umsetzung des QHBs und zur Einbindung relevanter Akteure, insbesondere zur Kooperation zwischen Kindertagespflege und Kitas, festgehalten werden. Zusätzlich sind durch die Kommunen mindestens zwei Handlungsfelder zur Weiterentwicklung der strukturellen Rahmenbedingungen in Kindertagespflege auszuwählen und im Programmverlauf umsetzen. Das Bundesprogramm Kindertagespflege fördert eine Funktionsstelle (max. 100 Prozent Stellenanteil), die die kommunale Qualitätsentwicklung in der Kindertagespflege unterstützt und die Umsetzung der ausgewählten Handlungsfelder koordiniert. Sie ist zu einem Teil beim öffentlichen bzw. freien Träger und zum anderen Teil bei einem Bildungsträger bzw. einer Fachschule angesiedelt. Der Bund beteiligt sich außerdem finanziell an der Durchführung von Qualifizierungskursen nach dem QHB mit 300 Unterrichtseinheiten bzw. der Anschlussqualifizierung mit mind. 140 Unterrichtseinheiten.

Daneben führt das Bundesprogramm Kindertagespflege erfolgreiche Elemente des Aktionsprogramms Kindertagespflege weiter:
Online-Beratung Kindertagespflege - Kompetente Beratung zu rechtlichen und inhaltlichen Fragen zur Kindertagespflege
Online-Handbuch Kindertagespflege (www.handbuch-kindertagespflege.de) - Grundlagen und aktuelle Informationen rund um die Kindertagespflege für Tagespflegepersonen, Eltern, Kommunen und Ämter, Jobcenter und Arbeitsagenturen, Betriebe und Unternehmen sowie freie Träger und Wohlfahrtsverbände.

Antragsverfahren und Kontakt
Aktuell werden die Fördereckpunkte entwickelt und das Antragsverfahren vorbereitet. Bei Fragen rund um das Bundesprogramm steht Ihnen die Servicestelle „Kindertagespflege“ unter 030-25923760 sowie servicestelle@bundesprogramm-kindertagespflege.de zur Verfügung.

 Fachpolitisch Aktuelles

Bundestag verabschiedet Präventionsgesetz

Der Deutsche Bundestag hat am 18.06.15 das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) verabschiedet. Dieses soll zum 1. Januar 2016 In Kraft-Treten und wird auch für Kinder, Familien, Träger und Fachkräfte von und in Kindertageseinrichtungen einige Neuerungen mit sich bringen. 

Inwiefern betrifft der Gesetzesentwurf Kinder und Tageseinrichtungen für Kinder?

  • Mit dem Gesetz sollen u. a. die Lebenswelten Kita und Schule gestärkt und vermehrt Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung vorgehalten werden. Dazu zählt z. B. die Bewegungsförderung in der Natur – in der Kita z. B. ein Erleben mit allen Sinnen oder in der Schule die Verlagerung des Unterrichts nach draußen oder die Einbindung von Aktivitäten in den Unterricht und in die Pausen.
  • Die Vorsorge-Untersuchungen (U- und J-Untersuchungen) beim Kinder- oder Hausarzt sollen künftig bis zum 18. Lebensjahr möglich sein. Die Entscheidung über mögliche neue Untersuchungen und deren Ausgestaltung trifft der Gemeinsame Bundesausschuss.  
  • Die derzeit vorrangig auf die Krankheitsfrüherkennung ausgerichteten Vorsorge-Untersuchungen sollen zukünftig verstärkt auch die Erfassung von gesundheitlichen Belastungen und Risikofaktoren sowie eine präventionsorientierte Beratung beinhalten.
  • Familien und Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf sollen durch die Ärztin oder den Arzt im Rahmen der Gesundheitsuntersuchungen zukünftig auf örtliche und regionale Unterstützungs- und Beratungsangebote hingewiesen werden.
  • Auch hinsichtlich des Impfschutzes als Bestandteil der Gesundheitsuntersuchungen ist die Beratung durch den Kinder- oder Hausarzt der richtige Weg, um einen frühzeitigen Schutz der Kinder und Jugendlichen zu erreichen und gefährlichen Krankheiten, wie z.B. Masern, vorzubeugen. Beim Auftreten von Masern in einer Gemeinschaftseinrichtung (z. B. Kita, Schule, Hort) können die zuständigen Behörden ungeimpfte Kinder vorübergehend ausschließen.Die Ausgestaltung dieser Regelung wird den Ländern überlassen!
  • Das Präventionsgesetz enthält daneben eine Änderung des § 45 SGB VIII. So soll eine Betriebserlaubnis nur noch erteilt werden, wenn die Einrichtung nicht nur die gesellschaftliche und sprachliche Integration, sondern auch ein gesundheitsförderliches Lebensumfeld unterstützt und dies konzeptionell verankert ist. (Wie das auszulegen ist, ist noch nirgendwo konkret beschrieben - Info lediglich auf Seite 46 des Gesetzesentwurfes)

Was ist darüber hinaus für Träger interessant?

  • Ein Schwerpunkt des Präventionsgesetzes ist die Förderung der Prävention im Betrieb. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sollen in den Fokus der Leistungen der Krankenkassen rücken. Mit einem Mehr an Leistungen – verbunden mit der Verbesserung der Beratung und Unterstützung sowie einer engeren Verknüpfung mit dem Arbeitsschutz – sollen deutlich mehr Unternehmen mit Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung erreicht werden. 

Weiterführende Informationen erhalten sie über diesen Newsletter im Laufe des Jahres. Den im Bundestag beschlossenen Gesetzestext sowie die DRK-Stellungnahme zum letzten Gesetzesentwurf finden Sie mit den unterlegten Links.

Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung auf 694 500 gestiegen

Zum 1. März 2015 wurden 694 500 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren dies 31 800 Kinder beziehungsweise 4,8 % mehr als im Vorjahr, nachdem es zwischen dem 1. März 2013 und dem 1. März 2014 einen Anstieg von 10,6 % (+ 64 000 Kinder) gegeben hatte. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.

Die vollständige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes finden Sie hier.

Kind ist Kind! - Umsetzung der Kinderrechte für Kinder und Jugendliche nach ihrer Flucht

In dem vom Vorstand der AGJ am 25./26. Juni d. J. verabschiedeten Papier wird kritisiert, dass trotz der Rücknahme der Vorbehaltserklärung Deutschlands zur UN-Kinderrechtskonvention nicht ausreichend erkennbar ist, dass für alle hier lebenden jungen Menschen - unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus - das gleiche Recht gilt. Das Positionspapier macht daher auf zentrale Defizite im Umgang mit jungen Flüchtlingen aufmerksam und fordert ein, ihre Rechte auf angemessene Gesundheitsversorgung, Bildung, Information, soziale Sicherung, Schutz vor Gewalt, Teilhabe und Beteiligung umzusetzen. Ebenso wird eine konsequente Beteiligung der Kinder- und Jugendhilfe an Aufnahme- und Asylverfahren von Familien mit Kindern verlangt, damit diese ihre anwaltschaftliche Funktion für die Belange von allen Kindern und Jugendlichen angemessen wahrnehmen kann. Das DRK ist Mitglied der AGJ und hat an der Erarbeitung mitgewirkt. Das Positionspapier finden Sie hier.

BAG LJÄ - neue Handlungsleitlinien

Auf Ihrer 118. Arbeitstagung im Juni 2015 beschlossen die Landesjugendämter unter anderem die Handlungsleitlinien „Sexuelle Grenzverletzungen, Übergriffe und Gewalt in betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen nach §§ 45 ff. SGB VIII“, die sich inhaltlich an den Vorgaben des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch orientieren. Sie richten sich an Einrichtungen der Erziehungshilfe, Einrichtungsträger, betriebserlaubniserteilende Behörden sowie an die örtlich- und fallzuständigen Jugendämter. Das Papier beschreibt die fachlichen Rahmenbedingungen für einen angemessenen Umgang mit dem Thema sexuelle Gewalt, stellt Präventions- und Schutzkonzepte dar und weist auf erforderliche Interventionsmaßnahmen hin. Die Handlungsleitlinien leisten einen Beitrag zur Erfüllung des Beratungsanspruchs der freien Träger und des Schutzauftrages nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.

DIVSI U9-Studie: Kinder in der digitalen Welt

Dürfen Kinder (unbeaufsichtigt) ins Internet? Sollen Eltern ihre Kinder überhaupt ins Internet lassen, sie gar dort hinführen? Wenn ja – ab wann? Wie lange? Und: Was machen Kinder eigentlich im Internet?

Fragen dieser Art stehen immer häufiger im Fokus der aktuellen öffentlichen Diskussion. Wissenschaftlich untermauerte Antworten darauf gibt die hier vorgelegte DIVSI U9-Studie. Die Untersuchung hat Kinder zwischen 3 und 8 Jahren in den Blick genommen. Sie bietet damit eine konsequente Ergänzung der Erkenntnisse aus unserer U25-Studie, die das Verhalten der 9- bis 24-Jährigen in der digitalen Welt und ihre Einstellungen dazu erforscht hat. Das Besondere dieser Studie liegt darin, dass die Kinder selbst zu Wort kommen – es wurden also nicht nur Eltern, Erzieher und Lehrer befragt.

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis vorneweg: Die Frage nach dem „Ob“ ist in der Praxis abgehakt und realitätsfremd. Kinder bewegen sich bereits autark in der digitalen Welt. Rund 1,2 Millionen 3- bis 8-Jährige sind regelmäßig online. Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können, erkennen entsprechende Symbole, die ihnen den Aufruf von Webangeboten ermöglichen.

Generell lässt sich festhalten, dass bei fast allen Kindern ein grundsätzliches Interesse an digitalen Medien besteht. Dabei sind der Zugang zum Internet und die Ausstattung mit Geräten weitgehend unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Einkommensunterschiede haben keinen Einfluss darauf, ob Kinder Spielekonsolen, Smartphones und Computer bzw. Laptops nutzen.

Wird sich künftig also die oft proklamierte Chancengleichheit, deren Förderung der Digitalisierung zugeschrieben wird, voll entfalten?

Die Ergebnisse der Studie lassen hier gleichwohl eher ein Nein vermuten. Denn für die tatsächlichen Startvoraussetzungen in eine Zukunft, in der Vieles nicht ohne Digitales gehen wird, spielt die technische Ausstattung keine entscheidende Rolle.

Die gesamte Studie kann man hier nachlesen.

Quelle: Pressemitteilung des DIVSI, 23.06.2015 www.divsi.de

 

 

 Veranstaltungen

Nächste pfv-Bundesfachtagung vom 25.-26.09.2015 in Erfurt

Die diesjährige Bundesfachtagung des Pestalozzi-Fröbel-Verbandes widmet sich dem Thema „Pädagogische Lebenswelten älterer Kinder – zwischen Anspruch und Wirklichkeit” und somit einer in den letzten Jahren vielfach in den Hintergruns gerückten Zielgruppe. Im Zentrum der differenzierten Auseinandersetzung stehen die Interessen und Bedürfnisse älterer Kinder sowie die Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung und Förderung in unterschiedlichen Lebensbereichen. Spannende Fachvorträge und Foren drängen sich aneinander, wie im Programm zu lesen ist. Die Fachtagung findet diesmal in Kooperation mit der Fachhochschule und der Universität Erfurt statt. Anmeldungen sind ab sofort über die Website möglich, - das Online-Formular ist frei geschaltet!

 Tipps und Links

175 Jahre Kindergarten in Deutschland - Sonderbriefmarke

Am 26. Juni 2015 wurde bei einem Festakt in Bad Blankenburg die Sonderbriefmarke „175 Jahre erster Kindergarten in Deutschland“ vorgestellt.

Im Jahr 1840 wurde in Blankenburg in Thüringen die erste Kindertageseinrichtung Deutschlands gegründet. Gestiftet wurde diese von Friedrich Wilhelm August Fröbel, dem „Begründer“ des Kindergartens. Anlässlich des Jubiläums „175 Jahre Kindergarten“ fand am 26. Juni 2015 ein Festakt in Bad Blankenburg statt. Unter anderem wurde dabei die Sonderbriefmarke „175 Jahre erster Kindergarten in Deutschland“ vorgestellt.

Mehr dazu hier: http://www.fruehe-chancen.de/was-politik-leistet/175-jahre-kindergarten/

Sonnenschutz für Kinder - ohne Wenn und Aber

Mit nur wenigen Vorsichtsmaßnahmen können auch Kinder sonniges Wetter in vollen Zügen genießen. Für Babys sollte direkte Sonne jedoch tabu sein.

Die Haut von Säuglingen und Kleinkindern ist besonders empfindlich - auch und vor allem, wenn es um UV-Strahlung geht. Denn sie ist noch sehr dünn und der UV-Eigenschutz der Haut muss sich in den ersten Lebensjahren erst noch entwickeln. Gleichzeitig brauchen Kinder aber auch möglichst viel Gelegenheit, sich im Freien austoben und bewegen zu können. Sie sind also naturgemäß der UV-Strahlung in besonderem Maße ausgesetzt.

Doch wenn Sie einige "Verhaltensregeln" beachten und Ihr Kind - auch durch Ihr Vorbild - mit wichtigen Schutzmaßnahmen vertraut wird, können Sie den schädlichen Einflüssen der Sonne und damit langfristigen Sonnenschäden wirkungsvoll vorbeugen.

Mehr Informationen zum Sonnenschutz für Kinder finden Fachkräfte und Eltern zum Beispiel auf der Website der BZgA zur Kindergesundheit.

Stellen Sie aus den fachlich gesicherten Informationen der Website Ihre eigenen Infopakete zusammen. Maßgeschneidert für Ihre Arbeit mit Eltern und Familien und mit Ihnen als Absender. Mehr hier.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de, http://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/kinderhaut-schuetzen/ (Auszug), CC BY-NC-ND

Nudeln, Würstchen oder Obst - Welche Lebensmittel essen Kinder heutzutage tatsächlich und wie viel?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung führt repräsentative Bevölkerungsbefragung zum Lebensmittelverzehr von Kindern durch.

Die Kinder-Ernährungsstudie zur Erfassung des Lebensmittelverzehrs (KiESEL) vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Kooperation mit der KiGSS Welle 2 des Robert Koch-Instituts (RKI) ist gestartet. Dazu besuchen BfR-Interviewerinnen in einem KiESEL-Mobil 1.000 Kinder aus ganz Deutschland, um die Eltern zum Lebensmittelverzehr ihrer Kinder zu befragen, die Kinder zu wiegen und zu messen. Die Daten fließen in die BfR-Risikobewertung von Lebensmitteln ein. „Die aktuelle Studie soll uns in die Lage versetzen, unsere Risikobewertungen auf dem aktuellen Ernährungsverhalten von Kindern aufzubauen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Die letzte deutschlandweite repräsentative Befragung zur Erhebung von Verzehrsdaten bei Kindern dieser Altersgruppe wurde vor zwölf Jahren durchgeführt (VELS-Studie). Mit der KiESEL-Studie werden die Daten nun aktualisiert. Erste Ergebnisse sollen 2018 vorliegen. Mehr unter http://www.bfr.bund.de/de/kiesel-studie.html

Quelle: Pressemitteilung BfR, 22.06.2015

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


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