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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Dezember 2017
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

das Jahr neigt sich dem Ende. In unseren Newslettern Kinderhilfe 2017 haben wir über eine Vielzahl bundespolitischer Entwicklungen informiert, viele Tipps und Anregungen für die Praxis gegeben und darauf aufmerksam gemacht, wie sich das DRK als Verband politisch für Kinder, Familien und Fachkräfte einsetzt.

Im Jahr 2018 wird uns  fachpolitisch das Thema Fachkräfteentwicklung ebenso beschäftigen, wie die Interessenvertretung für ein Bundesqualitätsgesetz und damit eine stetige Beteiligung des Bundes an der Finanzierung qualitativ hochwertiger Angebote in der Kindertagesbetreuung. Im Rahmen des verbandsinternen Profilbildungsprozesses im Hauptaufgabenfeld werden sich Fachkräfte, Fach- und Praxisberatungen und Referent*innen mit dem Thema Vernetzung beschäftigen. Entstehen wird eine Handreichung für die Praxis von der Praxis. Im Projekt "Demokratie leben -von Anfang an!" - Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen werden viele Ideen zu Maßnahmen heranwachsen. Wir freuen uns darauf und auch über ein stetes und gesundes des Arbeitsfeldes Kindertagesbetreuung im DRK.

Wir danken allen Fachkräften, Fach-und Praxisberater*innen und Landesreferent*innen für Ihr Engagement, ihre Ideen und die tolle Zusammenarbeit als Anwälte für Kinder und Familien. Diese möchten wir ebenso motiviert in 2018 fortsetzen. Über Rückmeldungen und Anregungen zu diesem Newsletter und zu unserer Arbeit freuen wir uns. Wir wünschen Ihnen wunderbare Feiertage und einen guten Jahreswechsel.

"Das Jahresende ist kein Anfang und kein Ende, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat." (Hal Glen Borland)

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

Deutsches Rotes Kreuz wählt Gerda Hasselfeldt zur Präsidentin

Erstmals steht eine Frau an der Spitze des Deutschen Roten Kreuzes. Die DRK-Bundesversammlung wählte am Freitag in Berlin einstimmig Gerda Hasselfeldt zur neuen Präsidentin. Die frühere Bundesministerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete ist damit Nachfolgerin von Dr. Rudolf Seiters, der nach 14 Jahren aus dem Amt scheidet.

„Ich freue mich sehr auf meine neue ehrenamtliche Aufgabe. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen, ob in Deutschland oder in den vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt. Immer mehr Menschen fliehen vor Krieg, Gewalt, Klimawandel, Hunger und Armut. Und auch wir in Deutschland müssen uns bei der Notfallversorgung der Bevölkerung auf neue Herausforderungen einstellen“, sagte die DRK-Präsidentin.

„Mit Gerda Hasselfeldt hat das Deutsche Rote Kreuz eine herausragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens zur neuen Präsidentin gewählt. Dazu gratuliere ich sehr herzlich“, sagte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière. Darüber hinaus dankte er dem DRK in einem Grußwort für seine Arbeit in der Flüchtlingskrise. Das DRK sei außerdem ein wichtiger Partner der Behörden im Bevölkerungsschutz und bei Katastrophenfällen.

Die am 7. Juli 1950 in Straubing geborene Gerda Hasselfeldt war von 1989 bis 1991 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, dem sie von 1987 bis zur Bundestagswahl im Herbst 2017 angehörte. Zuletzt war die Diplom-Volkswirtin Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Der bisherige DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, der im Oktober seinen 80. Geburtstag feierte, wurde von der Bundesversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt. Mit drei Millionen Mitgliedern, mehr als 400.000 ehrenamtlichen Helfern und 165.000 hauptamtlichen Mitarbeitern ist das DRK die größte humanitäre Hilfsorganisation Deutschlands.

Die DRK-Bundesversammlung wählte folgende Personen für vier Jahre ins Präsidium: Gerda Hasselfeldt (Präsidentin), Freifrau Donata Schenck zu Schweinsberg (Vizepräsidentin), Dr. Volkmar Schön (Vizepräsident), Dr. Norbert C. Emmerich (Schatzmeister), Gabriele Müller-Stutzer (Verband der Schwesternschaften vom DRK), Martin Bullermann (Bundesbereit-schaftsleiter), Marcus Janßen (Jugendrotkreuz), Ulrike Würth (Wohlfahrt und Soziales), Andreas Geuther (Wasserwacht), Prof. Volker Lischke (Bergwacht), Prof. Dr. Peter Sefrin (Bundesarzt), Eberhard Desch (Bundeskonventionsbeauftragter).

Quelle: drk.de, 1.12.2017

 

So klappt der Kita-Einstieg in Papenburg

 

Jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr hat einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Es gibt jedoch zahlreiche Gründe, warum nicht jedes Kind davon profitiert.

Andrea Bruns-Schneider, Diplom-Sozialpädagogin und Elternbegleiterin, betreut seit November 2017 Familien im Raum Papenburg, die noch nicht den Weg in die Kindertagesstätten gefunden haben. Das Projekt „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ soll gleiche Start- und Bildungschancen für alle ermöglichen, weshalb die Stadt Papenburg das integrationserfahrene DRK mit der Aufgabe betraut hat. Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten, begleiten und Hürden abbauen. Die Angebote richten sich gezielt an Familien, die bisher nur unzureichend von Kindertagesbetreuung erreicht werden.

Koordinierungs- und Netzwerkstelle im Emsland ist der Landkreis. Dort betreut Elena-Maria Beenen von der Fachstelle Integration das Projekt. DRK-Fachkraft Bruns-Schneider freut sich auf ihre Arbeit mit den Papenburger Familien: „Das Projekt ist so aufgestellt, dass es an den Eltern und Kindern orientiert sind. Wir entwickeln also gemeinsam passende Angebote wie Spielplatztreffs, Elternberatung oder Spielgruppen, um allen Kindern einen guten Start in die Bildung zu ermöglichen.“

Quelle: PM, DRK-KV Emsland e.V.

Neue Rokreuz-Fotos für Kitas

90 hochaufgelöste Fotos zu den Aufgaben und Dienstleistungen des DRK sind auf der Wissensbörse eingestellt. Die Besonderheit dieser Fotos sind die geklärten Nutzungsrechte der Fotografen und der abgebildeten Personen, siehe unter Urheberrechte und Nutzung. Für Ihre Öffentlichkeitsarbeit und Werbung können Sie diese Bilder honorarfrei nutzen, wenn Ihre DRK-Gliederung die DRK-Wissensbörse abonniert hat.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Infobrief der DRK-Wissensbörse.

 Projekt "Demokratie leben - von Anfang an!"

Erste Multiplikator*innenschulung zum Curriculum „Was MACHT was?!“ in Brandenburg

Ende November 2017 wurden die ersten 15 Multiplikator*innen zum DRK-Curriculum "Was MACHT was?!" qualifiziert. „ Das Thema ‚Macht‘ wird endlich greifbar […].“ und die Inhalte des Curriculum haben ein „enormes Potenzial für mich in allen Lebensbereichen“, so die Stimmen von Teilnehmer*innen. Zwei Tage , 15 Teilnehmer*innen, zwei hervorragende Referenten und ein gemeinsames Interesse: „Was MACHT was?!“

„Was-Macht-Was?“ lautet der Titel des Curriculums. Er erinnert an eine Reflexion des gut bekannten Prozesses von: „Was wir säen, das werden wir ernten...“. Er verweist auch auf die erkundende, neugierige Grundhaltung, die dem Curriculum zugrunde liegt. Doch der Titel enthält noch mehr. „Was? Macht?“ lautet eine Frage und könnte eine erste Reaktion auf die hier vorliegenden Thematiken sein: „Was? Was habe ich denn bitteschön mit Macht zu tun?“. Auch stellt der Titel die weiterführende Frage „Was macht Macht?“ und beschreibt genau das, womit sich der Inhalt des Curriculums befasst: „Macht macht was!“. Schließlich steckt in dem Titel auch ein Appell, ein Aufruf, eine Einladung: „Macht was!“

Im Rahmen dieses Modelltrainings haben die Teilnehmer*innen viel gemacht. Sie setzten sich mit ihren eigenen Demokratie- und Machterfahrungen auseinander und reflektierten ihre professionelle Arbeit vor diesem Hintergrund. Denn die Wissensvermittlung zum Curriculum baut einerseits auf das bereits bestehende Erfahrungswissen der Teilnehmer*innen auf. Andererseits wird neues Erfahrungswissen generiert. Das Wissen wird erfahrbar gemacht. So haben sich die Teilnehmer*innen über verschiedenste Methoden mit „erzieherische Macht“, „Biographischen Erfahrungen“, „Grenzen setzen“ und „Selbstfürsorge“ auseinandergesetzt. Beispielsweise wurden „Botschaften an mich als Kind“ gesammelt und reflektiert. Wer kennt Sprüche wie diese nicht: „Schau mich an wenn ich mit dir rede“ oder „ Das geht dich gar nichts an.“ Wie fühlt sich ein Kind wohl in diesem Moment? Und welche Auswirkungen kann das haben?

Diese und weitere Methoden und Module sensibilisieren für das Thema „Machtverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern“ und einen verantwortungsvollen Umgang damit. Die Trainings richten sich an Fach- und Praxisberater*innen von Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie Leitungskräften. In dezentralen Trainings werden rund 100 Multiplikator*innen zu den Inhalten des Curriculums ausgebildet.

Das Curriculum selber wird im Januar bestellbar sein.

Wenn Sie neugierig geworden sind und gerne mehr erfahren möchten, kontaktieren Sie sehr gerne:

Ramona Sikora – Projektleitung Demokratieförderung in den DRK-Kindertageseinrichtungen DRK – Generalsekretariat Team 42 – HELP Carstennstraße 58 12205 Berlin Fon: 030/ 85 404 – 284 Fax: 030/ 85 404 – 6284 E-Mail: r.sikora@drk.de

 Veranstaltungen

DRK Tagung: „Inklusion.Medien.Profil – Schätze heben für die Beratungskompetenz“ 07. - 09. März 2018 in Göttingen

Schätze für die Beratungskompetenz heben - keinen geringeren Anspruch setzt sich die Fachtagung für Fach- und Praxisberater*innen in DRK-Kindertageseinrichtungen im Jahr 2018.

Die Fachtagung ist ein jährliches Forum für den Fachaustausch und Profilbildung in der DRK-Kindertagesbetreuung. Sie richtet sich explizit an die Gruppe der Fach- und Praxisberater*innen von DRK-Kindertageseinrichtungen und weiteren Angeboten der Kindertagesbetreuung. Im Jahr 2018 stehen die Themen Inklusion, Profilbildung in der Praxis, Stärkung der Beratungskompetenz sowie Medienpädagogik im Fokus. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Anmelden können Sie sich bis zum 31.01.2018 unter dem Veranstaltungstitel auf folgender Website: www.drk-wohlfahrt.de/veranstaltungen

Aufgrund der terminlichen Überschneidung mit großen Messeveranstaltungen in Berlin, findet die Tagung im kommenden Jahr in Göttingen statt.

Fortbildung: Der Umgang mit Schuld in der Mediation

Johannes Neumann ist Mediator und Mitautor des DRK-Curriculums "Was MACHT was?!".  In seiner Fortbildung, gemeinsam mit Steffen Kanis am 23.-24.02.2018 in Berlin geht es um das Thema Schuld in der Mediation.

In Mediationen begegnen uns immer wieder einseitige oder gegenseitige Schuldzuweisungen, welche das Finden von gemeinsamen Konfliktlösungen erschweren - bisweilen sogar verunmöglichen. Ziel unseres Angebotes ist es Wege aufzuzeichnen, wie es in der Mediation gelingen kann, Schuld in selbstbewusste Übernahme von Verantwortung zu überführen.

Die Ausschreibung finden Sie hier.

 Fachpolitisch Aktuelles

Neue Gutachten untersuchen Umsetzung der Kinderrechtskonvention in Deutschland

In Deutschland gibt es erheblich Defizite bei der Umsetzung der Kernprinzipien der VN-Kinderechtskonvention. Das ist das Ergebnis zweier Gutachten, die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums entstanden sind. Die Ergebnisse sprechen für eine Aufnahme der Kinderrechte im Grundgesetz. Weiterlesen...

PISA und IGLU - Neue Studien zu Kompetenzen von Schüler*innen

PISA-Auswertung: Mädchen beim Problemlösen im Team besser als Jungen

Mädchen schneiden deutlich besser ab als Jungen, wenn es darum geht, gemeinsam Probleme zu lösen. Insgesamt erzielen in Deutschland 15-Jährige in diesem Kompetenzbereich bessere Ergebnisse als in den ‚klassischen’ PISA-Kompetenzbereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Auch die soziale Herkunft hat weniger Einfluss auf die Fähigkeit, gemeinsam Probleme zu lösen. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse eines neuen Testmoduls aus PISA 2015, die am 21.11.2017 vorgestellt wurden. Rund 125.000 15-Jährige aus 52 Ländern haben an der Erhebung teilgenommen. Zum ersten Mal analysiert die Studie, wie gut die Schüler als Gruppe zusammenarbeiten, welche Einstellung sie bezüglich der Zusammenarbeit haben und inwieweit Geschlecht, außerschulische Aktivitäten oder sozialer Hintergrund die Ergebnisse beeinflussen.

Mehr Informationen zu Pisa 2015 mit Länderanalysen, Zusammenfassungen und statistischem Material (in englisch) stehen auf den Webseiten der OECD zur Verfügung. Über die speziellen Ergebnisse in Deutschland informiert das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF).

IGLU-Studie 2016: Stabile Ergebnisse bei zunehmenden Herausforderungen – Lesen muss gestärkt werden

Die Leseleistungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland sind seit 2001 stabil über dem internationalen Mittelwert – trotz einer zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft. Dies zeigen die Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2016. Allerdings ist es Deutschland nicht gelungen, seine Position in der internationalen Rangfolge zu halten. "Die Ergebnisse bestätigen tendenziell das, was wir aus dem im Oktober 2017 veröffentlichten IQB-Bildungstrend 2016 bereits wissen: Die zunehmend heterogene Schülerschaft stellt die Grundschulen in Deutschland vor große Herausforderungen. Der internationale Vergleich zeigt, dass es einer Reihe von Staaten im Grundschulbereich besser gelingt, die Leseleistungen zu verbessern.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Die Leseleistungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland haben sich gegenüber der ersten Erhebung (2001: 539 Punkte) nicht signifikant verändert (2016: 537 Punkte). Sie liegen über dem internationalen Mittelwert (521 Punkte), im Bereich des EU- (540 Punkte) und OECD-Durchschnitts (541 Punkte). Während 2001 nur vier Staaten signifikant höhere Leistungsmittelwerte als Deutschland erzielten, waren es 2016 jedoch zwanzig.
  • Der Anteil der im Lesen leistungsstarken Schülerinnen und Schüler (Kompetenzstufe V) in Deutschland ist von 8,6% (2001) deutlich auf 11,1% im Jahr 2016 gestiegen. Ebenfalls gestiegen ist allerdings auch der Anteil der im Lesen leistungsschwachen Viertklässlerinnen und Viertklässler (unter Kompetenzstufe III: 2001: 16,9%; 2016: 18,9%).
  • Die meisten Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland verfügen über eine hohe Lesemotivation, die jedoch im Vergleich zu 2001 und insbesondere bei den leseschwachen Kindern etwas geringer ausgeprägt ist.
  • Der Leistungsvorsprung der Mädchen gegenüber den Jungen beträgt in Deutschland insgesamt 11 Punkte und ist im internationalen Vergleich eher klein. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede zugunsten der Mädchen haben sich seit 2001 kaum geändert. Dies gilt neben Deutschland für fast alle Teilnehmerstaaten.
  • Gemessen an der Anzahl der Bücher im Haushalt und dem Berufsstatus der Eltern gehört Deutschland weiterhin zu den Staaten, in denen die sozialbedingten Leistungsunterschiede am höchsten ausfallen.
  • Da sowohl Kinder ohne Migrationshintergrund als auch Kinder mit Migrationshintergrund bessere Leistungen erzielen, haben sich die migrationsbedingten Unterschiede seit 2001 kaum verändert. 2016 entspricht der Leistungsnachteil von Kindern mit Migrationshintergrund in etwa dem Lernzuwachs eines halben (24 Punkte; ein Elternteil im Ausland geboren) bzw. eines ganzen Schuljahres (48 Punkte; beide Elternteile im Ausland geboren).

Am 05.12.2017 sind die Ergebnisse von IGLU 2016 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt worden. Materialien zur Pressekonferenz und weiterführende Informationen zu der Studie stehen auf den Seiten der Technischen Universität Dortmund zur Verfügung.

Quellen: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung vom 21.11.2017 und Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 05.12.2017 / Institut für Schulentwicklungsforschung, Technische Universität Dortmund

 

Kindeswohl, Kindertagesbetreuung und Jugendarbeit – Aktuelle Kommentierungen zur Kinder- und Jugendhilfe

Als Doppelausgabe widmen sich die Kommentierten Daten zur Kinder- und Jugendhilfe (KomDat) einer thematischen Vielfalt mit einer breiten Datengrundlage. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatik (AKJStat) analysiert die von Jugendämtern im Jahr 2016 durchgeführten Gefährdungseinschätzungen, beleuchtet aktuelle Entwicklungen in der Kindertagesbetreuung und befasst sich mit der Kooperation von Jugendhilfe und Schule mithilfe der neuen Statistik zur Kinder- und Jugendarbeit.

Bedeutungszuwachs der Kindertagesbetreuung

Mit Blick auf die diesjährigen Daten zur Kindertagesbetreuung kommentiert die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik, dass im Lichte der weiter steigenden Nachfrage und des Platzausbaus „keine Qualitätsverschlechterung“ bereits eine gute Nachricht sei. Am Beispiel der Öffnungszeiten von Kitas wird verdeutlicht, dass Qualitätsausbau nicht bedeuten könne, allen individuellen Elternwünschen umstandslos zu entsprechen. Auf die unterschiedlichen Traditionen in Ost- und Westdeutschland wird besonders eingegangen. Der Ausbau der frühkindlichen Bildungsangebote setzt sich indes in allen Altersgruppen fort. Dies schlägt sich nicht nur in einer steigenden Anzahl von Kindern nieder, sondern auch in einem Zuwachs des pädagogisch tätigen Personals in Kitas und Tagespflege. Ínsbesondere die Kindertagespflege gewinnt beim U3-Ausbau wieder stärker an Bedeutung. Bei der Qualifikation des Personals zeichnen sich allerdings nur geringere Veränderungen ab. Trotz des zunehmenden Fachkräftemangels findet kein verstärkter Rückgriff auf fachlich unqualifiziertes Personal statt.

WiFF Wegweiser Nr. 12 - Bildungsteilhabe und Partizipation

Kinder haben das Recht in allen Lebensbereichen altersgemäß angehört und beteiligt zu werden. Doch was bedeutet diese Verpflichtung der UN-Behindertenrechtkonvention für den Alltag in Kindertageseinrichtungen? Dieser Frage widmet sich WIFF mit einer aktuellen Ausgabe seines Wegweiser Weiterbildung.

Herzstück des Wegweisers ist ein Kompetenzprofil, das WiFF gemeinsam mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen erarbeitet hat. Es beschreibt zentrale Handlungsanforderungen an frühpädagogische Fachkräfte bei der Umsetzung von Partizipation und Teilhabe im Kita-Alltag. Die daran anschließenden Kompetenzformulierungen stellen konkrete Lernziele für frühpädagogische Weiterbildungen dar.

Dem Wegweiser liegt das Verständnis zugrunde, dass Kinder ihre Welt selbst gestalten, unabhängig von den Anliegen und Erwartungen der Erwachsenen. In Kindertageseinrichtungen eröffnet die Fachkraft durch aufmerksames Beobachten und Begleiten den Raum für Partizipation, ohne die Situation zu steuern oder zu regulieren. Dabei behält sie sowohl das Verhalten des einzelnen Kindes als auch das der Gruppe im Blick. Sie erkennt Hürden, die eine aktive Teilhabe einschränken, entwickelt ein individuell-adaptives Setting, das alle Kinder einbezieht, und reflektiert ihre eigene Rolle im Betreuungsgeschehen. In diesem Zusammenhang unterstreichen die Autorinnen und Autoren die Bedeutung des freien Spiels, bei dem die Kinder eigenständig handeln und miteinander interagieren.

Quelle: Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte vom 23.11.2017

Preisverleihung beim Kinderrechte-Filmfestival in Berlin

Das Kinderrechte-Filmfestival zeigt Filme zum Thema Kinderrechte - eigenständig erarbeitet und gedreht von Kindern. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, hat die Preise verliehen.

Am 30. November und am 1. Dezember hat in Berlin das Kinderrechte-Filmfestival stattgefunden. Gezeigt wurden von Kindern produzierte Filme zum Thema Kinderrechte. Im Vorfeld des Kinderrechte-Filmfestivals lernten die Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren ihre Rechte kennen, indem sie eigenständig Drehbücher entwickelten und Kurzfilme produzierten. Die Kinder hatten so die Möglichkeit, sich aktiv mit ihren Rechten und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Beim feierlichen Kinderrechte-Filmfestival wurden die Kurzfilme dann auf großer Leinwand vorgeführt. Eine Kinderjury und eine Erwachsenenjury zeichneten anschließend die Gewinner aus. Die vom Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V. entwickelte Veranstaltungsreihe wird seit 2013 durchgeführt und in Berlin und Brandenburg angeboten. Das Kinderrechte-Filmfestival des Schuljahrs 2017/2018 wird im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Nach der Preisverleihung startete eine Fachtagung unter dem Motto "Wer führt hier eigentlich Regie? - Medienbildung für Kinderrechte". Hier wurde diskutiert, was Kinderrechte wie das Recht auf Teilhabe, das Recht auf Fürsorge oder das Recht auf Förderung für die Arbeit und das Angebot von Medienschaffenden bedeuten. Weitere Informationen zur Fachtagung sind hier zu finden.

 Tipps und Links

Plakat, Flyer, Film und elternsein.info bieten Eltern Unterstützung -Aktion des Bündnis gegen Schütteltrauma

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) klärt zusammen mit dem „Bündnis gegen Schütteltrauma” im Auftrag des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) über die Folgen des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern und über frühkindliches Schreien auf.

23 Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Gesundheitswesen, dem Kinderschutz und der Kinder- und Jugendhilfe haben sich dem „Bündnis gegen Schütteltrauma“ angeschlossen. Darunter auch das DRK.

Wie hoch der Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung zum Schütteltrauma ist, zeigt eine aktuelle Repräsentativbefragung des NZFH: Nur 79 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass man Babys niemals schütteln darf; 24 Prozent meinen irrtümlicherweise, dass Schütteln einem Baby nicht schade. Und deutlich weniger Männer als Frauen kennen die Strategie zur Impulskontrolle, die das NZFH auf den Materialien bewirbt.

Plakat, Flyer, Film und die Internetseite elternsein.info zeigen den Eltern Wege auf, mit der Situation besser umzugehen.

Kinder vor Online-Werbung schützen?

Ja, es gibt auch Bereiche im Internet, in denen Kinder ohne "Kauf mich"-Lockangebote sicher surfen können. Doch jenseits dieser geschützten Räume lauert online hinter vielen bunten Bildern, lustigen Clips und Gewinnspielen, die angeklickt werden, nur eins: Werbung. Vor allem in der Vorweihnachtszeit hat sie Kinder und deren Wunschzettel zum Fest im Visier. Können Eltern ihre Kinder überhaupt vor Online-Werbung schützen? Darum geht es im neuen Internet-ABC-Themenspecial.

Wunschzettelcheck: Welche Medien unterm Weihnachtsbaum?

Zu Weihnachten steht bei zahlreichen Kindern und Jugendlichen ein Smartphone, Tablet oder eine Konsole auf dem Wunschzettel. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, gibt Tipps, welche Mediengeschenke für welches Alter geeignet sind. Mehr finden Sie hier.

DVD Pädagogik-Walk 03: "Armut & Armutsfolgen bei Kindern"

Armut und Armutsfolgen bei Kindern werden nur selten unmittelbar sichtbar. Man muss schon genauer hinschauen, um zu erkennen, hinter welchen Phänomenen und Symptomen sich Armut versteckt. Pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen und Schulen fällt das noch am ehesten auf, wenn Kinder nicht mithalten können, nicht teilnehmen können, anders aussehen, keine Geburtstagseinladungen annehmen dürfen, weil Geld und Ideen für Gegeneinladungen fehlen und noch prekärer wird es, wenn die Eltern als Anwälte der Interessen ihrer Kinder ausfallen. Welche Folgen Armut für das Aufwachsen der Kindern hat (Armut wächst sich nämlich nicht aus) und was das für die Selbstwahrnehmung dieser Kinder bedeutet, wird in dem „Pädagogik-Walk“ ebenso thematisiert, wie eine angemessene Umgehensweise damit.

Bei einem Spaziergang durch Frankfurt a.M. beantwortet die Armutsforscherin Prof. Dr. Sabine Andresen Fragen der Bildungsjournalistin Inge Michels. Unaufgeregt, präzise und kompetent werden dabei hilfreiche Informationen und Handlungsmöglichkeiten für päd. Fachkräfte vermittelt. Auch für Schulen, Unis und Fort- oder Weiterbildungen bietet die DVD damit wertvolle Anregungen für Seminare und Workshops.Bestellen könn Sie die DVD im AV1-Shop-Pädagogik Filme.

Adventskalender, Goldwerkstatt & Gelplatten - Folge 1 - Auf einen Schnack mit Christel van Dieken

Eine kleine Premiere... Christel van Dieken antwortert in ihrem Podcast auf Hörerfragen im Advent: Was kann man in der Adventszeit im Kindergarten machen, wenn man keine Lust mehr auf Wackeltiere, Pixiebücher und Steckperlenteile im Kalender hat!? Mal reinhören? Hier.

„Hilfe holen, das ist schlau! Lieder für starke Mädchen und Jungen im Vor- und Grundschulalter“ Zartbitter-CD

12 witzige, verträumte, nachdenkliche und Mut machende Lieder für Jungen und Mädchen im Vor- und Grundschulalter. Die Texte nehmen die Kinder ernst und stärken sie, sich zu wehren, wenn jemand ihre persönlichen Grenzen verletzt. Eine Produktion von Zartbitter e.V., Köl. Bestellbar hier.

Neue Website informiert über Systeme der FBBE in Europa

Die Website des Projekts „Systeme der Elementarerziehung und Professionalisierung in Europa“ (SEEPRO) liefert aktuelle Berichte zu Personalprofilen in der frühen Bildung aus 30 europäischen Ländern. Das Portal bietet zum Beispiel Informationen zur Qualifikation des Personals, zu Personalstrukturen sowie zu Aus- und Fortbildungssystemen in deutsch und englisch. Hier kommen Sie zur Website.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


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