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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe August 2018
DRK-Generalsekretariat
Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie.

Entspanntes Lesevergnügen wünscht Ihnen Ihr DRK-Kita-Team.

 Neues aus dem DRK

Wieder bestellbar: Postkarten und Plakat-Sets zur Bedeutung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze für die pädagogische Arbeit des DRK

Die öffentlichkeitswirksamen Postkarten und Kleinplakate (DIN A3) informieren zu den Grundsätzen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und ihrer Bedeutung für die pädagogische Arbeit in DRK-Kindertageseinrichtungen und darüber hinaus.

Mit ihrem farbenfrohen Design, handlichen Format und ihren prägnanten Texten laden sie zum Anschauen und darüber Austauschen ein und lassen sich vielseitig verwenden. Die Grafiken sind bereits aus der Handreichung "Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze in DRK-Kindertageseinrichtungen" und der Plakatserie zum Profil der DRK-Kindertagesbetreuung bekannt.

Lassen Sie sich inspirieren! Die Postkarten- und Plakat-Sets können ab sofort kostenlos gegen eine Versandkostenpauschale im Rotkreuzshop bestellt werden. Die A3-Plakate sind jeweils im 7er-Set zu den Rotkreuz-Grundsätzen zusammengestellt (Art.-Nr: 02375). Die Postkarten-Sets Art.-Nr: 02374) enthalten 20 Postkarten pro Grundsatz:

  • Menschlichkeit
  • Unparteilichkeit
  • Neutralität
  • Unabhängigkeit
  • Freiwilligkeit
  • Einheit
  • Universalität
 Projekt "Demokratie leben - von Anfang an!"

Infothek "Demokratie und Viefalt in der Kindertagesbetreuung"

Aus der Webseite www.duvk.de finden Sie eine aktuelle Infothek mit einer stetig wachsenden Zusammenstellung von Materialien zum Themenfeld „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“. Egal ob wissenschaftliche Studie, Expertise oder eine Handreichung für die Praxis – mit den Filteroptionen können Sie gezielt nach Publikationsart oder Themenfacette filtern.

 Veranstaltungen

Dialog-Workshop für ein besseres „Gute-Kita-Gesetz“ am 26.09.2018 in Berlin

„Qualitätsversprechen einlösen“ – Eine Initiative der freien Träger und Gewerkschaften für Qualität in der Kindertagesbetreuung Dialog-Workshop zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung und für ein besseres „Gute-Kita-Gesetz“

Mittwoch, 26. September 2018, 11:00 – 16:00 Uhr

Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Kirchsaal Ziegelstraße 30 10117 Berlin

Der aktuelle Referent*innenentwurf zum „Gute-Kita-Gesetz“ lässt an vielen Stellen Fragen offen. Es bleibt unklar, wie die Verbesserung der Qualität dauerhaft gesichert werden soll.

Die Initiative der Spitzenverbände der Freien Träger der Wohlfahrtspflege und der Gewerkschaften lädt Sie zu einem Dialog-Workshop am 26. September 2018 von 11 bis 16 Uhr nach Berlin ein, bei dem wir uns austauschen und den Bundestagsfraktionen die Möglichkeit zur Stellungnahme geben wollen.

Anmelden können Sie sich hier.

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam über ein echtes „Gute-Kita-Gesetz“ zu beraten.

 

 

WiFF-Tagung am 20. September 2018 in Essen

Frühe naturwissenschaftliche Bildung! (Wie) Geht das?

20.09.2018 OKTOGON |
Halle 21, Zeche Zollverein |
Schacht XII Gelsenkirchener Straße 181,
45309 Essen

Kinder sind neugierig auf ihre Umwelt. Das frühe Erleben von Natur und Naturwissenschaften bietet Chancen für die Entwicklung und ist fester Bestandteil der Bildungspläne der Länder. Dennoch wird kontrovers diskutiert, ob und wie dieser Bildungsbereich in der Kita berücksichtigt werden soll. Wie können die Inhalte altersgerecht und orientiert an den individuellen Voraussetzungen der Kinder gestaltet werden? Welche Herausforderungen und Anforderungen begegnen Kitas, wenn sie naturwissenschaftliche Bildung umsetzen? Welche Kompetenzen benötigt das Team? Mit diesen Fragen hat sich die Weiterbildungsinitiative beschäftigt. Unterstützt wurde sie von einer Expertengruppe, bestehend aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Akteurinnen und Akteure der Aus- und Weiterbildung von Kita-Fachkräften. Das so entwickelte Verständnis zur frühen naturwissenschaftlichen Bildung ist die Grundlage für einen neuen Band der Reihe "Wegweiser Weiterbildung", der auf der Tagung vorgestellt wird. Gemeinsam mit Mitgliedern der Expertengruppe zeigt WiFF die bildungstheoretischen und fachdidaktischen Hintergründe auf, gibt Einblicke in den Arbeitsprozess der Expertengruppe und lädt die Teilnehmenden zur Diskussion ein.

Weitere Infos und die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.

Online-Konferenz Vernetzen: Teddy trifft Roboter - Medien in der Kita gemeinsam entdecken

Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ lädt ein zur Online-Konferenz Vernetzen: Teddy trifft Roboter - Medien in der Kita gemeinsam entdecken am Montag, den 17. September 2018, in der Zeit von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr.

Wir stellen Ihnen Netzwerke vor, die lebendige Medienerziehung für Kinder im Alter von 3-6 Jahren unterstützen. Sie erhalten Tipps, wie Sie selbst ein Lokales Netzwerk gründen, wo Sie Partner zur Umsetzung von Angeboten im Kitabereich finden und wie Medienarbeit in der Kita konkret aussehen kann.

Katharina Nölle von der Bremischen Landesmedienanstalt berichtet, wie das Medienkompetenz-Netzwerk Bremen zum Beispiel pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, digitale Medien pädagogisch in den Kita-Alltag zu integrieren.

Benjamin Wockenfuß von der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. erzählt, wie das Netzwerk DigiKids aus Frankfurt mit seinen Angeboten sowohl Kinder ab 4 Jahren, deren Erzieherinnen und Erzieher, als auch Eltern anspricht.

Wenn Sie möchten, können Sie in der Online-Konferenz gern auch Ihre Erfahrungen mit Medienarbeit in der Kita teilen. Melden Sie sich an unter: https://www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/weiterbilden

Kita-System: Umbau mit Weitblick - Perspektiven aus Forschung und Praxis: WiFF-Bundeskongress vom 06.11.2018 bis 07.11.2018

Kindertageseinrichtungen zählen heute zur zentralen Infrastruktur in unserer Gesellschaft. Der Ausbau des Kita-Systems, der sich in nur wenigen Dekaden vollzogen hat, ging mit veränderten Lebens- und Arbeitsformen einher. Die Dynamiken fordern Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Praxis dazu heraus, den Umbau kritisch zu begleiten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Was bedeuten die massiven Veränderungen für das Arbeitsfeld der Frühpädagogik, die Akteure und deren Aus- und Weiterbildung? Beobachten wir einen historischen Kurswechsel in der Kindertagesbetreuung oder lediglich Reformen in Dauerschleife? Und wie wirken sich die gesellschaftlichen Umwälzungen auf die frühe Kindheit aus? Welche Anforderungen werden an die Träger und die Fachkräfte gestellt und welche Lösungsstrategien entwickelt?

Der Bundeskongress der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) sucht Antworten auf diese Fragen. Die Tagung stellt die aktuellen Forschungsergebnisse der WiFF vor und reflektiert mit Experten wissenschaftliche und praktische Zugänge zur Frühen Bildung in Deutschland.

Falls Sie teilnehmen möchten, können Sie sich über diesen Link anmelden. Erfahrungsgemäß ist der Bundeskongress immer recht schnell ausgebucht. https://www.weiterbildungsinitiative.de/Bundeskongress_2018/

Wenn Frühe Hilfen an ihre Grenzen kommen ...26. November 2018 in Kassel

Fortsetzung der Konferenzreihe "Netzwerkarbeit und Netzwerkkoordination. Netze weben – Brücken bauen“ am 26. November 2018 in Kassel

Frühe Hilfen bieten Familien mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren – insbesondere in belasteten Lebenslagen – Unterstützung und Beratung an. Bei dieser Arbeit stoßen die Fachkräfte in den Frühen Hilfen auch auf Situationen, in denen ihr Angebot nicht geeignet oder ausreichend ist. Die Familie braucht andere oder intensivere Hilfen. In seltenen Fällen kann es sein, dass das Wohl des Kindes gar gefährdet ist und Maßnahmen zum Schutz des Kindes in Betracht gezogen werden müssen. In diesen Fällen können Fragen auftreten: "Wie kann ich mit den Eltern über solche Situationen sprechen?", "Welche Möglichkeiten habe ich, weiterführende Hilfe zu vermitteln?", "Welche Netzwerkpartner spreche ich an?", “Was kann ich tun, wenn die Eltern keine weiteren Hilfen wollen, ich mir jedoch Sorgen um das Wohl des Kindes mache?“ Um mit solchen Unsicherheiten professionell umgehen zu können, benötigen die Fachkräfte spezifisches Fachwissen, Kompetenzen in der Gesprächsführung, eine klare Haltung sowie unterstützende Strukturen. Mit der Konferenz gibt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen Impulse, wie die Fachkräfte solche Herausforderungen meistern und welche Rahmenbedingungen zu ihrer Unterstützung sinnvoll sein können. Die Konferenzreihe Netzwerkarbeit und Netzwerkkoordination bietet hier mit bewährten Methoden viel Raum für eine gemeinsame Reflexion des Themas.

Die Konferenz richtet sich an alle Netzwerkkoordinierenden Frühe Hilfen. Um den Vernetzungscharakter der Veranstaltung zu fördern, ist es erwünscht, dass sich diese mit bis zu zwei weiteren Personen aus einer Kommune anmeldet, die für die Themen „Vermittlung weiterführender Hilfe“ und „Kinderschutz“ vor Ort besonders relevant sind. Bevorzugt wird die Anmeldung der Netzwerkkoordination Frühe Hilfen gemeinsam mit:

  • Koordinierende von Familienhebammen und FGKiKP,
  • Praktikerinnen und Praktiker in den Frühen Hilfen,
  • Fachkräften des ASD,
  • Fachberaterinnen und Fachberater,
  • „Insoweit erfahrene Fachkräfte im Kinderschutz“,
  • Supervisorinnen und Supervisoren,
  • Kinderschutz-Koordinierende,
  • Ärzte und Ärztinnen aus (sozial-)pädiatrischen Zentren,
  • weitere relevante Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen und aus Ausbildungsinstitutionen.
  • Die übrigen Plätze werden an Einzelpersonen vergeben. Die Gesamtzahl aller Teilnehmenden ist auf 200 Personen beschränkt.

Das Konferenzprogramm finden Sie hier und können sich zudem bis zum 28.09.2018 anmelden.

 Fachpolitisch Aktuelles

Gute Kita-Gesetz - Verbesserungen notwendig

Das BMFSFJ hat am 6. Juli 2018 den Referentenentwurf für ein Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung vorgestellt. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Referentenentwurf geäußert.

Das DRK begrüßt das sich das BMFSFJ mit dem Gesetz für eine qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung einsetzen möchte. Dafür sind aus unserer Sicht aber die gefassten Beschlüsse der JFMK vom Mai 2017 umzusetzen, hinter diesen der vorliegende Referentenentwurf weit zurück bleibt. Insbesondere in der Dauerhaftigkeit der Finanzierung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung. Über das Jahr 2022 hinaus ist im Gesetzesentwurf derzeit keine finanzielle Unterstützung der Länder vorgesehen, was den Ländern die Festlegung auf dauerhafte Maßnahmen erschwert. Kritisch zu bewerten ist auch die im Referentenentwurf aufgeführte Lösung, die Mittel an die Länder über eine Umverteilung der Umsatzsteueranteile zu verteilen. Damit verzichtet der Bund auf ein ursprünglich angedachtes und beim Bundesfamilienministerium angesiedeltes Sondervermögen, in dem die Mittel für die Länder verwaltet werden sollten. Eine Finanzierung über Umsatzsteueranteile führt dazu, dass dem Bund keinerlei verbindliche Korrekturen möglich sind, wenn die Mittel nicht sachgemäß und zweckgebunden eingesetzt werden.

Auch die Geschäftsstelle des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zweifelt an der Wirksamkeit des Kita-Qualitätsentwicklungsgesetzes und fordert in ihrer Stellungnahme eine Prioritätensetzung auf Maßnahmen, die unmittelbar die Qualität verbessern und eine Finanzierungsform, die sicherstellt, dass die Bundesmittel dauerhaft dort ankommen, wo sie ankommen müssen – bei den Kindern und Fachkräften.

Am 13. August 2018 waren zunächst die Länder, später am Tag ca. 30 Verbände und Fachorganisationen im BMFSFJ geladen ihre Stellungnahmen zum Gesetz abzugeben. Es bleibt im weiteren Prozess abzuwarten, inwieweit die Kritikpunkte aus den Stellungnahmen einfließen in das weitere Gesetzgebungsverfahren.  Wir halten Sie auf dem Laufenden. Die o.g. Veranstaltung der Initiative „Qualitätsversprechen einlösen“, an der auch das DRK beteiligt ist, dient dem Diskurs und der Auseinandersetzung mit den notwendigen Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung qualitativ guter Kindertagesbetreuung.

Gebührenfreie Kitas verstärken ungleiche Belastung von Familien

Immer mehr Bundesländer schaffen die Kita-Gebühren ganz oder teilweise ab. Wissenschaftlerin Christiane Meiner-Teubner vom Forschungsverbund DJI/ TU Dortmund gibt einen Überblick über die Elternbeiträge in den einzelnen Bundesländern und warnt vor unerwünschten Nebeneffekten aktueller Reformen.

Immer mehr Bundesländer schaffen die Kita-Gebühren ganz oder teilweise ab. Seit August 2018 kostet in Berlin die Kindertagesbetreuung auch für Kinder unter einem Jahr nichts mehr, in Brandenburg müssen Eltern für das letzte Jahr vor der Einschulung kein Geld mehr bezahlen und in Niedersachsen und Hessen ist der Kindergartenbesuch für alle Kinder ab drei Jahren beitragsfrei. „Sozial gerechter wäre eine bundesweit einheitliche Regelung, die Familien entsprechend ihrem Einkommen entlastet“, kritisiert Christiane Meiner-Teubner, Wissenschaftlerin des Forschungsverbunds DJI/TU Dortmund. Durch die Elternbeitragsbefreiung für unterschiedliche Altersgruppen werde die ungleiche Belastung von Familien in Abhängigkeit von ihrem Wohnort weiter verstärkt.

Kita-Gebühren in den Bundesländern

Die Kita-Gebühren sind in den Bundesländern derzeit sehr unterschiedlich geregelt. Berlin etwa erhebt seit August 2018 keine Elternbeiträge mehr. In Baden-Württemberg hingegen bezahlen Familien für alle Altersjahrgänge den vollen Beitrag. In anderen Bundesländern wie Niedersachsen und Hessen ist nur der Kindergartenbesuch gebührenfrei.

Trotz Beitragsbefreiung fallen Kosten an

Die Abschaffung der Kita-Gebühren entlastet zwar alle Familien finanziell. Doch zusätzliche Kosten, beispielsweise für Essen, Bastelmaterial, Ausflüge oder freiwillige Förderangebote wie Englischkurse oder Musikunterricht, fallen weiterhin an. Diese belasten Familien mit geringem bis mittlerem Einkommen und Familien mit drei oder mehr Kindern deutlich mehr als Familien mit höherem Einkommen. Denn diese zusätzlichen Kosten werden nicht sozial gestaffelt. Berechnungen für NRW zeigen, dass Zuzahlungen bei Familien mit einem Einkommen knapp über dem Existenzminimum prozentual am stärksten ins Gewicht fallen“, erklärt Meiner-Teubner.

Zuzahlungen sind nur teilweise förderfähig und nicht planbar

Auch für Familien, die Existenzsicherung beziehen, sind die Zusatzkosten schwer zu bewältigen. Denn für manche Posten, wie Ausflüge und Mittagessen, müssen zusätzliche Anträge auf Kostenübernahme gestellt werden. Andere sind erst gar nicht förderfähig. Werden die Zuzahlungen außerdem unregelmäßig und in unterschiedlicher Höhe erhoben, fehlt den Familien die Planungssicherheit. „Eine Bündelung aller Kosten in einem Kita-Beitrag und eine Staffelung gemäß ihrem Einkommen würde Familien am meisten helfen“, sagt Meiner-Teubner.

Beitragsbefreiung führt zu zusätzlichem Platzbedarf für unter Dreijährige

Trotz der Zusatzkosten kann die Beitragsbefreiung dazu führen, dass sich Eltern mit niedrigem und mittlerem Einkommen eher zur Nutzung frühkindlicher Bildungsangebote entschließen und sich damit die Zugangschancen für ihre Kinder verbessern. Dies betrifft insbesondere die unter Dreijährigen: Denn einerseits ist der finanzielle Anreiz einer Beitragsbefreiung bei der jungen Altersgruppe besonders hoch, da die Elternbeiträge für Krippen in der Regel deutlich höher liegen als für den Kindergarten. Andererseits gibt es hier noch Potenzial, die Bildungsbeteiligung zu steigern: Derzeit wird nur jedes dritte Kind unter drei Jahren in Krippe oder Tagespflege betreut, während unter den Drei- bis Sechsjährigen bereits fast alle einen Kindergarten besuchen.

Da sich schon jetzt mehr Eltern für ihre Ein- und Zweijährigen einen Betreuungsplatz wünschen, als Plätze zur Verfügung stehen, ist fraglich, wie die Kommunen den Rechtsanspruch im Falle einer Beitragsbefreiung noch erfüllen können. Aufgrund des Geburtenanstiegs und der Zuwanderung müssen die Plätze für die Kindertagesbetreuung ohnehin massiv ausgebaut und zusätzliches Personal gewonnen werden. Sollte sich der Trend der Beitragsbefreiung fortsetzen, ist es aus Sicht von Meiner-Teubner unrealistisch, dass gleichzeitig die finanziellen Mittel zur notwendigen Verbesserung des Personalschlüssels bereitgestellt werden. Dies wäre jedoch dringend notwendig, denn aktuell betreut beispielsweise eine Fachkraft in Baden-Württemberg drei unter Dreijährige, in Sachsen sechs Kinder in diesem Alter. Ziel müsste ein bundesweit einheitlicher Personalschlüssel sein, der sich an den Förderbedarfen der Kinder orientiert.

Der Beitrag „Gebührenfreie Kitas verstärken ungleiche Belastung von Familien“ wurde auf der Webseite des DJI erstveröffentlicht. Weitere Informationen zur Forschung des DJI über Kinderbetreuung in Kita, Tagespflege und Hort finden sich ebenfalls dort.

Quelle: DJI

Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2018

Das Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme veröffentlicht zum elften Mal aktuelle Daten und Fakten über den Status quo und Trends der 16 Systeme der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in Deutschland.

Die Ergebnisse zeigen: In den letzten Jahren haben Bund, Länder, Kommunen, Träger und auch Eltern unter enormen Anstrengungen einen deutlichen quantitativen und qualitativen KiTa-Ausbau gestemmt – die Kluft zwischen und auch innerhalb der Länder ist allerdings geblieben. Der Wohnort in Deutschland entscheidet also auch nach Jahren des Qualitätsausbaus über die Bildungschancen von Kindern.

Zudem wird betrachtet, wie sich die derzeitigen Pläne zum Gute-KiTa-Gesetz auf die Finanzsituation in den einzelnen Ländern mit Blick auf den Qualitätsausbau auswirken würden. Klar wird: Vor allem Ostdeutschland wird bei den derzeitigen Plänen benachteiligt.

Alle Informationen zu unserer Veröffentlichung – mit Pressemeldungen und -grafiken – finden Sie hier. Das Internet-Portal www.laendermonitor.de bietet auch in diesem Jahr alle aktuellen FBBE-Daten und -Fakten für einen Vergleich der Bundesländer sowie der Kreise und Jugendamtsbezirke. Ferner können Sie dort pdf-Dateien zu allen Länderprofilen, Indikatoren und Tabellen herunterladen. In den Länderprofilen sind alle FBBE-Daten und -Fakten kompakt für jedes einzelne Land zusammengefasst.

Quelle: Mitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 28.8.2018

Verbesserung der Bildungsinfrastruktur: Grundgesetzänderung für Bundeshilfen geplant

Die Möglichkeit des Bundes, Länder und Kommunen bei ihren Investitionen in die kommunale Bildungsinfrastruktur zu unterstützen, soll durch eine Änderung des Grundgesetzes erweitert werden. Insbesondere will der Bund den Kommunen hinsichtlich Ganztagsschul- und Betreuungsangeboten, Digitalisierung und beim Bau von neuem bezahlbaren Wohnraum stärker helfen.

Der Bund will den Kommunen bei der Verbesserung der Bildungsinfrastruktur und beim Bau von neuem bezahlbaren Wohnraum stärker helfen. Dafür sollen bestehende Vorschriften des Grundgesetzes, die eine solche Mitfinanzierung behindern oder sogar ausschließen, geändert werden. Die Bundesregierung hat dazu den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes - Artikel 104c, 104d, 125c und 143e - (Drucksache 19/3440) eingebracht.

Bildungsinfrastruktur muss gemeinsam von Bund und Ländern verbessert werden

Durch Aufhebung der Beschränkung der Finanzhilfekompetenz des Bundes zur Mitfinanzierung von Investitionen auf finanzschwache Kommunen in Artikel 104c soll die Möglichkeit des Bundes erweitert werden, Länder und Kommunen bei ihren Investitionen in die kommunale Bildungsinfrastruktur, insbesondere Ganztagsschul- und Betreuungsangebote, Digitalisierung und berufliche Schulen zu unterstützen. „Die Bildungsinfrastruktur muss aufgrund der gewachsenen Herausforderungen gemeinsam von Bund und Ländern verbessert werden“, appelliert die Regierung. Die IT-Infrastrukturen müssten ebenso verbessert werden wie die ganztätige Bildung und Betreuung von Kindern im Grundschulalter. (...)

Quelle: Deutscher Bundestag, hib – heute im bundestag Nr. 540 vom 23.07.2018

Fachkräftebedarf in Kitas steigt weiter

Bis zum Jahr 2025 wird mit einem deutlich steigenden Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern in Kitas gerechnet. Bisher arbeiten in der Kindertagesbetreuung nach wie vor überwiegend Frauen. Der Männeranteil ist in den vergangenen 10 Jahren von 3,1 auf 5,8 Prozent leicht gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2017 bundesweit im Jahresdurchschnitt rund 11.000 unbesetzte Arbeitsstellen für Fachkräfte in der Kindererziehung und -betreuung gemeldet. Dies teilt die Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit (Drucksache 19/2928). Auf 100 gemeldete freie Stellen seien durchschnittlich 104 Arbeitslose mit entsprechendem Zielberuf gekommen. Im vergangenen Jahr arbeiteten nach Angaben der Regierung 593.683 pädagogische Fachkräfte einschließlich Praktikanten und Freiwilligen im sozialen Jahr (FSJ) in Kindertagesstätten. Der Männeranteil sei in den vergangenen zehn Jahren von 3,1 auf 5,8 Prozent gestiegen.

Stark steigender Bedarf nach Kinderbetreuung

In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 470.000 Kita- und Krippenplätze geschaffen. Für Kinder ab dem vollendeten ersten bis zum dritten Lebensjahr wurde zum 1. August 2013 der Rechtsanspruch auf ein bedarfsgerechtes Angebot eingeführt. Für die Kinder über drei Jahren bis zum Schuleintritt gilt dieser subjektive Anspruch schon lange. Doch bis 2020 werden nach Berechnungen des Deutschen Jugendinstituts gut weitere 350.000 Plätze für Kinder bis zum Schuleintritt gebraucht. Jüngste Berechnungen, wie sich der Bedarf bis 2025 unter Einbeziehung der Grundschulkinder und unter Berücksichtigung der Elternwünsche entwickelt, zeichnen ein noch deutlicheres Bild: Bis 2025 würden demnach bis zu 308.000 U3-Plätze, rund 296.000 Ü3-Plätze sowie fast 492.000 Plätze für Grundschulkinder in Horten (134.000) und Ganztagsschulen (358.000) fehlen. Zusammen genommen würden somit in den Jahren bis 2025 fast 1,1 Millionen zusätzliche Betreuungsplätze notwendig, was deutlich über dem liegt, was in den zurückliegenden zehn Jahren geschaffen wurde.

Fachkräfte werden dringend gesucht

Das Deutsche Jugendinstitut geht von einer Fachkräftelücke von bis zu 390.000 Erzieherinnen und Erziehern bis zum Jahr 2025 aus. Mit der geplanten Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen wird sich der Bedarf nach Erzieherinnen und Erziehern noch weiter verschärfen. Nach Angaben der Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit betrug der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen im Jahresdurchschnitt 2017 für Fachkräfte in der Kindererziehung und -betreuung bundesweit rund 11.000 Arbeitsstellen. Nach Angaben der Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit betrug die Arbeitslosen-Erwerbspersonen-Relation für Fachkräfte in der Kindererziehung und -betreuung in Deutschland im Jahr 2017 nur 1,6 Prozent.

Männeranteil steigt leicht

Am 1. März 2017 waren 5,2 Prozent der pädagogisch arbeitenden Personen in Kitas Männer, der Anteil der Männer belief sich 2017 auf insgesamt 5,8 Prozent.

Bund will Länder und Kommunen bei Personalgewinnung unterstützen

Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort auf die Frage zum Thema Kinderbetreuung darauf hin, dass für gute frühe Förderung gut ausgebildete und ausreichend Fachkräfte gebraucht werden. Deshalb sei es notwendig, mehr Menschen für den wichtigen Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers zu gewinnen. Gleichzeitig müsse es gelingen, bereits Beschäftigte länger im Beruf zu halten. Die Attraktivität dieses Berufsfeldes hängt stark von den Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt von der Bezahlung ab. Die Vergütung von Erzieherinnen und Erziehern wird von den Tarifpartnern ausgehandelt. Der Bund wird die Länder und Kommunen – wie bereits in der letzten Legislaturperiode – beim Ausbau des Angebots, aber auch bei der Steigerung der Qualität der Kindertagesbetreuung und des Angebots an Kindertagespflege unterstützen – so die Aussage in der Stellungnahme zur Anfrage. Aus den Mitteln, die den Ländern zur Verfügung stehen, sollen auch weitere Formen der berufsbegleitenden oder praxisorientierten Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gefördert werden können.

Quelle: Haufe Online Redaktion, News 09.08.2018 Sozial- und Erziehungsdienst

 

 

Personalentwicklung in Kindertageseinrichtungen - Studie

Über das Personalmanagement in Kitas ist bisher wenig bekannt: Wie handeln Anstellungsträger, um ihren Aufgaben als Personalverantwortliche für die Beschäftigten in ihren Einrichtungen gerecht zu werden? Welche Maßnahmen ergreifen und welche Strategien verfolgen sie, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern?

Die Studie von Petra Strehmel und Julia Overmann untersucht, wie verschiedene Kita-Träger Personalentwicklung konzipieren, steuern und betreiben. Die Autorinnen haben mit den Mitteln der qualitativen Sozialforschung vier Träger analysiert: Kommune, Kirche, Sozialunternehmen und Elterninitiative. Sie beschreiben deren Ziele, Konzepte, Vorgehensweisen sowie Perspektiven und ordnen diese in erziehungswissenschaftliche und organisationspsychologische Diskurse ein.

Sie können die Studie als PDF herunterladen oder als kostenlose Printausgabe bestellen. Wir danken ganz herzlich allen, die sich aus Ihrem Kreis als Interviewpartner/innen an der Studie beteiligt haben.

Mütter kehren schneller zu familienfreundlichen Betrieben zurück

Große Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten sind bei Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf Vorreiter, aber die kleinen und mittleren Betriebe ziehen nach. Dies zeigt eine aktuelle Studie. Die familienfreundlichen Maßnahmen gehen demnach mit einer schnelleren Rückkehr von Müttern nach geburtsbedingten Erwerbsunterbrechungen einher.

Betriebe in Deutschland bieten immer häufiger Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Am stärksten verbreitet sind Angebote während der Elternzeit wie Weiterbildungen. Mittlerweile haben neun Prozent der Betriebe entsprechende Angebote. Im Jahr 2002 waren es noch weniger als fünf Prozent. Einen besonders starken Zuwachs verzeichnen betriebliche Kinderbetreuungsangebote. 2002 gab es diese bei zwei Prozent der Betriebe, jetzt liegt der Anteil bei rund acht Prozent. Nach wie vor selten sind dagegen Langzeitkonten zur Freistellung für Familienzeiten sowie betriebliche Maßnahmen zur Frauenförderung. Hier liegt der Anteil der Betriebe bei jeweils rund zwei Prozent. Der Anteil an Betrieben, die mindestens eine der genannten familienfreundlichen Maßnahmen anbieten, ist seit 2002 von sechs auf 16 Prozent gestiegen. Bei größeren Betrieben sind die Anteile generell höher. Maßnahmen zur Frauenförderung beispielsweise gibt es bei 21 Prozent der Betriebe mit mindestens 250 Beschäftigten.

Zusammenhang zwischen Maßnahmen und Widereinstieg

Für alle in der Studie untersuchten familienfreundlichen Maßnahmen zeigt sich ein Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Wiedereinstiegs der Mütter nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung: Mütter aus Betrieben mit familienfreundlichen Maßnahmen kehren schneller zu ihrem Arbeitgeber zurück als Mütter, die in Betrieben ohne diese Maßnahmen arbeiten. Je mehr familienfreundliche Maßnahmen ein Betrieb aufweist, umso kürzer sind die Erwerbsunterbrechungen der Mütter.

Die Ergebnisse der Studie (PDF, 346 KB) sind auf der Webseite des IAB abrufbar.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 17.07.2018

 Tipps und Links

Was Kinder wollen und warum wir darauf hören sollten

In Deutschland gehen die meisten Jungen und Mädchen regelmäßig in eine Einrichtung der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung. Ob Krippe, Kita oder Kindertagespflege, diese Orte sind in den frühen Jahren wesentliche Bestandteile ihrer Lebenswelt. Aber was ist aus Sicht der Kinder tatsächlich dafür entscheidend, dass sie sich dort wohlfühlen, gern dort Zeit verbringen und auch gut dort aufwachsen können? Was wollen Kinder und warum sollten wir darauf hören?

Valeska Pannier · Sophia Karwinkel (Hrsg.) Was Kinder wollen und warum wir darauf hören sollten Argumente und Anregungen für eine kindorientierte frühe Bildung

Das neue Buch der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unterstützt Kita-Leitungen, Fachberaterinnen, Dozenten in der Aus- und Weiterbildung und Fachkräfte der frühen Bildung dabei, gute Qualität aus Sicht der Kinder zu erkunden und umzusetzen. Es orientiert sich an zehn Qualitätsdimensionen guter Kitas aus Kindersicht und bündelt sowohl wissenschaftliche Grundlagen als auch Perspektiven erfahrener Praktikerinnen und Praktiker.

Sie wollen wissen, worauf es bei einer kindorientierten frühen Bildung, Betreuung und Erziehung ankommt und wie eine Umsetzung im Alltag gelingt? Das im Buch enthaltene Praxismaterial unterstützt Sie dabei, direkt mit Kindern ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, was ihnen wichtig ist. Unsere Reflexionsfragen helfen dabei, immer wieder zu überprüfen, wie gut die Sicht der Kinder in der eigenen Arbeit schon berücksichtigt wird. Sie können sowohl in Teamberatungen, in der Supervision oder Lehre eingesetzt werden. Darüber hinaus geben wir Ihnen Argumente an die Hand, um weitere Unterstützer zu gewinnen, die künftig mit Ihnen gemeinsam daran arbeiten, noch stärker auf das zu hören, was Kinder wollen.

Dieses sehr empfehlenswerte Buch ist erschienen im Verlag das netz ISBN 978-3-86892-147-2 15,90€

DVD – Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter und ein angemessener Umgang damit

Die Anzahl der psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter steigt immer weiter an. Gleichermaßen nimmt auch bei Eltern und pädagogischen Fachkräften die Verunsicherung zu, mit psychischen Erkrankungen angemessen umzugehen. Was tun bei ADHS, Trennungsproblemen und zahlreichen anderen psychischen Krisen im Kindes- und Jugendalter? Wie reagiere ich richtig? Welche Hilfeangebote gibt es? In diesem Film erzählen drei Kinder und deren Eltern(teile) mit großer Offenheit, wie es zu ihren jeweiligen Erkrankungen kam, welche Hilfen sie in Anspruch genommen haben und wie es ihnen heute geht. Es sind drei sehr persönliche und ergreifende Geschichten, die aber dank der angenommenen Hilfen alle eine positive Perspektive haben. Der Film bietet außerdem hilfreiche Hintergrundinformationen von einem Psychotherapeuten, sowie dem Chefarzt einer Kinderpsychiatrie zu psychischen Erkrankungen und deren erfolgreichen Behandlungen. Zusätzlich wird mit der integrativen temporären Lerngruppe des ReBBZ in Hamburg-Bergedorf ein Modellbeispiel präsentiert, wie auf die Situation psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher angemessen eingegangen werden kann, um diese im „System Schule“ zu halten oder wieder dorthin zurückzuführen. Es ist ein mutmachender Film, der konkrete und wertvolle Hilfe-Infos vermittelt und auf den viele Fachkräfte und Eltern schon lange gewartet haben.

Mehr Infos, Trailer und Bestellmöglichkeit zu unserem neuen Film finden Sie hier.

Neue Weiterbildung für Fachkräfte: Personalmanagement in KIGA und KITA

Die Universität Vechta baut ihre wissenschaftliche Weiterbildung weiter aus: Neuestes Angebot ist die Blockveranstaltung „Personalmanagement in Kindergarten und Kindertagesstätte“. Angesprochen sind Erzieher/-innen und Sozialpädagog(inn)en sowie weitere Führungskräfte aus Kindertageseinrichtungen oder solche Fachkräfte, die künftig Leitungsaufgaben übernehmen wollen. Die Weiterbildung findet an zwei Tagen im März 2019 statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Keine Kita für alle

In den letzten Wochen wurden in vielen Kommunen die Kindergartenplätze für das kommende Kita-Jahr vergeben. Nicht alle Kinder werden einen Platz bekommen; viele Kinder und Eltern nicht ihren „Wunschplatz“ in ihrer Wunsch-Kita. Insbesondere dort nicht, wo die Nachfrage nach Kitaplätzen das Angebot übersteigt. Im Projekt „Kein Kind zurücklassen“ habt sich die Bertelsmann-Stiftung gefragt, wie sich die Auswahlprozesse auf die Zusammensetzung der Kinder in den Kitas auswirken: Wer bekommt am Ende wo einen Kita-Platz? Wie verteilen sich die Kinder über die Kitas in der Stadt? Wie ist die Zusammensetzung der Kinder in den Kitas? Weiterlesen im Blogbeitrag

Keine Kita für alle- Zum Ausmaß und zu den Ursachen von Kita-Segregation

In diesem Werkstattbericht wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Trägervielfalt Einfluss auf die Zusammensetzung der Kinder in den Kitas hat. Für drei Beispielkommunen werden lokale Kita-Strukturen analysiert und Mechanismen der Kita-Wahl identifiziert. Dabei zeigt sich, dass der Zugang in die Kitas sozial und ethnisch selektiv ist und die Konfession des Kindes eine große Bedeutung bei der Kita-Wahl spielt. Die Ergebnisse lassen zudem vermuten, dass die Kitas durch den Aufnahmeprozess zu einer Verstärkung von Segregationstendenzen im Kita-Bereich beitragen, die über die in den Kommunen vorhandene sozialräumliche Segregation noch hinausgeht.

Pixi-Buch im Bundesprogramm „KitaPlus“ erschienen

Was passiert eigentlich nachts in der Kita? Was erleben und lernen Kinder, wenn sie in der Kita übernachten? Verläuft der Abschied anders, wenn Eltern ihre Kinder abends anstatt morgens in die Kita bringen? Das Pixi-Buch „Nachts in der Kita“ greift diese Fragen auf und veranschaulicht beispielhaft, wie Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte die erweiterten Betreuungszeiten gestalten. Eva, Mattis, Lena und ihre Erzieherin Katharina zeigen, wie sie eine Nacht in der Kita verbringen. Mit Übernachtungskoffer, Gute-Nacht-Geschichte, Traumland und beim Brötchen backen: Die Kinder stehen dabei an erster Stelle.

Für viele Eltern ist es ein Balanceakt, Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. Dies trifft insbesondere auf Berufe zu, in denen Mütter und Väter im Schichtdienst oder sehr früh morgens, in den Abendstunden oder an Wochenenden arbeiten. Um sie dabei zu unterstützen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ Kindertageseinrichtungen, Horte und Kindertagespflegepersonen, die ihre Öffnungszeiten den Bedarfen von Eltern entsprechend erweitern. Seit 2017 werden zusätzlich „Netzwerkstellen KitaPlus“ gefördert, um die neu geschaffenen Angebote nachhaltig in den Kommunen zu verankern.

Alte Bekannte aus dem Pixi-Buch „Willkommen“

Die Gruppe aus „Nachts in der Kita“ kennt sich schon aus einer anderen Geschichte – dem Pixi-Buch „Willkommen“. In „Willkommen“ geht es um Fragen wie: Wie erleben Kinder, die mit ihren Familien vor Verfolgung, Krieg und Terror nach Deutschland geflohen sind, ihren ersten Tag in der Kita? Wie heißen die Kinder die Neuankömmlinge willkommen?. In der Geschichte erlebt Tarik seinen ersten Tag in der Kita, eine Geburtstagsfeier und ein Willkommensfest für seine Familie. Denn Tarik, seine Schwester Noura und ihre Eltern sind aus Syrien nach Deutschland geflohen. „Willkommen“ können pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit nutzen, um das Interesse der Kinder zu wecken und sie zu ermutigen, Fragen zu stellen. „Willkommen“ erschien 2016 begleitend zum Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ fördert das Bundesfamilienministerium alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil in der Kindertagesbetreuung.

Exemplare von „Nachts in der Kita“ und „Willkommen“ können kostenfrei beim Publikationsservice des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellt werden. Broschürendienst des Bundesfamilienministeriums
Telefon: 030 2061375-10
E-Mail: broschueren@bmfsfj.bund.de

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