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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe April 2017
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Überschrift – Bitte ausfüllen

Liebe Leser*innen,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie.

Seit Februar 2017 hat unsere Website www.drk-kinder-jugend-familienhilfe.de ein neues Format. Leider machte uns die technische Umstellung den regelmäßigen Newsletter Versand unmöglich. Der Newsletter Kinderhilfe wird Sie ab nun aber wieder regelmäßig erreichen. Anregungen für Inhalte, die Sie gern vermitteln möchten oder Themen, die Sie vermissen können Sie auch weiterhin an urbans@drk.de senden.

Entspanntes Lesevergnügen wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

DRK Positionspapier "Fach- und Praxisberatung in DRK-Kindertageseinrichtungen"

Fach- und Praxisberatung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsentsicklung der Frühkindlichen Bildung. Das Positionspapier "DRK-Fach- und Praxisberatung in Kindertageseinrichtungen" schließt eine Lücke zwischen dem bereits 2002 veröffentlichten Papier und den Qualitätsforderungen des DRK zur aktuellen Fachdiskussion in 2017. Die Forderungen und Positionen sind ein Beitrag für die Fachpolitische Debatte. Fachberatung wurde in den letzten Jahren durch wissenschaftliche Studien um Kita-Qualität als eine Schlüsselposition erkannt. Gleichwohl wurde festgestellt, dass die Definitionen und Rahmenbedingungen von Fachberatung so heterogen sind, dass aktuell keine bundesweit vergleichbare Qualitätsentwicklung erwartet werden kann. Ziel muss es daher sein transparente Kriterien zu entwickeln, die eine vergleichbare Entwicklung ermöglichen. Bund und Länder haben sich mit Ihrer Erklärung zum Zwischenbricht der AG "Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern" im November 2016 darauf geeinigt konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität des Systems der Frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung zu ergreifen. Dazu gehört auch die Fachberatung als qualitätssicherndes und qualitätsentwickelndes Instrument. Das DRK-Positionspapier ist ein Beitrag zu diesem Diskurs, sowohl beschreibend als auch fordernd. Es wurde in einem Prozess gemeinsam mit den Landesreferent*innen Kinderhilfe und unter Beteiligung der Expertise der Fachberater*innen im DRK erarbeitet. Diese hatten Gelegenheit im Rahmen der Fachtagung "Profi(l) - DRK-Fachberatung - Rolle, Aufgaben und Positionen im März 2016 ihre Anforderungen und Ideen einzubringen. An dieser Stelle einen großen Dank für die konstruktiven inhaltlichen Diskussionen und die gefundenen Kompromisse im LRT Kinderhilfe.

Rückblick - Fachtagung "Individuell.Vielfältig - Aspekte inklusiver Arbeit in DRK-Kindertageseinrichtungen"

Mit der Fachtagung für Fach- und Praxisberater*innen im DRK bieten wir ein jährliches Forum für Fachaustausch und Profilbildung in der DRK-Kindertagesbetreuung an. Im Jahr 2017 widmeten wir uns verschiedenen Aspekten der Inklusion. Prof. Aladin El-Mafaalan erläuterte uns auf Grundlage aktueller Forschung die Zusammenhänge von Migration, sozialer Ungleichheit und Bildungschancen und schärfte unseren Blick für einen sensibleren Umgang mit Vielfalt. Hier finden Sie die Folien zu seinem Vortrag. Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung ist mittlerweile ein gesetztes Stichwort beim Thema Inklusion. In drei parallelen Workshops haben wir uns damit vertieft auseinandergesetzt. Grundlage und Diskussionsanregung zugleich ist dabei unter anderem die gemeinsam erarbeitete Handreichung „Inklusion in DRK-Kindertageseinrichtungen“. Auch vor dem Hintergrund der Aufnahme von Kindern aus geflüchteten Familien wird dabei ein Fokus auf die Sensibilisierung für rassistische Diskriminierung gelegt. Mit Tupoka Ogette, Stephen Lawson, Josephine Apraku und Dr. Jule Bönkost haben wir dafür erfahrene Expert*innen für Antidiskriminierung gewinnen können. Adultismus, also die Machtasymmetrie in der Beziehung von Kindern zu Erwachsenen spielt eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung von Partizipation. Anne-Sophie Winkelmann und Johannes Neumann von der Anti- Bias Werkstatt in Berlin haben für und mit dem DRK ein Curriculum "Was MACHT was?!" zum Thema Reflexion von Macht in der pädagogischen Arbeit geschrieben. Gemeinsam mit den Kolleginnen aus dem Netzwerk Kinderschutz in der DRK-Kindertagesbetreuung haben die beiden Autor*innen das Material vorgestellt und einen ersten Einblick in die Ansätze der Arbeit mit den Modulen EinPRÄGsam, SELBSTfürsorge und TEAMkultur geben. In Form einer "Lebendigen Bibliothek" haben sich die Fach- und Praxisberater*innen gegenseitig über gute Ansätze und Beratungsprozesse inklusiver Arbeit in Kindertageseinrichtungen ausgetauscht. Themen waren z.B.:

  • Exklusion - Seperation - Integration - Inklusion --> Erarbeitung einer Definition im Team
  • Wissenschaftliche Begleitforschung "Inklusive Nachmittagsbetreuung"
  • Vielfalt in Hamburg - verschiedene Ansätze Hamburger Träger in der Arbeit mit Geflüchteten und der Frühförderung
  • Es beginnt mit der inneren Öffnung - Haltung und Inklusion
  • Taumapädagogik - Haltung als Grundlage
  • KinderKulturPass in Bielefeld

Last but not least haben wir das Positionspapier „Fach- und Praxisberatung für DRK-Kindertageseinrichtungen“ präsentiert, dessen Erarbeitung im Fokus der Fachtagung in 2016 stand.

Den Teilnehmer*innen der Veranstaltung wird im Frühsommer eine Dokumentation der Arbeitsergebnisse zur Verfügung gestellt. Im März 2018 wird die nächste Fachtagung für Fach- und Praxisberater*innen im DRK stattfinden.

DRK - Stellungnahme zum Entwurf eines Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KSJG)

Das DRK hat sich am 23.03.2017 mit einem Schreiben an das BMFSFJ zum vorliegenden Gesetzentwurf geäußert. Das DRK teilt das Ziel eines inklusiven SGB VIII und hat sich bereits mit seinem Diskussionspapier im Jahr 2015 für die Weiterentwicklung des SGB VIII zu einer inklusiven Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe positioniert. Der Prozess und die Änderungen im vorgelegten Gesetzesentwurf werden jedoch nach unserer Auffassung dem im Koalitionsvertrag verankerten Ziel nicht gerecht. Gleichwohl enthält der Gesetzesentwurf wichtige Ansätze für eine gute Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. So bewertet das DRK den uneingeschränkten Rechtsanspruch von Kindern und Jugendlichen auf Beratung, unabhängig von einer Not- und Konfliktlage (§ 8 Abs. 3 SGB VIII) als sehr positiv im Hinblick auf die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Das DRK begrüßt, dass wichtige neue Regelungen aufgenommen worden sind. Hierzu zählen die Ombudsstellen (§ 9a SGB VIII) als externe und unabhängige Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche vor Ort, die programmatische Verankerung der Zielstellung von Inklusion, der "Jugend-Check" für Maßnahmen auf der Bundesebene und die Hervorhebung des Kinderschutzgedankens im Betriebserlaubnis- und Prüfverfahren auch für die Kinder- und Jugendarbeit. Auch die Verbesserung der Kooperation im Kinderschutz und die praxistaugliche Gestaltung der Datenschutzregelungen im Kontext der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis bei haupt- und ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Personen findet Zustimmung. Krtisch merkt das DRK an, dass der Jugendcheck junge Menschen erst ab dem Alter von 12 Jahren berücksichtigt und damit die besonders vulnerablen jüngeren Kinder aus der Einschätzung von Gesetzesfolgen ausschließt. Ferner wird mit dem KJSG im § 1 SGB VIII in einem neuen Absatz 3 eine Teilhabedefinition (Teilhabe am Leben) eingeführt, die kein Pendant im für die Eingliederungshilfe vorrangigen SGB IX findet. Die Eingliederungshilfe selbst spricht von einer "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft". Das DRK ist der Ansicht, dass damit potentiell ein neues Schnittstellenproblem geschaffen wird. Grundsätzlich lehnt das DRK einen Begriff "Teilhabe am Leben" ab, denn jeder lebende Mensch hat Teilhabe am Leben. Die in § 45 und 46 SGB VIII vorgenommenen Änderungen zur Stärkung des Schutzbedürfnisses der Kinder und Jugendlichen führen nach Auffassung des DRK zu einem höheren Aufwand für zuständige Behörden und Einrichtungsträger. Dieser Aufwand muss sich in der Finanzierung der Einrichtungsträger abbilden. Das DRK fordert einen Auf- und Ausbau von transparenten, dialogischen Prozessen zur Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe wie er mit dem Dialogforum von BMFSFJ und dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge am 21.03.2017 begonnen wurde. Ein solcher Dialog sollte ohne Zeitdruck geführt werden, damit zunächst eine Definition gemeinsamer Ziele und Wege erarbeitet werden kann, um eine inklusive Lösung für alle Kinder und Jugendlichen verbindlich mittelfristig umzusetzen. Für die weiterführende Diskussion verweist das DRK auf das Diskussionspapier vom September 2015 zur Weiterentwicklung des SGB VIII und die darin enthaltenen Vorschläge und Forderungen zur Ausgestaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens wurde am 12.04.2017 ein Regierungsentwurf vorgelegt, der Änderungen zum Gesetzesentwurd vorsieht. Für die Kindertageseinrichtungen wesentlich ist lediglich die Herausnahme der programatischen Veränderungen der alltagsintegrierten Sprachförderung und der Gesundheitsförderung aus dem § 22 SGB VIII. Grund hierfür war die Befürchtugn die Kosten wären mit der Verankerung nach den Konnexitätsprinzip einklagbar. Das DRK bedauert diese Veränderung. Weitere Änderungen des Regierungsentwurfes im Vergleich zum Gesetzesentwurf betreffen die Bereich Jugendwohnen (§ 13) sowie Finanzierung von Maßnahmen und Leistungen (§ 78). Positiv zu bewerten ist die durch den Regierungsentwurf aufgenommene Verpflichtung von der Vorlage von Gewaltschutzkonzepten in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften im Asylgesetz.

Das Gesetz wird am 19.5.2017 in einer ersten Lesung dem Deutschen Bundestag vorgelegt. Am 02.06.2017 ist die Befassung im Bundesrat geplant. Nach Befassung in den Ausschüssen sind weitere Befassungen Ende Juni/Anfang Juli angedacht. Ein Verabschiedung ist somit in dieser Legislatur noch möglich.

Alle aktuellen Informationen rund um die Reform des SGB VIII erhalten Sie zudem unter www.kijup-sgbviii-reform.de

Ehen von minderjährigen Geflüchteten – DRK positioniert sich zum Gesetzesvorhaben

Im Zuge des Referentenentwurfes zum Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen hat sich das DRK zum Thema Ehen von Minderjährigen positioniert. In den letzten Monaten wurde vermehrt über Ehen unter oder mit Minderjährigen berichtet. Verschiedene Vorschläge zum Umgang mit im Ausland geschlossenen Ehen sind in die Diskussion eingebracht worden. Das DRK möchte mit der Positionierung auf wichtige Punkte hinweisen, die in der gegenwärtigen Diskussion mitgedacht werden müssen. Beispielsweise wird diskutiert, alle Ehen von Minderjährigen von Familienrichter*innen aufheben zu lassen. Bereits jetzt wird jedoch von der Fachöffentlichkeit beklagt, dass Familienrichter*innen vor allem in Sorgerechtsstreitigkeiten nicht über die entsprechenden Kompetenzen verfügen. Hier sieht das DRK einen Handlungsbedarf. Die wesentlichen Forderungen des DRK in Kurzfassung: Kindeswohl in den Vordergrund stellen, d.h. aber auch Einzelfallprüfungen bei Minderjährigen über 14 Jahren Spezielle Schulungen für Familienrichter*innen ermöglichen Die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe stärken Recht von minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten auf Jugendhilfeleistungen einräumen Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland kommen, brauchen unseren unbedingten Schutz, ihr Wohl muss Vorrang vor anderen Erwägungen haben. Wesentlich ist es, die Beteiligung der Minderjährigen gemäß dem im Artikel 12 der UN Kinderrechtskonvention verbrieften Recht auf Beteiligung zu sichern. Danach ist die Meinung des Minderjährigen entsprechend seinem Alter und seiner Reife angemessen zu berücksichtigen, insbesondere in allen ihn oder sie berührenden Gerichts- oder Vewaltungsverfahren. Das DRK spricht sich daher für eine Einzelfallprüfung von im Herkunftsland rechtskräftig geschlossenen Ehen ab 14 Jahren aus.

Das Positionspapier können Sie hier herunterladen.

AGJ - Zwischenruf zum Qualitätsentwicklungsprozess „Frühe Bildung“ von Bund und Ländern

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ begrüßt und unterstützt den Qualitätsentwicklungsprozess von Bund und Ländern. Sie sieht den Zwischenbericht und die Erklärung der Bund-Länder-Konferenz als erste Schritte auf dem Weg der flächendeckenden und – unter Einbeziehung des Bundes – gemeinsamen Förderung der Qualität in der Kindertagesbetreuung, mit denen auch wesentliche Forderungen der AGJ gewürdigt wurden. Als besonders gelungen betrachtet sie, dass nun erstmals in kompakter Form eine gemeinsame wissenschaftlich fundierte Grundlage zur Weiterentwicklung von Qualität in der Kindertagesbetreuung zwischen Bund und Ländern vorliegt. Durch die breite Zustimmung der Länder und des Bundes sieht die AGJ damit eine aussichtsreiche Situation für den weiteren Prozess gegeben. Vor diesem Hintergrund hat die AGJ Einschätzungen und Empfehlungen für den Qualitätsentwicklungsprozess der Kindertagesbetreuung von Bund und Ländern mit ihrem Zwischenruf in die Diskussion eingebracht. Das DRK hat im Fachausschuss "Kindheit, Kinderrechte und Familie" an dem Zwischenruf mitgewirkt.

DRK zeichnet mit: Verbändeerklärung Kita-Qualität

Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Zwischenberichtes "Frühe Bildung weiterentwickeln und finanzieren" hat sich im November 2016 ein Bündnis aus damals 16 Verbänden und Organisationen begleitend mit einer wichtigen Forderung zu Wort gemeldet. Mit Forderungen nach einheitlich-vergleichbaren Standards der Kindertagesbetreuung über Ländergrenzen hinweg. Interessant an diesem Bündnis ist vor allem, dass sich über die "üblichen" Player hinaus gesellschaftspolitische Organisationen zusammengeschlossen haben. Das DRK gehört nun seit Februar zu diesem Bündnis und unterstützt die entsprechende Erklärung. Neben dem DRK ist das Bündnis um weitere Organisationen und Verbände gewachsen. Mit der Erklärung sind weiterhin Aktionen für Öffentlichkeitsarbeit geplant, u.a. um den bundespolitischen Fraktionen die Bedeutung des Feldes und der Notwendigkeit einer qualitativen Entwicklung deutlich zu machen. Ziel ist u.a. das Thema im Koalitionsvertrag des neu zu gründenden Bundestags zu verankern. Das gelingt uns noch besser mit einem breiten Unterstützer-Kanon, den dieses Bündnis bietet. Die Forderungen stellen einen Kompromiss dar, dem sich alle Unterzeichner*innen anschließen können. Inwieweit aufbauende Forderungen (bspw. zum Thema Fachkräftegewinnung) von dem breiten Bündnis formuliert werden sollen, wird gerade geprüft. Gern kann die Erklärung für die (fach-)politische Lobbyarbeit auf Veranstaltungen auf allen Ebenen genutzt werden. Gewünscht ist auch eine Initialisierung von Bündnissen oder ein anknüpfen an bestehenden Bündnisse für dieses Thema auf den Länderebenen.

Verbändeerklärung

 Veranstaltungen

Neue Kursreihe zum/zur Inklusionsmanager*in startet im September 2017

Am 12.09.2017 startet im Intercity Hotel am HBF Berlin der neue Qualifizierungsdurchgang zur/ zum Inklusionsmanager*in (P-ink). Wir laden alle hauptamtlichen Fach- und Führungskräfte im DRK, BRK und den korporativen Mitgliedern zur Teilnahme ein. Mit der Strategie 2020 „Menschen helfen, Gesellschaft gestalten“ ist das DRK schon einen wichtigen Schritt gegangen. Sie enthält viele Aussagen zu den Themen Inklusion und Teilhabe. Alle Gliederungen des DRK haben als Resultat der Strategie den Auftrag, sich inklusiv auszurichten. Um dieses große Ziel zu erreichen, haben die Mitgliedsverbände, gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis sowie Selbstvertreter*innen, die Qualifizierungsmaßnahme entwickelt. Die Teilnehmer*innen des ersten erfolgreichen Durchgangs stehen kurz vor Ihrer Zertifizierung. Beispiele von Erfolgen der angehenden Inklusionsmanager*innen finden Sie im Anhang. Dort finden Sie auch alle Informationen zu den Terminen, regionalen Standorten und den Inhalten der neuen Qualifizierungsrunde. Die beiden beigefügten Ausschreibungen wenden sich gezielt an Kreisgeschäftsführer*innen sowie an Fach- und Führungskräfte von Diensten und Einrichtungen.

Was Inklusionsmanager für DRK-Kindertageseinrichtungen bringen finden Sie z.B. in diesem Artikel der Zeitschrift Kita-aktuell Recht 02/2017

Die Teilnehmerplätze sind begrenzt. Aus einer Einrichtung können auch mehrere Personen teilnehmen. Anmeldungen bitte online unter: http://drk-wohlfahrt.de/veranstaltungen

Anmeldeschluss ist der 1. August 2017.

 Fachpolitisch Aktuelles

Kita-Zoom Fachberatung

Die Publikationsreihe „Kindertagesbetreuung: Zoom“ legt in jeder Ausgabe den Fokus auf ein bestimmtes Thema aus dem Feld der Kindertagesbetreuung. Grundlage sind die im Jahr 2016 im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchgeführten Befragungen unter Kita-Leitungen und Kita-Fachkräften, Tagespflegepersonen, Fachberaterinnen und Fachberatern, Trägern und Jugendämtern. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis kommentieren die Befragungsergebnisse.

Ankündigung: Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2017

 Wie viele Personen arbeiten aktuell in der Frühen Bildung? Welche Qualifikationen haben sie? Welche Herausforderungen stellen Entwicklungen bei Gender, Altersgefüge und Migration an das System Frühe Bildung? Informationen hierzu bietet die neue Ausgabe des Fachkräftebarometers Frühe Bildung, die im Frühsommer 2017 erscheinen wird. Ab Juni finden Sie hier die neue Ausgabe zum Download. Vorab präsentierte WiFF zentrale Ergebnisse am 24. April in Berlin. Zentrale Erkenntnisse sind:

  • Der Arbeitsmarkt Frühe Bildung boomt weiterhin - im Jahr 2016 arbeiteten mehr als 571.000 Beschäftigte in dem Bereichdes pädagogischen und leitenden Personals. Damit ist die Zahl der beschäftigten Personen im Vergleich zu 2006 allein um 62% gestiegen. Kommt die Kindertagespflege hinzu sind es insgesamt 615.000 Beschäftigte im Jahr 2016. Damit kommt der Bereich Frühe Bildung fast an die Lehrenden in allgemeinbildenden Schulen mit im Vergleich 690.300 Personen ran. Auch im Vergleich zu anderen Berufsfeldern, wie Altenpflege, Krankenpflege oder anderen sozialen Berufen, boomt die Branche Frühe Bildung am Kräftigsten.
  • Der Personalbedarf steigt auch in der Zukunft - Bis 2025 werden voraussichtlich 260.000 neu ausgebildete Fachkräfte in die Frühe Bildung einmünden. Sie können zwar die ca. 171.000 Beschäftigten ersetzen, die das Arbeitsfeld zwischen 2016 und 2025 beispielsweise alters- oder gesundheitsbedingt verlassen. Da aber zugleich durch Geburtenanstieg, durch die Zuwanderung geflüchteter Familien und die anhaltend starke Nachfrage nach weiteren Plätzen für unter Dreijährige noch deutlich mehr Personal benötigt wird, ist in den nächsten Jahren mit einem gravierenden Fachkräftemangel zu rechnen. Eine entsprechende Ausweitung der Betreuungskapazitäten würde einen zusätzlichen Personalbedarf von mehreren zehntausend Beschäftigten für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege nach sich ziehen. Die zu erwartende Zahl an Absolventinnen und Absolventen frühpädagogischer Ausbildungsgänge kann diese Nachfrage nicht mehr decken.
  • Die Ausbildungskapazitäten sind auf hohem Niveau, beginnen aber zu stagnieren

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2017 liefert Informationen über Personal, Arbeitsmarkt und Erwerbssituation sowie Qualifizierung in der Frühpädagogik. Im Fokus des aktuellen Fachkräftebarometers stehen nebem dem Personal:

  • Kita Teams (Vergleichende Analyse von Teamgrößen, Leitugnsfreistellung, Qualifikationsunterschieden usw.)
  • Arbeitsmarktvergleich zu anderen Teilarbeitsmärkten
  • Die Ausbildungswege in die Frühe Bildung
  • Perspektive wie Gender, Altersgefüge und Migration in der Kindertagesbetreuung
  • Zukunftsprojektion - das Personal zwischen Angebot und Nachfrage

Mehr Informationen hier

Gesucht – gefunden? Karrierewege für Kindheitspädagoginnen und -pädagogen

Mehr als 10.000 Personen haben seit der Einführung der früh- bzw. kindheitspädagogischen Studiengänge einen solchen absolviert. Wie kommen sie auf dem Arbeitsmarkt Kita an? Dieser Frage ist das Campus Magazin auf ARD-Alpha nachgegangen, unterstützt durch Ergebnisse der WiFF. Das Portrait zweier Absolventinnen macht deutlich: Für akademisch Qualifizierte ist es immer noch schwierig, einen ihrer Qualifikation angemessenen Berufseinstieg in das von Erzieherinnen und Erziehern dominierte Feld zu finden. Die eingeschränkten Jobaussichten tragen möglicherweise zur aktuellen Entwicklung der Studiengänge bei. Wie aktuelle Zahlen des WiFF Studiengangsmonitorings belegen, stagniert die Zahl der Anfängerinnen und Anfängern im Fach Kindheitspädagogik. "Es ist absolut notwendig, dass wir Karrierewege deutlicher markieren", mahnt deshalb WiFF-Leitung Anke König in dem Beitrag. "Es gibt sie nämlich, zum Beispiel auf Leitungsebene." Auch den beiden jungen Frauen aus dem Film gelingt es schließlich, mit Mut, Geduld und Engagement eine Position mit Führungsverantwortung zu erreichen.

Quelle: WiFF Newsletter März 2017

Kindgerecht aus Kindersicht - Studie zur Kita-Qualität

Was ist für Kinder eigentlich eine gute Kita? Die Studie "Kita-Qualität aus Kindersicht" des DESI-Instituts für Sozialforschung ging dieser Frage im Rahmen von Qualität vor Ort nach. Das Ergebnis: Jungen und Mädchen im Kita-Alter wünschen sich die richtige Balance zwischen verlässlichen Strukturen, Anerkennung ihrer Individualität und dem ungestörten Spiel mit anderen Kindern.

Die Dimensionen guter Kita-Qualität, die die 4- bis 6- Jährigen in der Studie zum Ausdruck bringen, sind differenziert und anspruchsvoll. Sie stehen im Einklang mit frühpädagogischen Theorien, die die Rechte von Kindern in den Vordergrund rücken. Gleichzeitig spiegeln sie drei zentrale Grundbedürfnisse wider, die in der Forschung u. a. als Voraussetzung für Lernen und eine gesunde Entwicklung angesehen werden. Das, was die Kinder sich wünschen, lässt sich ebenso wenig in pädagogische Handlungsanleitungen wie in schnell abprüfbare Kriterien gießen. Die Perspektive der Kinder stellt einen maximalen Kontrast zu einem technizistischen Qualitätsverständnis dar – ihre Vorstellung von ‚guter‘ Qualität speist sich vielmehr aus ihren Erfahrungen und Gefühlen.

Den Zwischenbericht zur Studie finden Sie heute bereits hier.
Der vollständige Studienbericht wird im Sommer 2017 veröffentlicht.

UNICEF-Studie „Kindheit im Wartezustand“

Die Studie "Kindheit im Wartezustand" des Bundesfachverband umF, erstellt im Auftrag von UNICEF Deutschland, zeigt, dass Aufnahmeeinrichtungen kein kindgerechtes Umfeld sind. Kindern und Jugendlichen, die dort leben, fehlt zudem oft der Zugang zu Schulen und Kitas. 

Kita-Leitung - Schwerpunktreihe Bertelsmann-Stiftung

 Die Bedeutung der KiTa-Leitung für eine „gute“ Qualität in den Einrichtungen ist bislang noch zu wenig im Blick der aktuellen Debatte. In der Schwerpunktreihe „KiTa-Leitung“ hat die Bertelsmann Stiftung deshalb vier Forschungsprojekte zu Fragestellungen rund um KiTa-Leitung initiiert. Auf Basis der Projektergebnisse entwickelte die Bertelsmann Stiftung fachpolitische Handlungsempfehlungen für das Arbeitsfeld KiTa-Leitung. Die Studie „Qualitätsausbau in KiTas 2017. 7 Fragen zur Personalausstattung für Führung und Leitung in deutschen KiTas. 7 Antworten der Bertelsmann Stiftung beantwortet u. a. folgende Fragen:

• Wie ist der Status quo der Leitungsausstattung in deutschen KiTas?

• Wie viele Zeitressourcen empfiehlt die Bertelsmann Stiftung, damit jede KiTa in Deutschland professionell geführt und geleitet werden kann?

• Wie viel zusätzliches Leitungspersonal ist für die Umsetzung dieser Empfehlung erforderlich, und welche Personalkosten entstehen?

Mit dieser Studie leistet die Bertelsmann-Stiftung einen faktenbasierten Beitrag zur aktuellen Diskussion über bundesweit einheitliche Standards bei den strukturellen Rahmenbedingungen von KiTas. Die Studie steht hier als Download zur Verfügung.

Die weitere Studie „Leitung von Kindertageseinrichtungen. Eine Bestandsaufnahme von Leitungskräften und Leitungsstrukturen in Deutschland“ wurde von Jens Lange vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund an der Technischen Universität Dortmund durchgeführt. Die Expertise ist hier als Download erhältlich.

Die erste Studie in der Schwerpunktreihe „KiTa-Leitung“ von Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann, Katharina Nicolai und Luisa Köhler von der Alice Salomon Hochschule wurde im Sommer letzten Jahres veröffentlicht und kann hier heruntergeladen werden.

Die Forschungsergebnisse und fachpolitischen Handlungsempfehlungen wurden am 07. März auf dem Kongress „KiTa-Leitung unter Druck. Strukturen und Strategien für das professionelle Führen und Leiten von Kindertageseinrichtungen“ in Berlin vorgestellt. Eine Zusammenfassung des Kongresses erhalten Sie hier.

 

 

 Tipps und Links

MIXED UP Wettbewerb 2017 - Kulturelle Bildung in Kita und Schule - Bewerbung bis 15.5.2017

MIXED UP – BUNDESWETTBEWERB FÜR KULTURELLE BILDUNGSPARTNERSCHAFTEN

Kulturelle Bildungspartnerschaften eröffnen Kindern und Jugendlichen Teilhabegelegenheiten, bereichern ihre Bildungsbiografien und entwickeln regionale Bildungslandschaften weiter. MIXED UP prämiert herausragende Modelle der Zusammenarbeit von kultureller Kinder- und Jugendbildung mit Schulen oder Kindertageseinrichtungen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugend-bildung (BKJ) loben den MIXED UP Wettbewerb gemeinsam aus.

Ihre Kooperation macht Kunst und Kultur zum festen Bestandteil frühkindlicher Bildung und ermöglicht es Kindern von Beginn an, ästhetische und kulturelle Erfahrungen zu machen? Bewerben Sie sich um den MIXED UP Preis Kita, wenn ...

•... Ihnen daran gelegen ist, bereits im frühkindlichen Bereich kulturelle Teilhabegelegenheiten zu schaffen und den Bildungsalltag der Jüngsten mit Kunst und Kultur zu bereichern.

•... sich Ihr Kooperationsteam aus mindestens einem kulturellen Partner und einer frühkindlichen Bildungseinrichtung (Kindertagesstätte, Kindergarten, Elterninitiative, etc.) zusammensetzt.

•... Sie darüber hinaus (möglicherweise) mit weiteren Akteuren aus den Bereichen Jugend, Kultur oder Bildung kooperieren.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

 

 

Spielen - Infomaterial der BZgA für Ihre Arbeit nutzbar machen

Kinder haben eine angeborene Freude am Spiel. Im Spiel entwickeln sie ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und Können. Denn Spielen ist die kindliche Art zu lernen. Das sach- und zielgruppengerecht zu vermitteln ist nicht immer einfach. Deshalb:

Greifen Sie zu! Die Inhalte zum Thema Spielen von www.kindergesundheit-info.de für Ihre Medien nutzbar machen. Die Texte der Rubrik Spielen sind ab sofort unter die Creative Commons-Lizenz gestellt. Das heißt, Sie können diese „freien“ Inhalte ohne weiteres kopieren und für eigene Informationsangebote nutzen, wenn Sie sich an ein paar Regeln halten.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Eltern-Kind-Gruppen - ein Angebot für Familien mit Fluchterfahrungen

Der Film "Eltern-Kind-Gruppen - Ein Angebot für Familien mit Fluchterfahrungen" finden Sie praktische Anregungen und ein good practice Beispiel für niedrigschwellige Zugänge zu Familien mit Fluchterfahrungen.

Wahljahr 2017 mit Hortkindern gestalten

2017 ist für Europa und auch für Deutschland ein aufregendes Jahr. Die Niederlande haben bereits gewählt, die Parlamentswahlen in Frankreich laufen und in Deutschland stehen sie bevor. Die Ergebnisse werden entscheidend sein für die Zukunft Europas. Mit Spannung sehen wir den bevorstehenden drei Landtagswahlen sowie der Bundestagswahl 2017 entgegen, die auch ein wichtiges Thema auch für Kinder und Jugendliche sind. Die aktuellen Materialien auf HanisauLand unterstützen wir Sie bei Ihrer pädagogischen Vorbereitung.

Die Broschüre "Bundestagswahlen - jetzt versteh ich das!" erklärt Schülerinnen und Schülern der Klassen 3 bis 7, was für die Bundestagswahlen wichtig ist. Das Arbeitsheft enthält kurze Erklärtexte und Illustrationen sowie Anregungen zum Arbeiten im Unterricht, die modular eingesetzt werden können. Das Begleitheft für Lehrkräfte bietet weitere Anregungen für den Unterricht.

Im Spezial Wahlen gibt es viele Informationen zu den Bundestagswahlen. Erklärt werden die Wahlgrundsätze, das Wahlsystem, wer und warum in einer Demokratie gewählt wird und wie es nach der Wahl weitergeht. Zudem gibt es eine Hörreise zum Thema Wahlen.

Im Lexikon wird der Begriff Wahlen und seine Bedeutung innerhalb einer Demokratie erklärt. Es wird ebenfalls erläutert, wer bei den Wahlen gewählt wird und für welche staatlichen Institutionen (Deutscher Bundestag, Landtag, Gemeinden). Auf die weiterführenden Begriffe zum Themenfeld Wahlen wird jeweils verlinkt.

Handreichung zum Thema Hate Speech: Kinder schon früh darauf vorbereiten?

Hass im Internet. Schon ein Thema für Grundschüler? Diese Frage beschäftigt Eltern und Fachkräfte wie auch die Experten beim Internet-ABC e.V.: Die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Das Internet-ABC hat in einer Handreichung Hintergrundinfos zum Thema zusammengestellt. 

Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Das BZgA-Plakat „10 Hygienetipps“ zeigt im Überblick einfache persönliche Hygienemaßnahmen, um sich und andere zu schützen und eine Verbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


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