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Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe April 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie.

Im April findet der Girls and Boys Day statt. Am 28.4. haben Mädchen und Jungen hier wieder die Möglichkeit, praxisnah in Berufe hineinzuschnuppern, in denen sie bisher noch unterrepräsentiert sind. So öffnen auch viele Kindertageseinrichtungen an dem Tag Ihre Tür für Jungen, die erfahren können, dass das Feld Frühkindliche Bildung und Erziehung spannende berufliche Entwicklungsmöglichkeiten für alle bietet. Wir freuen uns auch über jede Beteiligung von DRK-Kindertageseinrichtungen und veröffentlichen gern Ihren Artikel über den Tag in unserem Newsletter.

Entspanntes Lesevergnügen wünscht

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

IKRK-Präsident Maurer lobt Flüchtlingshilfe des DRK

Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Dr. Peter Maurer, hat die Flüchtlingsarbeit des Deutschen Roten Kreuzes gelobt. "Ich bin zutiefst beeindruckt, was bei dieser großen Herausforderung vom DRK geleistet wird", sagte Maurer am 13. April 2016 bei einem Besuch im Generalsekretariat des DRK.

Maurer rechnet damit, dass die Konflikte im Mittleren Osten noch länger andauern werden. Besonders in Syrien seien oftmals Häuser, Schulen und ganze Sozialsysteme zerstört. Mit der großen Flüchtlingsbewegung der vergangenen Monate seien diese Konflikte jetzt in den europäischen Städten angekommen.

Deutschland und das DRK hätten in vorbildlicher Weise gezeigt, wie man mit dieser Herausforderung umgehen könne. Zuvor hatte er eine vom DRK betreute Flüchtlingsunterkunft in Berlin besucht.

Quelle: www.drk.de, 13.04.2016

Landesreferent*innentreffen DRK-Kinderhilfe

Anfang April fand das dreitägige Treffen der Landesreferent*innen der DRK-Kinderhilfe in Berlin statt. Vertreter*innen aus 16 Landesverbänden diskutierten unter anderem zu folgenden Themen:

  • Aktuelles aus den Bundesländern in der Entwicklung der Kindertagesbetreuung
  • Neu zugewanderte Kinder und Familien - Chancen und Herausforderungen für die Kindertagesbetreuung
  • Fachberatung - Entwicklung eines aktuellen Positionspapiers zur DRK-Fachberatung
  • Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung - u.a. Stand der aktuellen Handreichung, Austausch zur Implementierung, Fachkräftegewinnung  und -bindung
  • Reformbedarf bei der Finanzierung der Kindertageseinrichtungen
  • Weiterentwicklung des SGB VIII
  • Erarbeitung eines Curriculums "Umgang mit erzieherischer Macht"

Das Landesreferent*innentreffen dient dem Fachaustausch und der Entwicklung gemeinsamer Positionen.  Themen des kommenden Treffens im September in Karlsruhe sind unter anderem die Gestaltung von Betreuungsverträgen unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten sowie eine Vertiefung des Themas Finanzierung.

Vielen Dank an dieser Stelle für die diskussionsfreudige Beteiligung der Kolleg*innen der Landesverbände, ohne die eine Vertretung des Bundesverbandes für die DRK-Kindertagesbetreuung nicht in dieser Qualität möglich wäre.

 

 

 Veranstaltungen

Kursleiterausbildungen in der DRK-Familienbildung

Die Kursangebote der DRK-Familienbildung sind bereits in vielen DRK-Kindertageseinrichtungen und Familienzentren eine familienorientierte Ergänzung für die bewusste Gestaltung des Übergangs von der Familie in die Einrichtung. Auch in 2016 können Sie sich zum/zur Kursleiter*in ausbilden lassen.

Folgende Kurse bietet das DRK an:

ElBa® steht für „Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr“ und ist ein Spiel- und Bewegungsprogramm des Deutschen Roten Kreuzes für Eltern mit Babys im Alter von vier  Wochen bis zu einem Jahr. Die Kurse finden wöchentlich statt und dauern jeweils 1,5 Stunden. Termine zur Fortbildung zur ElBa Kursleiterin oder Kursleiter finden Sie hier.

SpieKo steht für Spiel- und Kontaktgruppen des Deutschen Roten Kreuzes für Eltern mit Kindern ab einem Jahr. Das Programm wendet sich an Kinder ab einem Jahr und ihre Eltern. Die Gruppe trift sich an einem festgelegten Tag und einer festgelegten Uhrzeit 1* die Woche für 11/2 Stunden. Termine zur Fortbildung zur SpieKo Kursleiterin oder Kursleiter finden Sie hier.

DRK-Tagung „Väter- und Großväterarbeit –Erfahrungen und neue Ideen“ 1./2.6.2016

Die Fortbildungsveranstaltung dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch zu aktuellen Fragen der Väter- und Großväterarbeit im DRK. Im Rahmen der Veranstaltung werden Informationen zum Sachstand der Väter- und Großväterarbeit vermittelt, praktische Erfahrungen und neue innovative Ideen vorgestellt und diskutiert. In der Veranstaltung werden von Experten und Praktikern Einblicke, Anregungen und methodische Hinweise zur Gestaltung von Angeboten für werdende bzw. junge Väter vorgestellt und diskutiert.

Eingeladen sind Fachkräfte von Familienzentren, Kitas, Jugendsozialarbeiter*innen, sowie Väter- und Großväterarbeiter*innen.

Die Veranstaltung findet am 01.–02.06.2016 in Potsdam statt. Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

DKJS: Ganztag gemeinsam - Dialogkonferenz am 27.06.2016

Dialogkonferenz für gute Bildung und Betreuung durch Kooperation von Jugendhilfe und Grundschule

Familien mit Kindern brauchen eine verlässliche und gute Bildung, Betreuung und Erziehung in Kindertages-betreuung und Schulen. In den vergangenen Jahren war beim Ausbau der Qualität der ganztägigen Bildung und Betreuung vor allem der Vorschulbereich im Blick.

Doch wie sieht es mit der Betreuungsinfrastruktur für Kinder im Schulalter aus? Wie kann es gelingen, die Betreuungslücke von der Kita zur Grundschule zu schließen?

Werden die bestehenden Angebote den spezifischen Bedürfnissen von Grundschulkindern eigentlich gerecht? Wie können gerade sozialpädagogische Angebote in Hort & Co geflüchteten Kindern das Ankommen erleichtern? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf unserer Dialogkonferenz diskutieren!

Die Konferenz soll erstmalig der Jugendhilfe im System Schule eine eigene Plattform zum Erfahrungsaustausch bieten. Fach- und Leitungskräfte aus unterschiedlichen Bundesländern werden Einblick in ihre Arbeit geben und gute Beispiele aus der Praxis präsentieren.

Die Teilnahme an der Dialogkonferenz ist kostenlos. Hier können Sie sich anmelden. Anmeldefrist ist der 13.06.2016.

 Fachpolitisch Aktuelles

Empfehlungen zu "Multiprofessionellen Teams in Kindertageseinrichtungen" beschlossen

Qualität erfordert vielfältige Kompetenzen. Zu diesem Fazit kommt der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. in seinen Empfehlungen zu "Multiprofessionellen Teams in Kindertageseinrichtungen". Die Empfehlungen definieren multiprofessionelles Arbeiten und formulieren konkrete Vorschläge für die Implementierung und Ausgestaltung.

"Kinder brauchen für ihre Persönlichkeitsentwicklung vielfältige Kompetenzen. Mit multiprofessionellen Teams und multiprofessionellem Arbeiten in Kindertageseinrichtungen können eine ganzheitliche Erziehung, Bildung und Betreuung umgesetzt und die steigenden Anforderungen an Kitas besser erfüllt werden", erklärt Johannes Fuchs, Präsident des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Allerdings fehle es bislang an übergreifenden Leitlinien für die Implementierung und Ausgestaltung.

Die Empfehlungen des Deutschen Vereins definieren multiprofessionelle Teams bzw. multiprofessionelles Arbeiten und formulieren konkrete Vorschläge für die Implementierung und Ausgestaltung. Beide seien nicht als Methode zur Behebung des Fachkräftemangels, sondern als ein besonderes Qualitätsmerkmal zu verstehen. Der Deutsche Verein fordert, dass Länder, Träger von Kindertageseinrichtungen und der Aus-, Fort- und Weiterbildung ein Grundverständnis des Einsatzes, der Art und Chancen, sowie Grenzen multiprofessioneller Teams bzw. multiprofessionellen Arbeitens in öffentlicher Kindertagesbetreuung entwickeln.

Die ausführlichen Empfehlungen sind hier abrufbar.

Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 22.03.2016.

Absage an deutsche Beteiligung an "Kita-PISA"

Viele Organisationen haben zum Vorhaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu einer internationalen Studie „Early Learning Assessment“ umfangreich Stellung genommen.  Im Kern geht es in der geplanten Studie um die Feststellung von Lernergebnissen in frühkindlichen Bildungsprozessen - analog der Pisa-Studie für ältere Kinder. Außerdem soll die Wirksamkeit von politischen Maßnahmen sowie die der Fachpraxis untersucht und mit den Ergebnissen aus anderen Ländern verglichen und bewertet werden. 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) bittet so z.B. die Ministerin in einem Anschreiben von einer deutschen Beteiligung an der internationalen Erhebung frühkindlicher Fähigkeit abzusehen. Auch der Pestalozzi-Fröbel-Verband gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen, der Bundeselternvertretung, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dem Institut für den Situationsansatz haben eine entsprechende Stellungnahme hierzu veröffentlicht, die Sie hier finden.

Neben den genannten Organisationen haben auch weitere ähnliche Stellung bezogen und verbleiben in der Hoffnung, dass diese Anregungen und Bedenken auf offene Ohren stoßen.

Über alle internationalen Forschungsvorhaben im Frühkindlichen Bereich können Sie sich z.B. auf der Website Frühe Chancen informieren.

BMFSFJ und KfW: Mehr Sicherheit für Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften

Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung geflohen. Doch auch in vielen deutschen Flüchtlingsunterkünften sind Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch nicht ausreichend geschützt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die KfW unterstützen deshalb die Kommunen bei der Finanzierung entsprechender baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften.
Ab sofort stehen Städten und Gemeinden Darlehen für Investitionen in den Neu- und Umbau sowie für den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften zur ausschließlichen Nutzung durch Frauen und Kinder zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Umsetzung baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften mit gemischter Belegung gefördert. Für diese Sonderförderung nutzt die KfW ihr bestehendes Programm Investitionskredit Kommunen (IKK). Kreditlaufzeit und Zinsbindung betragen 10 Jahre bei einem Zinssatz von aktuell einheitlich 0,0 % p.a. Insgesamt stehen bis zu 200 Millionen EUR zur Verfügung.
Der Staatssekretär im BMFSFJ, Dr. Ralf Kleindiek, betont: „Dort, wo sich Frauen und Kinder aufhalten, müssen besondere Vorkehrungen zum Schutz vor Übergriffen und geschlechtsbezogener Gewalt getroffen werden. Nicht nur personelle, sondern auch bauliche Maßnahmen sind nötig, wie z.B. abschließbare Wohneinheiten und nach Geschlechtern getrennte Sanitäranlagen. Und für die Kinder und Jugendlichen brauchen wir spezielle Räume, um ihnen den Zugang zu Spiel- und Lernangeboten zu ermöglichen“, so Staatssekretär Dr. Kleindiek weiter.
Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW, sagte: „Bereits im September 2015 hat die KfW begonnen, die Kommunen mit zinslosen Darlehen bei der Finanzierung von Unterkünften für Flüchtlinge zu unterstützen. Nun werden wir in einem zweiten Schritt gemeinsam mit dem BMFSFJ gezielt die Sicherheit von besonders schutzbedürftigen Gruppen wie Frauen und Kinder in den Flüchtlingseinrichtungen fördern.“
Die Kredite für die Städte und Gemeinden werden in der Reihenfolge der Antragseingänge zugesagt. Hinweise zu den Einzelheiten des Programms finden Kommunen auf www.kfw.de/flüchtlingshilfe
Für das BMFSFJ gehört die KfW zu den zentralen Kooperationspartnern im Bestreben, die Situation geflüchteter Frauen und Kinder in Deutschland zu verbessern. So gibt es unter anderem eine Zusammenarbeit mit UNICEF, mit zahlreichen Wohlfahrtsverbänden sowie mit den Trauma- und Folteropferzentren in Deutschland.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 31.3.2016

Anteil an Teilzeitstellen in Kitas steigt: Fast zwei Drittel arbeitet weniger als 38 Stunden

Teilzeitbeschäftigung hat in Kitas einen hohen Stellenwert: Nahezu zwei Drittel des Personals arbeitete 2015 weniger als 38,5 Stunden pro Woche. 1998 war es nur knapp die Hälfte. 2015 gingen rund 26 Prozent einer Tätigkeit im Umfang von 21 bis unter 32 Stunden nach, rund 18 Prozent hatten sogenannte vollzeitnahe Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden und rund 16 Prozent solche mit unter 21 Stunden. Der vollzeitnahe Bereich ist in Ostdeutschland deutlich stärker ausgeprägt, während in den westdeutschen Ländern mehr Beschäftigte unter 21 Stunden in Kitas tätig sind. Das zeigen neue Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).
Die Zunahme von Teilzeit ist nicht zu Lasten von Vollzeitverträgen gegangen. Sie ist vielmehr auf einen Personalausbau zurückzuführen, der mehr Teilzeit- als Vollzeitstellen umfasst: Während zwischen 1998 und 2015 die Anzahl der Vollzeitjobs um +28 Prozent auf rund 223.000 gestiegen ist, haben sich die Teilzeitarbeitsplätze zeitgleich mehr als verdoppelt (+109 Prozent) auf rund 332.000. Der überproportionale Anstieg lässt sich für alle Formen der Teilzeit beobachten, insbesondere für Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden (+183 Prozent). Den zweitgrößten Zuwachs hatten Stellen mit einer Wochenarbeitszeit von unter 21 Stunden (+139 Prozent), aber auch solche mit 21 bis unter 32 Stunden wurden ausgebaut (+65 Prozent).
Die große Bedeutung der Teilzeit hängt mit dem hohen Anteil an Frauen im Arbeitsfeld Kita zusammen (95 Prozent). Sie entscheiden sich für einen reduzierten Stellenumfang, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Dies legt der Mikrozensus für das Jahr 2013 nahe: Nur rund 14 Prozent der Erwerbstätigen in der Frühen Bildung, die weniger als 32 Stunden arbeiteten, gaben an, keine Vollzeitstelle zu finden. Die meisten Befragten nannten als Gründe für die Teilzeit die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen bzw. Menschen mit Behinderung (31 Prozent) sowie sonstige persönliche und familiäre Verpflichtungen (24 Prozent) – eine Aufgabe, die immer noch überwiegend von Frauen übernommen wird.
Weitere Informationen unter www.fachkraeftebarometer.de/personal/beschaeftigungsumfang/
Quelle: Pressemeldung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) vom 6.4.2016

Mehr Kitas verfügen über eine ausgewiesene Leitungskraft

51.655 Leitungskräfte gab es 2015 in deutschen Kitas. Sie nehmen eine Schlüsselposition ein für die Qualitätsentwicklung im System der Kindertagesbetreuung. Im Vergleich zu 2011 hat ihre Zahl um 38% zugenommen. Der Anstieg ist höher als beim pädagogischen Personal insgesamt (+25%) oder bei den Einrichtungen (+6%). Dies deutet darauf hin, dass im Zuge des Kita-Ausbaus der Leitungsfunktion eine höhere Bedeutung zukommt.

Mehr Personal, aber weniger Zeit für Leitungsaufgaben

Die meisten Kita-Leitungen waren nur mit einem begrenzten Zeitkontingent für Führung und Management freigestellt. Zusätzlich haben sie Aufgaben wie eine Gruppenleitung oder gruppenübergreifende Tätigkeiten übernommen. Das Verhältnis von anteilig zu vollständig freigestellten Leitungskräften hat sich seit 2011 im Bundesdurchschnitt verschlechtert: Während sich 2011 bundesweit 53% ausschließlich Leitungstätigkeiten widmen konnten, traf dies 2015 nur noch auf 41% zu. In den Ländern ist die Freistellung des Führungspersonals höchst unterschiedlich geregelt: In Hamburg und Bremen konnten 2015 über 70% der Leitungen ausschließlich Managementaufgaben wahrnehmen, in Sachsen-Anhalt und Bayern waren es weniger als 20%.

Akademisch Qualifizierte gelangen häufiger in Leitungspositionen

Nur etwa 5% des gesamten Kita-Personals verfügten 2015 über einen ein-schlägigen Hochschulabschluss. Betrachtet man nur die Leitungen, steigt dieser Wert auf 16%. Der Grad der Akademisierung ist bei den vollständig freigestellten Führungskräften am höchsten: 23% dieser Gruppe konnten einen einschlägigen akademischen Abschluss vorweisen. Bei Beschäftigten, die neben der Leitung weitere Tätigkeiten ausüben, waren es nur 11%. "Kita-Leitungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Teams und der Einrichtungen zum Bildungsort für alle Kinder. Angesichts dieser komplexen Herausforderungen fehlt der Position ein klares Profil", sagt WiFF-Leitung Professorin Dr. Anke König. "Auf der einen Seite setzen die Träger auf akademisch ausgebildetes Personal, auf der anderen Seite soll die Führung der Einrichtung unter Zeitdruck neben anderen Aufgaben erledigt werden."

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e.V.

World Vision - "Angekommen in Deutschland - wenn geflüchtete Kinder erzählen"

Das Thema Flucht ist aktuell omnipräsent, doch die öffentlichen Diskurse sind häufig von einem bestimmten Muster durchzogen. Genau hier setzt die aktuelle World-Vision-Flucht-Studie an, indem sie zwei Aspekte in den Blick nimmt, welche in den bisherigen Auseinandersetzungen meist unbeachtet bleiben.
1. Im Kontext von Flucht wird überwiegend von Erwachsenen oder unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gesprochen. Begleitete minderjährige geflüchtete Kinder werden in der Regel unter die Familie subsummiert, wodurch ihre individuellen Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden.
2. Wird die Situation der Kinder thematisiert, so wird meist über sie gesprochen, anstatt mit ihnen. Die Kinder erhalten selten selbst eine Stimme.

Im Anschluss an die World Vision Kinderstudien ist es auch der vorliegenden Studie „Angekommen in Deutschland – wenn geflüchtete Kinder erzählen“ ein Anliegen, die subjektive Sichtweise von Kindern hervorzuheben und Einblicke in das Erleben und Wohlbefinden von Kindern zu ermöglichen. Die Studie möchte dafür sensibilisieren, was es bedeutet, als Kind mit der Familie auf der Flucht zu sein und in einem fremden Land anzukommen. Ein weiteres Ziel der Studie ist es, entgegen der Wahrnehmung einer Massenflucht, die Diversität dieses Phänomens aufzuzeigen und geflüchtete Kinder aus den allgemeinen Zuschreibungen herauszuheben.

Die Interviews geben einen wertvollen Einblick in die Situation der befragten Kinder. Sie verdeutlichen, dass jedes geflüchtetem Kind auf eine individuelle Geschichte zurückblickt und verweisen dennoch auf die Gemeinsamkeiten der aktuellen Lebenssituationen in Deutschland. Aus den kindlichen Erzählungen wurden sowohl Ressourcen der Kinder als auch strukturelle Mängel des (deutschen) Asylsystems herausgearbeitet.

Weitere Informationen zur Studie sowie die Möglichkeit zum Download finden Sie hier.

Quelle: Ausschnitte der Zusammenfassung der Studie, World Vision

Vorveröffentlichung zu Ergebnissen des 13. DGE Ernährungsberichts

In den vergangenen Jahren die Betreuung und Verpflegung
von Kindern zwischen 0 bis 7 Jahren in Deutschland drastisch verändert: Heute werden knapp 3 Millionen Kinder in Kitas betreut, über 2 Millionen erhalten dort eine Mittagsverpflegung. Im Jahr 2000 lag die Zahl noch bei ca. einer Million. Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten und bedürfnisorientierten Verpflegung
hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) für die Lebenswelten Kindertagesbetreuung und stationäre Versorgung von Senioren die DGE-Qualitätsstandards entwickelt. In dem Forschungsprojekt wurden in dem Zusammenhang die Verpflegung in Kindertageseinrichtungen untersucht und Empfehlungen für den 13. DGE Ernährungsbericht erarbeitet. Diese sind nun vorab bereits verfügbar und stehen hier zum Downlad bereit.

Empfohlen werden u.a.:

- die Grundfinanzierung der Verpflegung landesrechtlich zu verankern

- hauswirtschaftliche Kräfte in den Kitas und möglichst frische Essenszubereitung in der Kita ab 30 Kindern.

- Einhaltung der DGE Standards

- Zusammenarbeit von hauswirtschaftlichem und pädagogischen Personal in den Einrichtungen im Sinne multidisziplinärer Teamarbeit.

Studie: Spielen im Freien schützt vor Kurzsichtigkeit

Schon 40 Minuten tägliches Toben auf dem Spielplatz oder Pausenhof können Kinder im Grundschulalter vor Kurzsichtigkeit schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine chinesische Studie, die den Zusammenhang zwischen Freiluftaktivität und Kurzsichtigkeit bei Kindern in einer randomisierten Clusterstudie untersuchte. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) sieht einen Mangel an Tageslicht als mögliche Erklärung für die weltweit steigende Zahl kurzsichtiger junger Menschen. Die Fachgesellschaft rät Eltern, ihre Kinder möglichst viel bei Tageslicht draußen spielen zu lassen.
Die chinesische Forschergruppe untersuchte die Sehkraft bei Erstklässlern ohne Sehschwäche an zwölf Grundschulen. Die Hälfte der Schüler verbrachte über einen Zeitraum von drei Jahren täglich 40 Minuten draußen bei Sport und Spiel. Zusätzlich sollten ihre Eltern sie nachdrücklich ermutigen, draußen zu spielen. Nach drei Jahren stellten die Untersucher bei rund 30 Prozent der Schüler eine Kurzsichtigkeit fest. In der Kontrollgruppe – deren Spielverhalten während der Studie unverändert blieb – waren es 40 Prozent. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, wie schon andere Studien zuvor, dass Spielen im Freien tatsächlich das Risiko für Kurzsichtigkeit mindert, sagt DOG-Experte Professor Dr. med. Wolf Lagrèze von der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg: „Vermutlich wären die Unterschiede zwischen den Gruppen bei einer täglichen Spielzeit von zwei Stunden draußen noch deutlicher.“ Es bleibt aber abzuwarten, ob der Effekt auch über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt. Die chinesischen Forscher planen bereits Langzeitstudien, um diese Frage zu untersuchen.
Das Phänomen lässt sich erklären: „Normalerweise hemmt helles Tageslicht das Längenwachstum des Augapfels im Kindesalter“, erklärt Professor Dr. rer. nat. Frank Schaeffel vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen. Bei Lichtmangel wächst der Augapfel zu sehr in die Länge, sodass durch die Linse einfallendes Licht schon vor der Netzhaut gebündelt wird. „Um das zu verhindern, sollten die Augen täglich Beleuchtungsstärken von rund 10.000 Lux ausgesetzt sein“, so Schaeffel. Dies entspricht ungefähr den Werten eines leicht bewölkten Sommertags. Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Klassenzimmer bringt es auf etwa 500 Lux. Starke Fehlsichtigkeit von -6 Dioptrien oder mehr erhöht das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie eine Netzhautablösung, Grünen Star oder Makuladegeneration.
Experten beobachten weltweit eine Zunahme der Kurzsichtigkeit. In China sind bis zu 90 Prozent der jungen Erwachsenen kurzsichtig. In Deutschland beträgt der Anteil derzeit 35 bis 40 Prozent. Schon seit einiger Zeit steht die Naharbeit an Bildschirmen unter Verdacht, die Sehkraft zu mindern. In jedem Fall nimmt die Zeit vor dem Bildschirm vielen Kindern die Zeit für das Spielen im Freien.
Literatur: Mingguang et al., Effect of Time Spent Outdoors at School on the Development of Myopia Among Children in China – A Randomized Clinical Trial, JAMA. 2015;314(11):1142-1148. doi:10.1001/jama.2015.10803
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) vom 16.3.2016

 Tipps und Links

Spezielles Materialangebot: Gesundheit und Entwicklung von Flüchtlingskindern

Die gesundheitliche Aufklärung und Versorgung von Flüchtlingsfamilien stellt Fachkräfte und Ehrenamtliche vor neue Herausforderungen. Insbesondere die sprachlichen Hürden gilt es mit reich bebildertem und mehrsprachigem Material rasch zu überwinden.

Auf dem Internetportal kindergesundheit-info.de bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nun speziell für die gesundheitliche Information und Aufklärung von geflüchteten Familien zugeschnittene Materialübersichten an.

Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen benötigen adäquate Unterstützung

In Deutschland leben etwa 570.000 Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren mit Entwicklungsrisiken, weil ihre Eltern psychisch erkrankt sind. Notwendige Unterstützungsangebote sind meist unzureichend und lückenhaft. Das neue Eckpunktepapier, das vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) herausgegeben und von 25 Fachgesellschaften und Institutionen unterstützt wird, beschreibt die aktuelle Situation und gibt Empfehlungen.
Kinder, die Eltern mit einer psychischen Erkrankung haben, sind oftmals vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Sie reichen von entwicklungsbeeinträchtigendem Verhalten der Eltern bis zu psychosozialen Belastungen für die Kinder. Dazu können beispielsweise eine unzureichende Versorgung der Kinder oder eine unsichere Bindung zwischen Eltern und Kind gehören. Das neue Eckpunktepapier stellt die möglichen Auswirkungen sowie die Unterstützungsbedarfe und die Versorgungssituation von betroffenen Familien dar. Auf dieser Basis formulieren Expertinnen und Experten fünf Empfehlungen für die Entwicklung einer bedarfsgerechten Versorgung, die frühzeitige und passgenaue Hilfen bieten. Wichtig bei diesem Prozess ist die interdisziplinäre Vernetzung von Angeboten des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Modell der Frühen Hilfen. Mit ihren systematisch ausgebauten niedrigschwelligen Zugängen können die Frü ;hen Hilfen einen wichtigen Anknüpfungspunkt für eine verbesserte Versorgung von Kindern mit Eltern, die psychisch erkrankt sind, bieten.

Das Eckpunktepapier „Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen im Kontext der Frühen Hilfen“ steht zum Herunterladen unter www.fruehehilfen.de und kann dort unter der Bestellnummer 16000172 oder per E-Mail an order@bzga.de kostenfrei angefordert werden.
Quelle: Pressemeldung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) vom 16.3.2016

Welttag des Buches am 23. April

Am 23. April 2016 ist es wieder so weit: Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest.

Eine regionale Tradition ist zu einem internationalen Ereignis geworden: 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

Seit 1996 wird der „Welttag des Buches“ auch in Deutschland gefeiert. Rund um diesen Tag erhalten über 800.000 Schülerinnen und Schüler das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“.

In diesem Jahr erscheint das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ bereits zum 20. Mal. Zusätzlich zum Volltext wird Annette Langens Titel „Im Bann des Tornados“ durch einen eigenständigen, mehr als 30-seitigen Bilder-Teil in einer Art Comicversion erweitert. Das Buch ist damit auch für Integrations- und Willkommens-Klassen geeignet. Ziel ist es, insbesondere nicht-deutschsprachigen Kindern einen Einstieg in die Welt der Literatur zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Inklusion zu leisten. 

Die Buch-Gutschein-Aktion ist eine deutschlandweite Kampagne zur Leseförderung. Mit dem Welttagsbuch soll den Kindern der 4. und 5. Klassen bundesweit die Freude am Lesen vermittelt werden.

Quelle: Stiftung Lesen

Dem Leben auf der Spur, Medienpaket für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren

Körper und Gefühle, Sexualität, Schwangerschaft und Geburt: Das Medienpaket „Dem Leben auf der Spur“ erklärt diese Themen behutsam und kindgerecht. Zielgruppe sind Mädchen und Jungen ab ca. acht Jahren. Das Angebot ist zum selbstständigen Lesen, zum gemeinsamen Lesen geeignet. Kernstück des Medienpakets ist die Geschichte „Dem Leben auf der Spur - Vier Freunde auf Klassenfahrt“ in der die Mädchen Agi und Flo sowie die Jungen Paul und Muri von ihren Lehrern den Auftrag erhalten, herauszufinden wie Menschen sich fortpflanzen. Als Hilfestellung bekommen sie das Plakat „Wenn Eizelle und Samenzelle sich treffen“. Während die Schüler nachvollziehen, wie Agi, Flo, Paul und Muri recherchieren, werden sie selbst auf anschauliche Art über die Themen Sexualität und Schwangerschaft informiert. Außerdem können sie mithilfe des Zusatzmaterials - Plakat, Lexikon und Faltblatt - eigene Recherchen anstellen. Das Medienpaket enthält:

  • Die Geschichte „Dem Leben auf der Spur“
  • Das doppelseitige Plakat „Wenn Eizelle und Samenzelle sich treffen“
  • Das Lexikon „Das kleine Körper ABC“
  • Das Faltblatt „Das Baby im Bauch der Mutter“
  • Die Anschreiben für Lehr- und Fachkräfte sowie für Eltern und Erziehungsberechtigte.
  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Djamila Younis
Projektleiterin Profilbildung und Qualitätsentwicklung / Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften
Telefon: 030/ 8 54 04 - 822
E-Mail: younisd@drk.de

Ramona Sikora
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«
Telefon: 030 8 54 04 - 284
E-Mail: r.sikora@drk.de


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