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Newsletter
Kinder- und Jugendschutz
Newsletter Kinder- und Jugendschutz November 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

wir haben wieder aktuelle Informationen zu verschiedenen Themen des Kinder- und Jugendschutzes für Sie zusammengestellt und wünschen eine interessante Lektüre!

Beste Grüße

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

Team - Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
DRK Generalsekretariat

 

 

 Aktuelles aus dem DRK

DRK LV Nordrhein: Handlungsempfehlungen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt für Kita, Altenhilfe und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen veröffentlicht

Mit den Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der DRK-Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in den DRK-Kindertagesstätten sowie den Empfehlungen für DRK-Altenpflegeheime und Heime für Menschen mit Behinderung hat die Stabsstelle Prävention des Landesverbandes Nordrhein zwei umfangreiches Manuale herausgebracht. Sehr konkret wird hier beschrieben wie sich die Einrichtungen die Standards jeweils erschließen und ein umfassendes Schutzkonzept für ihre Einrichtung, gemeinsam mit dem Träger erarbeiten können. Die Handlungsempfehlungen wurden gemeinsam mit einer Gruppe von erfahrenen Praktiker*innen im DRK erarbeitet. Die Handlungsempfehlungen finden Sie hier auf dem Präventionsportal des DRK-Landesverbandes Nordrhein e.V.

Schutz vor sexualisierter Gewalt ist ein Prinzip. Das DRK hat sich bundesweit mit den im Jahr 2012 vom Präsidialrat des DRK-Bundesverbandes beschlossenen Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt zu diesem Prinzip bekannt. Die DRK-Standards gelten für alle Gemeinschaften und Gliederungen im DRK, sie beziehen sich auch auf DRK-Kindertageseinrichtungen.

Das DRK setzt sich zudem gemeinsam mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) Johannes-Wilhelm Rörig für den Schutz vor sexualisierter Gewalt ein. Diese Zusammenarbeit haben wir in einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung besiegelt. Die aktuelle Kampagne des UBSKM bezieht sich im Übrigen auf Schulen, ein Handlundsfeld mit hohem Bedarf der Sensibilisierung für das Thema.

 Veranstaltungen

SAVE THE DATE - 1.Öffentliches Hearing zum Thema „Kindesmissbrauch im familiären Kontext“ Januar 2017

Dienstag, 31. Januar 2017, 10.30 – 17.00 Uhr, Akademie der Künste, Berlin

Die Aufarbeitung von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein langer und wichtiger Prozess. Betroffene, die ihr Schweigen brechen, beweisen großen Mut und gehen einen ersten Schritt in Richtung Aufarbeitung ihrer Geschichte. Wenn wir ihnen nicht zuhören und Verantwortung übernehmen, dann blieben ihre Geschichten ohne gesellschaftliche Konsequenzen. Unter dem Leitsatz „Geschichten, die zählen“ werden Betroffene, aber auch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, in den kommenden Monaten in vertraulichen und öffentlichen Anhörungen die Gelegenheit haben, von ihren Erfahrungen zu berichten.
Warum wurde Betroffenen nicht geglaubt? Warum wurden bekannt gewordene Fälle nicht aufgearbeitet? Wie können Kinder gerade im familiären Umfeld künftig besser geschützt werden? Was können Institutionen wie Jugendämter und Schulen dazu beitragen? Was können Politik und Gesellschaft ändern? Über diese Fragen diskutieren Betroffene sowie weitere Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis auf dem ersten öffentlichen Hearing „Kindesmissbrauch im familiären Kontext“ am 31. Januar 2017 in Berlin. Ziel der Anhörungen ist es, aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen an die Politik zu übermitteln und in die Gesellschaft einzubringen, damit sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen zukünftig besser verhindert und ihnen schneller geholfen werden kann.


Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs wurde am 26. Januar 2016 vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs auf Grundlage des Beschlusses des Deutschen Bundestags vom 2. Juli 2015 berufen. International ist es die erste Kommission, die Missbrauch nicht nur in institutionellen Kontexten untersucht, sondern auch in weiteren Kontexten. Familie stellt einen Schwerpunkt dar und ist daher das zentrale Thema des ersten Hearings.

Die genaueren Informationen zum Ablauf und zu Anmeldemöglichkeiten erhalten Sie im kommenden Newsletter Kinder- und Jugendschutz.

MÄNNLICH UND HILF(E)LOS? Was brauchen sexuell misshandelte und was brauchen sexuell grenzverletzende Jungen?

7. Februar 2017 München | Kooperationsfachtagung
Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V., BAG KJGSV e.V. Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit sexualisiertem Verhalten, kibs Kinderschutz München


Die Kooperationsfachtagung wählt einen neuen Zugang. Sie versucht Praxiserfahrungen und Diskurse zusammenzuführen, die bislang zumeist getrennt behandelt wurden: Über Jungen im Kontext sexualisierter Gewalt wurde meist entweder aus der Täter- oder aus der Opferperspektive gesprochen. Dies hat – bundesweit koordiniert von der DGfPI e.V. und der BAG KJSGV e.V. – in den vergangenen Jahren zur Herausbildung zunehmenden Fachwissens sowie zur Entstehung und Weiterentwicklung spezialisierter Angebote sowohl für sexuell misshandelte als auch für sexuell grenzverletzende Jungen geführt.
Es ist also viel geschehen in diesen Arbeitsbereichen, aber es bleiben viele Fragen: Bekommen Jungen die Hilfe, die sie brauchen oder die, die zur Verfügung steht? Wie verhalten sich Opfer- und Täterarbeit zueinander? Welche Geschlechterrollenbilder sind handlungsleitend? Reichen die Angebote aus? Besteht hierzu noch erheblicher Nachholbedarf?
Weitere Informationen und Programm unter http://www.dgfpi.de/fachtagungen-und-fortbildungen.html

 Fachpolitisch Aktuelles

Wirkungen des Bundeskinderschutzgesetzes – wissenschaftliche Grundlagen. Ergebnisbericht zu Erhebungen im Gesundheitswesen

Der Bericht umfasst die Verbreitung von kinderschutzrelevanten Informationen im Gesundheitswesen, insbesondere die Information über die Regelungen des BKiSchG sowie kinderschutzrelevante Aktivitäten auf der Ebene der übergeordneten Organisationen im Gesundheitswesen und Entwicklungen in der alltäglichen Praxis des Gesundheitswesens. Der Blick ist u. a. auf das Handeln bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, auf die Kooperation mit den Jugendämtern und auf besondere Herausforderungen in der Zusammenarbeit gerichtet.

Beschreibung

Der vorliegende Bericht gibt zunächst einen Überblick zum methodischen Vorgehen des Projektes „Wirkungen des Bundeskinderschutzgesetzes – Wissenschaftliche Grundlagen“ für die Befragungen im Bereich des Gesundheitswesens (Kapitel 2). Dabei wird auf die qualitative Befragung von Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens (Kapitel 2.1), die qualitative Befragung von niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten (Kapitel 2.2), die qualitative Befragung von Vertreterinnen und Vertretern aus Kinderschutzgruppen an Kliniken (Kapitel 2.3), die qualitative Befragung von Fachärztinnen und -ärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (Kapitel 2.4) sowie auf die quantitative Befragung von Ärzte- und Psychotherapeutenkammern, medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden des Gesundheitswesens als übergeordnete Organisationen des Gesundheitswesens (Kapitel 2.5) eingegangen. Anschließend erfolgt die Darstellung der Ergebnisse aus diesen Befragungen (Kapitel 3).

Den Bericht können Sie hier kostenfrei bestellen oder downloaden

Unabhängiger Beauftragter: Positionspapier zu Hilfsangeboten bei sexuellem Missbrauch

Am 8. Oktober 2016 fand die Fachtagung „Missbrauch entdeckt – was dann?“ der World Childhood Foundation im Beisein ihrer Gründerin, I.M. Königin Silvia von Schweden, in Leipzig statt. Im Rahmen der Fachtagung wird das skandinavische „Barnahus“-Modell („Kinderhaus“-Modell) vorgestellt und mit Expertinnen und Experten diskutiert. Das „Barnahus“-Modell, das bereits in Ländern wie Schweden und Island Anwendung findet, gilt als vorbildlich in der Begleitung betroffener Kinder und Jugendlicher durch die einzelnen Systeme, nachdem sexueller Kindesmissbrauch zur Anzeige gekommen ist.

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat anlässlich der Fachtagung und angeregt durch das „Barnahus“-Modell gemeinsam mit Mitgliedern seines Beirats das Positionspapier „Hilfsangebote und strafrechtliche Fallbearbeitung bei sexuellem Missbrauch – vom Kind her denken und organisieren und dabei entwicklungsspezifische Bedürfnisse von Kindern berücksichtigen“, erstellt. Das Positionspapier beschreibt die Herausforderungen, aber auch Lösungsmöglichkeiten, wie eine verbesserte kindgerechte Begleitung von Mädchen und Jungen in den deutschen Rechts- und Hilfesystemen aussehen kann. Rörig betonte: „Wir werden uns intensiv dafür einsetzen, dass unsere Empfehlungen bei der Ausformulierung neuer Ziele im Kinderschutz in der nächsten Legislaturperiode von der Politik berücksichtigt und umgesetzt werden. Aktuell gibt es in Deutschland eine Vielzahl spezialisierter Rechts- und Hilfesysteme, die wenig aufeinander abgestimmt und nicht aus der Perspektive des Kindes heraus gedacht sind. Nach wie vor dauert es sehr lange, bis betroffene Kinder effektiven Schutz, Hilfe und wenn nötig Therapie erhalten. Strafjustiz und Kinderschutz arbeiten oft nicht Hand in Hand im Interesse der betroffenen Mädchen und Jungen. Bestehende Möglichkeiten im Strafrecht, wie beispielsweise der Einsatz der Videovernehmung, um belastende Mehrfachvernehmungen zu vermeiden, werden leider viel zu wenig genutzt.“

Der Ulmer Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Mitglied im Beirat des Beauftragten, bekräftigte die Forderungen: „Für ein achtjähriges Kind sind ein bis zwei Jahre bis zum Ausgang eines Straf- oder familiengerichtlichen Verfahrens eine unendlich lange Zeit, das ist ein Viertel seines Lebens. Die entwicklungsbedingte Verletzlichkeit und Schutzbedürftigkeit von Kindern muss bei der Verfahrensgestaltung stärker berücksichtigt werden.“ Laut Fegert müssten sich die Strukturen an den Bedürfnissen von belasteten Kindern und Jugendlichen orientieren und nicht an Systemlogiken. „So darf beispielsweise ein akuter Therapie- oder Hilfebedarf von Kindern nicht deshalb zurückgestellt werden, weil für eine mögliche Strafverfolgung die Aussage des Kindes möglichst unverfälscht erhalten bleiben soll.“

Der Frankfurter Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Ludwig Salgo, ebenfalls Mitglied im Beirat, weist vor allem auf die Bedeutung der Aus- und Weiterbildung hin: „Ein wirksamer Kinderschutz hängt nicht zuletzt von der Qualifikation der professionellen Akteure und einer guten interdisziplinären Vernetzung ab.“ Studierende, die in ihrem späteren Beruf mit Kindeswohlgefährdung zu tun haben, müssten bereits in der Ausbildung an den Hochschulen und Universitäten mit diesem Themenfeld vertraut gemacht werden, erklärte Salgo weiter. „Das gilt auch und gerade für die Aus- und Weiterbildung von Richterinnen und Richtern, die vielfach kein oder nur wenig Wissen zu sexuellem Kindesmissbrauch haben.“
Das Positionspapier sowie weitere Informationen finden Sie hier.
Informationen zur World Childhood Foundation und der Fachtagung „Missbrauch entdeckt – was dann?“ am 8. Oktober in Leipzig finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 7.10.2016

Start der Anhörungen durch Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

Die Mitglieder der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (UKASK) führen am 27. und 28. September 2016 in Berlin die ersten vertraulichen Anhörungen durch. Angehört werden Betroffene sexuellen Missbrauchs in Kindheit und Jugend. Die Anhörungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einem sicheren und geschützten Rahmen statt. Fachberatungsstellen sind vor Ort und bieten bei Bedarf Unterstützung an. Die Anhörungen werden dezentral und bundesweit von den Mitgliedern der Kommission oder von Personen aus dem Anhörungsteam (Anhörungsbeauftragte) durchgeführt. Diese Anhörungsbeauftragten sind Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die vor allem nach ihrer Eignung zum Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt ausgewählt wurden und die Kommission in verschiedenen Regionen unterstützen. Die Termine der Anhörungen durch die Anhörungsbeauftragten werden individ uell vereinbart und finden in der Regel in den Kanzleiräumen statt. Nach den ersten vertraulichen Anhörungen durch die Kommission sind bereits weitere Termine geplant: 29. November 2016 in Berlin, 30. November 2016 in Berlin, 01. Dezember 2016 in Berlin, 13. Dezember 2016 in Berlin Die Aussagen der Betroffenen werden vertraulich behandelt. Es wurden technische und organisatorische Maßnahmen getroffen, die sicherstellen, dass die Vorschriften über den Datenschutz beachtet werden. Die Erhebung, Speicherung und Verwendung von Daten erfolgt nur nach vorheriger Zustimmung der angehörten Personen. Berichte werden zudem nur in pseudonymisierter Form veröffentlicht. Für die Aufarbeitung sind die Erfahrungen der Betroffenen zentral. Mit ihrer Hilfe kann die Kommission die Gesellschaft über Ausmaß, Art und Folgen von sexuellem Kindesmissbrauch informieren und diese sensibilisieren. Die Kommission wird regelmäßig in der Öffentlichk eit berichten, ihre Erkenntnisse vorstellen und praktische Handlungsempfehlungen aussprechen. Sie wird darlegen, was Politik und Gesellschaft ändern müssen, damit sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen zukünftig verhindert wird. Prof. Dr. Sabine Andresen, Vorsitzende der Aufarbeitungskommission: „Die Geschichten der Betroffenen sind wichtig und tragen dazu bei, dass sich etwas in unserer Gesellschaft verändert. Für viele Betroffene ist das kein leichter Schritt. Er kostet Kraft und verlangt Vertrauen. Wir haben davor großen Respekt. Die vertraulichen Anhörungen sind für uns ein wichtiges Format für die Aufarbeitung. Wir wollen als Kommission für die Betroffenen eine geschützte Umgebung schaffen, die es ihnen auch durch fachliche Begleitung möglich macht, uns ihre Geschichten anzuvertrauen.“ Betroffene und andere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die an einer vertraulichen Anhörung teilnehmen möchten, können sich telefonisch (0800 4030040 – anonym und kostenfrei), per E-Mail oder Brief bei der Kommission melden (Kontakt unter www.aufarbeitungskommission.de). Die erste öffentliche Anhörung „Kindesmissbrauch im familiären Kontext“ findet am 31. Januar 2017 in Berlin statt. Informationen finden Sie dazu in Kürze unter www.aufarbeitungskommission.de. Zum Hintergrund der Kommission: Ende Januar 2016 hat der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) auf Grundlage des Beschlusses des Deutschen Bundestags vom 2. Juli 2015 die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs berufen. Diese hat den Auftrag, Ausmaß, Art, Ursachen, Konstitutionsbedingungen und Folgen von sexuellem Missbrauch in Institutionen und im familiären Kontext in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR zu untersuchen und dabei insbesondere einen geeigneten Rahmen zu bieten, um Betroffene anzuh&o uml;ren und somit die Möglichkeit zu schaffen, auch verjährtes Unrecht mitzuteilen. Die Laufzeit der Aufarbeitungskommission endet am 31. März 2019.
Quelle: Pressemitteilung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs vom 26.9.2016

Veröffentlichungen zur Sexuellen Gewalt: Forschung als Beitrag zur Aufarbeitung

Kommissionsmitglied Heiner Keupp und sein Team veröffentlichen erste Publikationen aus der Reihe „Sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend: Forschung als Beitrag zur Aufarbeitung“.
Am 6. Oktober erscheinen die ersten beiden Bände der Reihe „Sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend: Forschung als Beitrag zur Aufarbeitung“ im Springer Verlag über die Missbrauchsskandale in der Benediktinerabtei Ettal und im Benediktinerstift Kremsmünster. Herausgegeben wird die Reihe von den Mitgliedern der Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs Sabine Andresen, Jens Brachmann, Peer Briken, Barbara Kavemann und Heiner Keupp.
Prof. Dr. Heiner Keupp, Autor, Mitherausgeber und Mitglied der Aufarbeitungskommission: „Vor allem die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen mit sexueller Gewalt im familiären und privaten Umfeld, ebenso wie in Kontexten kirchlicher oder pädagogischer Institutionen gehörten lange zu den großen Tabus moderner Gesellschaften. Zur Überwindung dieser Defizite beizutragen, ist ein Anliegen der vom Bundestag beschlossenen Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und auch dieser Buchreihe. Es hat sich gezeigt, dass die Komplexität der damit gestellten Aufgaben am ehesten durch interdisziplinäre Kooperation von Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Medizin bewältigt werden kann. Die neue Buchreihe will dies zeigen und deshalb sind alle vier Disziplinen im Gremium der Herausgeberinnen und Herausgeber vertreten.“
Mit dem Buch „H. Keupp, F. Straus, P. Mosser, W. Gmür, G. Hackenschmied, Schweigen – Aufdeckung – Aufarbeitung. Sexualisierte, psychische und physische Gewalt im Benediktinerstift Kremsmünster, 392 Seiten, 59,99 €, wird eine sozialwissenschaftliche Studie zu Ursachen und Folgen des über Jahrzehnte anhaltenden Missbrauchs im österreichischen Benediktinerstift Kremsmünster vorgelegt. Kinder und Jugendliche haben über Jahrzehnte in Eliteinternaten traumatisierende Erfahrungen mit „schwarzer Pädagogik“ und sexualisierter Gewalt gemacht. Ringe des Schweigens und der Scham wurden um diese mehrheitlich an Jungen ausgeübte Gewalt gelegt und haben die Aufarbeitung über Jahre verhindert. Diese hat nun endlich begonnen und wird sowohl als individuelles Leid thematisiert, aber es ist auch ein gesellschaftlich-institutionelles Thema. Mit dieser Studie soll am Beispiel des Benediktinerstifts in Kremsmünster gezeig t werden, dass auch der Forschung eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung zukommt.
Das Buch „H. Keupp, F. Straus, P. Mosser, W. Gmür, G. Hackenschmied, Sexueller Missbrauch und Misshandlungen in der Benediktinerabtei Ettal. Ein Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung, 236 Seiten, 39,90 €“ befasst sich mit dem Missbrauchs- und Misshandlungsskandal im Klosterinternat Ettal, einer traditionsreichen Institution mit Eliteanspruch. Im Rahmen einer unabhängigen sozialwissenschaftlichen Studie haben Betroffene ihre Geschichte erzählt, die einschneidenden lebensgeschichtlichen Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse aufgezeigt und die entsprechenden institutionellen Bedingungen benannt. Auf der Basis der erhobenen Daten konnten vor allem systemisch-organisatorische Erklärungen gefunden werden für die jahrzehntelang andauernde Gewalt gegen Schüler innerhalb der Benediktinerabtei Ettal.
Die Autoren: Prof. Dr. Heiner Keupp ist emeritierter Hochschullehrer an der Universität München, lehrt gegenwärtig an der Freien Universität Bozen und ist Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Dr. Peter Mosser arbeitet für Kinderschutz München. Wolfgang Gmür, Gerhard Hackenschmied und Dr. Florian Straus sind am Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München tätig.
Quelle: Pressemeldung der Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs vom 6.10.2016

Bericht der Bundesregierung zur Löschung von Kinderpornografie

Die Bundesregierung hat dem Bundestag ihren „Bericht über die im Jahr 2015 ergriffenen Maßnahmen zum Zweck der Löschung von Telemedienangeboten mit kinderpornografischem Inhalt im Sinne des § 184 b des Strafgesetzbuchs“ vorgelegt. Die Unterrichtung (18/9915) stellt detailliert das Vorgehen des Bundeskriminalamts (BKA) gegen nach deutschem Recht strafbare sexualisierte Darstellungen von Kindern im Internet dar. Demnach wurden im vergangenen Jahr 3.064 Hinweise zu kinderpornografischen Inhalten durch das BKA erfasst (2014: 2919). Davon konnte in 46 Fällen keine Löschaufforderung erfolgen, weil die Internetadresse im Tor-Netzwerk („Dark Net“) verborgen war, aus rechtlichen Gründen eine Weiterleitung an einen ausländischen Kooperationspartner nicht möglich war oder kein Adressat ermittelt werden konnte. Von den verbleibenden 3.018 Fällen hatten 41 Prozent eine inländische Internetadresse und 59 Prozent ein e ausländische.
Von den in Deutschland ins Netz gestellten Inhalten waren der Unterrichtung zufolge 70 Prozent spätestens zwei Tage nach Eingang der Meldung beim BKA gelöscht, 96 Prozent nach einer Woche. Von den im Ausland eingestellten Inhalten seien 55 Prozent nach einer Woche und 81 Prozent nach vier Wochen gelöscht gewesen. Dies sei jeweils weniger gewesen als 2014. Gründe dafür seien „nicht bekannt, da in der Regel keine Rückmeldungen aus dem Ausland erfolgen“, schreibt die Bundesregierung.

Quelle: heute im bundestag vom 10.10.2016

Missbrauchsbeauftragter startet bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, stellte am 13. September in Berlin gemeinsam mit den Bundesvorsitzenden Marlis Tepe, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), und Udo Beckmann, Verband Bildung und Erziehung (VBE), sowie mit Catharina Beuster, Mitglied im Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten, die neue bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ vor.
„Schule gegen sexuelle Gewalt“ ist eine Initiative des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung in Kooperation mit den 16 Kultusministerien. Der erste Länderstart erfolgt am 19. September 2016 in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit Schulministerin Sylvia Löhrmann. Die weiteren Länder folgen bis Ende 2018.
Mit der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ sollen die über 30.000 Schulen in Deutschland fachlich unterstützt und ermutigt werden, Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln und zum gelebten Schulalltag werden zu lassen. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und Mädchen und Jungen durch Maßnahmen der Prävention und Intervention besser zu schützen und ihnen schneller Hilfen anzubieten.
Rörig, Unabhängiger Beauftragter: „Wir müssen davon ausgehen, dass in jeder Schulklasse mindestens ein bis zwei Mädchen und Jungen sind, die von sexueller Gewalt betroffen sind. Für sie ist es wichtig, dass ihre Signale wahrgenommen werden und sie auf kompetente Ansprechpersonen treffen, die wissen, was im Verdachtsfall zu tun ist. Es gibt an Schulen eine große Unsicherheit im Umgang mit sexueller Gewalt. Viele Lehrerinnen und Lehrer haben Angst vor Falschbeschuldigungen oder wissen nicht, was sie im Verdachtsfall tun können. Schutzkonzepte müssen zu einem Qualitätsmerkmal für Schulen werden. Genau hier setzt die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ an, ohne Schulen unter einen Generalverdacht zu stellen. Schulen haben neben dem Bildungsauftrag auch einen Kinderschutzauftrag. Nur in der Schule können wir alle Kinder und Jugendlichen erreichen. Ziel der Initiative ist, dass alle Schulen zu Schutz- und Kompe tenzorten werden. Mädchen und Jungen, die sexuelle Gewalt in der Familie, im sozialen Umfeld, in Einrichtungen, durch Gleichaltrige und zunehmend auch durch die digitalen Medien erleiden, benötigen Schulen als Orte, an denen sie Schutz und Hilfen finden. Ich bin dankbar für die Kooperation mit den Kultusministerien. Sie ist für die Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen von zentraler Bedeutung.“
Zur fachlichen Unterstützung von Schulen wurden eine Infomappe und das Fachportal www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de entwickelt. Die Infomappe bietet Einstiegsinformationen für Schulleitungen und Lehrkräfte und beantwortet Fragen wie „Wie gehen wir an, was alle angeht?“ oder „Was muss geschehen, damit nichts geschieht?“. Sie zeigt auf, welche Schritte eine Schule unternehmen kann, um das Thema im Kollegium und mit Eltern und Kindern anzusprechen, und welche Bestandteile ein Schutzkonzept enthalten sollte. Das Fachportal ist als praxisnahes Nachschlagewerk aufgebaut und bündelt das aktuelle Know-how zu Schutzkonzepten in Schulen. Es enthält länderspezifische Angebote und Informationen, die von den Ländern in eigener Zuständigkeit kontinuierlich weiterentwickelt werden. „Schule gegen sexuelle Gewalt“ wird unterstützt von den Freien Schulträgern und dem Bundeselternrat – sowie den Gewerkschaften , Lehrerverbänden und dem Betroffenenrat, die auf der Pressekonferenz die Bedeutung von „Schule gegen sexuelle Gewalt“ unterstreichen: Tepe, Bundesvorsitzende GEW: „Die GEW stellt sich der Verantwortung, Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen. Mit guten Präventionskonzepten kann Schule eine Schlüsselrolle für gelebten Kinderschutz spielen. Dafür braucht Schule Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, um diese zu qualifizieren, ihre Handlungsoptionen zu erweitern und ihre Beratungskompetenz zu stärken. Die GEW setzt sich dafür ein, Schulen für Fragen sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren und sie bei der Entwicklung von Schutzkonzepten zu unterstützen.“
Beckmann, Bundesvorsitzender VBE: „Schule ist ein Schutzraum. Kinder müssen sich sicher sein können, dass sie hier gut aufgehoben sind. Insbesondere müssen sie die Möglichkeit haben, sich Lehrkräften und anderem pädagogischen Personal anvertrauen zu können. Ein Schutzkonzept ist ein sinnvoller Bestandteil der Schulkultur. Offenheit und Transparenz sollen helfen, das Tabu zu durchbrechen. Nur so kann Betroffenen die Sicherheit vermittelt werden, dass ihnen schnell und unbürokratisch geholfen wird. Wir erwarten von den verantwortlichen Politikern, dass sie die Schulen bei der Umsetzung in jeder Hinsicht unterstützen.“
Beuster, Mitglied Betroffenenrat: „Wie können Erwachsene Kinder ermutigen, über sexuelle Gewalt zu sprechen, wenn sie selbst schweigen? Kinder und Jugendliche sind niemals schuld, wenn sie missbraucht werden. Die Verantwortung für die Verhinderung, Unterbrechung und Hilfe bei sexueller Gewalt liegt einzig und allein in den Händen Erwachsener! Schule ist ein Ort, an dem wir nicht isoliert und hilflos sein müssen, sondern Seite an Seite gezielt sexuellen Missbrauch verhindern und beenden können. Wenn Fachkräfte sich handlungssicher fühlen, auch die vorsichtigen Signale von Kindern hören und Hilfe vermitteln können, dann hat Missbrauch weniger Raum. Schutzkonzepte geben Schulen den Rahmen für planvolles Sprechen und Handeln gegen sexualisierten Machtmissbrauch! Sie geben Sprache und Handlungskompetenz!“
Zum Fachportal: www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de


Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 13.9.2016

2015: Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung um 4,2 Prozent

Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2015 rund 129.000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 20.800 eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber 2014 den höchsten Anstieg um 11,7 Prozent. Bei knapp 24.200 Verfahren (+ 7,9 Prozent) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). In rund 43.200 Fällen(+ 4,0 Prozent) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (41.300) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (- 1,0 Prozent).
Die meisten Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (63,7 Prozent). In 27,0 Prozent der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas weniger häufig (23,1 Prozent) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,4 Prozent der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.
Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (23,4 Prozent), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet.
Drei- bis fünfjährige Kinder waren von einem Fünftel (19,4 Prozent) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,1 Prozent beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten wie im Vorjahr 2014 einen Anteil von 18,3 Prozent an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 16,8 Prozent.
Am häufigsten machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 21,7 Prozent der Verfahren. Bei 12,2 Prozent waren es Bekannte oder Nachbarn, bei 12,4 Prozent kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen. Gut jeden zehnten Hinweis (10,9 Prozent) erhielten die Jugendämter anonym.
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell
zu finden.
Quelle: OTS: Statistisches Bundesamt vom 4.10.2016

Kinderschutz-Hotline für Ärzte

24 Stunden – 7 Tage die Woche soll es künftig eine „Medizinische Kinderschutz-Hotline“ geben. An diese zentrale und kostenfreie Beratungsnummer können sich Ärztinnen und Ärzte, Medizinerinnen und Mediziner wenden, wenn sie in ihrem Arbeitsalltag auf mögliche Fälle von Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch stoßen. Experten beraten die Kollegen bei Verdachtsfällen auf Kindeswohlgefährdung in medizinischen Not- und Akutsituationen in Kliniken und Praxen. Ab Oktober wird das Universitätsklinikum Ulm hier die Vorbereitungsarbeiten zur Einrichtung der Hotline starten.
„Ärztinnen und Ärzte spielen im Kinderschutz eine wichtige Rolle“, macht Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig deutlich. „Oft sind sie die ersten, die eine mögliche Gefährdung feststellen. Sie müssen schnell erkennen und reagieren, wenn ein Kind Schutz braucht, wenn sie eine Misshandlung vermuten, wenn sie bei einem Säugling ein Schütteltrauma diagnostizieren. Dafür brauchen sie Unterstützung und Rechtssicherheit.“
Die Ergebnisse der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes zeigen, dass das Gesundheitswesen eine besonders wichtige Rolle beim Aufdecken von Gefährdungen bei Säuglingen und Kleinkindern spielt. Bei der Kinderschutzhotline erreichen Assistenzärzte in den Aufnahmestationen, Klinikmitarbeiter, aber auch Hausärzte und andere Angehörige der Heilberufe künftig kompetente Kollegen, die mit ihrem Wissen helfen sollen, mehr Verdachtsfälle von Misshandlung und Missbrauch aufzuklären.
Die Beratungstätigkeit soll von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten mit einschlägigem Hintergrundwissen in Kinderschutzfragen ausgeübt werden. Sie sollen schnell medizinische und rechtliche Orientierung geben. Die Anruferinnen und Anrufer sollen Rechtssicherheit erhalten und das mögliche weitere Vorgehen im konkreten Fall pseudonymisiert besprechen können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Beraterinnen und Berater über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um medizinische Problemschilderungen verstehen zu können. Sie müssen darüber hinaus aber auch den rechtlichen Rahmen im Kinderschutz kennen und über die Möglichkeiten des Hilferepertoires, insbesondere in der Jugendhilfe, informieren können.
Um einen hohen fachlichen Standard zu gewährleisten, wird ein mit einer Fachärztin oder einem Facharzt besetzter Hintergrunddienst für die Hotline eingerichtet werden.
Das Angebot soll dabei helfen, die unterschiedlichen Fachsprachen und Herangehensweisen von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe zusammenzuführen. Verständigungsprobleme, die zu Lücken im Kinderschutz führen können, sollen so geschlossen werden.
Das Projekt „Medizinische Kinderschutz-Hotline“ startet am 1. Oktober 2016. Nach einer sechsmonatigen Vorbereitungsphase wird die „Medizinische Kinderschutz-Hotline“ voraussichtlich ab April 2017 für Medizinerinnen und Mediziner im Pilotbetrieb zur Verfügung stehen. Das Projekt läuft bis Herbst 2019.
Neben einer begleitenden Forschung zur Qualitätssicherung wird am Ende der Projektlaufzeit eine externe Evaluation des Projektes erfolgen.

RKI: Bis zu 6,6 Millionen Kinder leben in Deutschland mit riskant trinkenden Eltern

Das Robert-Koch-Institut hat im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums aktuelle Kennziffern zu Familien erhoben, in denen mindestens ein Elternteil in riskantem Maße Alkohol konsumiert. Der Bericht beinhaltet soziodemographische Merkmale der Gruppe der riskant Alkohol konsumierenden und regelmäßig rauschtrinkenden Väter und Mütter.


Die Ergebnisse auf Grundlage der bevölkerungsweiten Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) von 2012 zeigen, dass 22 Prozent der Elternteile, die mit mindestens einem eigenen minderjährigen Kind im Haushalt leben, einen riskanten Alkoholkonsum aufweisen. In Bezug auf das regelmäßige Rauschtrinken ist von 14 Prozent der Elternteile auszugehen. Dies entspricht etwa 3,8 Millionen Elternteilen mit riskantem Alkoholkonsum bzw. 2,4 Millionen Elternteilen mit regelmäßigem Rauschtrinken. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Kinderzahl dieser Elternteile ist davon auszugehen, dass in Deutschland bis zu 6,6 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit riskantem Alkoholkonsum respektive 4,2 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit regelmäßigem Rauschtrinken leben, wobei bei der Interpretation dieser Zahl methodische Einschränkungen zu berücksichtigen sind.(..) Die vorliegenden Ergebnisse ermöglichen es, die Gruppe der im riskanten Maß Alkohol konsumierenden und regelmäßig rauschtrinken den Väter und Mütter detailliert zu beschreiben und somit Zielgruppen für Präventionsmaßnahmen zu bestimmen. Zudem weisen die gewonnenen Erkenntnisse auf Zugangswege hin, über die die identifizierten Zielgruppen gut erreicht werden können.


Das Bundesgesundheitsministerium wird gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weitere Schritte prüfen, damit die o.g. Zielgruppe besser über Präventionsmaßnahmen erreicht werden kann. Um konkretere Zahlen zu Kindern bis 18 Jahren im Haushalt von Eltern mit substanzbezogenen Abhängigkeiten zu erhalten, wurde mit den Verantwortlichen des Epidemiologischen Suchtsurveys (ESA) vereinbart, dass entsprechende Fragen bei der nächsten ESA-Befragung in 2018 aufgenommen werden sollen.

Download der Studie
Download des Kurzberichtes


Quelle: Presseinformation NACOA Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e. V. Deutschland vom 6.9.2016

 

 

FSM-Jahresbericht: Online-Jugendschutzlösungen und No Hate Speech

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)  veröffentlicht ihren Jahresbericht 2015. Im Mittelpunkt stehen Online-Jugendschutzlösungen für Unternehmen und die Bekämpfung von Hate Speech. Die Beschwerden gegen Onlineinhalte erreichen einen Höchststand.

Engagement gegen Hate Speech

Die FSM gestaltet die breite gesellschaftliche Debatte über den Umgang mit Hasskommentaren und hetzenden Äußerungen in sozialen Netzwerken mit. Als Mitglied der "Task Force" des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz gegen Hate Speech hat sich die FSM mit ihrer jahrelangen Expertise beim Bewerten von Onlineinhalten eingebracht. Außerdem wird gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen an langfristig wirksamen Lösungen gearbeitet, um illegale Inhalte zu entfernen und Nutzer aufzuklären.

Online-Jugendschutz für Unternehmen

Die FSM unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen bei der rechtlichen, technischen und pädagogischen Bewertung von Inhalten und Diensten sowie der Entwicklung von Produkten und Angeboten. Die Unternehmen erhalten auf sie zugeschnittene Informationen, Fortbildungen und Vor-Ort-Beratungen.  

Bekämpfung von illegalen Onlineinhalten

Die FSM betreibt eine Beschwerdestelle für Onlineinhalte, an die sich jeder wenden kann. Damit leistet die FSM einen Beitrag zur Bekämpfung von illegalen Inhalten wie Kindesmissbrauchsdarstellungen und jugendgefährdenden Inhalten wie z. B. Aufrufen zur Selbstgefährdung.

2015 gingen bei der FSM mit 5.448 Beschwerden so viele Meldungen ein wie nie zuvor. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Gesamtbeschwerdezahl um 10 % (2014: 4.949 Beschwerden). Die Zahl der Meldungen mit kinder- oder jugendpornografischen Inhalten (1.542 Fälle) stieg um 13 % im Vergleich zum Vorjahr (2014: 1.359 Fälle). Weiterhin haben sich die Beschwerden wegen volksverhetzender Inhalte fast verdreifacht (2015: 139 Fälle/ 3 %, 2014: 50 Fälle/ 1 %) und gegen rechtsradikale Inhalte verachtfacht (2015: 256 Fälle/ 5 %, 2014: 32 Fälle/ 1 %).

Kinder und Jugendliche befähigen, Eltern informieren, Lehrer/ -innen unterstützen

Die Förderung der Medienbildung von Kindern und Jugendlichen sowie die Beratung von Eltern und LehrerInnen durch Informationsangebote, Projekte und Veranstaltungen gehört zur Arbeit der FSM. Die Unterrichtsmaterialien des Projektes "Medien in die Schule" erfreuen sich weiterhin ausgesprochener Beliebtheit. 2015 wurden zwei neue Themenblöcke hinzugefügt: "Hass in der Demokratie begegnen" und "DIY und Making".

Außerdem hat die FSM den Internet Guide für Kids, der kindgerecht über digitale Medien informiert, in einer Onlineversion veröffentlicht. Darüber hinaus wurde ein Internet Guide für Eltern herausgebracht, der altersdifferenzierte Hinweise, Anregungen und Tipps für familiäre Medienbildung gibt.

Über die FSM

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) ist eine anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Der Verein engagiert sich maßgeblich für den Jugendmedienschutz – insbesondere die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Onlinemedien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich jeder kostenlos wenden kann, um jugendgefährdende Onlineinhalte zu melden. Die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gehören zu den weiteren Aufgaben der FSM.

Weitere Informationen stehen unter www.fsm.de zur Verfügung. Der Jahresbericht 2015 (pdf 4,2 MB) ist ebenfalls online abrufbar.  . 

Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle des Fernsehens vom 31.08.2016

Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“ gestartet

Die Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Sie vereint Bund, Länder, Kommunen und Unternehmen. Gemeinsam sollen die Rahmenbedingungen für ein „Gutes Aufwachsen mit Medien“ in Deutschland weiterentwickelt werden. Die Initiative möchte Eltern helfen, ihre Erziehungsverantwortung auch im digitalen Zeitalter wahrzunehmen. Das Bundesfamilienministerium bringt sich im gesetzlichen Jugendmedienschutz und in der Förderung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern sowie von Fachkräften ein. Für die Beratung von Eltern und Fachkräften und die Bündelung der Informationen zu diesem Thema hat es das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ ins Leben gerufen.

Das Initiativbüro motiviert und informiert Fachkräfte, Ehrenamtliche und Eltern, die Kinder und Jugendliche betreuen und beim Aufwachsen begleiten.

Das Initiativbüro steuert das Dialogforum, in dem anerkannte medienpädagogische Expertinnen und Experten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen den Diskurs anregen.

Das Initiativbüro unterstützt die Gründung von lokalen Netzwerken für ein gutes Aufwachsen mit Medien und fördert so die medienpädagogische Zusammenarbeit zwischen lokalen Medienkompetenzzentren, Kindertagesstätten, Schulen oder Vereinen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de

Übrigens...

Am 21. Oktober 2016 veranstaltet Seitenstark, die Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten, zum zweiten Mal den "Tag der Kinderseiten"! An diesem Tag werden Kinderseiten im Internet besonders geehrt und es finden viele Aktionen statt. Kinderseiten bieten viele Ansätze und Möglichkeiten, um unterschiedlichste Themen mit Kindern auf digitalem Wege zu bearbeiten - sei es für den schulischen oder den außerschulischen Kontext. Kinderseiten informieren und bilden und lehren dabei ganz nebenbei den sicheren Umgang mit dem Internet.

Die Webseite Tag-der-Kinderseiten.de begleitet den 21. Oktober und stellt Zugänge und Eingangstüren in die Kinderseitenlandschaft zur Verfügung. Eine interaktive Landkarte wird einen Überblick über Kinderseiten und Aktionen präsentieren, die an dem Tag deutschlandweit stattfinden.

Junge Generation: Smartphone löst TV ab

Für Jugendliche zwischen 15 und 29 ist das Smartphone unverzichtbar. Das ergab eine repräsentative Umfrage durch TNS Emnid im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. unter 1.004 Internetnutzern in Deutschland. TV und Radio spielen für die junge Generation kaum noch eine Rolle.

Fernseher und Smartphones sind die technischen Geräte, auf die die wenigsten verzichten möchten: Für jeden dritten Befragten (33 Prozent) ist das TV unentbehrlich - dicht gefolgt vom Smartphone mit 27 Prozent. Auf Platz drei liegt das Radio mit 20 Prozent.

Ein radikal anderes Bild zeigt sich bei der jungen Generation: Für satte 67 Prozent der 14-29-Jährigen ist das Smartphone nicht mehr wegzudenken. Klassische Medien wie der Fernseher (acht Prozent) oder das Radio (fünf Prozent) spielen in dieser Generation kaum eine relevante Rolle.

BVDW-Vizepräsident Thorben Fasching (Open Reply) erklärt: "Das Smartphone ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dass über Jahrzehnte etablierte Medien wie TV und Radio in der jüngeren Generation kaum noch stattfinden und durch das Smartphone abgelöst werden, ist ein Sinnbild des digitalen Wandels. Natürlich heißt es nicht, dass Fernsehen und Radio dem Ende nah sind - vielmehr werden sich Übertragungsweg und Konsumart grundlegend verändern."

Schwacher Akku und schlechte Netzabdeckung nerven am meisten

Bei aller Begeisterung für Smartphones gibt es auch Schwächen zu beklagen. Die Top-3-Nachteile sind ein schwacher Akku (29 Prozent) sowie eine langsame Internetverbindung (24 Prozent) und Empfangsprobleme (24 Prozent). Das Design (zwei Prozent), die Größe (fünf Prozent) und eine schlechte Kameraqualität (neun Prozent) werden nur selten als Nachteil empfunden. Dabei nutzen viele Hersteller gerade die Güte der Kamera als Werbeargument für Neuanschaffungen. Nur neun Prozent der Befragten sind in dieser Hinsicht unzufrieden. Auch zu geringer Speicherplatz zählt nur bei 14 Prozent zu den größten Nachteilen. Trotz vereinzelter Schwächen hat das Smartphone für viele einen festen Platz im Lebensalltag: 47 Prozent der befragten Smartphone-Besitzer würden sich sogar wieder auf den Heimweg machen, wenn sie ihr Smartphone zuhause vergessen haben

Studiensteckbrief

Die Umfrage zum Thema "Smartphone" hat das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Juli 2016 im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. durchgeführt. Für die Studie wurden 1.004 Deutsche online befragt.

Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW) vom 04.08.2016

Social Jetlag - Mobile Medien auf dem Nachttisch

Über 50 Prozent der Jugendlichen ab 12 Jahren nutzen ihr Handy täglich oder mehrmals wöchentlich als Wecker (JIM-Studie 2015). Der mobile Zeitmesser bietet unterschiedliche Klingeltöne, benötigt wenig Akku-Leistung und macht Dank der Snooze-Funktion noch eine kleine Verlängerung im Bett möglich.

Die Nutzung dieser Funktion ist mit ein Grund, weshalb Kinder und Jugendliche immer mehr Geräte über Nacht direkt am Bett ablegen. Diese Art der Mediennutzung ist für manche Kinder vielleicht sogar ein Argument für die Anschaffung eines eigenen Gerätes. Hier besteht jedoch die Gefahr eines ungünstigen Abend- bzw. Morgen-Rituals!

Der amerikanische Schlafstörungsforscher Dr. Robert S. Rosenberg meint, dass die Unfähigkeit, morgens direkt aus dem Bett zu hüpfen, eine Folge der Mediennutzung vor dem Schlafengehen sei. Als "Social Jetlag" beschreibt er das konkrete Problem des chronischen Schlafmangels. Einen Grund sieht Rosenberg dafür in der regelmäßigen und exzessiven Nutzung von Geräten wie Laptop, Handy oder Tablet vor dem Zubettgehen. Das blaue Licht der Bildschirme hemmt im Gehirn die Produktion des Hormons Melatonin.  

Seine Forderung: 90 Minuten vor dem Schlafengehen sollten WhatsApp, Twitter & Co. tabu sein. Gerade bei Kindern sollte daher der Nachtschrank am Bett keine Ladestation für mobile Geräte sein - die Versuchung, nachts doch noch auf das Gerät zu schauen, eine Nachricht zu lesen oder zu spielen, wäre zu hoch.

Rosenberg beschreibt aber auch die Snooze-Funktion selbst als problematisch: Jemand, der es gewohnt sei, sich beim Klingeln des Weckers noch ein paar Minuten Ruhe durch die Schlummertaste zu verschaffen, sorgt ebenfalls für ein Durcheinander der Gehirnfunktionen. Das Gehirn weiß nicht mehr, ob es wach oder müde sein soll. Der Schlaf-Wach-Rhythmus (der so genannte zirkadiane Rhythmus) ist für diesen Vorgang zuständig. Die Snooze-Funktion kann demnach dazu beitragen, dass sich Kinder durch die Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus mit einer anhaltenden Abgeschlagenheit durch den Tag schleppen.

Die Mediennutzung der Kinder bedarf zuhause und insbesondere vor dem Zubettgehen entsprechender Regeln, die die Nutzung altersgerecht einschränken. Eltern sollten da ein gutes Vorbild sein: Gute-Nacht-Rituale und der Start in den Tag sollten Eltern und Kinder gemeinsam so medienfrei wie möglich gestalten.

Quelle: Internet ABC, 27.10.2016

Eltern fordern laut DJI-Studie mehr Jugendschutz im Internet

Fast 90 Prozent der befragten Mütter und rund 80 Prozent Väter fordern eine verschärfte Durchsetzung des Kinder- und Jugendmedienschutzes. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Digitale Medien: Beratungs-, Handlungs-, und Regulierungsbedarf aus Elternperspektive« des Deutschen Jugendinstituts, die die Perspektiven und Wünsche von Müttern und Vätern in den Fokus nimmt. Sorgen machen den Eltern vor allem Werbung (21 Prozent), verstörende und beängstigende Inhalte, versteckte Kosten und Betrug sowie beleidigende und verletzende Aussagen (jeweils ca. 10 Prozent). Eltern von Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse berichten deutlich häufiger von wahrgenommenen Problemen während der Internetnutzung ihrer Kinder. Gleichzeitig schöpfen Eltern die Möglichkeiten vorhandener technischer Schutzsoftware im Internet nicht aus. Für die Studie wurden 4.690 Mütter und 3.089 Väter in 4.800 Haushalten im Rahmen des DJI-Surveys AID:A II befragt.
Quelle: DJI-NEWS, Deutsches Jugendinstitut, München, 19. Juli 2016

 Tipps und Links

Gesund groß werden - Der Eltern-Ordner der BZgA

Der Eltern-Ordner der BZgA will die Kompetenz von Eltern stärken. Fachlich gesicherte Empfehlungen zur Prävention sollen Eltern die Möglichkeit geben, ihr Kind in seiner gesunden Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Der Eltern-Ordner versteht sich als Beitrag zur qualitativen Optimierung des Früherkennungsprogramms nach § 26 SGB V. Fachkräfte und Institutionen können ihn bestellen und im persönlichen Kontakt an Eltern weitergeben.

Der Eltern-Ordner „Gesund groß werden" zum gesunden Aufwachsen und zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder U1-U9 und J1 nach § 26 SGB V ist eingebettet in die gesundheitspolitische Zielsetzung des Bundes, die Prävention und Gesundheitsförderung im Kindesalter zu stärken und die präventiven Potenziale der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder besser auszuschöpfen.

Caritas-Publikation „Kinder dürfen nein sagen“ in sieben Sprachen

Kinder zu unterstützen und sie sprachfähig zu machen im Umgang mit Gewalt, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie über ihre Rechte zu informieren – das ist das Ziel dieser Broschüre.
Mit dem Heft „Kinder dürfen nein sagen!“ in leichter Sprache leisten der Deutsche Caritasverband mit den Fachverbänden KTK-Bundesverband und CBP (Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie) einen Beitrag zur Prävention und zum Schutz vor allen Formen von Gewalt. Zielgruppe sind Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Frühförderstellen sowie Eltern und Lehrer.
Die Broschüre gibt es jetzt auch in den folgenden Sprachen: Arabisch, Englisch, Türkisch, Farsi, Französisch und Russisch. Sie kann dadurch auch in der Flüchtlingsarbeit eingesetzt werden. In deutscher Sprache können Sie die Publikation „Kinder dürfen nein sagen!“ auf der Website herunterladen.
In allen sieben Sprachen kann die Broschüre über www.carikauf.de bestellt werden (25 Stück-Packung zu 5 Euro plus Portokosten).
Quelle: Pressemeldung des Verbands Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder vom 6.10.2016

Die Hände meiner Mutter - Filmtipp

Am 1. Dezember startet der neue Film des Regisseurs Florian Eichinger über den sexuellen Missbrauch eines Jungen durch seine Mutter. Eichinger, der auch das Buch zu der Geschichte geschrieben hat, antwortet auf die Frage, wie er zu dem Thema gekommen ist: »Bei der Recherche zu einem anderen Film bin ich im Internet zufällig auf einen anonymen Erfahrungsbericht gestoßen, der mich sehr fasziniert hat. Ein paar Klicks später wusste ich, dass der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Missbrauchs den Anteil von Frauen unter den Tätern immerhin auf 10-20% beziffert, bei enorm hoher Dunkelziffer.« Johannes Wilhelm Röhrig, der Unabhängige Beauftragte für die Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, sagt über den Film:
»Die Hände meiner Mutter zeigt ohne jeden Voyeurismus eindrücklich und bewegend, was es heißt, als Junge von der eigenen Mutter missbraucht zu werden. Dass auch Frauen Täterinnen sein können, ist eines der größten gesellschaftlichen Tabus. Der Film zeigt, wie sexueller Missbrauch über Jahre und Jahrzehnte hinweg verdrängt werden – und mit welcher Wucht er plötzlich erinnert und erneut ins eigene Leben eingreifen kann.«
Die deutsche Film- und Medienbewertung hat den Film mit dem Prädikat »besonders wertvoll« ausgezeichnet: »Die Hände meiner Mutter ist eine überzeugende, beeindruckende und tief bewegende Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema. Ein wichtiger, kluger und reflektierter Film, der Mut machen kann, über solch ein Thema zu reden. Denn das Schlimmste, was man tun kann, ist Schweigen.« Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft FSK hat den Film ab 12 Jahren freigegeben.

Quelle: Pressemeldung von farbfilm-verleih GmbH, Berlin, 14. Oktober 2016

Wissen to Go: Selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen

In der Broschüre werden Tipps und Informationen für Jugendleiter/-innen zum Thema Selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen praxisnah und kompakt zusammengefasst. Herausgegeben wird die Ausgabe der Reihe »Wissen to go« vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend Landesverband NRW e.V. und der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V.
Der gefaltete Din-A-4-Flyer bietet Basiswissen zum Thema, wichtige Kontaktadressen und vor allem konkrete Tipps für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, kurz zusammengefasst in einem übersichtlichen Ampelsystem. So können haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte sich im Bedarfsfall schnell informieren, wie etwa ein bestimmtes Verhalten einzuschätzen ist und welche Handlungsschritte ratsam wären.


Bestellungen an: Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Schillerstraße 44a, 48155 Münster, Telefon: 0251 54027, Telefax: 0251 518609, E-Mail: info@thema-jugend.de

Quelle: Pressemitteilung der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Münster, 27. September 2016

 

 

»Geflüchtete Kinder und Jugendliche« Neues Dossier der BAJ

Weltweit sind 50% der Flüchtlinge unter 18 Jahre alt. Sie sind alleine oder mit Familienangehörigen auf der Flucht. Nach Deutschland sind 2015 über 300.000 Kinder und Jugendliche geflüchtet, davon die überwiegende Mehrheit in Begleitung von Familienangehörigen.


Im Dossier »Geflüchtete Kinder und Jugendliche« werden verschiedene relevante Aspekte angesprochen, z.B. die Unterbringungs- und Versorgungssituation, die Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuungsangebote sowie rechtliche Aspekte. Die Zusammenstellung von aktuellen Studien und Projekten, Stellungnahmen und Positionspapieren, sowie ausgewählter Materialien und Adressen bietet einen kompakten Überblick zum Thema.
Das Dossier 1/2016 »Geflüchtete Kinder und Jugendliche« ist auch in höherer Stückzahl kostenlos erhältlich. Bezug: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, info@bag-jugendschutz.de, Online unter http://www.bag-jugendschutz.de/publikationen_dossiers.html

Quelle: Pressemeldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V., Berlin, 11. Oktober 2016

Kostenlose Broschüren zu Kinderunfällen der Aktion DAS SICHERE HAUS

Die Aktion Das Sichere Haus (DSH), Hamburg, verschickt ein kostenloses Info-Paket rund um den Unfall- und Gesundheitsschutz von Kindern. Das Paket umfasst fünf Broschüren, unter anderem zu Vergiftungsunfällen bei Kindern und zu sicheren Kinderfahrzeugen wie Laufrad oder Inlineskates.
„Wir wollen, dass Kinder sicher, gesund und mit viel Bewegung aufwachsen. Deshalb diese kostenlose Aktion“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der DSH. Pro Jahr passieren in Deutschland rund 5,9 Millionen Heim- und Freizeitunfälle – viele von ihnen betreffen Kinder unter 14 Jahren. Zwischen 60 und 80 dieser Unfälle endeten in den vergangenen Jahren tödlich.


Das Paket enthält diese Broschüren:
„Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern“: So können Vergiftungen mit Reinigungsmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Nikotin und Alkohol vermieden werden. Wie sieht eigentlich die giftige Herbstzeitlose aus? Was muss ich tun, wenn mein Kind sich vergiftet hat?
„Mobile Kinder. Tipps für Kinderfahrzeuge – vom Rutschauto bis zum Snowboard“: Sicher unterwegs im Straßenverkehr, in der Halfpipe, im Schnee. Welche Schutzausrüstung brauchen Mini-Radler und Inline-Skater? Laufräder können ganz schön schnell werden.
„Babysitter: auswählen, einweisen, versichern“: Faltblatt für Eltern, die auch mal wieder einen freien Abend genießen wollen. Was müssen Babysitter und Eltern beachten, zum Beispiel bei der Einweisung in den Haushalt? Muss mein Babysitter eine Haftpflichtversicherung haben?
„Spiele von gestern für Kinder von heute – Spiele drinnen“: Reaktions-, Merk- und Geschicklichkeitsspiele für Kinder und Kindergruppen ab drei Jahre.
„Spiele von gestern für Kinder von heute – Spiele draußen“: Ball-, Hüpf- und Laufspiele für Kinder und Kindergruppen ab fünf Jahre.


Bezugsadressen: Das Kindersicherheitspaket kann so bestellt werden:
Internet: http://das-sichere-haus.de/broschueren/kinder/cache/nc/
Mail: bestellung@das-sichere-haus.de, Stichwort „Kisipa“
Post: DSH, „Kisipa“, Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg.
Quelle: OTS: DSH - Aktion Das Sichere Haus vom 6.9.2016

Cyber-Mobbing. Informationen für Jugendliche

Mobbing ist kein Spaß. Trotzdem passiert es in vielen Schulklassen und anderen Gruppen. Und Cyber-Mobbing spielt dabei oft die Hauptrolle: Demütigungen oder Drohungen per Textnachricht, gemeine Fotos oder Filme, die heimlich aufgenommen und dann weitergeleitet werden – es gibt eine Menge Möglichkeiten, andere zu schikanieren und bloßzustellen. Wer so etwas erlebt, weiß, dass Mobbing großen Stress verursacht.
In der Broschüre der LJS werden Beispiele für Cyber-Mobbing und seine Folgen beschrieben. Es wird erklärt, wie man sich schützen und auf Attacken reagieren kann. Und es gibt Hinweise, was man gegen Mobbing tun kann, auch wenn man selbst gar nicht betroffen ist.
Jugendliche können sich mit der Broschüre eigenständig über das Thema informieren. Darüber hinaus kann das Heft auch als Einstieg in Gruppengespräche zu Gewalt im Netz genutzt werden. Mit der Übersetzung in die englische und die arabische Sprache sollen auch die Jugendlichen erreicht werden, die erst kurz in Deutschland leben und aufgrund von Sprachschwierigkeiten mit vorhandenen Unterstützungs- und Hilfsangeboten in Kontakt sind.
Cyber-Mobbing. Informationen für Jugendliche
Hrsg.: Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
DIN A6 | 16 Seiten | 1. Auflage 2016 (deutsch-englisch-arabisch)
Bestellung unter: www.jugendschutz-materialien.de

Quelle: Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, Hannover, August 2016

 

 

Erste-Hilfe-App bei Cybermobbing Hilfe von Jugendlichen für Jugendliche

Beleidigungen auf Facebook oder peinliche Fotos, die über WhatsApp verbreitet werden – Cybermobbing ist unter Jugendlichen keine Seltenheit. Teilnehmer des »Youth Panels« der EU-Initiative Klicksafe haben daher eine Smartphone-App entwickelt, die Jugendlichen bei Mobbing über Internet und Handy Unterstützung anbietet.  Die App bietet Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren in akuten Mobbing-Situationen Unterstützung an, etwa wenn jemand über soziale Medien oder Messenger beschimpft wird oder peinliche Fotos verbreitet werden. Im Mittelpunkt der App stehen die beiden Guides Tom und Emilia, die hilfesuchende Jugendliche durch die App führen und Tipps geben. Klickt man einen der beiden an, kann man sich zum Beispiel kurze Videos und Tutorials zu verschiedenen Themen anschauen. »In den Videos werden viele Tipps gegeben, etwa, dass man sich jemandem anvertrauen soll, wie man mithilfe eines Screenshots die Angriffe dokumentiert, wie man auf den verschiedenen Plattformen jemanden meldet, blockiert oder löscht, aber auch zur rechtlichen Situation«, erklärt Stefanie Rack von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Ludwigshafen.
Die App kann kostenfrei von den gängigen App-Stores für iOS und Android heruntergeladen werden.

Quelle: www.polizei-dein-partner.de, 15. September 201

Neuer Elternratgeber "Computerspiele"

Die Stiftung Digitale Spielekultur und die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) bieten einen neuen Elternratgeber rund um Computerspiele an.   

Im Rahmen von Elternabenden in Kindertagesstätten und Grundschulen treten häufig Fragen und auch Diskussionen auf, welche Medien den Kindern zur Verfügung stehen sollten. Was können Eltern tun, wenn Computerspiele zum Auslöser von Konflikten in der Familie werden?

Ein Schwerpunkt des Ratgebers liegt auf Kleinkindern und ihrer Nutzung von Medien wie Tablet und Smartphone. Hierbei stehen insbesondere die Sicherungsmaßnahmen zum Jugendschutz auf diesen Geräten im Vordergrund.Zudem wird thematisiert, welche Computerspiele sich für welches Alter eignen, wie es mit der Spieldauer aussieht und was die Alterskennzeichen aussagen.

Die vermittelten Grundlagen sind auch für Eltern von Grundschulkindern wertvoll und helfen den Blick für die Mediennutzung in der Familien zu schärfen. Mit diesem Hintergrundwissen fällt es den Beteiligten sicher leichter, den Weg für den weiteren Erwerb von technischen und kommunikativen Fähigkeiten in der Grundschule gemeinsam zu beschreiten.    

Die Broschüre kann Eltern Argumente und Informationen für die medienpädagogische Elternarbeit liefern. Sie steht hier als PDF zum Download zur Verfügung und kann als Druckversion bestellt werdn

Mia, Mats und Moritz… Das Begleitheft Neue Arbeitshilfe zum Umgang mit Kindern aus Familien Suchtkranker

Die Geschichte »Mia, Mats und Moritz« erzählt von Alltagsproblemen in einer Familie mit einem suchtkranken Elternteil. Hier ist es die Mutter der drei Kinder. Erzählt wird aber auch von den Stärken der Kinder.
Jetzt liegt das Begleitheft für Fachkräfte und Ehrenamtliche im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen sowie für Angehörige vor. Hier finden sich Hinweise für die Gesprächsaufnahme mit den Kindern und mit deren Eltern, ebenso Anregungen für die Stärkung der Kinder sowie Hinweise auf weiterführende Hilfen.


Das Begleitheft und die Broschüre können bei der DHS unter http://www.dhs.de/nc/informationsmaterial/bestellung.html kostenfrei bestellen.
Unter http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/MiaMatsMoritz_web.pdf bzw. http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/MMM_Begleitheft.pdf stehen die Broschüren zum Download bereit.

Schau hin: Let´s plays kritisch begleiten

Sogenannte Let’s Plays sind gerade bei Jugendlichen beliebt. Für die wachsende Szene gibt es neben Twitch nun auch in Deutschland YouTube Gaming. YouTuber wie Gronkh, Unge, Dner, Paluten, LPmitKev oder GommeHD erreichen Millionen mit Let’s Plays, in denen sie in mehreren gestreamten Episoden Games spielen und kommentieren. Nutzer erhalten so einen direkten Eindruck, lernen bestimmte Tricks oder lassen sich einfach unterhalten. Die anschaulichen Erklärungen, der Seriencharakter, das Gemeinschaftsgefühl und die Gamer selbst machen den Erfolg aus. Ein wichtiger Aspekt ist die Zugehörigkeit zur Community rund um die Games- und Let’s Play-Szene sowie zu den Fans bestimmter Spiele oder Genres. Doch auch hier spielen Altersfreigaben, Starkult, versteckte Werbung und Urheberrechte eine wichtige Rolle. #

Am besten schauen Eltern mit ihrem Kind Let’s Plays an und besprechen, was zu beachten ist, rät SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Denn Let’s Plays können auch Spiele zeigen, die ab 16 oder 18 Jahren freigegeben sind, und Kinder dazu verlocken, auch solche Games zu spielen. Kritisch ist zudem wenn Let's Player vor allem auf Gewalt abzielen und etwa besonders grausame Wege zeigen, Gegner zu töten, oder Spielszenen zynisch oder sexistisch kommentieren, auch wenn dies für das Spiel nicht notwendig ist.
SCHAU HIN! bietet auf www.schau-hin.info/medien/games einen Schwerpunkt zu »Games« mit Wissenswertem, Goldenen Regeln, Sicherheitseinstellungen und einer Spieledatenbank.


»SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.« ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.


Quelle: Pressemitteilung von SCHAU HIN!, Berlin, 24. August 2016

meinTestgelände

Ein imposantes Online-Jugendmagazin zu Geschlechterfragen und Chancengleichheit, in dem alle Inhalte von Jugendlichen selbst generiert werden. Das Motto: Gleichberechtigung geht uns alle an!
Beiträge zu den Themen Geschlechter, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Beteiligung und Vielfalt werden in dem Gendermagazin veröffentlicht. meinTestgelände möchte Themen mit anderen Jugendlichen teilen. Die Online-Redaktion unterstützt Redaktionsgruppen oder Einzelne, die an Beiträgen arbeiten

Rauchfrei unterwegs? – Selbstverständlich!

»Rauchfrei unterwegs« so lautet der Slogan der bundesweiten, gemeinsamen Aktion der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), des Deutschen Krebsforschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft (DKFZ), der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), des ACE Auto Clubs Europa, des Deutschen Kinderhilfswerks, des Bundeselternrates und vieler weiterer Kooperationspartner.
Ziel der Kampagne ist es, Kinder und Jugendliche vor den Folgen des Passivrauchens im Auto zu schützen und Eltern für das Thema zu sensibilisieren. Hierzu werden die Partner ab August bundesweit Informationsmaterialien verteilen und für eine breite Berichterstattung in Mitgliedermagazinen und sozialen Medien sorgen. Unter anderem werden alle deutschen Kinderarztpraxen gebeten, die Kampagne aktiv zu unterstützen.
Weitere Informationen zur Aktion unter: www.rauchfrei-unterwegs.de und www.drogenbeauftragte.de

Quelle: Pressemitteilung der Drogenbeauftragten, 27.07.2016

Praxisleitfaden Kinderschutz in Kita und Schule – Das Buch der Deutschen Kinderhilfe ist erschienen

Kinder brauchen Menschen, die mit dem Herzen zuhören und mit dem Verstand handeln. Diesen Anspruch verfolgen Kita-Fachkräfte ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer, die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe oder jene der Justiz. Wir alle möchten Kinder stärken, sie beschützen, versorgen und beteiligen. Doch sind wir mit gegen Kinder gerichteter Gewalt konfrontiert oder haben einen Verdacht, sind wir oft hilflos. Die Angst vor Falschverdächtigung und die Unsicherheit Vieler im Umgang mit Verdachtsfällen ist groß. Leider ist dies der beste Schutz für TäterInnen. Diesen Schutz können wir ihnen nehmen, indem wir Gewalt- und Kinderschutz verstehbar und handhabbar machen.
Die Deutsche Kinderhilfe hat deshalb gemeinsam mit dem Carl Link Verlag einen Praxisleitfaden zum Thema „Kinderschutz in Kita und Grundschule“ erarbeitet. Dieses Buch versteht sich als Ratgeber insbesondere für Einsteigerinnen und Einsteiger, also all jene, die erst seit kurzem mit oder für Kinder arbeiten, die bisher vor der Thematik zurückgescheut sind oder die noch nicht den richtigen Einstieg gefunden haben.

Bestellen können Sie den Praxisleitfaden hier.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de


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