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Newsletter
Kinder- und Jugendschutz
Newsletter Kinder- und Jugendschutz Juli 2015
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser_innen,

vor der Sommerpause erhalten Sie nochmal aktuelle Informationen rund um die Themen Kinder- und Jugendschutz.

Der nächste Newsletter wird dann wieder im September erscheinen.

Bis dahin wünsche ich schöne Sommer- und Urlaubstage!

Juliane Ostrop

Referentin Projekt „Schutz vor sexualisierter Gewalt“ im DRK-Generalsekretariat

 Aus dem DRK

Neue DRK-Publikationen

Am 16.04.2015 hat das Präsidium des DRK das Positionspapier "Ein Verband - viele Chancen! Inklusion und Teilhabe in der DRK-Wohlfahrtspflege" beschlossen und es beim 80. Deutschen Fürsorgetag vom 16.06.2015 bis 18.06.2015 in Leipzig erstmals öffentlich vorgestellt. Dort haben wir viele zustimmende Rückmeldungen erhalten.

Neu erschienen ist auch die DRK-Broschüre "Gemeinsam mit Flüchtlingen. Angebote des DRK zum Mitmachen". Darin möchte das DRK informieren: Was bedeutet es, Flüchtling zu sein? Welche Rechte haben Flüchtlinge? Was können Sie persönlich tun, um Flüchtlinge zu unterstützen?

Beide Broschüren finden Sie auf der Webseite der DRK-Wohlfahrtspflege unter Veröffentlichungen.

Stellungnahme der BAGFW zum Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder- und Jugendlicher

Die gegenwärtige Aufnahmesituation von unbegleiteten ausländischen Kindern und Jugendlichen ist in einigen Kommunen derzeit nicht mehr tragbar. Die bestehenden Platzkapazitäten reichen zur Aufnahme unter dem Primat der Jugendhilfe nicht mehr aus. Dadurch ist die durchgängige Einhaltung von Kinderrechten für nach Deutschland geflüchtete Kinder und Jugendliche nicht mehr garantiert.

Die BAGFW begrüßt die Bestrebungen von Bund, Ländern und Kommunen, die Situation von unbegleiteten minderjährigen ausländischen Kindern und Jugendlichen auf gesetzlichem Weg zu verbessern. Es braucht eine umfassende Aufnahmestrategie, die der aktuellen Situation gerecht wird.

Die gesamte Stellungnahme lesen Sie hier.

 Aus der Fachpolitik

Hearing zur „Forschung zu sexueller Gewalt“

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Europa rund 18 Millionen Kinder von sexueller Gewalt betroffen. Die deutsche Traumafolgekostenstudie spricht von rund 11 Milliarden Euro jährlich, die durch die Folgen von sexuellem Missbrauch und anderer belastender Kindheitserlebnisse in Deutschland entstehen. Angesichts dieser Größenordnung haben auf dem Hearing „Forschung zu sexueller Gewalt – Vom Tabu zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe“ des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, und seines Beirates rund 250 Expertinnen und Experten über die Verantwortung von Wissenschaft und Forschung im Themenfeld des sexuellen Missbrauchs am 18. Juni diskutiert und den künftigen Handlungsbedarf erörtert.

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 18.6.2015

Modellprojekt „Beraten & Stärken“

Mädchen und Jungen mit Behinderung sind besonders gefährdet, Opfer sexualisierter Gewalt zu werden. Um diese Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen besser zu schützen, hat der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Ralf Kleindiek, gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, und der Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. ein neues Modellprojekt eröffnet: „Beraten & Stärken – Schutz von Mädchen und Jungen mit Behinderung vor sexualisierter Gewalt in Institutionen“. 

Bis Ende des Jahres 2018 werden in bundesweit 100 Einrichtungen modellhaft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fortgebildet, die Strukturen für den Kinderschutz in den Institutionen verbessert und Präventionstrainings mit dort lebenden Mädchen und Jungen durchgeführt.

Weitere Informationen zum Projekt und zur Bewerbung finden Sie auf den Seiten der DGfPI

Aufarbeitung von Kindesmissbrauch

Erstmals wird Missbrauch in Institutionen und in der Familie durch eine staatliche Kommission untersucht. Damit setzt Deutschland auch international bei der Aufarbeitung neue Akzente.

Die „Unabhängige Aufarbeitungskommission Kindesmissbrauch“ (UAK) soll beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, angesiedelt werden, im Januar 2016 ihre Arbeit aufnehmen und zunächst bis zum Ende der Amtszeit des Beauftragten, bis März 2019, tätig sein. Eine gesetzliche Grundlage wird es für die Kommission nicht geben. Auch die Finanzierung ist noch nicht abschließend geklärt. Die Einrichtung einer Kommission war seit Jahren eine zentrale Forderung von Betroffenen, weiteren Expertinnen und Experten und dem Beauftragten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 Links und Literatur

Frankfurter Kinderumfrage: Ergebnisse zum Thema Beteiligung in der Schule

Wenn es darum geht, Kindern eine Stimme zu geben, steht Frankfurt an der Spitze. Keine andere Kommune in Deutschland befragt mit dieser Regelmäßigkeit und in dieser Breite ihre jüngsten Bürgerinnen und Bürger. Im Sommer 2014 wurden im Auftrag des Frankfurter Kinderbüros 1.669 Kinder der Klassen 2, 4, 6, 8 aller Schultypen anonym und schriftlich befragt. Der Fragebogen war für alle gleich und enthielt offene und geschlossene Fragen. Die Stichprobe ist repräsentativ für die gesamte Frankfurter Kinderbevölkerung. Die Kinder wurden zu fünf Themenkomplexen befragt: Wohlbefinden von Kindern, Wissen von Kindern über (Beteiligungs-)Rechte, Mitbestimmungschancen in der Klasse, Mitbestimmungschancen in der Schule und Umgang mit Beschwerden in der Schule.

Die gesamte Studie mit ihren Ergebnissen finden Sie hier.

Mädchen-Förderfonds „Mehr Mut zum Ich“ des Deutschen Kinderhilfswerkes

Vereine, Einrichtungen und Initiativen haben noch bis zum 31. Juli 2015 die Möglichkeit, einen Antrag beim Förderfonds „Mehr Mut zum Ich“ des Deutschen Kinderhilfswerkes zu stellen. Ziel des Förderfonds ist die Finanzierung von Projekten, die sich im Rahmen von sozialer Arbeit mit Mädchen und ihren Müttern speziell dem Thema „Selbstwertgefühl von Mädchen“ widmen. Die Stärkung der Persönlichkeit von jungen Mädchen soll dabei den Mittelpunkt der Arbeit darstellen.

Informationen zum Förderfonds „Mehr Mut zum Ich“, alle Förderbedingungen und der Online-Antrag findet sich unter www.dkhw-foerderdatenbank.de

Handlungsleitlinien "Sexuelle Grenzverletzungen, Übergriffe und Gewalt in betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen nach §§ 45 ff. SGB VIII"

Die Landesjugendämter beschlossen die Handlungsleitlinien "Sexuelle Grenzverletzungen, Übergriffe und Gewalt in betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen nach §§ 45 ff. SGB VIII", die sich inhaltlich an den Vorgaben des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch orientieren. Die Handlungsleitlinien leisten einen Beitrag zur Erfüllung des Beratungsanspruchs der freien Träger und des Schutzauftrages nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.

Newsletter Kindergesundheit der BZgA zum Thema "Medien in der Kindheit"

Kinder kommen immer jünger mit den unterschiedlichsten Medien in Kontakt. Umso wichtiger ist es, dass Kinder lernen, sinnvoll damit umzugehen.

Der Newsletter Kindergesundheit der BZgA widmet sich umfassend dem Thema "Kinder in einer Welt der Medien" und gibt konkrete Anregungen und umfassende Hintergrundinformationen.

Drogen- und Suchtbericht 2015 der Bundesregierung

Der Drogen- und Suchtbericht 2015 gibt in Teil A einen Überblick über aktuelle Daten und Fakten zur Drogen- und Suchtpolitik in Deutschland. Er umfasst zudem erstmals einen Überblick über ausgewählte Bereiche der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Drogenbeauftragten.

Der Teil B befasst sich mit den vier Säulen der Drogen- und Suchtpolitik Der Schwerpunkt liegt auf der Prävention. Es werden u.a. zahlreiche Projekte aus Verbänden, Vereinen und den Ländern vorgestellt. Außerdem kommen Prominente und Betroffene in der Rubrik ‚Vorgestellt’ zu Wort, die sich gegen Drogen und Sucht engagieren. Daneben gibt es einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der internationalen Zusammenarbeit.

Der Drogen- und Suchtbericht erscheint 2015 erstmals in zwei Ausführungen: als gekürzte Printfassung und als ungekürzte Onlinefassung.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de


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