Sollte dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.

Newsletter
Kinder- und Jugendschutz
Newsletter Kinder- und Jugendschutz Februar 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser_innen,

nach einer längeren Pause erscheint heute der erste Newsletter in diesem Jahr, der Sie wieder mit aktuellen Beiträgen zum Kinder- und Jugendschutz versorgt.

Eine interessante Lektüre wünscht

Juliane Ostrop, Referentin "Schutz vor sexualisierter Gewalt"

 Aktuelles aus DRK

Ansprechperson im Bundesverband

Nach Standard 7 der DRK-Standards zum Schutz vor sexualisierster Gewalt benennt auch der Bundesverband eine Ansprechperson. Diese Aufgabe wird (weiterhin) Juliane Ostrop übernehmen, Referentin für Jugendhilfe im DRK-Generalsekretariat. Ihre Kontaktdaten finden Sie am Ende des Newsletters.

2. Auflage der Broschüre zu den DRK-Standards erschienen

Seit Anfang Januar kann man wieder die gedruckte Fassung der Broschüre "DRK-Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt" im Rotkreuzshop bestellen:

www.rotkreuzshop.de

Artikelnummer: 883 763

Die Broschüre steht auch als download zur Verfügung: http://drk-kinder-jugend-familienhilfe.de/arbeitsfelder/schutz-vor-sexualisierter-gewalt/drk-standards-zum-schutz-vor-sexualisierter-gewalt.html

 Aus der Fachpolitik

Aufarbeitungskommission Kindesmissbrauch

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat die sieben Mitglieder für die Aufarbeitungskommission Kindesmissbrauch berufen. Damit kann erstmals eine auf nationaler Ebene angesiedelte unabhängige Kommission sexualisierte Gewalt an Kindern in Deutschland umfassend aufarbeiten.

Mitglieder der Kommission sind:

  • Prof. Dr. Sabine Andresen (Professorin für Sozialpädagogik und Familienforschung) als Vorsitzende
  • Dr. Christine Bergmann (Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a. D.)
  • Prof. Dr. Jens Brachmann (Bildungshistoriker)
  • Prof. Dr. Peer Bricken (Psychiater und Psychotherapeut)
  • Prof. Dr. Barbara Kavemann (Sozialwissenschaftlerin)
  • Prof. Dr. Heiner Keupp (Sozialpsychologe)
  • Brigitte Tilmann (Präsidentin des Oberlandgerichts Frankfurt/M. a. D.)

Zwei Mitglieder des Betroffenenrates beim Beauftragten, der Beauftragte und die Leiterin seines Arbeitsstabes sind ständige Gäste der Kommission.

Die Kommission wird im Mai 2016 ihr Arbeitsprogramm für die kommenden drei Jahre vorstellen und über die konkreten Strukturen der Anhörungen und Gespräche informieren. Ein erster Zwischenbericht soll 2017 veröffentlicht, ein abschließender Bericht zum Ende der derzeitigen Laufzeit der Kommission bis März 2019 vorgelegt werden. Die Kommission arbeitet unabhängig und wird unterstützt durch ein beim Arbeitsstab des Beauftragten angesiedeltes eigenes Büro und Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung.

Weitere Informationen: www.beauftragter-missbrauch.de

Grundlagen für die Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes

Nach dem Evaluationsbericht der Bundesregierung (BTDrs. 18/7100) zum Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) wurden im Dezember 2015 auch dessen wissenschaftliche Grundlagen online veröffentlicht.

Der Grundlagenbericht bündelt Erkenntnisse mehrerer Forschungsvorhaben von DJI, NZFH, FU Berlin und AKJStat und ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitung der „Kooperationsplattform Evaluation BKiSchG“ durch die AKJStat im Forschungsverbund DJI/ TU Dortmund. Die an diesem bis Ende 2015 aktiven (Forschungs-) Netzwerk beteiligten Projekte haben die Umsetzung und Auswirkungen des Gesetzes mit unterschiedlichen Methoden untersucht.

Download Grundlagenbericht unter: www.akjstat.tu-dortmund.de

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren von elektronischen Zigaretten und Shishas

Am 28. Januar 2016 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und Shishas erfolgt (BT-Drs. 18/6858, 18/7205) in der Fassung des Familienausschusses (BT-Drs. 7394) verabschiedet.

Das Gesetz sieht unter anderem Änderungen im Jugendschutzgesetz vor. Die Abgabe- und Konsumverbote von Tabakwaren werden auf elektronische Zigaretten und elektronische Shishas ausgedehnt werden. Ferner soll das Gesetz sicherstellen, dass Tabakwaren sowie elektronische Zigaretten und elektronische Shishas auch über den Versandhandel nur an Erwachsene abgegeben werden dürfen.

Ferner hat der Bundestag in einer Entschließung die Bundesregierung aufgefordert, in einem zweiten Schritt das Jugendschutzgesetz nochmals zu ergänzen, nämlich in das Jugendschutzgesetz umgehend ein Abgabe- und Konsumverbot an Kinder und Jugendliche von nikotinfreien Erzeugnissen, die durch konventionelle Wasserpfeifen eingeatmet werden, einzufügen.

 Veranstaltungen

11.Kinderschutzforum: Kinderschutz-Haben wir ein Problem?

Das 11. Kinderschutzforum findet vom 22.-24.September in Essen statt.

Das Thema lautet "#Kinderschutz - Haben wir ein Problem?"

Worum es geht, erfahren Sie hier.

 Links und Literatur

Neue Erste-Hilfe-App bei Cyber-Mobbing

Was tun, wenn man über WhatsApp beleidigt wird oder auf seiner Facebook-Seite fiese Posts liest? Mit der neuen Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App bietet die EU-Initiative klicksafe jetzt kompetente und schnelle Unterstützung. Die App ist ab sofort als Android-Version über die gängigen App-Stores (Google Play Store) verfügbar. Eine iOS-Version sowie eine Version in englischer Sprache ist für 2016 geplant.

Mobbing im Internet kann für Jugendliche zu einer ernsten Belastung werden. Das haben sich auch die Mitglieder des klicksafe-Youth Panels gedacht und die Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App entwickelt. In kurzen Videoclips geben Jugendliche hier Betroffenen konkrete Verhaltenstipps, sprechen ihnen Mut zu und begleiten sie bei ihren ersten Schritten, gegen Cyber-Mobbing vorzugehen. Neben rechtlichen Hintergrundinformationen und Links zu Beratungsstellen finden Jugendliche auch Tutorials zum Melden, Blockieren oder Löschen von beleidigenden Kommentaren auf Social-Media-Plattformen.

Broschüre "Jugend & Sex - Was ist erlaubt?"

Die Verschärfung des Sexualstrafrechts Anfang 2015 nahm das Bayerische Landesjugendamt zum Anlass, die Broschüre "Jugend & Sex - Was ist erlaubt?" zu erstellen.

Die wichtigsten ge­setzlichen Regelungen zum Schutz der se­xuel­len Selbst­be­stimmung von Kindern und Jugendlichen sind in dem Faltblatt über­sichtlich und in verständlicher Sprache zu­sam­men­gestellt.

Die Broschüre soll junge Menschen über ihre Rechte in­for­mie­ren, aber auch auf Gefahren und mögliche rechtliche Folgen ihres Tuns hinweisen.

Druckexemplare werden bis max. 30 Exemplaren an Schulen, Jugendämter und Träger der freien Jugendhilfe kostenlos abgegeben.

Die Broschüre steht auch als kostenloser Download zur Verfügung.

Fachbuch: Sexuell traumatisierte Menschen mit geistiger Behinderung

Sexualität behinderter Menschen war bis vor wenigen Jahrzehnten in den Einrichtungen der Behindertenhilfe kein oder besser: ein Tabuthema. Die Kehrseite dieser Verdrängung: Vor allem geistig behinderte Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger Opfer sexueller Gewalt als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt; jede zweite geistig behinderte Frau berichtet über sexuellen Missbrauch in Kindheit und Jugend. Der Band wird für dieses hochaktuelle Thema der Behindertenhilfe und -pädagogik weitgehend Neuland betreten. Präsentiert werden die aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Gewalt gegenüber Menschen mit Behinderungen. Der zweite Teil beleuchtet dann innovative Projekte der Prävention und Konzepte zur therapeutischen und heilpädagogischen Begleitung von geistig behinderten Opfern sexueller Gewalt.

Weitere Informationen hier.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de


Alle angegebenen Informationen über externe Veranstaltungen, Wettbewerbe, Kampagnen, Links etc. haben wir gründlich recherchiert. Für dennoch enthaltene Fehler übernehmen wir keine Gewähr.

Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte einfach hier.

Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
Gesetzliche Vertreter: Christian Reuter (Vorsitzender des Vorstands) 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer: 95VR590Nz
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 122123471
Steuernummer für Körperschaften: 27/630/50727