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Newsletter
Kinder- und Jugendschutz
Newsletter Kinder- und Jugendschutz August 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

wir haben wieder aktuelle Informationen zu verschiedenen Themen des Kinder- und Jugendschutzes für Sie zusammengestellt und wünschen eine interessante Lektüre!

Beste Grüße

Sabine Urban
Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung

 Neues aus dem DRK

Ansprechpartnerin zum Thema "DRK Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen"

Bis Ende August steht Ihnen im DRK Bundesverband Frau Sabine Urban, Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung als Ansprechpartnerin zu den DRK Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen in den Gemeinschaften, Einrichtungen, Angeboten und Diensten des DRK zur Verfügung. Sie erreichen Frau Urban telefonisch unter 030/85404-239 oder per Mail: urbans@drk.de.

 Fachpolitisch Aktuelles

„Nein heißt Nein“ – Bundestag beschließt Verschärfung des Sexualstrafrechts

Lange wurde über eine Neufassung des Sexualstrafrechts diskutiert. Nun hat der Bundestag Änderungen beschlossen. Schon bisher regelte § 177 StGB den Straftatbestand der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung. Mit der Neufassung will der Gesetzgeber der verbreiteten Forderung des „Nein heißt Nein“ Rechnung tragen. Zukünftig macht sich strafbar, wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser vornimmt. Erkennbar soll der Wille durch ein einfaches „Nein“ werden, aber auch anders, z. B. durch Weinen oder Abwehrhandlungen. Dafür droht nun eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Für sexuelle Handlungen an Personen, die nicht in der Lage oder erheblich eingeschränkt sind, einen entsprechenden Willen zu bilden oder zu äußern, gilt der gleiche Strafrahmen. Damit wurden die Regelungen des alten § 179 StGB, der den sexuellen Missbrauch widerstandsunfähiger Personen unter Strafe stellte, jetzt in § 177 StGB integriert. Auch wenn der Täter ein Überraschungsmoment ausnutzt oder das Opfer mit einem empfindlichen Übel nötigt, droht dieselbe Strafe. Nach dem neu eingeführten § 184i StGB wird zukünftig auch bestraft, wer eine andere Person in sexueller Weise körperlich berührt und dadurch belästigt. Geahndet wird dies mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, in be-sonders schweren Fällen sogar mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Eben-falls neu ist § 184j StGB, der das sogenannte „Antanzen“ unter Strafe stellen soll. Wie sich das neu gefasste Sexualstrafrecht in der Praxis bewährt, wird sich erst noch zeigen müssen. Eine Schwie-rigkeit wird aber sicher die Beweisbarkeit der einzelnen Tatbestandsmerkmale bleiben.

Quelle: www.anwalt.de/rechtstipps/nein-heisst-nein-bundestag-beschliesst-verschaerfung-des-sexualstrafrechts_084080.html

Mehr Schutz in Flüchtlingsunterkünften

Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften" veröffentlicht gemeinsame Mindeststandards

Unter dem Dach der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften" haben das BMFSFJ und UNICEF gemeinsam mit einem breiten Netzwerk von Partnern "Mindeststandards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften" erarbeitet. Diese Mindeststandards sind jetzt veröffentlicht und bilden erstmals eine bundesweit einheitliche Grundlage, um den Schutz von Kindern, Jugend-lichen und Frauen vor Gewalt sowie den Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung in Flüchtlingsunterkünften zu verbessern.


"Wir müssen alles dafür tun, damit Kinder, Jugendliche und Frauen in den Flüchtlingsunterkünften geschützt sind und sich sicher fühlen. Ich danke allen Partnern dafür, dass wir für diesen Schutz jetzt ganz praktische Anforderungen formuliert haben, die alle Unterkünfte einhalten sollten", erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. "Darüber hinaus halte ich eine bundesgesetzliche Regelung für erforderlich, die Träger von Flüchtlingsunterkünften zur Entwicklung, Anwendung und regelmäßigen Überprüfung genau solcher Schutzkonzepte verpflichtet. Dazu sind wir in guten Gesprächen mit den Bundesländern", so Schwesig weiter.

Mindeststandards als Leitlinie für Schutzkonzepte

Die aktuell veröffentlichten Mindeststandards sollen als Leitlinien für die Erstellung und Umsetzung von Schutzkonzepten in jeder Form von Flüchtlingsunterkunft gelten und erstrecken sich insbesondere auf die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen bis hin zum Risikomanagement bei Gewalt- und Gefährdungssituationen und dem Monitoring der erzielten Fortschritte. Bei der Entwicklung der Mindeststandards floss das nationale Erfahrungswissen aller beteiligten Organisationen und die internationale Expertise von UNICEF, Plan International Deutschland und Save the Children ein. Fachlich beteiligt waren die Arbeiterwohlfahrt, der bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V., der Paritätische Gesamtverband, der Deutsche Caritasverband e.V., das Deutsche Institut für Menschenrechte, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Deutschland, die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion, die Frauenhauskoordinierung, die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention sowie der Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs.

Quelle: Pressemitteilung BMFSFJ, 27.07.2016

Weitere Beteiligung am 'Ergänzenden Hilfesystem für Betroffene sexuellen Missbrauchs im institutionellen Bereich'

Als elftes, zwölftes und dreizehntes Bundesland beteiligen sich im Rahmen ihrer Verantwortung als Arbeitgeber nun auch die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Hessen am Ergänzenden Hilfesystem (EHS) für Betroffene sexuellen Missbrauchs im staatlichen Bereich. Im nicht-staatlichen Bereich beteiligen sich die katholische und die evangelische Kirche einschließ-lich der Diakonie, die Caritas, der Deutsche Olympische Sportbund, das Deutsche Rote Kreuz, der Deutsche Kinderschutzbund und die Arbeiterwohlfahrt.
Das Ergänzende Hilfesystem von Bund, Ländern und verantwortlichen Institutionen soll diejenigen unterstützen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuellen Missbrauch im institutionellen Bereich erlit-ten haben und noch heute an diesen Folgewirkungen leiden. Die dreizehn Bundesländer erfüllen damit eine zentrale Forderung des Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauchs in Abhängig-keits-und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" (RTKM). Der Bund hat bereits zum 01. Mai 2013 in Umsetzung der Empfehlungen des RTKM als ersten Teil des Ergänzenden Hilfesystems für Betroffene sexueller Gewalt den "Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich" errichtet. Für das Ergänzende Hilfesystem im institutionellen Be-reich stellt der Bund die von ihm für den "Fonds Sexueller Missbrauch" geschaffenen Organisati-onsstrukturen zur Verfügung.
Betroffene von sexuellem Missbrauch können über die Geschäftsstelle des FSM in Berlin subsidiär zu bestehenden Hilfesystemen und Rechtsansprüchen die Übernahme von Sachleistungen bis zu 10.000 Euro beantragen.

Quelle: http://presseservice.pressrelations.de/pressemitteilung/weitere-beteiligung-am-ergaenzenden-hilfesystem-fuer-betroffene-sexuellen-missbrauchs-im-institutionellen-bereich-605401.html

Sexueller Missbrauch in Familien: Länder verweigern Geld für Opferfonds

Der Hilfsfonds für die Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs in Familien steht drei Jahre nach dem Start vor einer ungewissen Finanzierung. Der mit rund 58 Millionen Euro befüllte Fonds für zusätzli-che Therapien und andere Hilfen sei fast leer, sagte der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregie-rung, Johannes-Wilhelm Rörig. Außer Bayern und Mecklenburg-Vorpommern weigerten sich die Bundesländer, in den Fonds einzuzahlen. Der Fonds war ein Ergebnis des Runden Tisches Sexuel-ler Kindesmissbrauch, der als Reaktion auf die Missbrauchsskandale an kirchlichen und staatlichen Schulen sowie anderen Einrichtungen Empfehlungen abgab. Der Bund hat sich mit einem Beitrag von 50 Millionen Euro an dem Fonds beteiligt. Mit dem Geld sollen Erwachsene unterstützt werden, die noch immer unter den sexuellen Übergriffen aus der Kindheit und Jugend leiden, aber bei ihrer Krankenkasse keinen Anspruch auf passende Therapien oder Lebenshilfen haben. Pro Person wird dabei mit bis zu 10.000 Euro kalkuliert. Nach Angaben von Rörig haben sich bis April insgesamt mehr als 5.000 Menschen, die als Kinder und Jugendliche sexuelle Gewalt in ihrer Familie erfuhren, Anträge gestellt. Die Antragsfrist wurde im April verlängert. Allein im vierten Quartal 2015 stellten rund 500 Betroffene einen Antrag, danach stiegen die Zahlen nach bisheriger Schätzung noch wei-ter an. Auch seitens des Bundesfamilienministeriums wird bemängelt, dass 14 Bundesländer nach wie vor nicht bereit seien, sich an dem Fonds zu beteiligen.

Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-05/sexueller-missbrauch-fonds-finanzierung-opferhilfe

Handlungsleitlinien für Kinderschutzkonzepte in Kindertageseinrichtungen

Wie soll eine Kindertagesstätte damit umgehen, wenn in ihrer Mitte gegen die Prinzipien zeitgemäßer Pädagogik und im schlimmsten Fall gegen die Rechte von Kindern verstoßen wird? Solche Fälle stellen Ausnahmen dar, sie haben aber fatale Auswirkungen auf die Kinder und wirken verunsichernd auf das Personal, auf Eltern sowie auf den Träger.

Die von der BAG Landesjugendämter entwickelten Handlungsleitlinien für Kinderschutzkonzepte zur Prävention und Intervention in Kindertageseinrichtungen bieten Teams und Trägern für diese schwierigen Situationen Unterstützung an. Sie zielen darauf ab, sowohl den intervenierenden als auch den präventiven Kinderschutz in Einrichtungen zu optimieren. Sie beschreiben Haltungen, Methoden und Maßnahmen, die dazu beitragen, Grenzverletzungen, Übergriffen und anderen Formen von Gewalt im Kita-Alltag vorzubeugen. Und sie geben Leitungskräften und Teams differenzierte Hinweise, wie mit einem Verdacht oder einer tatsächlich festgestellten Kindeswohlgefährdung durch Personal der Kindertagesstätte professionell und angemessen umgegangen werden kann.

Die BAG Landesjugendämter hofft, dass diese praxisorientierten Leitlinien in den Kindertagesstätten wirksame Impulse setzen werden. Weiter verabschiedeten die Landesjugendamtsleitungen eine Arbeitshilfe, die sich mit der grenzüberschreitenden Unterbringung von Kindern und Jugendlichen aus dem europäischen Ausland im Bundesgebiet befasst. Bei diesen Konsultationsverfahren entscheiden die Landesjugendämter als überörtliche Träger der Jugendhilfe darüber, ob sie der geplanten Unterbringung zustimmen oder ob sie diese verweigern. Die Arbeitshilfe zielt darauf ab, die Praxis bundesweit zu vereinheitlichen und durch eine gleichmäßige Gestaltung im Bundesgebiet dem Schutz und den Interessen der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu dienen. An der Erarbeitung war neben den Fachleuten der Landesjugendämter auch das Bundesamt für Justiz beteiligt.

Der Leiter der länderübergreifenden Arbeitsgruppe "Landesverteilstellen" zur Verteilung der unbegleiteten minderjährigen Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland informierte die Mitgliederversammlung über die aktuellen Schwerpunkte. Ging es nach der Gründung der Arbeitsgruppe zunächst darum, die notwendigen Schritte für die Umsetzung des seit 1. November 2015 in Kraft getretenen Gesetzes einzuleiten, steht nun die Benennung zentraler Problemlagen und die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze im Vordergrund. Aktuelle Diskussionsgegenstände sind bspw. die vielfältigen Problematiken bei der Zusammenführung verwandter Personen oder das Zusammenwirken mit den Ausländerbehörden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes stellte Dr. Thomas Mühlmann von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik in Dortmund an Hand von 13 Kernpunkten vor. Die wissenschaftlichen Untersuchungen ergeben, dass das Bundeskinderschutzgesetz als wichtiger Impulsgeber für die Praxis gewirkt und viele Neuentwicklungen in Gang gesetzt hat. Die Landesjugendamtsleitungen appellieren an die Politik, die Ergebnisse auf Bundesebene nachhaltig weiter zu nutzen. Alle Veröffentlichungen stehen unter www.bagljae.de zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der BAGLJÄ, 23.06.2016

Muster DRK Schutzkonzept

Der DRK Bundesverband hat im Rahmen der für alle Gliederungen geltenden DRK Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kindern, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen ebenfalls eine "Konzeption zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt vorgelegt, die Sie hier finden. Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie zudem auf der Website des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Bei der Erarbeitung eines Träger- oder Einrichtungsspezifischen Schutzkonzeptes können ihnen diese vorliegenden Handreichungen eine gute Orientierung bieten. Wir empfehlen Schutzkonzepte gemeinsam mit dem Träger der Einrichtung und unter Einbezug einer Fachberatung und ggf. einer spezialisierten Beratungsstelle zu erarbeiten.

Herausforderungen und Potenziale der Digitalisierung für die Kinder- und Jugendhilfe

Die aktuelle Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums (BJK) befasst sich mit der Digitalisierung des Alltags. Digitale Medien betreffen als fester Bestandteil der Gesellschaft auch die Kinder- und Jugendhilfe. Fachkräfte, Träger und Politik müssen sich mit den Potenzialen aber auch den Herausforderungen dieser Entwicklung auseinandersetzen. Mit seiner Stellungnahme möchte das BJK einen Dialog anstoßen, der das Bewusstsein für die Digitalisierung und die damit einhergehenden Ambivalenzen schärft.
»Im Zusammenhang mit der medialen Durchdringung des Alltags entstehen dringende Handlungsbedarfe. Es ist Teil der Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen, sich frühzeitig und offensiv mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen« so Mike Corsa, Vorsitzender des Bundesjugendkuratoriums.
Digitale Medien sind Teil der Kinder- und Jugendhilfe geworden. Dabei entstehen durch digitale Kommunikation Möglichkeiten, Zielgruppen zu erreichen, die bisher nicht erreicht werden. Fachsoftware vereinfacht Dokumentation und Fallbearbeitung. Onlineberatung eröffnet für viele einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratungsmöglichkeiten, insbesondere auch bei schambesetzten Themen. Allerdings bergen beispielsweise die gleichzeitig private und dienstliche Nutzung von sozialen Medien wie Apps und Communities, mangelnde Aufklärung über Datenschutz oder technische Standardisierung von fachlichem Handeln Herausforderungen, denen durch professionelle Reflexion und verbindliche Regelungen begegnet werden muss.
Die Stellungnahme »Digitale Medien – Ambivalente Entwicklungen und neue Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe« wendet sich diesen Fragen zu. Das BJK möchte Fachpraxis und Politik gleichermaßen informieren, aufmerksam machen und einen Dialog anstoßen, um mit Digitalisierung angemessen umzugehen. Auf der Homepage www.bundesjugendkuratorium.de steht die Stellungnahme zum Download bereit.
 

Quelle: Pressemeldung des Bundesjugendkuratoriums, Berlin, 16. Juni 2016

Bundesregierung zu Geburtsurkunden von Flüchtlingskindern

Um Geburtsurkunden von Flüchtlingskindern geht es in der Antwort der Bundesregierung (18/9163) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8970). Danach ist der Bundesregierung bekannt, dass es „in Einzelfällen zu Verzögerungen bei der Beurkundung der Geburt eines ausländischen Kindes gekommen ist, weil die Identität der Eltern nicht durch geeignete Dokumente nachgewiesen wurde, obwohl diese aufgrund eines zuverlässigen Urkundenwesens im Herkunftsland der Eltern beschafft werden könnten“. Wie die Regierung weiter ausführt, kann auch bei fehlenden Nachweisen die Geburt des Kindes beurkundet und den Eltern ein beglaubigter Registerausdruck ausgestellt werden, der für den Bezug öffentlicher Leistungen ausreicht.
Quelle: heute im bundestag vom 26.7.2016

Außenwerbe-Verbot für Tabak geplant

Die Vorgaben für den Umgang mit Tabak werden verschärft. Die Bundesregierung legt einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes (18/8962) vor, der über die Umsetzung der EU-Richtlinie für Tabakerzeugnisse hinaus eine »Eindämmung« der durch Tabakkonsum verursachten Gesundheitsschäden zum Ziel hat. Künftig soll die Außenwerbung für Tabakerzeugnisse verboten werden. Entsprechende Werbung dürfe in Kinoaufführungen nur noch laufen, wenn der Film die Alterseinstufung »Keine Jugendfreigabe« erhalten hat. Zudem soll die kostenlose Abgabe von Zigaretten, Tabak zum Selbstdrehen und Wasserpfeifentabak untersagt werden. Andere Rauchtabakerzeugnisse, rauchlose Tabakerzeugnisse sowie elektronische Zigaretten oder Nachfüllbehälter sollen künftig nur noch innerhalb von Geschäftsräumen kostenlos abgegeben werden dürfen. Die für nikotinhaltige elektronische Zigaretten geltenden Mitteilungspflichten sollen außerdem auch auf nikotinfreie E-Zigaretten und Nachfüllbehälter ausgeweitet werden. Begründet wird die Maßnahmen damit, dass auch in den nikotinfreien E-Zigaretten nachgewiesene gesundheitsschädliche Substanzen enthalten seien.

Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 404, Berlin, 01. Juli 2016

Der Hass im Netz ist zum gesamtgesellschaftlichen Problem geworden

Das Internet ist längst zu einer der wichtigsten Quellen für die Meinungsbildung geworden. Gegenwärtig ist allerdings zu beobachten, dass sich im Netz zunehmend Hetze und Diskriminierung verbreiten. Eine aktuelle Forsa-Umfrage, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) in Auftrag gegeben wurde, zeigt nun die große Tragweite, die Hasskommentare im Netz mittlerweile aufweisen.
So geben rund zwei Drittel aller befragten Personen an, bereits mit Hassbotschaften in sozialen Netzwerken, Internetforen oder Blogs konfrontiert worden zu sein. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen haben sogar 91 Prozent schon Erfahrungen mit Hass im Netz gemacht.
Hate Speech ist damit zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem geworden. Und das, obwohl die Gruppe derjenigen, die im Netz bereits schon hasserfüllte Kommentare geschrieben hat, laut den Umfragedaten lediglich ein Prozent umfasst.
Deutliche Unterschiede zeigen sich dabei, wie Menschen mit Hate Speech umgehen. Rund die Hälfte der befragten Personen gibt an, Hassbotschaften einfach zu ignorieren. Ein Drittel hat sich nach eigener Auskunft schon näher mit einem Hasskommentar beschäftigt, hat ihn gelesen, sich etwa das Profil des Verfassers angesehen oder mit anderen darüber gesprochen. Gemeldet haben einen Hasskommentar bei den entsprechenden Portalen 20 Prozent der Befragten.
In einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage wurden im Juni 2016 insgesamt 2.044 Bundesbürger ab 14 Jahren online befragt.
Weitere Ergebnisse der Forsa-Umfrage und Informationen zur LfM-Medienversammlung 2016 erhalten Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Düsseldorf, 23. Juni 2016

Legal Highs per Mausklick: Jahresbericht von jugendschutz.net warnt vor gefährdenden Angeboten

›Beach Party‹, ›Crazy Monkey‹ oder ›Unicorn Magic Dust‹ – mit coolen Namen und jugendaffiner Aufmachung werden psychoaktive Substanzen, getarnt als Kräutermischungen oder Badesalze, im Internet verherrlicht. Das rheinland-pfälzische Jugendministerium und die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) weisen anlässlich der Vorstellung des aktuellen Berichts von jugendschutz.net auf die Gefährlichkeit der sogenannten Legal Highs und deren große Relevanz für den Jugendschutz hin.
Legal Highs werden im Internet als Alternativen zu verbotenen Substanzen wie Ecstasy verkauft. Die Online-Shops sind über Suchmaschinen leicht zu finden. Sie bewerben ihre Produkte oft über soziale Netzwerke oder bieten dort kostenlose Proben an, obwohl der Konsum der Stoffe hohe Gesundheitsrisiken birgt und sogar zum Tod führen kann.
Andreas Fischer, der Vorsitzende der KJM, kritisiert die Verherrlichung von Legal Highs in Online-Shops und im Social Web. »Wenn Jugendliche im Internet zum Drogenkonsum animiert und die negativen Folgen verharmlost oder verschwiegen werden, kann die Entwicklung dieser Jugendlichen schwer gefährdet werden.« Die KJM habe bereits auf Basis der Recherchen von jugendschutz.net erste Aufsichtsverfahren gegen deutsche Anbieter von Webshops eingeleitet, die Legal Highs zur Alltags- und Stressbewältigung anpreisen. Die KJM begrüße auch das aktuelle Gesetzesvorhaben des Bundes, wodurch der Vertrieb neuer psychoaktiver Stoffe verboten wird.
Bei mehr als 30.000 Websites, Apps und Beiträgen im Social Web, die gesichtet wurden, musste jugendschutz.net rund 6.100 Jugendschutzverstöße feststellen. Die häufigsten Verstöße bezogen sich auf Pornografie (26%) und Darstellungen der sexuellen Ausbeutung von Kindern (19%). In 51% der Fälle konnte jugendschutz.net die schnelle Löschung über Kontakte zu Anbietern und Betreibern erreichen und aufwändige Verfahren vermeiden. Rund 120 deutsche Fälle gab jugendschutz.net an die KJM ab, die dazu Aufsichtsverfahren einleitete.
Der Jahresbericht 2015 steht auf der Webseite von jugendschutz.net zum Download bereit.

Quelle: Pressemitteilung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), Mainz, 20. Juni 2016

Stellungnahme des Betroffenenrats zu von Hentigs Buch „Noch immer Mein Leben“

Der Betroffenenrat ist empört über die Veröffentlichung dieser 1.400 Seiten umfassenden Rechtfertigungsschrift von Hartmut von Hentig „Noch immer Mein Leben“. Dass ein Verlag diesem Machwerk in dieser Weise Raum gegeben hat, ist uns unverständlich. Auch wenn sich die Frage stellt, ob man von Hentig mit jeder weiteren Stellungnahme nicht eine mediale Aufmerksamkeit gibt, die für Betroffene und Überlebende sexuellen Missbrauchs unerträglich ist, so ist das Buch doch zu symptomatisch, naiv und gefährlich gleichermaßen, als dass wir gerade als Betroffene hierzu schweigen könnten. Viele Äußerungen von Hentigs diffamieren Betroffene – und verletzen sie erneut in ihrer Integrität. Hierzu wollen und müssen wir Stellung beziehen und aufklären.

Die Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen, Universitäten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, brauchen eine ernsthafte, ehrliche und schonungslose Debatte über sexuellen Kindesmissbrauch, über dessen Ursachen und über die Strategien seines Verschweigens! Endlich! Jetzt!

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier.

Quelle: Stellungnahme des Betroffenenrats, Fachgremium beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), zu Hartmut von Hentigs Buch „Noch immer Mein Leben“, Wamiki Verlag, Berlin 2016, vom 21.7.2016

 Tipps und Links

Kein Raum für Missbrauch - Schutzkonzepte an Schulen

Schule – die große Chance für den Kinderschutz

Bildungseinrichtungen nehmen für die Entwicklung von Konzepten zum Schutz vor sexueller Gewalt die zentrale Stellung ein. Schule hat neben dem Bildungsauftrag einen eigenen Erziehungsauftrag, und der Schutz vor sexueller Gewalt ist Teil dieses Erziehungsauftrags. Ein schulisches Schutzkonzept soll nicht nur Missbrauch in der Schule verhindern, sondern insbesondere dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler, die andernorts sexuellen Missbrauch oder Übergriffe erleiden, hier ein kompetentes, verstehendes und helfendes Gegenüber finden. Da nahezu alle Kinder und Jugendliche über einen langen Zeitraum ihrer Kindheit und Jugend Schulen besuchen, ist die Chance, dass betroffene Mädchen und Jungen dort Hilfe erhalten können, größer, als an jedem anderen Ort, jeder anderen Einrichtung oder Organisation. Nirgends gibt es einen durchgängigeren Zugang zu Kindern und Jugendlichen als im Unterricht und pädagogischen Alltag von Schule. Lehrkräfte und andere Pädagoginnen und Pädagogen in Schulen haben viele Möglichkeiten, Veränderungen ihrer Schülerinnen und Schüler zu bemerken, Gefährdungen und Belastungen zu erkennen und ihnen Unterstützung anzubieten.
Und noch ein weiterer Aspekt unterstreicht die Bedeutung von Schutzkonzepten in Schulen: Erfolgreiche Bildung und Kinderschutz sind untrennbar miteinander verknüpft. Mädchen und Jungen, die sexuelle oder andere Gewalt erleben, tragen ein hohes Risiko für schulischen Misserfolg und in der Folge für berufliches Scheitern. Aus diesem Grund gilt aktiver Kinderschutz gerade in Schulen als handlungsleitend.

Angesichts der großen Bedeutung von Schule für den Schutz vor sexueller Gewalt hat der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs hier einen Arbeitsschwerpunkt gesetzt, um die Schulen im Sinne der „Handlungsempfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Vorbeugung und Aufarbeitung von sexuellen Missbrauchsfällen und Gewalthandlungen in Schulen und schulnahen Einrichtungen“ zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit den Bundesländern wird derzeit eine Infomappe und Online-Plattform „Schule gegen sexuelle Gewalt“ entwickelt, die ab Herbst 2016 allen Schulen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden.

NEST-Material für Fachkräfte zur Unterstützung ihrer Arbeit mit Familien

Das NEST-Material wurde speziell für die Arbeit der Fachkräfte in den Frühen Hilfen mit den Familien entwickelt. Es besteht zum einen aus Arbeitsblättern, die die Fachkräfte mit den Familien bearbeiten und die bei den Familien verbleiben. Zum anderen aus Hintergrundinformationen, die den Fachkräften den Einsatz des Materials erleichtern.

Der Begriff NEST steht für eine Umgebung, in der Kinder gesund, geborgen und sicher aufwachsen können. Das NEST-Material dient dem präventiven Ansatz der Frühen Hilfen. Mit ihm können Fachkräfte Familien darin unterstützen, ihren Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.
NEST deckt ein breites Spektrum an Themen der Frühen Hilfen ab, die für Familien von der Schwangerschaft bis zum Ende des zweiten Lebensjahres wichtig sind. Die Inhalte sind speziell auf bildungsferne Familien zugeschnitten. Texte, Grafiken und Papier entsprechen den Regeln der Leichten Sprache. Alle Arbeitsblätter für Familien sind von Expertinnen und Experten für Leichte Sprache geprüft worden. Dies sind speziell geschulte Fachkräfte sowie Nutzerinnen und Nutzer, die auf die Leichte Sprache angewiesen sind. Insesondere dieses Material nutzen Fachkräfte bereits für die Arbeit mit Geflüchteten Familien. Die Leichte Sprache ist im Vergleich zu anderen Informationen in deutscher Sprache besser verständlich. Die vielen Abbildungen helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Informationen zur Arbeit mit NEST in Familien, die nach Deutschland geflüchtet sind, finden Sie hier in Form von Fragen und Antworten zusammengestellt.

NEU: NEST Erweiterungsset erschienen

Mit dem Erweiterungsset kommen 54 neue Arbeitsblätter zum NEST-Ordner hinzu – damit begleiten sie das Elternwerden jetzt auch im dritten Lebensjahr des Kindes. Das Erweiterungsset umfasst auch die aktualisierten Versionen zum Austauschen. Ein Poster bietet eine Übersicht über nun insgesamt 265 Arbeitsblätter.

Flyer „Wer hilft mir helfen - UBSKM mit dem Zentralrat der Muslime in Deutschland

Der Flyer „Wer hilft mir helfen?“ den der UBSKM mit dem Zentralrat der Muslime in Deutschland entwickelt hat liegt in mehreren Sprachen vor und ist abrufbar unter: https://store.kein-raum-fuer-missbrauch.de/ubk/UserContentStart.aspx

Expert*inneninterviews zu Kinderschutzthemen im Video

Auf der Website der Kinderschutz-Zentren finden Sie eine Reihe von Expert*innen-Interviews zu Themen wie z.B. Kooperation im Kinderschutz, Sexualerziehung in der Kita oder Kinderarmut. Die Kinderschutz-Zentren bieten zudem zahlreiche qualitativ gute Fortbildungen und Fachkongresse zu Kinderschutzthemen an.

Das Gesundheitswesen als elementarer Bestandteil der Frühen Hilfen: Möglichkeiten der systematischen Zusammenarbeit im Netzwerk

Eine Voraussetzung für gelingende Kooperation ist das Wissen der Netzwerkpartnerinnen und -partner um die Handlungslogiken der verschiedenen Hilfesysteme. Dann können sie ihre Aktivitäten so aufeinander ausrichten und verknüpfen, dass sie Familien mit ihrem jeweiligen Fachwissen bestmöglich unterstützen. Prof. Dr. Geene erläutert im vierten Beitrag der Online-Reihe „Impulse zur Netzwerkarbeit Frühe Hilfen“ die verschiedenen Leistungen von Akteuren des Gesundheitswesens rund um die Geburt und in der Phase der frühen Kindheit. Er gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Aufgaben der Gesundheitsangebote und beschreibt, wie Vernetzung gelingen kann. Den Beitrag finden Sie hier.

2. Auflage: „So registrieren Sie Ihr neugeborenes Kind – Informationen für Geflüchtete“

Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte hat jetzt das Infoblatt „So registrieren Sie Ihr neugeborenes Kind – Informationen für Geflüchtete“ in 2. Auflage veröffentlicht. Das Infoblatt wurde nach Gesprächen mit dem Berliner Senat angepasst und für die Praxis in Berliner Standesämtern optimiert. Es zeigt nun einen geeigneten Weg zur Registrierung auf.
Zielgruppen sind geflüchtete Frauen oder Eltern, die eine Berliner Geburtsklinik aufsuchen, aber auch an Geburt, Vorsorge und Registrierung beteiligte Fachkräfte, auch in den Standesämtern. Das Infoblatt erscheint auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi. Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention hat die Informationen gemeinsam mit dem Berliner Hebammenverband und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. entwickelt und stellt sie Kliniken, Vorsorgeeinrichtungen sowie Standesämtern zur Auslage zur Verfügung.
Können Eltern eines Neugeborenen nicht alle notwendigen Unterlagen für die Ausstellung einer Geburtsurkunde vorlegen, steht ihnen ein Auszug aus dem Geburtenregister (§ 35 Abs. 1 PStV) zu, der ebenfalls ein offizielles Dokument ist. Bis der Auszug aus dem Geburtenregister ausgestellt ist, haben die Eltern Anspruch auf eine Bescheinigung, dass die Geburt angezeigt wurde (§ 7 Abs. 2 PStV). Diese kann bereits für Leistungsanträge genutzt werden.
„Es gibt viele Schwierigkeiten bei der Ausstellung einer Geburtsurkunde, wenn Eltern nicht direkt alle notwendigen Unterlagen vorlegen können. Doch es kann nicht angehen, dass Neugeborene deswegen über Monate hinweg unregistriert bleiben und damit für die Behörden nicht existieren“, so Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention. „Die UN-Kinderrechtskonvention mit ihrem Vorrang des Kindeswohls und ihrer Forderung nach einer unverzüglichen Registrierung macht hier klare Vorgaben“.
Dass die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention auch für alle Standesämter in Deutschland bindend sind, hat die Bundesregierung in ihrer Vorbemerkung der gerade erschienenen Antwort auf die Kleine Anfrage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Geburtsurkunden von Flüchtlingskindern“ (BT-Drs. 18/9163) bekräftigt. Darin macht die Bundesregierung deutlich, dass die Beurkundung einer Geburt in angemessener Frist zu erfolgen hat. Hinsichtlich des Grundsatzes der unverzüglichen Beurkundung (Artikel 24 Absatz 2 UN-Zivilpakt, Artikel 7 Absatz 1 UN-Kinderrechtskonvention) seien Zeiträume von Tagen und Wochen zwischen Geburt und Registrierung als „unverzüglich“ im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention anzusehen. „Das ist eine sehr konkrete Frist für die Ausstellung eines Auszugs aus dem Geburtenregister, wenn die notwendigen Unterlagen für eine Geburtsurkunde fehlen“, so Claudia Kittel. Die Länder sollten hier Re gelungen schaffen und somit dafür Sorge tragen, dass Neugeborene von Eltern ohne Papiere „unverzüglich“ im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention registriert werden. „Wünschenswert wäre, dass sämtliche Bundesländer einen solchen Wegweiser für geflüchtete Menschen erstellen und diesen in möglichst vielen Sprachen verbreiten“, so die Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention weiter.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist mit dem Monitoring der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention betraut worden und hat hierfür die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention eingerichtet. Die Monitoring-Stelle soll die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention durch Deutschland unabhängig beobachten und überwachen.
Informationen für Geflüchtete „So registrieren Sie Ihr neugeborenes Kind“ auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi unter http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/kinderrechte/

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/kinderrechte/
Quelle: Presseinformation des Deutschen Instituts für Menschenrechte vom 20.7.2016

Durchblick. Informationen zum Jugendschutz

Die Publikation »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz« umfasst sechs Arbeitshefte zu den Themenfeldern Jugendschutz, Jugendschutzrecht, Jugend und Alkohol, Medien/Jugendmedienschutz/Förderung der Medien-kompetenz sowie eine Übersicht der wichtigsten Adressen/Ansprechpartner und ein Glossar mit ausgewählten Grundbegriffen aus dem Spektrum des Kinder- und Jugendschutzes.

Mit der Handreichung wird eine praxisorientierte Einführung zum Thema Jugendschutz gegeben, Themenschwerpunkte und Handlungsoptionen werden aufgezeigt, Ziele, Motive und Begründungen eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutzes dargestellt sowie die Strukturen, Organisationen und Zuständigkeiten erläutert. Zielsetzung ist neben der Vermittlung von Wissen über den Kinder- und Jugendschutz, die Unterstützung der Praxis und die Anregung zur Reflexion.

Der Ordner »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz« ist kostenlos, auch in höherer Stückzahl erhältlich. Lediglich die anfallenden Portokosten werden in Rechnung gestellt. Mehr Informationen zur Publikation und den Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.

FSM mit modernem Corporate Design für modernen Jugendmedienschutz

Ab sofort steht unter www.fsm.de ein weiteres nutzerfreundliches, zielgruppengerecht aufbereitetes und vor allem für die mobile Nutzung optimiertes Informationsportal zur Verfügung. Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) bietet dort Informationen über aktuelle mediale Phänomene, z.B. Hate Speech oder Live-Streaming. Darüber hinaus kann man sich über die Bekämpfung von illegalen Onlineinhalten, z.B. Kinderpornografie oder Volksverhetzung, informieren. Darüber hinaus bietet die neue Website einen großen Ratgeberbereich über digitale Medienbildung (www.fsm.de/de/ratgeber) mit Informationen für Eltern, Pädagog/inn/en sowie Kinder und Jugendliche. Weiterhin zeichnet sich die Seite über ein breites allgemeines Informationsangebot zu aktuellen und wichtigen Fragen zum Jugendmedienschutz aus (www.fsm.de/de/expertenwissen). Selbstverständlich ist auch die Beschwerdestelle für Onlineinhalte in die neue Website integriert (www.fsm.de/de/beschwerdestelle/inhalte-melden). Hier können illegale Inhalte gemeldet werden.
Quelle: Pressemeldung der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), Berlin, 15. Juni 2016

Zartbitter veröffentlicht neue Broschüren gegen Gewalt

Alle Jungen haben Rechte: Informationsbroschüre für Jungen von 10 bis 99 Jahre: Auf die Broschüre „Alle Jungen haben Rechte“ warten viele pädagogische Fachkräfte seit dem Erscheinen der stark nachgefragten Broschüre „Alle Mädchen haben Rechte“ vor fünf Monaten. Doch uns Mitarbeiter*innen von Zartbitter Köln war es wichtig, auch diese Broschüre über die Rechte von Jungen sehr sorgfältig vorzubereiten. Die abgebildeten Illustrationen haben sie zunächst im Netz evaluiert, die mehr als 200.000 Reaktionen ausgewertet, um die für männliche Jugendliche wichtigen Themenstellungen herauszufiltern und bei der Überarbeitung der Illustrationen zu berücksichtigen. Anschließend haben Kollegen aus Fachberatungsstellen gegen sexuelle Gewalt weitere Verbesserungsvorschläge gemacht.


Die Broschüre vermittelt Jungen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund Informationen über ihre Rechte (zum Beispiel auf Schutz vor sexueller Belästigung, gewaltfreie Erziehung, auf Ruhe) und gibt zugleich Orientierung über gesellschaftlich anerkannte Normen (zum Beispiel, dass Diebstahl strafbar ist, niemand Jungen bedrohen und erpressen darf und jeder das Recht hat, respektvoll behandelt zu werden). Die Illustrationen sind sehr aussagestark, so dass die Broschüre auch ohne Sprachkenntnisse verständlich ist.

Die Broschüren sind hier zu beziehen.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de


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