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Newsletter
Kinder- und Jugendschutz
Newsletter Kinder- und Jugendschutz April 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Leser*innen,

heute erhalten Sie wieder aktuelle Informationen rund um das Thema "Kinder- und Jugendschutz". Besonders hinweisen möchte ich auf die geplante Tagung im November, merken Sie sich bitte jetzt schon den Termin vor!

Eine interessante Lektüre wünscht

Juliane Ostrop, Referentin "Schutz vor sexualisierter Gewalt"

 Aktuelles aus dem DRK

Leitfaden „Aus Respekt. Gemeinsam stark gegen sexualisierte Gewalt.“

Der Landesverband Rheinland-Pfalz hat den Leitfaden „Aus Respekt. Gemeinsam stark gegen sexualisierte Gewalt.“ als Ergebnis eines 2-jährigen Projekts präsentiert. Er kann in der Druckfassung ab sofort bei Kathrin Möller (Mail: K.Moeller@lv-rlp.drk.de) bezogen werden. Ein Exemplar kostet 5€ pro Stück; Bestellung ab 10 Stück 4€/Stk; ab 20 Stück – 3€/Stk., zzgl. Versandkosten.

Online einsehbar ist der Leitfaden hier.

Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften

Das DRK beteiligt sich aktiv an Maßnahmen der Bundesregierung zur Förderung des Schutzes von Kindern, Jugendlichen und Frauen. Zum einen im Rahmen des UNICEF-Projektes "Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften", zum anderen im Kontext des Programmes für Frauen mit Fluchterfahrungen und besonders Schutzbedürftigen der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Weiterhin hat der Bundesverband den Gliederungen Handreichungen zum Schutz von Menschen in Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung gestellt.

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Juliane Ostrop.

Save the Date: Tagung Kinderschutz 9./10.11.2016

Am 9./10.11.2016 findet für alle Interessierten aus der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe eine Tagung zum Kinderschutz in Berlin statt. Inhaltlich wollen wir uns mit aktuellen Entwicklungen im Kinderschutz, dem Umgang mit erzieherischer Macht und dem migrationssensiblen Kinderschutz beschäftigen. Eine Einladung mit Programm wird vor der Sommerpause bekannt gegeben.

 Aus der Fachpolitik

Frist für "Fonds Sexueller Missbrauch" im familiären Kontext aufgehoben

Betroffene sexuellen Missbrauchs im Kindes- oder Jugendalter (familiärer Kontext) können über den 30. April 2016 hinaus Anträge auf Hilfeleistungen aus dem Ergänzenden Hilfesystem an die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch richten.

Eine Verlängerung für das "Ergänzende Hilfesystem" (EHS) für Betroffene, die Missbrauch in Institutionen erlitten haben, hat das BMFSFJ bisher noch nicht in Aussicht gestellt. Die Antragsfrist soll weiterhin am 31.8.2016 enden. Das DRK beteiligt sich am EHS.

Weitere Informationen auf der Webseite des Fonds sexueller Missbrauch.

Bauliche Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften

In vielen deutschen Flüchtlingsunterkünften sind Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch nicht ausreichend geschützt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die KfW unterstützen deshalb die Kommunen bei der Finanzierung entsprechender baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften. Ab sofort stehen Städten und Gemeinden Darlehen für Investitionen in den Neu- und Umbau sowie für den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften zur ausschließlichen Nutzung durch Frauen und Kinder zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Umsetzung baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften mit gemischter Belegung gefördert. Für diese Sonderförderung nutzt die KfW ihr bestehendes Programm Investitionskredit Kommunen (IKK). Kreditlaufzeit und Zinsbindung betragen 10 Jahre bei einem Zinssatz von aktuell einheitlich 0,0 % p.a. Insgesamt stehen bis zu 200 Millionen EUR zur Verfügung.

Die Kredite für die Städte und Gemeinden werden in der Reihenfolge der Antragseingänge zugesagt. Hinweise zu den Einzelheiten des Programms finden Kommunen auf www.kfw.de/flüchtlingshilfe

Forschungsprojekt zu Präventionsmaterialien gegen sexualisierte Gewalt

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen führt ein neues Forschungsprojekt mit dem Titel "Präventionsmaterialien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Themenbereich Sexualisierte Gewalt. Systematische Zusammenstellung und Entwicklung eines dynamischen Bewertungssystems zur Qualitätssicherung" (kurz: DynBPSG) durch.

Das Angebot an Kinder- und Jugendbüchern, Arbeitsblättern für den Unterricht und weiteren Materialien für die Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt ist vielfältig. Doch was zeichnet gute Präventionsmaterialien aus? An welchen Qualitätsmaßstäben können sich Pädagoginnen und Pädagogen orientieren und welche Materialien eignen sich für welche Zielgruppe? Bisher gibt es im deutschsprachigen Raum kein Bewertungssystem für die Beurteilung der Qualität von Präventionsmaterialien. An diesen Bedarf aus der Praxis knüpft das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt "Präventionsmaterialien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Themenbereich Sexualisierte Gewalt. Systematische Zusammenstellung und Entwicklung eines dynamischen Bewertungssystems zur Qualitätssicherung" an.

Unter Einbeziehung des Webauftrittes des Fördervereins Kinderschutzportal e.V. werden für die Darstellung der Projektergebnisse neue Webseiten entstehen sowie in das bestehende Onlineportal integriert, die eine systematische Sammlung von Präventionsmaterialien, eine Auswahl bewerteter Materialien sowie die entwickelten Kriterien zur eigenständigen Bewertung von Präventionsmaterialien präsentieren.

E-Shishas: Klare Regeln im Jugendschutz

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgelegte Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas ist in Kraft getreten. Damit werden die Abgabe- und Konsumverbote des Jugendschutzgesetzes und des Jugendarbeitsschutzgesetzes für Tabakwaren auf E-Zigaretten und E-Shishas ausgedehnt. Zudem wird sichergestellt, dass die Abgabeverbote von Tabakwaren, E-Zigaretten- und E-Shishas an Kinder und Jugendliche auch im Wege des Versandhandels gelten.

BMFSFJ-Pressemitteilung Nr. 027/2016

Neuausrichtung der Präventionsinitiative „Kein Raum für Missbrauch“

Die umfangreiche Website www.kein-raum-fuer-missbrauch.de mit vielen Informationen sowie kostenfreien Materialien – wie Flyern und Plakaten mit Fragestellungen wie „Wie nah ist zu nah?“ oder „Wer hilft mir helfen?“ – sollen Einrichtungen und Organisationen dabei unterstützen, Schutzkonzepte einzuführen und zu wissen, was sie im Verdachtsfall tun können. Aktuell entwickelt der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, mit Präventionsfachleuten und mit Unterstützung der Kultusministerkonferenz im Rahmen von „Kein Raum für Missbrauch“ die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“. Sie wird voraussichtlich im Herbst 2016 mit einem Online-Portal sowie modularen und auch länderspezifischen Informationen bundesweit starten.

 

 

 Veranstaltungen

E-Learning-Kurse in Traumapädagogik, Traumatherapie und Entwicklung von Schutzkonzepten

Institutionen und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, stehen tagtäglich vor der Herausforderung, Kindern und Jugendlichen einen sicheren Schutzort zu bieten. In diesem Zusammenhang entwickelt derzeit das Universitätsklinikum Ulm vier E-Learning-Kurse zur ergänzenden Qualifikation in Traumapädagogik, Traumatherapie und Entwicklung von Schutzkonzepten und Analyse von Gefährdungsrisiken in Institutionen (https://ecqat.elearning-kinderschutz.de/).

Das zentrale Anliegen der Online-Kurse „Schutzkonzepte und Gefährdungsanalyse“ (https://schutzkonzepte.elearning-kinderschutz.de/) sowie "Kinderschutz in Institutionen - ein Kerncurriculum für Leitungs- und Führungskräfte" (https://leitung.elearning-kinderschutz.de/) ist, die Kursteilnehmer*innen darin zu unterstützen, ihre Einrichtung zu einem Schutzort für die ihr anvertrauten Kinder und Jugendliche zu machen. Dazu gehören z.B. die Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit, die genaue Analyse einrichtungsspezifischer Faktoren, die den Schutz von Kindern und Jugendlichen gefährden, sowie eine passgenaue Implementation von Schutzkonzepten. Diese Themen werden in den Online-Kursen fachlich fundiert, praxisbezogen und anschaulich dargestellt.

Im Oktober 2015 hat bereits eine erste Testkohorte mit der Kursbearbeitung gestartet, an der auch zwei Referentinnen aus dem Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe teilnehmen. Für den nächsten Starttermin im Oktober 2016 kann man sich als Interessent*in erfassen lassen. Sie können sich hierfür bis zum 17.7.2016 auf folgendem Link https://leitung.elearning-kinderschutz.de/local/interesteds/interesteds.php in eine Interessentenliste eintragen. Alle weiteren Informationen zu einer möglichen Kursteilnahme finden Sie unter dem oben genannten Link.

 Links und Literatur

Expertise „Häufigkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch"

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat die Expertise „Häufigkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch – Internationale Einordnung, Bewertung der Kenntnislage in Deutschland, Beschreibung des Entwicklungsbedarfs“ und einen „Forderungskatalog Forschung“ vorgestellt.
Bisher fehlt es in Deutschland an validen Zahlen zur Häufigkeit von sexuellem Missbrauch oder zur Differenzierung nach Geschlecht. Ein Vergleich der vorliegenden Hell- und Dunkelfeldstudien ist aufgrund unterschiedlicher Definitionen und Studiendesigns kaum möglich, Entwicklungen und Tendenzen, ob Missbrauch zu- oder abnimmt und welche Faktoren hier möglicherweise eine Rolle spielen, sind so kaum zu benennen.

Weitere Informationen zu den Expertisen erhalten Sie hier.

Zanzu: Mein Körper in Wort und Bild

Zanzu ist ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Sensoa, dem Flämischen Expertenzentrum für Sexuelle Gesundheit. Das multilinguale Onlineangebot bietet anschauliche Informationen zu sexueller Gesundheit und erleichtert damit die Kommunikation über sensible Themen. Das Webportal gibt in 13 Sprachen einfache Erklärungen zu den Themenfeldern Körperwissen, Schwangerschaft und Geburt, Verhütung, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Zudem erklärt es die Rechte und Gesetze in Deutschland. Dabei richtet es sich vor allem an Migrant*innen, die noch nicht lange in Deutschland leben. Diese Personengruppen machen in Deutschland einen zunehmenden Anteil der Bevölkerung im reproduktiven Alter aus.

www.zanzu.de

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Sabine Urban
Kinderhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de


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