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Newsletter
Jugendhilfe
Newsletter Jugendhilfe Oktober 2015
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sie erhalten heute den Newsletter Jugendhilfe für den Monat Oktober. Mit diesem Newsletter möchten wir Frau Peggy Ziethen zumindest vorübergehend aus dem Themenfeld Jugendsozialarbeit verabschieden und ihr an dieser Stelle für die jahrelange engagierte Arbeit danken. Frau Ziethen ist weiterhin im Generalsekretariat tätig, nun aber hauptsächlich im Team Jugendrotkreuz. Im Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe ist sie allerdings weiterhin Ansprechpartnerin für Förderanträge für die Aktion Mensch.

Sollten Sie Anregungen oder Themenvorschläge für unseren Newsletter haben, nehmen wir diese gerne auf. 

Rüdiger Fritz und Oliver Trisch

 Neues aus dem DRK

Diskussionspapier zur Weiterentwicklung des SGB VIII

Die Bundesregierung will das SGB VIII im Rahmen einer "Großen Lösung" bzw. "Inklusiven Lösung" weiterentwickeln. Das DRK hat aus diesem Anlass ein Diskussionspapier erarbeitet, in das sowohl die Herausforderungen einer neuen Ausrichtung des Gesetzes als auch die Stärkung der bestehenden Regelstrukturen eingeflossen sind. Das Papier wurde mit den Landesverbänden abgestimmt und dem BMFSFJ überreicht.

Das Diskussionspapier ist auf unserer Webseite abrufbar

 Fachpolitische Neuigkeiten

Beiträge zur Jugendsozialarbeit - Jugendsozialarbeit im ländlichen Raum

Mobilität in den ländlichen Regionen Deutschlands ist für die Jugendsozialarbeit kein neues, aber doch sehr aktuelles Thema. Demografiewandel und Abwanderung junger Menschen in die Städte aufgrund von fehlenden Ausbildungs- und Arbeitsperspektiven stellen auch die Fachkräfte der Jugendsozialarbeit vor die Herausforderung, ihre Angebote zu verändern und im Sinne des Anspruchs "Ausbildung für alle jungen Menschen ermöglichen" neue Kooperationen einzugehen und innovative Methoden auszuprobieren.

Die Ausgabe 5 der "Beiträge zur Jugendsozialarbeit" finden Sie hier zum Download oder auf der Internetseite des Kooperationsverbunds: http://www.jugendsozialarbeit.de/start Dort können die Ausgaben auch als Druckexemplare bestellt werden.

Empfehlungen für eine rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. gibt Empfehlungen für die systematische Förderung junger Menschen am Übergang Schule – Beruf heraus. Arbeitsagenturen, Jobcenter und Träger der Jugendhilfe müssen besser kooperieren, damit Jugendliche nicht durch das System fallen. Der Deutsche Verein empfiehlt daher den Auf- bzw. Ausbau einer systematischen Zusammenarbeit der Arbeitsagenturen, Jobcenter und Träger der Jugendhilfe in möglichst allen Kommunen. Erfahrungen aus der Vielfalt bereits bestehender lokaler Kooperationen verdeutlichten, dass mit einem umfassend gespannten Netz jungen Menschen effektiver geholfen werden kann. 

Die vollständigen Empfehlungen sind unter www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2014/dv-31-14-schule-beruf.pdf abrufbar.

AGJ veröffentlicht Diskussionspapier zu Kinderarmut und Familienpolitik

Laut aktueller Studien wächst rund jedes sechste Kind in Deutschland in Armut auf. Für über die Hälfte dieser Kinder ist Armut keine Episode in ihrem Leben, sondern ein anhaltendender Normal- oder Dauerzustand. Auffallend ist vor allem, dass die Armutsbetroffenheit von Kindern abhängig von der Familienform ist, in der die Kinder aufwachsen und leben: Kinder aus Haushalten von Alleinerziehenden, Mehrkindfamilien oder Familien mit Migrationshintergrund sind laut amtlicher Statistik häufiger von Armut betroffen, als solche aus Paarfamilien mit einem oder zwei Kindern. Mit dem Diskussionspapier „Kinderarmut und Familienpolitik in Deutschland – eine fachpolitische Einordnung“ wird das erhöhte Armutsrisiko insbesondere dieser Kinder und ihrer Familien kritisch betrachtet.

Das Diskussionspapier zum Download

Abbrüche von stationären Hilfen und Verschiebebahnhöfe vermeiden

Im Fokus des Diskussionspapieres der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) steht die Fragestellung, wie Abbrüche von stationären Hilfen und Verschiebebahnhöfe vermieden werden können. Da der grundsätzliche Dissens zum rechtlichen und fachlichen Verständnis von Freiheitsentziehenden Maßnahmen nicht auflösbar ist, wird dieser zwar angesprochen, jedoch nicht weiter vertieft. Das Diskussionspapier geht auf die Hilflosigkeit des Systems in Hinblick auf die Frage ein, wie auf manche „schwierige" Kinder und Jugendliche zu reagieren sei bzw. welche Konzepte hilfreich wären. In diesem Zusammenhang werden notwendige Weiterentwicklungsnotwendigkeiten, z. B. in Bezug auf die Qualifizierung von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe und sinnvolle Kooperationen mit anderen Systemen aufgewiesen.

Die Schnittstelle von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendhilfe

Die AGJ möchte mit den Fachgesellschaften und Verbänden der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in einen partnerschaftlichen Dialog treten. Ausgehend von den Schnittstellen beider Systeme, soll es um die Handlungsbedarfe für kooperative Unterstützungs- und Behandlungsmodelle gehen. So soll das gemeinsame Ziel vorangetrieben werden, die Kompetenzen junger Menschen zu stärken, um ihnen eine eigenständige, teilhabende Lebensführung zu ermöglichen.Sowohl mit Blick auf allgemeinen Aspekte der Kooperation, als auch unter Betrachtung konkreter Kooperationsbezüge wird in den AGJ-Empfehlungen aufgezeigt, worüber die AGJ sich mit den Fachgesellschaften und Verbänden der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie austauschen möchte. Im Mittelpunkt steht der Ansatz „vom Kind aus denken“. 

Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe

Die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Die Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen in diesem Heft der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-)stationären Settings verbunden sind.

Das Heft KJUG 3/2015 kann bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz bestellt werden.

 Fördermittel und Ausschreibungen

RESPEKT – Pilotprogramm für schwer erreichbare junge Menschen

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Förderrichtlinie für ein Pilotprogramm veröffentlicht, das sich an junge Menschen richten soll, die über die bestehenden Instrumente der Sozialleistungssysteme kaum erreichbar sind. Das Programm soll sich an den Lebenswelten der Jugendlichen orientieren und Hilfen ermöglichen, um sie (zurück) auf den Weg in Bildungsprozesse, Maßnahmen der Arbeitsförderung, Ausbildung oder Arbeit zu begleiten. 

Förderanträge können bis zum 31.12.2015 gestellt werden, das Gesamtprogramm ist befristet bis 31.12.2017. Link zur Förderrichtlinie

Preise für herausragende nachhaltige Schulsozialarbeit

Als Gemeinschaftsinitiative schreiben die Stadt Dortmund, die Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit NRW und die Fachhochschule Dortmund einen Wettbewerb aus. Im Rahmen des Bundeskongresses Schulsozialarbeit am 4. und 5. Dezember 2015 in Dortmund werden erstmalig zwei Preise für Konzepte in der Schulsozialarbeit verliehen:

1.Preis für ein herausragendes, nachhaltiges Konzept der Schulsozialarbeit in Schule
2.Preis für ein herausragendes, nachhaltiges Konzept zur Migrations- und Flüchtlingsarbeit in Schule

Bewerbungsschluss ist der 01. November 2015, die Ausschreibungsdetails finden Sie hier
Alle Infos zum Bundeskongress finden Sie hier: www.bundeskongress-schulsozialarbeit.de

 Schwerpunkt Flüchtlingshilfe

Freie Plätze bei Regionaltagungen in Hamburg und Leipzig

Der Bundesfachverband für Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge bietet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. drei Veranstaltungen in Nord-, Ost- und Süddeutschland an, um aufgrund der anstehenden bundesweiten Verteilung von unbegleiteten jungen Flüchtlingen Informationen über die Bedarfe und den Ausbau von Strukturen zu verbreiten. Für die Veranstaltungen in Hamburg am 2.11. und in Leipzig am 16.11. sind noch Plätze frei.

Das Tagungsprogramm ist online unter 

Bundesweite Verteilung junger unbegleiteter Flüchtlinge ab dem 01.11.2015

Der von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegte Gesetzentwurf "zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher" ist am 15.10.2015 vom Bundestag abschließend beraten und beschlossen worden. Die Regelung soll am 1. November 2015 in Kraft treten. Das Gesetz regelt eine bundesweite Aufnahmepflicht der Länder, um die am stärksten belasteten Länder und Kommunen zu entlasten. Im geplanten Gesetz wird außerdem das Mindestalter zur Begründung der Handlungsfähigkeit im Asylverfahren von 16 auf 18 angehoben. 

Verschiedene Verbände haben in Stellungnahmen auf Schwächen des Gesetzesvorhabens hingewiesen, u.a. dass die jungen Flüchtlinge im Rahmen der geplanten vorläufigen Inobhutnahme keine ausreichende fachkundige und rechtliche Unterstützung haben sollen.  

Weitere Informationen und Hinweise finden Sie auf der Themenseite des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V.: http://www.b-umf.de/de/themen/umverteilung

Unsere Empfehlung: "Flüchtlingskinder und junge Flüchtlinge in der Schule"

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Würtemberg hat eine Handreichung für Fachkräfte in Schule herausgegeben, die für die besonderen Belange von jungen Flüchtlingen sensibilisieren will. Die Broschüre ist gegliedert in 
Teil 1: Mögliche Folgen von Flucht, Vertreibung und dem Leben in der Fremde
Teil 2: Was Sie beachten und tun können / Elternarbeit
Teil 3: Monate oder Jahre später
und endet mit Aussagen von jungen Flüchtlingen.

Aus unserer Sicht ist die von Hanne Shah geschriebene Broschüre sehr geeignet, um sensibel aber doch konkret auf die besondere Situation und die besonderen Bedarfe der jungen Flüchtlinge aufmerksam zu machen - nicht nur im Schulalltag!

Die Broschüre zum Download findet man unter folgendem Link
Druckexemplare können u.a. über die Homepage des Zentrums für Trauma- und Konfliktmanagement www.ztk-koln.de bestellt werden.

 Und sonst?

Boys'Day 2016

Der Boys’Day ist eine Aktion vom Fachportal Neue Wege für Jungs. Der Boys’Day und Neue Wege für Jungs werden vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Der nächste Boys’Day findet am 28. April 2016 statt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre geplanten Aktivitäten für diesen Tag mitteilen würden.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Hanna Geier
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 286
E-Mail: geierh@drk.de

Dr. Oliver Trisch
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 226
E-Mail: trischo@drk.de 

Alexandra Hepp
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 384
E-Mail: heppa@drk.de

Janine Stückemann
Jugendhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 241
E-Mail: stueckej@drk.de


Alle angegebenen Informationen über externe Veranstaltungen, Wettbewerbe, Kampagnen, Links etc. haben wir gründlich recherchiert. Für dennoch enthaltene Fehler übernehmen wir keine Gewähr.

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Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
Gesetzliche Vertreter: Christian Reuter (Vorsitzender des Vorstands) 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer: 95VR590Nz
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 122123471
Steuernummer für Körperschaften: 27/630/50727