Sollte dieser Newsletter nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.

Newsletter
Jugendhilfe
Newsletter Jugendhilfe Mai 2015
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt
 Neues aus dem DRK

Einladung zur Jahrestagung Jugendsozialarbeit

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, Sie zur diesjährigen Jahrestagung der Jugendsozialarbeit nach Rostock einzuladen. Gastgeber sind in diesem Jahr der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und der DRK-Kreisverband Rostock e.V. Wir tagen vom 15.-17.09.2015 im InterCityhotel am Hauptbahnhof. Eine Anreise ist am Vortag möglich.

Die Tagung steht unter dem Motto: "Jugendsozialarbeit vielfältig und inklusiv gestalten". Am ersten Tag eröffnet Prof. Dr. Michael Komorek mit einem Vortrag zu pädagogischen Ansätzen in der Arbeit mit "herausfordernden" Jugendlichen. Anschließend freuen wir uns, dass Lejla Bradaric, Lawrence Oduro-Sarpong und Herbert Winkens uns Einblicke geben, wie die pädagogische Beziehung vielfältig und inklusiv gestaltet sein kann.

Eindrücke zu den Referent_innen erhalten Sie hier:

http://www.pro-dialog-koeln.de/index.php/referenten/35-lejla-bradaric

http://www.intercultures.de/deutsch/network/31/3131.htm

http://www.supervision-jugendhilfe.de/herbert-winkens.html

Am Abend werden wir einen Ausflug mit Abendessen nach Warnemünde unternehmen.

Am zweiten Tag widmen wir uns in einem Forum am Vormittag den aktuellen Thema "Kinder, Jugendliche und ihre Familien mit Fluchterfahrung". Kerstin Becker vom Bundesverband, Caroline Girgnhuber vom Bayrischen Roten Kreuz und Melanie Kößler vom Deutschen Verein werden gemeinsam mit Ihnen diskutieren, welche pädagogischen und rechtlichen Fragestellungen Sie in Ihrer Arbeit beschäftigen. Am Nachmittag wird es einen Workshop zum Thema geben.

Wir freuen uns, dass die Geschäftsstelle der Aktion Mensch unser Gast an diesem Tag sein wird. Anja Incani und Detlef Kaenders werden uns die Fördermöglichkeiten im Kinder- und Jugendbereich vorstellen und uns praxisrelevant die Kriterien für eine erfolgreiche Antragstellung erläutern. Am Nachmittag wird es auch dazu einen vertiefenden Workshop geben, bei dem eigene Vorhaben und Ideen besprochen werden können. Marion Ebert vom Team Aktion Mensch des Bundesverbandes wird ebenso teilnehmen.

Wie in jedem Jahr ist das Jugendrotkreuz auch in Rostock unser Gast. Gina Penz wird uns das von der Aktion Mensch geförderte inklusive Bundesprojekt "Die Buntstifter" vorstellen. Wir werden einen Film sehen und den Inklusionsparcours kennen lernen. Ziel ist es, die tollen Angebote des Jugendrotkreuzes von Jugendlichen für Jugendliche kennen zu lernen und in die eigene Arbeit eventuell als Kooperationspartner einzubinden. Link zum Projekt: http://www.buntstifter.org/

Am dritten Tag wird uns der gastgebende Kreisverband bzw. die Leiterin des dortigen Stadtteil- und Begegnungszentrums Carola Lorenz und die Sozialpädagogin Cindy Kirschnick die Kinder- und Jugendarbeit vorstellen. Außerdem werden wir wieder unser Programm 2016 und den Ort der nächsten Jahrestagung gemeinsam planen und abstimmen.

Den Programmflyer mit allen Hinweisen und Inhalten finden Sie auf unserer Webseite. Bitte melden Sie sich auch dort online bis zum 06.06.2015 unter der Rubrik Veranstaltungen an.

http://www.drk-kinder-jugend-familienhilfe.de

Wir freuen uns auf Sie! 

Dokumentation der Fachtagung Grenzgänge(r) in den Hilfen zur Erziehung

Das Programm der DRK-Jahrestagung Hilfen zur Erziehung am 05. bis 07. Mai 2015 rückte drei Grenzbereiche der Hilfen zur Erziehung in den Fokus:

  • Mit der Bezeichnung Systemherausforderer sind junge Menschen gemeint, deren Verhalten die pädagogischen Abläufe in den Einrichtungen in besonderem Maße beeinträchtigen. 
  • Care Leaver ist ein Begriff für junge Menschen, die nach einer stationären Erziehungshilfe in die Selbständigkeit "entlassen" werden.
  • Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge kommen ohne sorgeberechtigte Begleitung nach Deutschland. Die zunehmende Zahl dieser jungen Menschen bringt die Jugendhilfe in einigen Regionen in Deutschland an ihre Grenzen. 

Die Tagungsbeiträge der Referent_innen finden Sie nun auf unserer Webseite. Das DRK plant für Herbst 2015 eine Publikation unter dem gleichen Titel. 

»Tina fragt sich ...«

Zu Artikel 8 der Kinderrechtskonvention haben uns Schüler_innen einer DRK-Fachschule für Sozialpädagogik einen sehr interessanten Videobeitrag zur Verfügung gestellt.

Zum Hintergrund:

Die Kinderrechtskonvention wurde 1989 verabschiedet und gilt in Deutschland seit 2010 ohne Vorbehalt - aber was beinhaltet diese Konvention, wer profitiert von ihr, wer hat sich nach ihr zu richten und was sind eigentlich die Rechte der Kinder? Wir fragen Kinder, Jugendliche und Erwachsene im DRK nach ihrer Meinung und veröffentlichen  im Laufe des Jahres zu jedem Artikel eine Meinung oder Reaktion.

Die Kommentare zur Kinderrechtskonvention können Sie auch abonnieren, indem Sie einfach auf der Webseite die Mailadresse eingeben.

 Aktuelles aus der Bundespolitik

Doppelte Staatsbürgerschaft von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die Bundesregierung will Fälle von doppelter Staatsangehörigkeit auch weiterhin  möglichst nicht zulassen.

In ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen heißt es, im Grundsatz werde an der "Vermeidung von Mehrstaatigkeit" festgehalten. Ausnahme seien Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind und seit Geburt sowohl die deutsche als auch die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern besitzen.

Link zur Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/044/1804427.pdf

Link zur Antwort der Bundesregierung:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/047/1804715.pdf

Bundesweiter Erhalt und Ausbau der Schulsozialarbeit / Fachkräftegewinnung

Rheinland-Pfalz: Das Land Rheinland-Pfalz hat 2015 rund 4,48 Mio. Euro für die Förderung der Schulsozialarbeit in den Haushalt eingestellt. Damit ist die Förderung von 146,25 Schulsozialarbeiterstellen an insgesamt 198 Schulen des Landes Rheinland-Pfalz möglich.

Schleswig-Holstein: Das Land Schleswig-Holstein hat den Kreisen und kreisfreien Städten Bescheide über insgesamt 13,2 Millionen Euro zur Unterstützung der Schulsozialarbeit ausgestellt. Gefördert werden multiprofessionelle Teams. Multiprofessionalität an Schulen meint, dass Lehrkräfte, Schulassistentinnen und -assistenten sowie Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter enger zusammenarbeiten, damit bestmögliche Bildungsbiografien entstehen. 

Sachsen: Das Land Sachsen stellt 100 Mio. Euro für verbesserte Berufs- und Studienorientierung an sächsischen Schulen zur Verfügung. Sachsen baut flächendeckend seine Berufs- und Studienorientierung weiter aus. Dies werden der Freistaat Sachsen, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit insgesamt rund 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 fördern. 

Nordrhein-Westfalen: Der Landtag hat mit der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes 2015 Ende letzten Jahres den Weg für die Fortführung der Finanzierung der Schulsozialarbeit im Sinne des Bildungs- und Teilhabepakets frei gemacht. Es steht eine jährliche Fördersumme für die kommenden drei Jahre (2015 bis 2017) mit einem Gesamtvolumen von 47,7 Mio.€ zur Verfügung. 

Brandenburg:  Mit einer Kampagne unterstützt das Land Brandenburg die Gewinnung sozialpädagogischer Fachkräfte für Jugend- und Schulsozialarbeit. Im ganzen Land werden 404 Plakate mit vier Motiven gehängt. Hinzu kommen Anzeigen und ein kurzer Imagefilm. Die insgesamt 25.000 Euro teure Kampagne wird vom Jugendministerium und der Stiftung SPI Niederlassung Brandenburg finanziert und von zahlreichen Institutionen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit ideell unterstützt.

In Brandenburg sind derzeit etwa 765 Sozialpädagoginnen und -pädagogen über das Personalkostenförderprogramm des Landes beschäftigt. Damit beteiligt sich das Jugendministerium an der Grundausstattung mit sozialpädagogischen Fachkräften in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in den Kommunen. Die Jugendämter der Kreise und kreisfreien Städten legen die Einsatzorte und Stellen im Rahmen ihrer Jugendhilfeplanung fest.

Neben der offenen Jugendarbeit oder der Jugendkoordination im ländlichen Raum bildet die Schulsozialarbeit einen Schwerpunkt in dem Programm. Insgesamt werden bisher 163 Vollzeitstellen in der Sozialarbeit an Schulen aus Landesmitteln mit 20 Prozent gefördert, auf denen mehr als 200 Fachkräfte (teilweise in Teilzeit) beschäftigt sind. Die verbleibenden 80 Prozent finanzieren die Kommunen. Gegenwärtig gibt es an 110 der 145 staatlichen Oberschulen Angebote der Schulsozialarbeit.

Die Kampagne ist Teil eines Modellprojektes, in dessen Rahmen erprobt werden soll, ob die duale Ausbildung für Interessenten der offenen Kinder- und Jugendarbeit ein erfolgversprechender Weg sein könnte. Ergänzend zum bisherigen Hochschulstudium könnte diese Ausbildung für Schulabgänger besonders gut geeignet sein, die kein Hochschulstudium wollen oder dafür nicht zugelassen sind.

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg

Im nächsten Newsletter berichten wir über die aktuellen Entwicklungen in den anderen Bundesländern.
 

Eigenständige Jugendpolitik

Eigenständige Jugendpolitik bezeichnet einen Politikansatz, der die Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen zwischen 12 und 27 Jahren in den Mittelpunkt ressortübergreifenden politischen Handelns stellt.

Grundlage der Arbeit der Koordinierungsstelle "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" sind die Ergebnisse und Inhalte des Dialogprozesses zur Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik, welcher 2011 initiiert wurde und 2014 zu einem vorläufigen Abschluss kam.

Auf Bundesebene ist die Eigenständige Jugendpolitik im Koalitionsvertrag verankert. Von einer neuen, ressortübergreifenden Jugendpolitik ist darin die Rede, von einer "Jugendpolitik, die die Belange aller jungen Menschen im Blick hat". Freiräume, Chancen und Rückhalt stehen ebenso im Vertrag wie ein Jugend-Check, der Maßnahmen auf die Vereinbarkeit mit den Interessen junger Menschen überprüft. Außerdem will die Bundesregierung die Partizipation und das Engagement Jugendlicher stärken und für mehr Anerkennung sorgen.

Mehr Informationen erhalten Sie unter: https://www.jugendgerecht.de

 Fördermittel und Ausschreibungen

Europäische Förderinformationen - Eurodesk

Eurodesk informiert regelmäßig über aktuelle Förder- und Fortbildungsangebote auf europäischer Ebene. Diesmal gibt es neben Reisestipendien Informationen über Fördermöglichkeiten von bilateralen Jugendprojekten.

Das deutsch-französische Jugendwerk vergibt Stipendien für Reisen nach Frankreich. Unter dem Motto "Europa und europäische Identität für alle" können Jugendliche zwischen 16 und 30 Jahre sich alleine oder in einer Gruppe von bis zu 4 Personen mit einem Projekt zu einem selbstgewählten Thema bewerben. Die "Individualprojekte" können zwischen 2 und 4 Wochen dauern und müssen sich mit besonderen Aspekten der französischen Kultur auseinandersetzen.
Mehr Informationen zu dem Programm und der Bewerbung unter:

www.dfjw.org/individualprojekt

Die Deutsch-Türkische Jugendbrücke fördert Schüler- und Jugendaustauschprojekte zwischen Deutschland und der Türkei. Förderung in Höhe von bis zu 5000€ können für schulische oder außerschulische Austauschprojekte sowie für Fachkräftebegegnungen beantragt werden. Anträge können jederzeit eingereicht werden, sollten allerdings spätestens 3 Monate vor Projektbeginn bei der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke vorliegen. Mehr Informationen zu den Voraussetzungen sowie die Förderrichtlinien unter: www.jugendbruecke.de

Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.eurodesk.eu

Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe 2016: Weiterentwicklung der HzE

Mit der Ausschreibung des Praxispreises 2016 werden Organisationen, Initiativen, Träger und Akteure der Hilfen zur Erziehung angesprochen, die mit ihrer Arbeit aufzeigen, welchen Beitrag sie zur Weiterentwicklung leisten, indem sie konzeptionelle Überlegungen und deren Umsetzung erarbeitet oder gute Beispiele praxisnah und alltagsorientiert entwickelt haben. Ausgezeichnet werden sollen Arbeiten, die zu dem ausgeschriebenen Thema innovative Modelle, Konzepte bzw. Strategien der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe beschreiben und dieser neue Impulse geben sowie zu ihrer Weiterentwicklung beitragen.  

Weitere Informationen finden Sie unter www.agj.de/djhpEinsendeschluss ist der 31. August 2015.

 Tipps für Links, Literatur und Veranstaltungen

"Teilhaben und Teil sein – 80. Deutscher Fürsorgetag" 16. –18. Juni 2015 in Leipzig

Unter dem Motto "Teilhaben und Teil sein" greift der 80. Deutsche Fürsorgetag als größter deutschsprachiger Leitkongress des Sozialen in Europa den für die Sozialpolitik, das Sozialrecht und die soziale Arbeit zentralen Begriff der Teilhabe auf. Neben dem Fachkongress präsentieren sich auf den Markt der Möglichkeiten über vierzig Institutionen, Vereine, Initiativen, Hochschulen und Unternehmen und informieren über ihre Initiativen und Produkte.

Das DRK-Generalsekretariat ist ebenfalls mit einem eigenen Stand vertreten.

http://www.deutscher-fuersorgetag.de

Praxishandbuch Gute Arbeit

Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Nordrhein-Westfalen hat ein Praxishandbuch veröffentlicht, in dem es um Bedingungen und Wege für die Gewinnung und die Bindung von Mitarbeitenden geht. Unter dem Motto »Attraktive Arbeitsplätze in der Sozialwirtschaft« werden Themen wie Gesundheit im Betrieb, Chancengleichheit und Vielfalt oder die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben aufgegriffen und Impulse für die Gestaltung attraktiver Arbeitsbedingungen gegeben.

Weitere Informationen und die Broschüre finden Sie auf der Seite http://www.gute-arbeit-leben.de/

Fachkongress Fremdunterbringung: Arbeit mit Herkunftsfamilien "neu" denken

Vom 21. bis 23. September 2015 veranstaltet die Hochschule RheinMain Wiesbaden in Kooperation mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. einen Fachkongress zum Thema Fremdunterbringung qualifizieren - Praxiswende einleiten - Professioneller Kontext, Elternarbeit, Rückführung 

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Hochschule RheinMain Wiesbaden

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Hanna Geier
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 286
E-Mail: geierh@drk.de

Dr. Oliver Trisch
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 226
E-Mail: trischo@drk.de 

Alexandra Hepp
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 384
E-Mail: heppa@drk.de

Janine Stückemann
Jugendhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 241
E-Mail: stueckej@drk.de


Alle angegebenen Informationen über externe Veranstaltungen, Wettbewerbe, Kampagnen, Links etc. haben wir gründlich recherchiert. Für dennoch enthaltene Fehler übernehmen wir keine Gewähr.

Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte einfach hier.

Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
Gesetzliche Vertreter: Christian Reuter (Vorsitzender des Vorstands) 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer: 95VR590Nz
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 122123471
Steuernummer für Körperschaften: 27/630/50727