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Newsletter
Jugendhilfe
Newsletter Jugendhilfe Februar 2016
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Kolleg_innen,

hiermit senden wir Ihnen den ersten Newsletter in diesem Jahr. In der Jugendsozialarbeit/ Jugendhilfe des DRK-Generalsekretariates hat sich so einiges geändert und ist auch immer noch nicht richtig "rund", denn eine halbe Stelle ist derzeit unbesetzt.

Die zuständigen Ansprechpersonen für die Jugendsozialarbeit sind Hanna Geier und Oliver Trisch. Für die Jugendhilfe/Hilfen zur Erziehung und derzeit auch für die Jugendberufshilfe können Sie Juliane Ostrop kontaktieren.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und sind für Beiträge, Anregungen und kritische Bemerkungen dankbar!

Hanna Geier, Juliane Ostrop und Oliver Trisch

 Neues aus dem DRK

Vor Missbrauch besser schützen - DRK unterzeichnet Vereinbarung

Als einer der ersten Verbände hat am 13.1.2016 das DRK eine weiterführende Vereinbarung zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch unterzeichnet. DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg sagte bei diesem Anlass: „Die Angebote des DRK für Kinder- und Jugendliche sind vielfältig. Sie sollen bei uns nicht nur gut betreut werden, sondern bei Gewalterfahrungen auch Schutz und Zuspruch finden. Selbstverständlich wollen wir auch sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche bestmöglich vor sexualisierter Gewalt geschützt werden.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

 Fachpolitische Neuigkeiten

Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft: Kosten der Jugendhilfe

Die Ausgaben für Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe sind von 2003 bis 2013 - über 70 Prozent - angestiegen. Wie sind diese gestiegenen Kosten zu erklären? Und warum kommt es zu erheblichen Unterschieden zwischen den Bundesländern? So treten in Niedersachsen nur fünf sogenannte Verfahren zur Gefährdungseinschätzung pro tausend unter 18-Jährigen auf, während es in Mecklenburg-Vorpommern knapp 17 Fälle und im Stadtstaat Bremen sogar 23 Fälle sind. Auch hinsichtlich der Ausgaben und der Ausgabenstruktur bestehen große Unterschiede. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) analysierte die Kosten-Unterschiede, die zum Teil drastisch ausfallen. Mehr darüber hier

Schein-/Selbständigkeit von Fachkräften in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe

Sabine Gallep und Dorette Nickel haben für den Deutschen Verein ein Gutachten zum Thema "Schein-/Selbständigkeit von Fachkräften in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe" erstellt.

Dem Gutachten liegt die Frage zugrunde, welche Faktoren bei einer für einen freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Person für die Abgrenzung einer selbständigen Tätigkeit von einer abhängigen Beschäftigung eine Rolle spielen, ob es harte und weiche Kriterien bei der Abgrenzung gibt, insbesondere welche Bedeutung die Steuerungsverantwortung des Jugendamtes und das Statusfeststellungsverfahren gem. § 7a SGB IV haben und ob dieses mit der Berufsausübungsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) vereinbar ist.

Das vollständige Gutachten finden Sie hier.

Grundlagen für die Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes

Nach dem Evaluationsbericht der Bundesregierung (BTDrs. 18/7100) zum Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) wurden im Dezember 2015 auch dessen wissenschaftliche Grundlagen online veröffentlicht.

Der Grundlagenbericht bündelt Erkenntnisse mehrerer Forschungsvorhaben von DJI, NZFH, FU Berlin und AKJStat und ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitung der „Kooperationsplattform Evaluation BKiSchG“ durch die AKJStat im Forschungsverbund DJI/ TU Dortmund. Die an diesem bis Ende 2015 aktiven (Forschungs-) Netzwerk beteiligten Projekte haben die Umsetzung und Auswirkungen des Gesetzes mit unterschiedlichen Methoden untersucht.

Download Grundlagenbericht unter: www.akjstat.tu-dortmund.de

 Fördermittel und Ausschreibungen

Qualifizierungsinitiative für junge Flüchtlinge

Aus Flüchtlingen werden Auszubildende. Das ist das Ziel von Bundesbildungsministerium (BMBF), Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). In Kooperation haben sie eine Qualifizierungsinitiative gestartet. Durch ein umfassendes Qualifizierungs- und Betreuungssystem sowie eine intensive fachliche Berufsorientierung und Berufsvorbereitung sollen Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge sowie Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang an eine Ausbildung im Handwerk herangeführt werden. Das Programm ist auf 24 Monate angelegt und soll junge Flüchtlinge ganz praktisch auf eine Ausbildung im Handwerk vorbereiten. Das BMBF stellt im Jahr 2016 20 Mio. Euro zur Verfügung. Bis zu 10.000 Jugendliche können von dem Programm profitieren.

Weitere Informationen hier.

AWO-Zertifikatsreihe "Partizipation in der Jugendsozialarbeit"

Die Partizipation junger Menschen ist auch für die Jugendsozialarbeit notwendiger Bestandteil ihrer Förderkonzepte. Eine Expertise des AWO Bundesverbandes zur Partizipation in der Jugendsozialarbeit und die Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von Einrichtungen zeigen, dass hier noch Entwicklungsbedarfe für eine systematische Implementierung von Partizipationsansätzen in den Angeboten der Jugendsozialarbeit/ Jugendberufshilfe bestehen. Um Fachkräfte dafür zu qualifizieren, bietet die Akademie des AWO Bundesverbandes in 2016 die zielgruppengerechte Fortbildung "Partizipation in der Jugendsozialarbeit - Qualifizierung zur Entwicklung und Umsetzung von Partizipationskonzepten" in drei Modulen an, die mit einem Zertifikat abgeschlossen wird.

Eine Online-Anmeldung können Sie hier vornehmen.

 Schwerpunkt Flüchtlingshilfe

Umfrage zum Stand der Umsetzung von vorläufiger Inobhutnahme und Verteilung

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge führt eine Umfrage durch, um den aktuellen Stand der Umsetzung des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Betreuung und Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu erheben. Damit sollen frühzeitig bestehende Probleme und gute Praxis identifiziert werden. Die Ergebnisse werden ausgewertet und veröffentlicht. Sie können sich mit Ihrer Expertise an dieser Umfrage beteiligen, indem Sie hier klicken.

Aktuelle Zahlen: Bestand, Verteilung & Elternnachzug bei UMF

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) in Deutschland ist Ende Januar auf über 60.000 gewachsen. Am stärksten hat die Zahl der UMF in NRW zugenommen. Während der Nachzug von Eltern zu UMF oft als Massenphänomen dargestellt wird, zeigen aktuelle Zahlen, dass faktisch kaum Eltern nach Deutschland kommen. Mehr dazu hier.

Kinder und Jugendliche auf der Flucht: Junge Menschen mit Ziel

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme für einen Perspektivwechsel in der Debatte um junge Flüchtlinge aus und warnt vor schnellen und unüberlegten Gesetzesverschärfungen. Die gegenwärtige Situation der Zuwanderung von jungen Menschen auf der Flucht stelle für Deutschland eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe aus flüchtlingspolitischen und flüchtlingsrechtlichen Aufgaben und aus ethischen Fragestellungen dar.

Prävention sexualisierter Gewalt in der Flüchtlingshilfe

AMYNA e.V. hat den Leitfaden "Prävention sexualisierter Gewalt in der Flüchtlingshilfe - Praktische Tipps für Einrichtungen und Fachkräfte, die für Ehrenamtliche zuständig sind" veröffentlicht.

Mit der Broschüre möchte AMYNA den Einrichtungen und Trägern Tipps bei der Auswahl und im Umgang mit Ehrenamtlichen geben, die Flüchtlingskinder betreuen. Einen Download der Broschüre finden Sie hier.

Zusatzqualifikation: Lehren und Lernen mit (unbegleiteten) jungen Flüchtlingen

Basierend auf den Erkenntnissen der renommierten SchlaU-Schule in München, bietet die BAG ÖRT über das Jahr verteilt Fortbildungsmodule für Pädagogen und Freiwillige an, die auf die speziellen Bedürfnisse der (unbegleiteten) jungen Flüchtlinge eingehen. Dazu gehören: Lebenslagen junger Flüchtlinge in Deutschland, Alphabetisierung in der Fremdsprache, Deutsch als Zweit- und Bildungssprache, Lernausgangslage und Entwicklung, Mathematiklernen in der Fremdsprache, Pädagogik der Anerkennung, Sprachsensibler Fachunterricht, Binnendifferenzierung und autonomes Lernen, Schulische Berufsorientierung und Vielfalt und Differenz.

Hier finden Sie alle Informationen zum Download.

 Und sonst?

SAVE THE DATE: 14.06.2016 Vom Kind aus denken?! Inklusives SGB VIII

Die Umsetzung einer inklusiven Lösung im SGB VIII wird von den Bundesfachverbänden für Erziehungshilfen (AFET, BVkE, EREV, IGfH) schon lange nachdrücklich begrüßt. Gleichzeitig sind seit einigen Jahren auch andere Neuregelungsbereiche in der Diskussion wie die Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe, die Reform der Betriebserlaubnisverfahren und die sozialräumliche Neuausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe. Diese Themen werden schon lange von den Verbänden bewegt, aber offiziell vor allem in Bund-Länder Arbeitsgruppen bearbeitet. Alle Reformdiskurse sollen 2016 in eine Gesamtreform des SGB VIII münden. Dieser vierte gemeinsame Fachtag der Fachverbände für Erziehungshilfen stellt Überlegungen des Bundes vor und zur Diskussion.

Der Tagungsflyer wird Ende Februar auf der jeweiligen Verbändehomepage erscheinen.

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Hanna Geier
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 286
E-Mail: geierh@drk.de

Dr. Oliver Trisch
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 226
E-Mail: trischo@drk.de 

Alexandra Hepp
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 384
E-Mail: heppa@drk.de

Janine Stückemann
Jugendhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 241
E-Mail: stueckej@drk.de


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Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
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