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Newsletter
Jugendhilfe
Newsletter Jugendhilfe August 2015
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sie erhalten heute den Newsletter Jugendhilfe für den Monat August. Auch in diesem Monat beschäftigen wir uns mit dem Thema "Junge Flüchtlinge". Das DRK ist in vielen Bundesländern vor Ort im Einsatz, um den in Deutschland ankommenden Kindern, Jugendlichen und ihren Familien bei ihrer Ankunft zu helfen und geeignete Angebote der Unterstützung und Begleitung zu offerieren. Viele von Ihnen leisten über ihre hauptamtliche Arbeit hinaus ehrenamtliche Hilfe in der aktuellen Situation. Unsere Aufgabe im Bundesverband sehen wir darin, Ihre Arbeit vor Ort sichtbar zu machen. Dafür wurde ein eigenes Best-Practice Portal auf der DRK-Wohlfahrtsseite geschaffen. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei der Beratung und Beantragung von Anträgen zur finanziellen Förderung von Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit für junge Flüchtlinge. Unser Newsletter, so auch der aktuelle, bietet Materialien und Tipps für Ihre Arbeit.

Wir wünschen viele Anregungen beim Lesen.

Peggy Ziethen, Rüdiger Fritz und Oliver Trisch

 Neues aus dem DRK

DRK-Präsident Dr. Seiters dankt allen ehren- und hauptamtlichen Helfern

»Ausgelöst durch die politischen Umbrüche im Mittelmeerraum und die Konflikte weltweit hat Europa aktuell einen starken Anstieg von Flüchtlingsströmen zu verkraften. Diese erreichen mittlerweile zunehmend auch Deutschland. Die Zahl der in den Erstaufnahmezentren der Länder und Unterkünften der Kommunen eintreffenden Flüchtlinge lässt die Aufnahmekapazitäten an bereitstehendem Wohnraum vielerorts an ihre Grenzen gelangen.«

Zum Dankschreiben des DRK Präsidenten an die Einsatzkräfte in der Flüchtlingshilfe

Angebot des Suchdienstes für minderjährige Flüchtlinge

Der DRK-Suchdienst bietet unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen die Möglichkeit, nach Familienangehörigen zu suchen - zum Beispiel, wenn die Familie während der Flucht getrennt wurde. Das DRK weist darauf hin, dass diese Möglichkeit nur auf den ausdrücklichen Wunsch der jungen Menschen selbst erfolgt und auch nur diese über die Ergebnisse der Suche informiert werden. Eine Suche auf Anordnung oder Druck beispielsweise einer Behörde wird nicht durchgeführt.

Das DRK hat dazu einen Flyer „Angebote für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Asylverfahren“ erarbeitet. Der Flyer steht in acht Sprachen zur Verfügung (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Dari, Tigrinya, Somali und Kurdisch.) Weitere Informationen zum DRK-Suchdienst finden Sie hier.

Ansichtsexemplar zum Download

Best Practice auf der DRK-Wohlfahrtsseite

Das Deutsche Rote Kreuz leistet praktische Soziale Arbeit vor Ort, die durch innovative Ideen ständig verbessert und weiterentwickelt wird. Wir möchten die vielfältigen Impulse aufgreifen und gute verbandliche Praxis der DRK-Wohlfahrtspflege inner- und außerverbandlich bekannt machen. Die Website der Jugend und Wohlfahrtspflege des DRK bietet diesbezüglich eine gute Gelegenheit, eigene Ideen und Ansätze öffentlich darzustellen.
Hierfür haben wir auf der DRK-Wohlfahrtswebsite die interaktive Rubrik "Best-Practice" eingerichtet - diese ist  ab sofort abrufbar unter: http://drk-wohlfahrt.de/best-practice.html

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und möchten Sie anregen, über Ihre DRK-Verteiler auf die Best-Practice-Rubrik hinzuweisen sowie für die Eintragung guter Projekte zu werben.

Einladung Fachtagung "Jugendsozialarbeit in Bewegung" am 7./8. Oktober 2015

Die Veranstaltung wird federführend durch das Deutsche Rote Kreuz im Rahmen der Aufgaben im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit durchgeführt.

Im Mittelpunkt der bundesweiten Fachtagung steht der Themenkomplex „Körper, Bewegung und Tanz in der Jugendsozialarbeit“. Ein zentrales Element in der sozialen Arbeit ist die Kommunikation, die ohne Körper und Bewegung nicht denkbar ist. Jedoch gerät die Reflektion dieser Aspekte aus theoretischer und praktischer Perspektive meist zu kurz. Vor allem tiefer liegende Dimensionen geraten aus dem Blick, wie etwa die Betrachtung des Körpers als Träger sozialer Ungleichheit, als Verkörperung gesellschaftlicher Normen oder als unhintergehbares Kommunikationsmittel. Ziel dieser Fachtagung ist es, mit Blick auf die Schulsozialarbeit diese Themen auf praktischer und theoretischer Ebene aufzugreifen und neue Impulse für die Fachpraxis sowie den Fachdiskurs zu setzen. Es sind keine besonderen Tanz- oder Bewegungskenntnisse erforderlich. 

Anmeldungen sind nur online möglich unter: http://drk-kinder-jugend-familienhilfe.de/veranstaltungen.html

Termin: Mittwoch, 07. Oktober (12:30) bis Donnerstag, 08. Oktober 2015 (14 Uhr)

Veranstaltungsort: Uferstudios Uferstraße 8/23 13357 Berlin www.uferstudios.com

Anmeldeschluss: 27. September 2015

Fachtagung zum Persönlichen Budget im Kontext Ambulanter Dienste

Die Fachtagung „Wunsch trifft Wirklichkeit - Tagung für Familien unterstützende und andere ambulanten Dienste und solche, die es werden wollen“ am 09. und 10. November in Berlin richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von bereits existierenden ambulanten Diensten im DRK wie auch an interessierte Kreisverbände, die einen solchen Dienst aufbauen möchten. 

Die Anmeldung kann ab sofort online auf der Internetseite der DRK-Wohlfahrtspflege erfolgen. Anmeldeschluss ist der 30. Oktober 2015.

 Schwerpunkt Flüchtlingshilfe

Film zum Einsatz in der Jugendarbeit: "Leben in Deutschland"

Schülerinnen und Schüler einer VABO-Klasse (Vorqualifizierung Ausbildung Beruf ohne Deutschkenntnisse) in Kirchheim Teck, die selbst noch nicht lange in Deutschland sind (zwischen zwei Monaten und eineinhalb Jahren), teilweise mit Eltern, aber auch unbegleitet, interviewen andere Flüchtlinge zu ihrem Leben in Deutschland.

Was gefällt dir in Deutschland? Was war oder ist schwierig? Hast du Heimweh? Wo fühlst du dich heimisch? Wie waren deine Vorstellungen? Diese und viele weitere Fragen werden in dem Film „Leben in Deutschland – aus der Sicht von Flüchtlingen“ thematisiert. Sehr persönliche Fragen, die bewusst von Menschen gestellt werden, welche die Fluchterfahrung, das Fremdsein und Ankommen in einem neuen Land und alles, was dies mit sich bringt, teilen.

Die sechs Interviewpartner_innen leben seit Kurzem, seit sechs, seit zwölf, seit dreiundzwanzig und seit fünfundzwanzig Jahren in Deutschland. Dadurch zeigen sich sehr unterschiedliche Blickweisen und Denkrichtungen auf die eigenen Fluchterfahrungen und das Ankommen hier in Deutschland.

Darüber hinaus bauten einige Lehrer_innen dieser Klasse die Thematik „Leben in Deutschland“ und „Flucht“ in ihren Unterricht mit ein. Beispielsweise wurde im Kunstunterricht eine Collage angefertigt, welche die Träume der Schüler_innen und ihre Wünsche an Deutschland verdeutlicht. Das Kunstwerk ist auch im Film zu sehen.

Der 40-minütige Film soll Diskussionsgrundlage beispielsweise in Schulen sein und die Arbeit von freien Trägern, Einrichtungen und Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten, unterstützen. Der Film kann in voller Länge angeschaut und als DVD bestellt werden unter folgendem Link: http://www.lebenindeutschland-derfilm.de

Aktion Zusammenspiel - Bündnisse für junge Flüchtlinge im September

Um das Miteinander von Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern zu stärken, ruft das Bundesfamilienministerium Initiativen, Organisationen und Vereine in ganz Deutschland dazu auf, sich in der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements vom 11. bis 20. September an der "Aktion Zusammenspiel – Bündnisse für junge Flüchtlinge" zu beteiligen.

Im Mittelpunkt der "Aktion Zusammenspiel" steht die Begegnung zwischen Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern. Das Miteinander unter Kindern und Jugendlichen zu fördern ist wichtig: Es baut Vorurteile und Ängste ab und hilft Groß und Klein, einander näher zu kommen.

Wenn Sie mitmachen möchten, vielleicht im Zuge Ihrer diesjährigen Kindertagsaktion, melden Sie sich doch bitte ganz unkompliziert bis zum 15. August 2015 per E-Mail an: aktion-zusammenspiel@neueshandeln.de, damit die Organisator_innen abschätzen können, wie viele Partnerinnen und Partner überall in Deutschland dabei sind. Mehr Informationen, Flyer, Plakate und Textbausteine für Ihre Pressearbeit zur Aktion finden Sie hier.

Unterstützung für geduldete Flüchtlinge in der Berufsausbildung

Im Recht der Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) sollen ausbildungsbegleitende Hilfen für Geduldete geöffnet werden. Damit sollen insbesondere Ausbildungsabbrüche verhindert werden. Eine bereits für den 1. August 2016 normierte Herabsetzung der Voraufenthaltsdauer für Geduldete und bestimmte Personengruppen mit einer Aufenthaltserlaubnis von vier Jahren auf 15 Monate im Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) und im SGB III soll nun bereits zum 01. Januar 2016 in Kraft treten. Damit können diese Personen gezielt bestimmte ausbildungsfördernde Leistungen früher in Anspruch nehmen. Der Gesetzentwurf wurde am 13.08.2015 vom Bundeskabinett verabschiedet.

Quelle: Bundesratsdrucksache 344/15

Junge Flüchtlinge. Zugang zu Bildung und Ausbildung sicherstellen

Asylsuchende sind im Schnitt deutlich jünger als die Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit. Über die Hälfte der Antragsteller ist unter 25 Jahre, in der deutschen Bevölkerung beträgt der Anteil dieser Altersgruppe nur knapp ein Viertel. Zwar bewegt sich der Anteil der unter 25-jährigen Asylbewerber über die Jahre konstant um die 60-Prozent-Marke, doch in absoluten Zahlen ist ein deutlicher Anstieg festzustellen: zwischen 2005 und 2014 hat sich die Zahl der unter 25-jährigen Flüchtlinge von 27.301 auf 115.900 mehr als vervierfacht. Das stellt Länder und Kommunen vor die Herausforderung, den Zugang zu Kindertagesstätten und Schulen zu gewährleisten. Jungen Flüchtlingen sollte zudem eine Ausbildung ermöglicht werden. Nur so können Teilhabechancen eröffnet werden.

Quelle: Kurzinformation zur Altersstruktur von Flüchtlingen des Forschungsbereichs des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SWR)

 Tipps und Literatur

Themenheft zur Teilzeitberufsausbildung der BAG Evangelische Jugendsozialarbeit

Für junge Menschen mit familiären Verpflichtungen – mehrheitlich junge Mütter, aber auch Personen, die Angehörige pflegen – bietet eine Berufsausbildung in Teilzeit eine gute Chance, einen qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben. Mit dieser Form der Ausbildung können Verpflichtungen in der Familie und die Anforderungen der betrieblichen Ausbildung besser vereinbart werden. 

Seit 2005 ist die Möglichkeit der Ausbildung in Teilzeit im §8 des Berufsbildungsgesetzes gesetzlich verankert. Aber selbst zehn Jahre später ist dieses Modell recht unbekannt und findet kaum Anwendung: Nur 0,2 % neu abgeschlossener Ausbildungsverträge wurden 2013 als Teilzeitverträge gemeldet. 

Die BAG EJSA engagiert sich dafür, dass das Modell der Berufsausbildung in Teilzeit mehr genutzt wird und hat dazu jetzt ein Themenheft herausgegeben, das in gebündelter Form Einblicke in die relevanten bildungs-, struktur- und arbeitsmarktpolitischen Zusammenhänge vermittelt und das anhand von Best Practice-Beispielen zeigt, wie Teilzeitberufsausbildung durchgeführt und gestaltet werden kann.

Bestelladresse: Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit, Wagenburgstraße 26-28, 70184 Stuttgart, Sabine Raabe, Tel. 0711/16489-45, E-Mail: raabe@bagejsa.de oder online unter www.bagejsa.de

  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Hanna Geier
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 286
E-Mail: geierh@drk.de

Dr. Oliver Trisch
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 226
E-Mail: trischo@drk.de 

Alexandra Hepp
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 384
E-Mail: heppa@drk.de

Janine Stückemann
Jugendhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 241
E-Mail: stueckej@drk.de


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