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Familienhilfe
Newsletter Familienhilfe Oktober 2017
DRK-Generalsekretariat
Team Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt, Leistungsfragen und Projekte
Inhalt
 Neues aus dem DRK

DRK-Positionen für mehr Familien- und Fürsorgefreundlichkeit

Der demografische Wandel, der Fachkräftemangel, die sinkenden Geburtenzahlen, der Wunsch junger Eltern nach einer partnerschaftlichen Aufteilung der Familien- und Erwerbsarbeit machen Familienfreundlichkeit zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema.

Wir haben einen Forderungskatalog an die Politik aufgestellt, um uns für größere Handlungsoptionen für Familien einzusetzten.

Zu den Positionen

Fit fürs babysitting - eine DRK-Broschüre für jugendliche Babysitter

In der Broschüre sind die wichtigsten Informationen des DRK-Kurses Fit fürs Babysitting in jugendgerechter Sprache und Aufmachung zusammen gestellt. Neben grundlegenden Hinweisen können spezifische und regionale Informationen von den Jugendlichen selbst im Rahmen des Kurses eingefügt werden.

1. Auflage 2017, Broschur 24x17 cm, 32 Seiten, 10 Stck 26,64 € (inkl. MwSt.)

Bestellseite im RK Shop

Zur PDF

Gemeinsam über die Gefahren des Schüttelns aufklären

Zusammen mit dem bundesweiten „Bündnis gegen Schütteltrauma” klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ab November über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Auch das DRK  ist dem „Bündnis gegen Schütteltrauma” beigetreten und unterstützt die Maßnahmen zur Prävention von Schütteltrauma. Weiterlesen

Projekt Demokratie leben von Anfang an

Das Bundesprogramm »Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit« ist vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) initiiert und finanziert. Damit möchte das BMFSFJ zivilgesellschaftliches Engagement und demokratisches Verhalten fördern. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter: www.demokratie-leben.de

Die Förderung demokratischen Handelns gehört zum Profil der DRK-Kindertageseinrichtungen, das sich durch fünf Elemente auszeichnet: Anwaltschaftliche Vertretung, Inklusion, Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt, Interne-Vernetzung und Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmondgrundsätze. Im Profil der DRK-Kindertagesbetreuung sind Partizipation und Demokratieförderung unter dem Schwerpunkt anwaltschaftliche Vertretung subsumiert. Durch das Bekenntnis zu Inklusion ist die DRK-Kindertagesbetreuung der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen verpflichtet. Auch die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, in denen u.a. Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Universalität verankert sind, bieten in besonderem Maße Anknüpfungspunkte für die Förderung demokratischen Handelns.

Durch die Vermittlung des Curriculums »Was MACHT was?!« werden Multiplikator*innen geschult, die mithilfe des Materials mit Teams in Kindertageseinrichtungen arbeiten. Das Curriculum besteht aus sieben sich ergänzenden Modulen. Die Materialien enthalten jeweils einen Hintergrundtext zur Vertiefung und Anregungen für das methodische Arbeiten zum jeweiligen Thema.

aus dem Steckbrief zum Projekt

Projektlaufzeit ist August 2017 bis Ende 2019

Projektleitung im Generalsekretariat: Ramona Sikora, T42

Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Gefördert durch BMFSFJ, Durchführung in Kooperation mit UNICEF

Förderbeginn: 01.04.2016 mit 25 Standorten (davon 6 DRK-Einrichtungen)

Weiterförderung und Erweiterung auf 100 Standorte in 2017

Personal in den beteiligten Flüchtlingsunterkünften wird in Fragen des Kinderschutzes und des Gewaltschutzes für Frauen geschult

Beteiligte Einrichtungen beraten als „Konsultationsunterkünfte“ weitere Unterkünfte zum Gewaltschutz

In den geförderten Einrichtungen wird eine Stelle „Gewaltschutzkoordinator*in“ eingerichtet (Förderung: 40 T p.a.), um Bedarfe für Schutzmaßnahmen zu identifizieren, Schulungen zu organisieren und Schutzkonzepte zu erarbeiten.

Von hoher Bedeutung ist die Einrichtung „kinderfreundlicher Räume“ in den Unterkünften, die Kindern und Jugendlichen ein Gefühl von Normalität und Geborgenheit bieten sollen.

Bereits veröffentlicht: Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften (Neuauflage 2017)

Eine Verlängerung des Projekts in 2018 ist geplant.

Ansprechperson im GS: Djamila Younis, T 42

 Bundesweite Programme

Mediennutzung in Familien. Aus der Fortbildung für Lehrberaterinnen Elba und SpieKo

Kommunikationsmedien wie Whatsapp, SMS ...  erleichtern die Gruppenorganisation enorm. Wo früher viele Telefonate geführt werden mußten, genügt eine Kurznachricht, um die ganze Gruppe über Terminänderungen zu informieren.

Das Smartphone verführt jedoch auch dazu, die Babys und Kinder in der Gruppe ständig zu fotografieren, Apps bringen diese Fotos in Windeseile in Umlauf. Schnell sind dann Persönlichkeitsrechte des Kindes oder der Eltern verletzt, wenn Fotos frei zugänglich im Internet kursieren.

Bei unserem diesjährigen Treffen der ElBa und SpieKo Lehrberaterinnen in Berlin konnten wir Referentinnen von der Stiftung digitale Chancen gewinnen, die Inputs gaben und für unsere Fragen offen waren.

Linkliste für weiterführende Information zu dem Thema

https://www.digitale-chancen.de

Youtube Video "Walking Dad" über Kinderfotos im Internet

Ausbildung zur Kursleitung

Ausbildungstermine für die Programme

ElBa©, Eltern und Babygruppen

SpieKo©, Spiel- und Kontaktgruppen

Fit fürs Babysitting

 Termine

SAFE THE DATE: Tage der DRK Familienhilfe, 22.-23.02.2018

An den beiden Tagen in Februar wollen wir unterschiedliche Ebenen der Familienhilfe im DRK zusammen bringen.

Neben spannenden Vorträgen zu aktuellen familienpolitischen Themen werden die beiden Tage dem Austausch dienen und Zukunftsfragen der Familienhilfe behandeln.

Ort und das Programm der Veranstaltung gehen Ihnen gesondert zu.

 Familienpolitik

Familienreport 2017

Der aktuelle Familienreport des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert über Entwicklungen und Trends der letzten Jahre und stellt neue Erkenntnisse vor, was Eltern und Kinder in Deutschland heute bewegt. „Mehr Unterstützung für mehr Familien – das ist das Motto der vergangenen Jahre. Wir haben in dieser Zeit viele Familienleistungen verbessert, gleichzeitig sind mehr Kinder geboren worden. Der Familienreport zeigt aber auch: Es bleibt eine der wichtigsten Aufgaben, ein gutes Aufwachsen für alle Kinder zu sichern. Familien erwarten zu Recht eine gute Unterstützung. Hier ist es vor allem eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für die Politik und Wirtschaft sorgen muss. Jeder Euro, den wir in gute Kitas, Ganztagsschulen und Horte investieren, zahlt sich mehrfach aus. Allein vernünftige Angebote für Grundschulkinder am Nachmittag helfen Müttern dabei, ihrem Beruf nachgehen zu k&oum l;nnen. Deswegen brauchen wir ein Recht auf Ganztagsbetreuung für alle Grundschulkinder“, sagte Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley anlässlich der Veröffentlichung des Familienreports 2017. „Ich setze mich dafür ein, ein neues Kindergeld für Familien mit kleinen Einkommen zu schaffen und überflüssige Bürokratie in diesem Bereich abzubauen. Ziel muss es sein, das durchschnittliche Existenzminimum eines Kindes abzusichern“, so Barley weiter. Der Familienreport 2017 stellt die Lebenslagen und Einstellungen von Familien in Deutschland und die Maßnahmen, mit denen Familienpolitik sie unterstützt, umfassend dar. Neben aktuellen statistischen Daten zum Zusammenleben wird die wirtschaftliche Situation von Familien und deren Bedeutung für das Aufwachsen von Kindern beleuchtet. In den aktuellen Erkenntnissen spiegeln sich die Wünsche und Bedürfnisse von Eltern und Kindern ebenso wie der wachsende Tren d zu mehr Partnerschaftlichkeit. Darüber hinaus wird die wichtige Rolle der Unternehmen deutlich, die diese bei einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielen. Der Familienreport befasst sich mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung für Familien sowie mit den Studien über gesamtwirtschaftliche Renditen von Investitionen in Betreuungsinfrastruktur. Im letzten Kapitel „Sicht der Bevölkerung“ stehen Wünsche der Menschen im Mittelpunkt, die aus aktuellen demoskopischen Studien hervorgehen – einschließlich der damit verbundenen Erwartungen an die Politik.

Den aktuellen Familienreport finden Sie hier

Zukunftsforum Familie: 30 Organisationen fordern: „Gute Bildung für alle Menschen!“

Mit Blick auf die jetzt beginnenden Koalitionsverhandlungen appelliert ein großes Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen und Gewerkschaften an CDU/CSU, FDP und Grüne, mehr Geld für die Bildung bereit zu stellen. „Deutschland braucht mehr und bessere Bildung für alle Menschen. So soll das Menschenrecht auf Bildung mit Leben gefüllt werden. Der Bund muss künftig zusätzliche Mittel in die Bildung investieren. Er soll Bildungsprojekte der Länder und Kommunen dauerhaft unterstützen. Dafür muss das Kooperationsverbot in der Bildung endlich komplett gestrichen werden“, betonen die 30 Bündnispartner am Donnerstag in Berlin. „Geld ist genug da: Die öffentlichen Ausgaben für Bildung verharren bei 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Der OECD-Schnitt liegt bei 5,2 Prozent. Würde die Bundesrepublik so viel Geld für Bildung ausgeben wie die Staaten im OECD-Durchschnitt, stünd en jährlich gut 26 Milliarden Euro mehr zur Verfügung.“ „Deutschland braucht in dieser Legislaturperiode eine Offensive für den qualitativen und quantitativen Ausbau des Bildungswesens – von der Kita über alle Schulen und Hochschulen bis zur Weiterbildung – im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Nur so ist gesellschaftlicher Fortschritt möglich“, unterstreichen die Organisationen. Dabei müsse die künftige Regierung auch international ihrer Verantwortung gerecht werden, indem sie den deutschen Beitrag zur Förderung von guter Bildung weltweit steigert und mehr für die globale Bildung tut. Als dringende Aufgaben in Deutschland benennen die Bündnispartner den qualitativen und quantitativen Ausbau der Ganztagsangebote, ein Sanierungs- und Neubauprogramm für Schulen und Hochschulen – auch mit Blick auf Bildung in einer digitalisierten Welt –, ein Kita-Qualitätsgesetz sowie die Entwicklung eines inklusiven Bildungswesens. Für das Lernen aller Menschen Barrieren abzubauen und deren gesellschaftliche Teilhabe aktiv zu fördern, ist laut UN-Kinderrechts- und Behindertenkonvention Auftrag der politisch Verantwortlichen. Zudem sei die Weiterbildung, insbesondere in der Grundbildung und der digitalen Medienkompetenz, deutlich auszubauen. Außerschulische Bildungs- und Lernorte müssten stärker gefördert und mehr mit Schule verzahnt werden. Die Unterstützungsangebote für geflüchtete und asylsuchende Kinder, Jugendliche und Erwachsene seien zu erweitern und zu verbessern. „Gute Angebote und gute Arbeitsbed ingungen der Beschäftigten sind dabei zwei Seiten einer Medaille“, sagen die Bündnispartner. „Bildung und Lernen brauchen mehr Zeit und Raum.“ „Gute Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Menschen oder dem Wohnort abhängig sein. Für ein hochwertiges, flächendeckendes und soziales Bildungsangebot müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen. Das Grundgesetz verlange bundesweit eine gleichwertige Ausstattung der Bildungseinrichtungen. Gute Bildung ist ein Eckpfeiler der Demokratie. Sie ist Voraussetzung für eine plurale, freiheitliche Gesellschaft, die gerade jetzt gestärkt werden muss“, heben die Organisationen hervor. Bildung ermögliche den Menschen Teilhabe an der Gesellschaft, sie eröffne berufliche und persönliche Perspektiven. Die Bündnispartner werten den wachsenden Personalmangel im Bildungsbereich als „gesamtgesellschaftliches Alarmsignal“. Er beeinträchtige zunehmend Quantität und Qualität der Angebote. Deshalb müssten die Attraktivität pädagogischer Berufe verbessert und die Ausbildungskapazitäten erhöht werden. Zudem seien die selbstständigen Lehrkräfte sowohl in der Weiterbildung als auch an der Hochschule sozial besser abzusichern sowie das Befristungsunwesen an Unis und Fachhochschulen einzudämmen. „In Bildung und Wissenschaft müssen Dauerstellen für Daueraufgaben geschaffen werden. Außerdem benötigen zusätzliche Aufgaben zusätzliches Personal. Denn: Alles beginnt mit guter Bildung!“, sagen die Organisationen. Diese Pressemitteilung wird von 30 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften getragen. Weitere Informationen

Die Daten der öffentlichen Ausgaben für Bildung in Deutschland sind der aktuellen OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2017“ entnommen.

Wechselmodell als gesetzlich zu verankerndes Leitmodell ungeeignet, Gemeinsame Erklärung Deutscher Kinderschutzbund, Deutsche Liga für das Kind und Verband alleinerziehender Mütter und Väter, VAMV

Die Justizministerkonferenz hat sich für eine Prüfung einer gesetzlichen Regelung des Wechselmodells ausgesprochen - kurz nach der vielbeachteten Entscheidung des BGH, dass das Wechselmodell unter bestimmten Voraussetzungen auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden kann. In einer gemeinsamen Erklärung mahnen der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), die Deutsche Liga für das Kind und der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) an, dass das Wechselmodell nicht zum Regelfall werden dürfe. Vorrang müsse immer das Kindeswohl haben. Die Verbände weisen darauf hin, dass eine zeitlich annähernd gleichwertige elterliche Betreuung besondere Toleranz und eine belastbare Kommunikationsbasis der Eltern erfordert. Zudem ist das Wechselmodell oft kostenintensiver als das bisher überwiegend gelebte Residenzmodell und stellt an die betroffenen Kinder wegen des Pendelns zwischen Vater und Mutter eine besondere Herausforderung dar. Prof. Beate Naake, Vorstandsmitglied im Deutschen Kinderschutzbund, erklärt dazu: „Kinder wollen regelmäßig guten Kontakt zu beiden Eltern haben und sollten nicht aus diesem Loyalitätskonflikt einem Lebensmodell zustimmen, das sie nicht überschauen können. Daher muss ihnen klar verdeutlicht werden, was es für sie konkret bedeutet, ein Wechselmodell zu leben. Das Wechselmodell als gesetzlicher Regelfall würde diese Loyalitätskonflikte auf alle von Trennung betroffenen Kinder ausweiten.“ „Das Wechselmodell ist ein anspruchsvolles Modell“, sagt Erika Biehn, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV). „Die Eltern müssen trotz Trennung kooperieren und sollten idealerweise in räumlicher Nähe wohnen. Im Einzelfall ist es eine gute Regelung, als gesetzlicher Standard ist das Wechselmodell allerdings nicht geeignet.“ Auch das Alter des Kindes ist bei der Wahl des geeigneten Betreuungsmodells zu berücksichtigen. Besonders für Kleinkinder bis drei Jahren ist ein paritätisches Wechselmodell mit Pendeln und Übernachtungen eher nicht zu empfehlen. „Im Einzelfall kann das Wechselmodell durchaus im besten Interesse eines Kindes liegen. Das berechtigt uns aber nicht, daraus eine Regelvermutung abzuleiten. Bei anhaltenden Konflikten der Eltern kann häufiges Pendeln zwischen Mutter und Vater für das Kind eine große Belastung sein“, sagt Prof. Dr. Sabine Walper, Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind und Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut. Die Verbände sind sich darin einig, dass folgende Faktoren zu einem Gelingen des Wechselmodells beitragen: Das Kind sollte gleichwertige positive Bindungen an beide Elternteile haben, über das Wechselmodell altersgerecht informiert sein und es selbst wünschen. Die Betreuungsregelungen sollten vor und nach der Trennung weitgehend ähnlich sein. Auch müssen sich die Eltern flexibel auf sich verändernde Bedürfnisse des Kindes einstellen und gut miteinander kommunizieren und kooperieren können. Entscheidend ist zudem, dass die Eltern in räumlicher Nähe zueinander leben und die finanziellen Mittel haben, um die Mehrkosten zu tragen.

Quelle: Gemeinsame Erklärung des Deutschen Kinderschutzbundes, der Deutschen Liga für das Kind und des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter vom 20.10.2017

 Initiativen

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) bietet Ländern und Kommunen ein umfassendes Maßnahmenpaket mit Materialien zur Elternansprache und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt Kommunen und Landkreisen kostenlos Materialien wie Plakate, Aufsteller mit Info-Karten und Anzeigenmotive zur Verfügung, mit denen sie werdende Eltern und junge Familien mit Kindern bis drei Jahren über wohnortnahe Angebote Früher Hilfen informieren können. Die Informationsmaterialien sollen dabei unterstützen, die Angebote Früher Hilfen vor Ort bekannter zu machen und die Netzwerkarbeit weiter auszubauen. Sie bewerben das Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ und die Onlineberatung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) unter www.bke-elternberatung.de. Beide Angebote sind bundesweit in der Elternarbeit etabliert und beraten vertraulich, anonym und kostenlos zu allen Themen. Auf Wunsch der Eltern vermitteln sie bedarfsorientiert in die Angebote der Frühen Hilfen vor Ort zur individuellen Unterstützung, zum Beispiel an eine Familienhebamme oder in eine Fachstelle. Ergebnisse des NZFH aus einem Modellprojekt in Osnabrück und einer Erprobungsphase zur Vernetzung von Elterntelefon und Frühen Hilfen in elf Städten und Landkreisen belegen, dass niedrigschwellige Angebote wie das Elterntelefon ein gut erreichbarer Zugang zu den lokalen Angeboten der Frühen Hilfen sind. Anhand der Ergebnisse hat das NZFH das Konzept und die Materialien weiterentwickelt und um das Angebot www.bke-elternberatung.de ergänzt. Weitere Informationen unter: www.fruehehilfen.de/bundesinitiative-fruehe-hilfen/kommunale-netzwerke/das-oea-paket-materialien-zur-elternansprache/

Innovativer Studiengang Hebammenkunde, Evangelische Hochschule Berlin

Nach vier Jahren Studium und praktischer Ausbildung erhalten erstmalig 13 Hebammen in Berlin einen Abschluss im Studiengang Hebammenkunde an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB). Die Hebammen Bachelor of Science haben über vier Jahre ein duales Studium absolviert, um den Beruf der Hebamme auf wissenschaftlichem Niveau zu erlernen. Neben den Vorlesungszeiten an der EHB sammelten sie während der praktischen Studienphasen beim Kooperationspartner St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Tempelhof und weiteren kooperierenden Kliniken, freiberuflichen Hebammen und Geburtshäusern viele praktische Erfahrungen. Ihre Berufszulassung als Hebamme haben die Studentinnen bereits vor genau einem Jahr erhalten, so dass sie im vierten Studienjahr erste berufliche Erfahrungen mit in die Lehrveranstaltungen an der EHB einbringen und dort auf der Grundlage ihres theoretischen Wissens diskutieren konnten. Gerade in der Verknüpfung von praktischen Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen sehen die Professorinnen für Hebammenwissenschaft der EHB einen Vorteil des Studiums. Es soll dazu beitragen, aktuelles Wissen schneller und besser in die praktische Geburts hilfe zu transportieren, um die Qualität der Betreuung von werdenden Eltern und Familien noch weiter zu verbessern. In Deutschland ist das Studium für Hebammen noch ein Modellverfahren, während es europaweit seit Jahren Standard ist. „Wir hoffen sehr, dass die Akademisierung des Hebammenberufes auch in Deutschland als Standard schnell umgesetzt wird“, sagt Professorin Dr. rer. medic. Melita Grieshop, die den Studiengang an der EHB zusammen mit ihrer Kollegin Prof. Dr. Dorothea Tegethoff leitet. „Dies wäre ein wichtiger Beitrag, um diesen typischen Frauenberuf aufzuwerten, damit auch zukünftig viele Studierende den Studiengang Hebammenkunde abschließen und ihr Wissen als praktizierende Hebammen B. Sc. in die Geburtshilfe in Berlin einbringen. Denn der Bedarf an hochqualifizierten Hebammen in Berlin ist sehr groß.“ 

Der Bachelor-Studiengang Hebammenkunde wurde zum Wintersemester 2013/2014 durch die EHB in enger Kooperation mit der Schule für Gesundheitsberufe des St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Tempelhof eingerichtet und bietet jährlich bis zu 26 Studienplätze an. Seit dem Wintersemester 2016/2017 ermöglicht die EHB auch berufserfahrenen Hebammen, über ein verkürztes Studium den akademischen Abschluss Bachelor of Science of Midwifery zu erlangen.

Weitere Informationen zum Studiengang

 Studien, Literatur und Medien

Armutsmuster in Kindheit und Jugend, Längsschnittbetrachtungen von Kinderarmut

Bertelsmann Stiftung, Oktober 2017

Kinderarmut ist in Deutschland oft Dauerzustand: Rund 21 Prozent aller Kinder in Deutschland leben über eine Zeitspanne von mindestens fünf Jahren dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage. Weitere 10 Prozent machen temporäre Armutserfahrungen. Armut bedeutet in Deutschland zwar meist nicht, kein Dach über dem Kopf oder kein Essen zu haben. Doch können sich die betroffenen Kinder und ihre Familien vieles nicht leisten, was für andere ganz normal zum Aufwachsen und Leben dazu gehört. Insbesondere wer dauerhaft in einer Armutslage aufwächst, erlebt Mangel und Verzicht.

Zur Studie

Vorlesestudie 2017: Mehrheit der Eltern fängt zu spät mit dem Vorlesen an, Stiftung Lesen

Die Bedeutung von Bildung und Lesekompetenz ist Eltern meist bewusst, aber viele sind unsicher über den richtigen Zeitpunkt und geeigneten Vorlesestoff. 55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung, die erstmals repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben hat. Die Studie zeigt aber auch, dass den befragten Eltern eine gute, vielseitige Bildung ihrer Kinder besonders wichtig ist. Diese wird am häufigsten als Erziehungsziel genannt (86 Prozent), noch vor gutem Benehmen und Umgang mit Geld (83 und 79 Prozent). Gute Lesefähigkeiten sind 71 Prozent der Eltern besonders wichtig, fast ebenso vielen wie eine gesunde Lebensweise (72 Prozent). Und: 91 Prozent der befragten Eltern schreiben dem Vorlesen einen großen bzw. sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu. Ein gutes Drittel der Eltern weiß jedoch nicht genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Fast ebenso viele sehen die ausreichende Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes als entscheidende Voraussetzung dafür an. Einem Viertel der Eltern, die ihrem Kind bereits im ersten Lebensjahr vorlesen, fällt es schwer, die richtige Buchauswahl zu treffen. Die Stiftung Lesen empfiehlt Eltern, so früh wie möglich mit dem gemeinsamen Betrachten und Vorlesen von Büchern zu beginnen. Studien zur Wirksamkeit des Vorlesens zufolge sollte es bereits im ersten Lebensjahr des Kindes zu einem festen Bestandteil des Tagesablaufs werden. Präsentiert wurden die Ergebnisse der Vorlesestudie in Berlin von den Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags, der dieses Jahr am 17. November stattfindet: „Viele Eltern knüpfen das Vorlesen an bestimmte Fähigkeiten der Kinder – dabei stärkt das Vorlesen genau diese Fähigkeiten“, so die Studienleiterin Dr. Simone Ehmig. „Weder muss sich ein Kind bereits länger konzentrieren noch gar sprechen können, damit es vom Vorlesen profitiert.“ „Mit dem Vorlesen können Eltern nicht früh genug anfangen. Ohne Lesekompetenz kein Erfolg in der Schule und im Job. Besonders junge Familien sollten daran Spaß haben und die Lesefreude früh an ihre Kinder weitergeben“, so Antje Neubauer, die das Fachkuratorium Bildung der Deutsche Bahn Stiftung leitet. „Viele Eltern warten länger als nötig mit dem Vorlesen – und hören auch zu früh wieder damit auf. Gerade in den ersten beiden Schuljahren brauchen Kinder die Unterstützung ihrer Eltern, um Freude am Selberlesen zu entwickeln“, ergänzte Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer ZEIT Verlagsgruppe. „Beim Vorlesen senden Eltern das Signal: Lesen ist Teil unseres Lebens.“ „Gerade Eltern von kleinen Kindern wissen zum Teil nicht, was sie vorlesen sollen. Unsere aktuelle Studie zeigt: Buchgeschenke wirken, besonders in Familien mit niedriger formaler Bildung. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir noch mehr Familien von Anfang erreichen. Auch dafür werben wir am Bundesweiten Vorlesetag und freuen uns über viele Unterstützer“, sagte Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

Die Vorlesestudie ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH und wird seit 2007 jährlich durchgeführt.

2017 hat das Feld-Institut Iconkids & Youth von 2. Juni bis 6. Juli repräsentativ ausgewählte Eltern in 523 Familien mit Kindern zwischen 3 und 39 Monaten persönlich in ihren Haushalten befragt. 

Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 und Vorlese-Empfehlungen finden Sie unter: www.stiftunglesen.de/vorlesestudie

Gute Ganztagsschule für alle - die Bertelsmann Stiftung hat berechnet, was ein flächendeckender und qualitativer Ausbau kostet

Der Ausbau der Ganztagsschulen kommt überall in Deutschland voran. Gab es noch zu Beginn des Jahrtausends bundesweit nur für jeden zehnten Schüler einen Ganztagsplatz, standen im Schuljahr 2015/2016 immerhin viermal mehr Plätze zur Verfügung.

Die Erwartungen der Eltern gehen allerdings weit über den heutigen Ausbaustand hinaus: Fast drei Viertel von ihnen wünschen sich einen Ganztagsplatz für ihr Kind. Seit dem Ende des Investitionsprogramms des Bundes im Jahr 2009 hat der Ausbau jedoch deutlich an Fahrt verloren. Wenn es im gleichen Tempo weitergeht wie zuletzt, wird es noch mehr als vier Jahrzehnte dauern, bis ein flächendeckendes Angebot für alle Schüler bereitsteht.

Für Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, ist deshalb klar: "Die neue Bundesregierung muss dem Ganztagsausbau Priorität geben. Gute Ganztagsschulen sind ein Motor für die Chancen von Kindern und Jugendlichen."

Zur Studie

Partner auf Augenhöhe, Forschungsbefunde zur Zusammenarbeit von Familien, Kitas und Schulen mit Blick auf Bildungschancen

Bertelsmann Stiftung, 2017

Bildungschancen sind in Deutschland ungleich verteilt. Vor diesem Hintergrund wird seit einigen Jahren in Politik und Fachkreisen eingefordert, dass sich Eltern einerseits sowie Fach- und Lehrkräfte in Kindertageseinrichtungen und Schulen andererseits partnerschaftlich und auf Augenhöhe begegnen sollen. Diese »Bildungs- und Erziehungspartnerschaft« soll dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Viele Kindertageseinrichtungen und Schulen arbeiten heute schon intensiv daran. Das empirische Wissen um Partnerschaft, Elternbeteiligung und Zusammenarbeit sowie die damit zusammenhängenden Effekte ist jedoch gering. Hier setzen die Autorinnen an. Sie beschäftigen sich mit der rechtlichen, bildungspolitischen und fachlichen Definition der Bildungs- und Erziehungspartnerschaften. Zudem analysieren sie internationale empirische Studien zu Elternbeteiligung und Ungleichheiten in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Erstmalig liegt hiermit ein umfassender Überblick über den Stand der Forschung im In- und Ausland zu diesem Themenkomplex vor, der insbesondere die Mikroebene des konkreten Handelns von Fach- und Lehrkräften, Eltern und Kindern in den Fokus rückt. Auf dieser Grundlage zeigen die Autorinnen die Problem- und Handlungsfelder an der Schnittstelle zwischen Bildungsinstitution und Familie auf und liefern zahlreiche Impulse, um deren Zusammenarbeit anders zu denken und zu gestalten – und damit die Bildungschancen zu verbessern.

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  Ansprechpartner*innen

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

Ümit Yüzen
Familienbildung und Familienpolitik
Telefon: 030 / 030 8 54 04 - 359
E-Mail: yuezenue@drk.de


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