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Artikel 6 der Kinderrechtskonvention

Artikel

Recht auf Leben

(1) Die Vertragsstaaten erkennen an, dass jedes Kind ein angeborenes Recht auf Leben hat.

(2) Die Vertragsstaaten gewährleisten in größtmöglichem Umfang das Überleben und die Entwicklung des Kindes.

Kommentar

Bild: Agnes, 4 Jahre alt

»Kinder kennen am Anfang ihres Lebens keine Unterschiede«

Kommentar von Jirko Ehrhardt, Mitarbeiter in der Hausverwaltung im DRK-Generalsekretariat

Das Recht auf Leben eines Kindes beginnt in meinen Augen schon vor seiner Geburt. Es muss sichergestellt werden, dass alle Voraussetzungen geschaffen werden, damit es zu keinem Abbruch der Schwangerschaft aus sozialer oder finanzieller Not kommt. Für alle Kinder, egal welcher Herkunft oder Religion, sollten die gleichen Bedingungen für ein gesundes, sorgenfreies und vorurteilsfreies Leben gelten. Kinder kennen am Anfang ihres Lebens keine UNTERSCHIEDE.

Wenn ein Kind zu Schaden kommt, wird in der Öffentlichkeit meist über hilflose und überforderte Eltern aus bildungsfernen Bevölkerungsschichten gesprochen. Nur ist dieses Thema in meinen Augen ein gesamtgesellschaftliches Problem und daher nicht so leicht zu lösen. Um hier Abhilfe zu leisten, müssen durch gezielte Unterstützung der Eltern z.B. Elternbildung, Wertevermittlung, etc. erst einmal die Grundlagen geschaffen werden. Dieses können z.B. Anlaufstellen für Eltern aller sozialer Schichten sein, die im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten die Anonymität wahren. Nur so ist es meiner Meinung nach möglich, das Überleben und die Entwicklung aller Kinder zu gewährleisten.

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