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Artikel 35 der Kinderrechtskonvention

Artikel

Maßnahmen gegen Entführung und Kinderhandel

Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten innerstaatlichen, zweiseitigen und mehrseitigen Maßnahmen, um die Entführung und den Verkauf von Kindern sowie den Handel mit Kindern zu irgendeinem Zweck und in irgendeiner Form zu verhindern.

Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten innerstaatlichen, zweiseitigen und mehrseitigen Maßnahmen, um die Entführung und den Verkauf von Kindern sowie den Handel mit Kindern zu irgendeinem Zweck und in irgendeiner Form zu verhindern.

Kommentar

Bild: Rüdiger Fritz

»Menschenhandel ist Realität«

Kommentar von Sabrina Konzok, 23 Jahre alt. Sie vertritt auf europäischer Ebene Kinder und Jugendliche aus 53 Ländern, die Mitglied im Roten Kreuz oder Roten Halbmond sind, und arbeitet zum Thema Migration und Menschenhandel. 

Der Menschenhandel ist das am schnellsten wachsende kriminelle Unternehmen der Welt. Vor allem Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Weltweit werden jedes Jahr ca. 2 Millionen von ihnen Opfer von Menschenhandel. Ein Markt, der jährlich einen Umsatz von 12 Milliarden Dollar einbringt.
Das betrifft auch uns in Europa. Weil sich die Situation der Flüchtlinge in Europa weiter verschlechtert, verschlechtert sich auch die Situation von Kindern und Jugendlichen. Sie verschwinden unter anderem auch aus europäischen Flüchtlingslagern und enden irgendwo in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien in der „modernen“ Sklaverei. Ausgebeutet werden sie sexuell, durch Arbeit, durch illegale Tätigkeiten oder im Rahmen des Adoptionshandels.

Nationalgesellschaften des Roten Kreuz setzten sich bereits jetzt dafür ein, dass keinem Kind so etwas mehr passiert. So hat zum Beispiel das Serbische Rote Kreuz ein Programm, in dem es Jugendliche über die Gefahren des Menschenhandels aufklärt und so versucht, den Einfluss der Menschenhändler zu verringern. Prävention alleine reicht jedoch nicht aus. Wir müssen uns noch stärker dafür einsetzen, dass die Rechte von Kindern und Jugendlichen respektiert und vor allem geschützt werden – auch in Deutschland. 

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