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Artikel 17 der Kinderrechtskonvention

Artikel

Zugang zu den Medien; Kinder- und Jugendschutz

Die Vertragsstaaten erkennen die wichtige Rolle der Massenmedien an und stellen sicher, dass das Kind Zugang hat zu Informationen und Material aus einer Vielfalt nationaler und internationaler Quellen, ins-besondere derjenigen, welche die Förderung seines sozialen, seelischen und sittlichen Wohlergehens sowie seiner körperlichen und geistigen Gesundheit zum Ziel haben. Zu diesem Zweck werden die Vertragsstaaten

a) die Massenmedien ermutigen, Informationen und Material zu verbreiten, die für das Kind von sozialem und kulturellem Nutzen sind und dem Geist des Artikels 29 entsprechen;

b) die internationale Zusammenarbeit bei der Herstellung, beim Austausch und bei der Verbreitung dieser Informationen und dieses Materials aus einer Vielfalt nationaler und internationaler kultureller Quellen fördern;

c) die Herstellung und Verbreitung von Kinderbüchern fördern;

d) die Massenmedien ermutigen, den sprachlichen Bedürfnissen eines Kindes, das einer Minderheit angehört oder Ureinwohner ist, besonders Rechnung zu tragen;

e) die Erarbeitung geeigneter Richtlinien zum Schutz des Kindes vor Informationen und Material, die sein Wohlergehen beeinträchtigen, fördern, wobei die Artikel 13 und 18 zu berücksichtigen sind. 

Kommentar

Bild: Sebastian Rosenberg

»Für einen kreativen und verantwortungsvollen Umgang!«

Ein Kommentar von Hans Born, er ist freier pädagogischer Mitarbeiter im DRK-Jugendladen Berlin-Wedding

Mehr als alles Andere prägen Medien heutzutage unseren Alltag und gerade Kinder sind diesen Einflüssen schutzlos ausgeliefert. Daher haben vorrangig die Schulen die Pflicht Kindern nicht nur den Zugang zu den neuen Medien zu ermöglichen, sondern auch den kreativen und verantwortungsvollen Umgang damit zu lehren und zu praktizieren. Hier ist leider bei uns immer noch ein Mangel an Fachkenntnissen, wie auch an technischer Einrichtung festzustellen. Negative Eingriffe, wie z. B. Mobbing oder sonstige Beeinträchtigungen der Privatsphäre, werden häufig weder bemerkt, noch geahndet. Positive Initiativen, wie z. B. eine eigene Schul-Kommunikationsplattform, bleiben eher die Ausnahme.

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