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Artikel 15 der Kinderrechtskonvention

Artikel

Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit

(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes an, sich frei mit anderen zusammenzuschließen und sich friedlich zu versammeln.

(2) Die Ausübung dieses Rechts darf keinen anderen als den gesetzlich vorgesehenen Einschränkungen unterworfen werden, die in einer demokratischen Gesellschaft im Interesse der nationalen oder der öffentlichen Ordnung (ordre public), zum Schutz der Volksgesundheit oder der öffentlichen Sittlichkeit oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig sind.

Kommentar

Bild: Hans Born

»Versammlung heißt heute Chatroom«

Ein Kommentar von Hans Born, er ist freier pädagogischer Mitarbeiter im DRK-Jugendladen Berlin-Wedding

Die Kinderrechtskonvention wurde bereits vor einer Generation – also vor mehr als 25 Jahren – verabschiedet. Inzwischen hat sich die Welt nicht nur politisch, sondern vor allem auch medial verändert. Bereits Kinder nutzen soziale Netzwerke wie Facebook, WhatsApp und Twitter heutzutage wie selbstverständlich. Kommunikation und „Versammlung“ findet hierzulande oft nur noch im Internet statt. Daher muss der Schutz der Privatsphäre und Ehre (Artikel 16) primäre Aufgabe der Gesellschaft sein. Dem Missbrauch durch die Netzbetreiber ist dabei präventiv vorzubeugen.

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