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Artikel 12 der Kinderrechtskonvention

Artikel

Berücksichtigung des Kindeswillens

(1) Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.

(2) Zu diesem Zweck wird dem Kind insbesondere Gelegenheit gegeben, in allen das Kind berührenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren entweder unmittelbar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle im Einklang mit den innerstaatlichen Verfahrensvorschriften gehört zu werden.

d) dass jedes Kind, dem die Freiheit entzogen ist, das Recht auf umgehenden Zugang zu einem rechtskundigen oder anderen geeigneten Beistand und das Recht hat, die Rechtmäßigkeit der Freiheitsentziehung bei einem Gericht oder einer anderen zuständigen, unabhängigen und unparteiischen Behörde anzufechten, sowie das Recht auf alsbaldige Entscheidung in einem solchen Verfahren.

Kommentar

»Reis zum Frühstück!«

Kommentar von Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes

Wenn ich den Artikel 12 zur Berücksichtigung des Kindeswillens lese, fallen mir sofort die Osterferien mit meinen 4 Enkeln ein, die uns ohne ihre Eltern besuchten.

Jeder war für die Mahlzeiten an einem Tag zuständig und durfte aussuchen, was auf den Tisch kam. Da gab es dann auch schon mal Reis zum Frühstück! Bevor es ans Kochen ging, wurde ein Zettel geschrieben und wir zogen los zum Einkaufen: Preise vergleichen, Bio oder nicht? Welche Mengen brauchen wir?

Meine Enkel lernen dabei, ihre eigenen Wünsche zu äußern, sowie die Wünsche der Geschwister zu respektieren. Es wird nicht gemäkelt, und Kochen macht zusammen Spaß! Wir sind dabei, gemeinsam ein Kochbuch zu schreiben.

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