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Kinder und Jugendliche in den (Not)Unterkünften für Flüchtlinge

Die weitaus meisten Kinder und Jugendlichen kommen mit ihren Familien nach Deutschland und werden dann in Not-, Erstaufnahme- oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Diese Kinder haben hochgradig belastende Erlebnisse hinter sich, werden aber im Rahmen der Anerkennungsverfahren meist "nur" als Teil der Familie behandelt. Sie leben unter den gleichen sehr notdürftigen Unterbringungsbedingungen und sind auch den gleichen Einschränkungen wie ihre Eltern unterworfen, was Verpflegung, Bekleidung, medizinische Versorgung und Bewegungsfreiheit betrifft. Der Wahrnehmung ihrer Rechte stehen damit große Hürden entgegen. Sie brauchen eine besondere Ansprache, Rückzugs- und Spielmöglichkeiten in den Unterkünften, sie brauchen Zugang zu Kindertagesbetreuung, Schule und Berufsbildung, viele von ihnen brauchen psychotherapeutische Behandlung aufgrund der Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse - aber vor allem brauchen sie alle eine positive und sichere Perspektive.

In den Unterkünften müssen Kinder und Jugendliche vor Gewalt in jeder Form geschützt sein. Wie mit geeigneten Maßnahmen dafür gesorgt werden kann, faßt beispielsweise die Checkliste "Mindesstandards zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt in Flüchtlingsunterkünften" des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmißbrauchs zusammen.

Kinder und Jugendliche benötigen  - auch in Einrichtungen, in denen sie nur ein paar Tage oder ein paar Wochen bleiben - Spiel- und Bildungsangebote, Möglichkeit zur Bewegung, Anregung zur Beschäftigung. Ihre Eltern benötigen Unterstützung in der Betreuung und ebenso Unterstützung in einer Erziehungsherausforderung, auf die sich niemand vorbereiten kann. Eine Checkliste zur Gestaltung von kinderfreundlichen Räumen in den Unterkünften gibt Anregungen zu ersten Maßnahmen.

Alle Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe können mit ihren unterschiedlichen Angeboten Unterstützung und Hilfe auch für Kinder und Jugendliche in den Unterkünften bieten. Der Bundesverband will dazu auf gute Praxis hinweisen und freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.

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