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Soziale Rechte und Unterstützung

Für in Deutschland lebende Flüchtlingskinder und –jugendliche gelten die in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UNKRK) für alle Kinder festgelegten Rechte. Sie haben darüber hinaus nach Artikel 22 UNKRK den Anspruch auf besonderen Schutz und besondere Fürsorge. 

Die EU-Aufnahmerichtlinie

Flüchtlingskinder und -jugendliche gehören zu den besonders schutzwürdigen Personen entsprechend der EU-Aufnahmerichtlinie

Zu den besonders vulnerablen Gruppen zählen nach Art. 21 der EU-AufnahmeRL unter anderem schutzbedürftige Personen wie Minderjährige, unbegleitete Minderjährige, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, schwangere Frauen, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, Opfer des Menschenhandels, Personen mit schweren körperlichen Erkrankungen, Personen mit psychischen Störungen und Personen, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psychischer physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben, wie z. B. Opfer der Verstümmelung weiblicher Genitalien. 

Das Inkrafttreten der EU-Aufnahmerichtlinie im Juli 2015 nimmt die EU-Mitgliedstaaten in die Pflicht, den Bedarfen von besonders schutzbedürftigen (oder vulnerablen) Personen Rechnung zu tragen. 

Auch wenn dies vorrangig die Aufgabe staatlicher Stellen ist, sind Mitarbeitende der Einrichtungen für Flüchtlinge aufgrund ihres Kontaktes zu den Schutzsuchenden besonders geeignet, frühzeitig Hinweise für besondere Bedarfe festzustellen und ggf. erforderliche Maßnahmen einzuleiten oder an Fachstellen zu verweisen. Gewaltschutzkonzepte und Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt sind einzuführen.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz

Das im SGB VIII niedergelegte Kinder- und Jugendhilferecht bestimmt in §6 SGB VIII, dass ausländische junge Menschen, die ihren „gewöhnlichen Aufenthalt“ in Deutschland haben, Anspruch auf die im SGB VIII festgelegten Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben. Das gilt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit der Inobhutnahme durch das Jugendamt und für alle begleiteten Kinder und Jugendlichen spätestens nach dem Verlassen der Erstaufnahmeeinrichtung und der Verteilung in eine Kommune.

Zu zentralen sozialen Rechten von Flüchtlingskindern, Jugendlichen und ihren Eltern finden Sie auf den Folgeseiten weiterführende Informationen zu:
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