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Junge Flüchtlinge

Minderjährige Flüchtlinge: ein zahlenmäßiger Überblick

In 2015 wurden von den Bundesländern insgesamt 1,1 Millionen Asylsuchende (Quelle: BAMF) registriert. Dem Weltkinderhilfswerk UNICEF zufolge handelt es sich bei einem Drittel aller Flüchtlinge in Deutschland um Kinder und Jugendliche (Quelle: UNICEF).

Geflüchtete Kinder und Jugendliche benötigen besonderen Schutz

Die Kinder und Jugendlichen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, haben extreme Belastungen erlebt: Monate oder Jahre Krieg, möglicherweise eine lange Zeit in einem Flüchtlingscamp in einem der Nachbarländer ihres Heimatlandes, die gefährliche Flucht und das Ankommen in einem fremden Land mit einer ungewissen Zukunft. Nach Artikel 22 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat Deutschland  für ihren angemessenen Schutz und humanitäre Hilfe bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu sorgen. 

Geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland

Kinder und Jugendliche fliehen vielfach mit ihren Familien nach Deutschland, manche von ihnen kommen sich aber auch ganz alleine ohne Familienangehörige in Deutschland an: Sie wurden auf der Flucht von ihre Angehörigen getrennt oder sind ganz alleine geflüchtet. In den letzten Monaten lag der Fokus von Politik und Gesellschaft insbesondere auf der gesetzlichen Neuregelung der Verteilung und der Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (weitere Informationen erhalten Sie über den Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V.). Eine weitaus größere Zahl von Kindern und Jugendlichen kommt in Begleitung ihrer Familien nach Deutschland und lebt unter den oft unzureichenden Bedingungen der Notunterbringung. Aus Sicht des Roten Kreuzes ist es wichtig, sich auch dem Schutz und der Förderung dieser Kinder und Jugendlichen anzunehmen.

Handlungsbedarf besteht deshalb zunächst und in erster Linie für die kind- und jugendgerechte Unterbringung, Versorgung und Betreuung in den (Not)Unterkünften für Flüchtlinge. Gleichzeitig sind aber auch alle anderen Einrichtungen und Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien, von der Kindertagesbetreuung, der Familienbildung und –beratung, über das Schulsystem, das Ausbildungssystem bis zum Arbeitsmarkt gefordert, ihre Arbeit entsprechend der Lebenssituation und der Bedarfe der jungen Flüchtlinge und ihrer Familien zu gestalten.

Die DRK-Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in der Flüchtlingshilfe

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit seinen Angeboten in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, wie zum Beispiel der Kindertagesbetreuung, der Familienbildung, der Jugendsozialarbeit und der Hilfen zur Erziehung, erreicht mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche. Für diese Einrichtungen und Angebote ist die Aufgabe, die jungen Flüchtlinge in ihrer Entwicklung zu begleiten und sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung zu unterstützen, Teil der Umsetzung der Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

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