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Junge Menschen an den Grenzen der Hilfen zur Erziehung

Die Jugendhilfe hat (unter anderem) den Auftrag,  junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen (§ 1 Absatz 1, Satz 1 SGB VIII). Dabei müssen die Einrichtungen einer Vielzahl von individuellen Förderbedarfen gerecht werden und mit weiteren Systemen kooperieren. Die Grenzen der Hilfen zur Erziehung werden einerseits durch rechtliche Vorgaben gesetzt, andererseits durch finanzielle Steuerung in den Kommunen gesteuert. Darüber hinaus gibt es Anforderungen, die die begrenzten Ressourcen überfordern und somit das System und die Fachkräfte an ihre Grenzen bringen.

Fachtag "Systemherausforderer – Care Leaver – Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Grenzgänge(r) in den Hilfen zur Erziehung"

Das Programm der DRK-Jahrestagung Hilfen zur Erziehung am 05. bis 07. Mai 2015 rückte drei Grenzbereiche der Hilfen zur Erziehung in den Fokus:

  • Mit der Bezeichnung Systemherausforderer sind junge Menschen gemeint, deren Verhalten die pädagogischen Abläufe in den Einrichtungen in besonderem Maße beeinträchtigen. 
  • Care Leaver ist ein Begriff für junge Menschen, die nach einer stationären Erziehungshilfe in die Selbständigkeit "entlassen" werden.
  • Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge kommen ohne sorgeberechtigte Begleitung nach Deutschland. Die zunehmende Zahl dieser jungen Menschen bringt die Jugendhilfe in einigen Regionen in Deutschland an ihre Grenzen. 

Im folgenden finden Sie die Tagungsbeiträge der Referent_innen und den Tagungsflyer. Die Broschüre mit dem Titel "Junge Menschen an den Grenzen der Hilfen zur Erziehung" finden Sie unter unseren Veröffentlichungen.

Einladungsflyer mit Programm

Prof. Dr. Mathias Schwabe (Evangelische Hochschule Berlin):
Systemherausforderer oder die Herausforderung durch das System?

Britta Sievers (Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen, IGfH):
Mit 18 ist Schluss: Aus der Jugendhilfe in die Selbständigkeit

Anna Mühlmann (Careleaver e.V. und Careleaver-Kompetenznetz):
Careleaver Deutschland - ein Netzwerk stellt sich vor

Andreas Meißner (Bundesverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge):
Jugendhilfe für "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge"

Fachtag Teilhabe für Junge Wilde - Gibt es Grenzen der Inklusion?

Dokumentation des Fachtags des DRK-Generalsekretariats in Kooperation mit dem DRK-Sozialwerk Bernkastel-Wittlich am 01. und 02. Oktober 2014 in Berlin.

Das Ziel der Fachveranstaltung war es, das Phänomen "Junge Wilde" aus den Perspektiven der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfe zu beleuchten. Ausgehend von Hinweisen zum grundsätzlichen Verständnis wurden Schlussfolgerungen für die Gestaltung von Maßnahmen zusammengetragen sowie best-practice-Projekte vorgestellt.

Einladungsflyer mit Programm

Vortrag Helmut Johnson (Institut Johnson, Siegen):
Sie sind nicht so geworden, wie die Gesellschaft sie "braucht" - junge Menschen mit unausgereifter Persönlichkeit. Was können wir tun?

Vortrag Winfried Klaes (DRK-Sozialwerk Bernkastel-Wittlich gGmbH):
Der Blick in den Kopf - Neuropsychologische Grundlagen zum Verständnis des sozial-emotionalen Handicaps

Vortrag Prof. Dr. med. Michael Kölch (Vivantes Klinikum, Berlin):
Was tun mit Kindern und Jugendlichen, die durch alle Raster fallen?

Vortrag Roland Rosenow (Institut für Sozialrecht, Freiburg):
Junge Wilde und die Konsequenzen aus der UN-Behindertenrechtskonvention - Aktuelle Entwicklungen in Recht und Praxis

Dr. Dieter Schartmann (Landschaftsverband Rheinland):
Junge Wilde aus Sicht der Eingliederungshilfe

Frank Zachäus (Franz-Sales-Haus, Essen):
Junge Wilde - Wer sind sie? Was tun sie? Und was passiert nun?

Alexander Kolling (DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz):
Hilfen für Junge Wilde aus Sicht der Jugendhilfe

Margit Tjaerks, Hilmar Engelhardt (Elbe Werkstätten GmbH, Hamburg):
Dock 4 - ein Arbeitswelt orientiertes Basistraining für junge Erwachsene mit sozial-emotionalem Handicap

Im Nachgang der Veranstaltung wurde eine umfangreiche Fachdokumentation erstellt, die Sie in  unseren Veröffentlichungen finden. 

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