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Tagungsdokumentation Tage der DRK Familienhilfe, 22.03.-23.03.2018, Mainz

Einführung, Ümit Yüzen

Der Titel der Veranstaltung "Tage der DRK Familienhilfe" bezieht sich nicht nur auf die beiden Haupttage,  Donnerstag, den 22.02.2018 und Freitag, den 23.02.2018, sondern auch auf die Tage davor und danach, denn davor haben sich schon die mit Familienhilfe befassten Landesverbandsvertreterinnen und Vertreter getroffen. Nach dem Freitag werden sich die Lehrberaterinnen des Eltern- und Babyprogramms ElBa© treffen. Das entspringt dem Wunsch, in diese Tagen möglichst viele Ebenen der DRK Familienhilfe zusammen zu bringen und ich freue mich sehr, dass Sie dem Folge leisten und Sie alle den Weg hierher gefunden haben.

Der Schwerpunkt dieser beiden Tage liegt auf den niedrigschwelligen Angeboten der Familienbildung. Die klassischen Familienbildungsangebote haben immer noch ihren Stellenwert und ihre Bedeutung - aber wie können wir sie besser einbetten, so dass sie Zielgruppen, die besondere Unterstützung brauchen, gut erreichen? Wo suchen junge Eltern heute als erstes, wenn ihnen Erziehungsfragen unter den Nägeln brennen?  Ist das Konzept der Eltern-Kind-Angebote für Familien, die neu in Deutschland angekommen sind verständllich?

Seit einigen Jahren haben wir Mühe, Honorarkräfte für die Angebote für Familien zu bekommen. Schon 2015 haben wir Flyer und Plakate entwickelt um Kursleitungen zu gewinnen (Druckvorlagen können bei Ümit Yüzen angefordert werden). Auch die Kursleitungsstellen müssen attraktiver gestaltet werden, bspw. als feste sozialversicherungspflichtige Stellen – was auch einem verantwortungsvollen Wohlfahrtsverband entspräche. Darüber haben wir uns mit bei dem Treffen der Vertreter der DRK Landesverbände verständigt und werden dazu ein Informationsschreiben an die Gliederungen des DRK herausgeben.

Wir wollen uns an den diesen beiden Tagen damit befassen, welche Angebote von den Eltern angenommen werden und welche Angebote so umgestaltet werden können, damit sie besser ankommen – u.a. als Teil von Unterstützungsleistungen der frühen Hilfen. Insbesondere morgen wird es dabei exemplarisch um das DRK Eltern-Kind-Programm ElBa© gehen.

Von der klassischen Familienbildung zur informellen Zusammenarbeit mit Familien, Prof.'in Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler

Prof'in Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler ist Erziehungswissenschaftlerin und war Prof.‘in an der Fachhochschule Köln und Direktorin des Instituts für Kindheit, Jugend und Familie der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften an der Technischen Hochschule Köln. Sie hat Forschungsprojekte geleitet wie „Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz“, und „Elternkurse auf dem Prüfstand“. Vielen sind die von ihr entwickleten "Fünf Säulen der Erziehung" bekannt: Liebe, Achtung, Kooperation, Struktur und Förderung.

Sie wollte ihren Vortrag nicht im Internet veröffentlichen, deswegen hat sie uns zwei Aufsätze zu dem Thema zur Verfügung gestellt.

Entwicklungslinien und Paradigmenwechsel

Paradigmenwechsel Elternbildung

Der Digitaler Wandel in der Familienbildung – erste Erfahrungen mit ElternLeben.de, Rose Volz-Schmidt

Rose Volz-Schmidt ist die Gründerin von wellcome gGmbH. Die wellcome gGmbH vermittelt Familien nach der Geburt eines Kindes erfahrene ehrenamtliche Paten, die durch Fachleute unterstützt werden. Das Programm ist nach einem Social-Franchise-Verfahren bundesweit verbreitet.

Frau Rose Volz-Schmidt vertritt vehement die Auffassung, dass die Angebote der Familienunterstützung sich den Bedarfen der jungen Eltern anpassen müssen - da die Familien zuerst im Internet nach Rat und Informationen suchen, gibt es jetzt die Plattform elternleben.de. Frau Rose Volz-Schmidt wird die ersten Erfahrungen mit der Onlinepräsenz mit uns teilen, berichten, was unbedingt zu berücksichtigen ist, welche Familien online erreicht werden, welche Fragen den Eltern unter den Nägeln brennen.

Zur Präsentation

Kompass Projekt, Unterstützung von Familien mit Fluchthintergrund, Doris Wende, KV Freiburg

Kompass ist ein Bildungsprojekt für Mütter, ihre Kinder und Familien und widmet sich der Orientierung in Deutschland und unterstützt die Übergänge in Kita, Schule und Beruf. Frau Doris Wende leitet das Projekt des KV Freiburg, der seit vielen Jahren aktiv interkulturelle Angeboten entwickelt.

Zur Projektpräsentation

ElBa© Eltern-Babyprogramm des DRK, Anna Becker, Anne Fuchs-Hanske, ElBa Lehrberaterinnen

Das Programm Elba wird von zwei ElBa-Lehrberaterinnen, die schon an der Entwicklung des Programms beteiligt waren, Frau Anna Becker und Frau Anne Fuchs-Hanske, vorgestellt.

ElBa© ist ein Gruppenangebot für Eltern mit ihren Babys von 4 Wochen bis zu einem Jahr. Wir wissen heute, dass kleine Kinder sich ohne ein verlässliches „Basislager“, ohne Rituale und Wiederholungen, ohne eine ruhige und entspannte Umgebung nicht gut entwickeln können. Ein Angebot wie ElBa© vermittelt diese Grundlagen durch seine Struktur und das direkte Handeln der Kursleitung in der Gruppe. ElBa© vermittelt Eltern Sicherheit und Gelassenheit – Aspekte, die heute wichtiger denn je sind.

Zur Präsentation

Familienbildung im Rahmen der frühen Hilfen, Dr. Sarah Schmenger, Elisabeth Schmutz, Institut für Sozialpädagogische Forschung, Mainz

Dr. Sarah Schmenger und Elisabeth Schmutz haben zu den Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Kindertagesstätten, Familienzentren, Familienbildungsstätten und Frühe Hilfen in den Bundesländern geforscht und dabei den Aspekt der Familienbildung besonders in den Fokus genommen.

Zur Präsentation

Ergebnisse der Elba© Evaluation, Dr. Severine Thomas, Linda Maack, Stiftungsuniversität Hildesheim

Frau Dr. Thomas hat von 2010-2012 ein Forschungprojekt zur pädagogischen Nachhaltigkeit der Elternbildung in Eltern-Kind-Gruppen betreut und die Ergebnisse des Projektes in einer Veranstaltung vom GS vorgestellt. Wg ihrer Expertise haben wir sie für die Evaluation des Elba Programms angesprochen.

Präsentation der Elba-Evaluation

Zusammenfassung der Ergebnisse

ElBa© im Rahmen des Netzwerkes gesunde Kinder, Land Brandenburg, Katrin Schindler, ElBa©-Kursleiterin, KV Märkisch-Oder-Havel-Spree

Als Praxisbeispiel für Elba© im Rahmen der Frühen Hilfen stellt Frau Katrin Schindler den Elba© Kurs vor, den sie im Rahmen des Netzwerks gesunde Kinder in Brandenburg in einer Beratungsstelle für Schwangere, Schwangerschaftskonflikt-, Partnerschafts- und Lebensberatung durchführt.

Zur Präsentation

Workshop 1, Fotoprotokoll "ElBa als Angebot der Frühen Hilfen", Dr. Severine Thomas, Linda Maack

 

 

Workshop 2, Fotoprotokoll "Familienbildungsangebote im Rahmen der Frühen Hilfen", Volker Klaus

 

 

Workshop 3, Fotoprotokoll "Elba als attraktives Angebot für Kursleitungen", Anna Becker

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